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Drogenbeauftragte warnt vor E-Zigaretten und Wasserpfeifen | BR24

© pa / dpa / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Ein Mann raucht eine E-Zigarette

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Drogenbeauftragte warnt vor E-Zigaretten und Wasserpfeifen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, hat vor einem zunehmenden Konsum von Elektrozigaretten und Wasserpfeifen gewarnt. Einer Cannabis-Legalisierung nach kanadischem Vorbild erteilte sie eine klare Absage.

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"Während es weiter positive Entwicklungen bei den Kindern und Jugendlichen beim Tabak- und Alkoholkonsum zu verzeichnen gibt, sehen wir bei den neuen Produkten wie E-Zigaretten, Wasserpfeifen und Co. einen klaren Aufwärtstrend, sowohl bei Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen", sagte Mortler bei der Vorstellung des Drogen- und Suchtberichtes 2018 in Berlin: "Hier müssen wir das Präventionsangebot weiter ausbauen."

Jeder sechste trinkt zu viel Alkohol

Auch Alkohol werde in Deutschland noch deutlich zu viel und vor allem viel zu gedankenlos getrunken, "das müssen wir ändern, denn für Viele bedeutet Alkohol ein echtes Problem." Durch die Folgen des Alkoholkonsums entstünden pro Jahr volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von knapp 40 Milliarden Euro, so Mortler, jeder sechste in Deutschland trinke Alkohol "in einem gesundheitlich schädlichen Ausmaß".

Absage an legalen Cannabis-Konsum

Auch der Cannabiskonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stieg laut Drogen- und Suchtbericht leicht an. Mortler warnte vor einer Legalsierung der Droge in Deutschland. Statt über "freies Kiffen für alle" zu diskutieren, müsse man sich mit den gesundheitlichen Folgen des Cannabis-Konsums auseinandersetzen. Das heutige Cannabis habe nichts mehr zu tun mit dem vor 20 Jahren. Es sei wegen des höheren Wirkstoffgehalts viel stärker geworden.

"Ich will weniger Drogentote!"

Der neue Drogen- und Suchtbericht zeige deutlich, wie viel bei Prävention und Gesetzgebung bisher erreicht worden sei, so Mortler. Jedoch sei man noch lange nicht am Ziel:

"Ich will weniger Alkoholkonsum, weniger Drogentote, weniger Raucher und mehr Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien! Es gibt noch viel zu tun – für mich als Drogenbeauftragte, aber auch für Alle. Jeder kann und muss hier einen Beitrag leisten!" Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Die Droge als gesellschaftliches Problem

Ziel muss es sein, das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein für Drogen- und Suchterkrankungen zu erweitern und aufzuzeigen, dass Sucht Auswirkungen auf nahezu alle Lebenswelten hat. Suchterkrankungen stellten nicht nur die Betroffenen und deren Angehörige, sondern Deutschland insgesamt vor Herausforderungen.

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Autor
  • Rüdiger Hennl
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