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Fast 100 Tote nach Autobombenanschlag in Mogadischu | BR24

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Blutbad in der somalischen Hauptstadt Mogadischu: Mitten im lebhaften Morgenverkehr hat sich offenbar ein Terrorist mit seinem mit Sprengstoff beladenen Lkw in die Luft gesprengt. Mehr als 70 Menschen starben.

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Fast 100 Tote nach Autobombenanschlag in Mogadischu

Bei einem schweren Autobombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag viele Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere wurden schwer verletzt. Hinter dem Anschlag wird die Terrororganisation Al-Shabaab vermutet.

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Die Bewohner von Somalias Hauptstadt Mogadischu wurden am Samstagmorgen von einer schweren Explosion an einem belebten Kontrollposten erschüttert. Bei dem Autobombenanschlag sind mindestens 78 Menschen ums Leben gekommen. Das sagte der Leiter des Medina-Hospitals, Mohamed Yusuf, der Deutschen Presse-Agentur. In seine Einrichtung seien bisher zudem 54 Verwundete gebracht worden. Polizeioffizier Ahmed Bashane sprach von "mittlerweile fast 100 Menschen, die bei dieser schrecklichen Attacke getötet wurden".

Opferbilanz nach Explosion in Mogadischu vorläufig

Regierungssprecher Mukhtar Omar geht davon aus, dass sich die Opferbilanz angesichts der Wucht der Detonation weiter erhöhen dürfte.

"Die Gegend war voller Menschen, die zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt fuhren, als sich der schreckliche Anschlag ereignete." Mukhtar Omar, Regierungssprecher

Augenzeugen berichten von einem Bild der Verwüstung

Unter den Toten seien nach Polizeiangaben fünf Polizisten und drei türkische Staatsbürger. Bei ihnen handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um Straßenbau-Ingenieure. Durch die schwere Explosion wurden auch zwei Minibusse mit Schulkindern an Bord schwer beschädigt. Augenzeugen berichten von aufgerissenen Karosserien und einem Bild der Verwüstung. Durch die Wucht der Detonation wurden auch zahlreiche Gebäude beschädigt. Noch Stunden später suchten Anwohner dort nach Opfern.

"Schreckliche Szenen nach einem Bombenanschlag; Leichen liegen auf dem Boden, während Notdienste Tote und Verwundete evakuieren", schreibt der Journalist Harun Maruf bei Twitter.

Terrororganisation Al-Shabaab hinter Anschlag vermutet

Obwohl es zunächst keine Bekennerschreiben gab, wird hinter dem Anschlag die Terrororganisation Al-Shabaab vermutet. Offensichtlich war der Lastwagen mit Sprengstoff beladen.

Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Die sunnitischen Fundamentalisten beherrschen große Gebiete im Süden und Zentrum Somalias und verüben immer wieder Anschläge.

EU und Russland verurteilen Anschlag scharf

Sowohl die Europäische Union (EU) wie auch Russland verurteilten den "barbarischen Anschlag". Der blutige Angriff von Extremisten habe offenbar darauf abgezielt, die Lage in Somalia zu destabilisieren, erklärte das Außenministerium in Moskau. Russland werde die Regierung Somalias weiterhin bei ihren Bestrebungen um eine Aussöhnung des Landes und bei den Vorbereitungen von Wahlen unterstützten.

"Unsere Haltung ist klar", betonte EU Ratspräsident Charles Michel über den Kurznachrichtendienst Twitter, "Europa wird Afrika im Kampf gegen den Terrorismus weiter unterstützen." Somalias Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo rief die Bevölkerung zum Zusammenhalt beim Kampf gegen "die Feind der Menschenwürde" auf und erklärte: "Das einzige Ziel, das die Terroristen in unserem Land entwickelt haben, ist das wahllose Töten unschuldiger Menschen."

Die US-Streitkräfte unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe mit Luftangriffen und bilden Soldaten aus. Zudem leistet eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) Unterstützung.