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Drohne in der Nähe eines Flugzeugs
© dpa/John Stillwell

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Drohne in der Nähe eines Flugzeugs

Laut Deutscher Flugsicherung (DFS) ist der reguläre Flugverkehr im vergangenen Jahr 158 mal behindert worden - das ist eine Zunahme um 80 Prozent im Vergleich zu 2017 (88 Störungen).

Besonders häufig wurden Drohnen im Großraum von Flughäfen gesichtet - nämlich 125 mal. Die meisten Störungen gab es am größten deutschen Airport in Frankfurt (31), danach folgen Berlin-Tegel, München (14) und Hamburg (12).

Drohnen zu klein für Radar-Ortung

"Die steigende Anzahl von Drohnensichtungen beobachten wir daher sehr aufmerksam und mit Sorge." DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle

Denn Drohnen sind zu klein, um auf dem Radar zu erscheinen und haben nicht dieselbe technische Ausstattung wie andere Fluggeräte. Genau das macht sie zur Gefahr.

2016 war ein Lufthansa-Airbus bei der Landung in München beinahe mit einem Quadrocopter zusammengestoßen. Im Frühjahr musste eine Landebahn am Flughafen Köln/Bonn mehrfach gesperrt werden.

Ziel der DFS ist daher, die kleinen Fluggeräte besser orten zu können und so sicher in den Luftverkehr zu integrieren. Eine mögliche Methode könnte es sein, die Drohnen mit einem Modem und einer SIM-Karte auszustatten - sozusagen als eine Art fliegendes Smartphone. Entsprechende Pläne verfolgt die DFS gemeinsam mit der Deutschen Telekom.

Einsatz von privaten Drohnen über Flughäfen verboten

Seit Oktober 2017 gelten bereits striktere Regeln für den Drohnenflug: Über Flughäfen sowie im An- und Abflugbereich ist er laut Verordnung verboten. Piloten müssen demnach einen Abstand von 1,5 Kilometern zum Zaun einhalten.

Große Geräte müssen außerdem gekennzeichnet sein, manche brauchen sogar eine Aufstiegserlaubnis. Ist die Drohne schwerer als zwei Kilo, braucht der Pilot zudem einen Kenntnisnachweis, einen "Drohnen-Führerschein".