BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Trump: Verewigung am Mount Rushmore klingt nach "guter Idee" | BR24

© picture alliance/ZUMA Press

US-Präsident Donald Trump vor dem Präsidentendenkmal Mount Rushmore.

3
Per Mail sharen

    Trump: Verewigung am Mount Rushmore klingt nach "guter Idee"

    Tausende Touristen besuchen jedes Jahr das Präsidentendenkmal am Mount Rushmore. US-Präsident Donald Trump habe zwar eine Erweiterung des Denkmals - um sich selbst - nie angeregt, teilte er auf Twitter mit. Er fände es aber eine "gute Idee".

    3
    Per Mail sharen

    Donald Trumps Kopf überlebensgroß in Stein gemeißelt? "Ich habe es nie vorgeschlagen", obwohl es angesichts der Errungenschaften seiner Präsidentschaft "für mich nach einer guten Idee klingt", schrieb der Präsident am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter. Der 74-Jährige will zwar eine Erweiterung des weltbekannten Präsidentendenkmals am Mount Rushmore nie angeregt haben, aber die Vorstellung scheint ihm nicht zu missfallen.

    Denkmal für große US-Präsidenten ist umstritten

    Der Mount Rushmore in den USA wird jedes Jahr von tausenden Touristen besucht. Vom Berg blicken die früheren US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln herab. Das Monument mit den fast 20 Meter hohen Köpfen ist nicht unumstritten. Es wurde in einen heiligen Berg der Lakota, die zu den Sioux-Indianern gehören, geschlagen - für sie eine Provokation, zumal unter Lincoln und in der Zeit danach viele von ihnen getötet wurden.

    Anlass für Trumps Tweet war ein Bericht der "New York Times" am Samstag, wonach sich ein Mitarbeiter des Weißen Hauses vergangenes Jahr beim Büro der Gouverneurin von South Dakota erkundigt haben soll, wie das Hinzufügen eines Präsidenten zu dem monumentalen Nationaldenkmal ablaufen würde. Auch der Sender CNN stieg auf die Geschichte ein. Trump wies die Berichte als falsch zurück.

    "Das sind Fake News", schrieb Trump. Kurz zuvor postete er in einem Tweet ein Foto von sich vor den Porträtköpfen der früheren Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Am Vorabend des Nationalfeiertags am 4. Juli hatte er vor dieser Kulisse eine Rede gehalten, was bei den Ureinwohnern auf Widerstand gestoßen war. Den Sioux sind die Black Hills heilig. Sie beanspruchen das Gebiet, in dem sich das Denkmal befindet, für sich.

    Trump spielte mit der Idee, Teil des Denkmals zu sein

    Trump hatte bei einem Auftritt im Sommer 2017 mit der Idee gespielt, ob es seinen Anhängern gefallen würde, wenn er eines Tages Teil des Denkmals sein würde. Die heutige Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, sagte 2018 im Wahlkampf in einem Interview, Trump habe ihr einmal im Ernst gesagt: "Wussten Sie, dass es mein Traum ist, mein Gesicht am Mount Rushmore zu haben?"

    Laut "New York Times" hat Noem seit ihrem Amtsantritt 2018 daran gearbeitet, sicherzustellen, dass Trump zu den diesjährigen Feierlichkeiten in ihrem Bundesstaat zum Nationalfeiertag mit umstrittenen Feuerwerk kommen würde.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!