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Dutzende Tote bei Großbrand in indischer Fabrik | BR24

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Bei einem Brand einer Fabrik in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Die Fabrik hat keine Notausgänge und keine Brandschutzgenehmigungen. Es ist der schwerste Brand in Neu-Delhi seit über 20 Jahren.

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Dutzende Tote bei Großbrand in indischer Fabrik

Bei einem Brand einer Fabrik in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Die Fabrik hat keine Notausgänge und keine Brandschutzgenehmigungen. Es ist der schwerste Brand in Neu-Delhi seit über 20 Jahren.

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Bei einem Brand in einer indischen Fabrik sind nach Behördenangaben 43 Menschen ums Leben gekommen. Zudem mussten mehr als ein Dutzend Verletzte in Krankenhäusern behandelt werden, die meisten von ihnen mit Rauchgasvergiftungen, erklärte die Feuerwehr vor Ort. Bei den meisten Opfern handelt es sich den Angaben zufolge um Arbeiter, die auf verschiedenen Stockwerken des Fabrikgebäudes geschlafen hatten.

Fabrikbesitzer festgenommen

Das Feuer war in einem dicht besiedelten Viertel der Millionenmetropole Neu-Delhi ausgebrochen. Die meisten Toten und Verletzten waren Wanderarbeiter aus den ärmeren indischen Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh. Viele verdienten nach Angaben ihrer Familien gerade mal 1.000 Rupien (knapp 13 Euro) im Monat und übernachteten in der Fabrik, um Geld zu sparen.

Der Besitzer und der Manager der Fabrik wurden laut Polizei am Sonntag festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, den Tod der Opfer fahrlässig verursacht zu haben. Laut Feuerwehr gab es in der Fabrik keine Notausgänge und das Gebäude hat auch nicht die nötigen Brandschutz-Genehmigungen gehabt. Die Rettungsarbeiten wurden auch dadurch erschwert, dass die Fabrik in einer engen Straße steht.

Kurzschluss mögliche Brandursache

Nach ersten Erkenntnissen könnte ein Kurzschluss das Feuer ausgelöst haben. Die genaue Ursache dürfte aber erst nach Brandermittlungen feststehen, die innerhalb von sieben Tagen abgeschlossen sein sollen, wie der Regierungschef Neu-Delhis, Arvind Kejriwal, sagte. Auf Bildern sind völlig verkohlte Räume zu sehen.

Plastikartikel in der Fabrik produziert

In dem Fabrikgebäude, in dem viele kleinere Werkstätten angesiedelt waren, wurden laut Feuerwehr Schultaschen und andere Plastikartikel hergestellt. Für welche Abnehmer die Produkte produziert wurden, konnte die Polizei zunächst noch nicht sagen. Dies sei Teil weiterer Untersuchungen. Im Gebäude habe es leicht brennbares Plastik und Papier gegeben, wodurch viele giftige Gase entstanden seien.

Neu-Delhis Regierungschef Kejriwal ließ verlauten, dass die Angehörigen jedes Opfers umgerechnet knapp 12.700 Euro erhalten sollen und die Verletzten je 1.270 Euro.

Schwester Brand seit über 20 Jahren

Der Brand ist der schwerste in Neu-Delhi seit mehr als 20 Jahren, 1997 waren bei einem Feuer in einem Kino 59 Menschen ums Leben gekommen.

Unfälle und Brände in indischen Fabriken gibt es immer wieder, da Sicherheitsstandards häufig missachtet werden. Mangelhafte Brandschutzvorrichtungen, fehlende Notausgänge und veraltete Elektrik sind keine Seltenheit, die Opferzahlen dadurch oft hoch. Erst im September kamen bei mehreren Explosionen in einer Chemiefabrik im Westen des Landes mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben, die Zahl der Verletzten lag um ein Vielfaches höher.