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Doch kein G7-Gipfel in Trumps Golfhotel | BR24

© picture alliance/AdMedia

US-Präsident Donald Trump

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    Doch kein G7-Gipfel in Trumps Golfhotel

    Der nächste G7-Gipfel wird nun doch nicht in Trumps Golfhotel veranstaltet. US-Präsident Trump hat nach massiver Kritik der Demokraten seine Pläne zurückgezogen - und dabei über irrationale Feindseligkeiten geklagt.

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    Der G7-Gipfel im kommenden Jahr kommt nun doch nicht in einer Hotelanlage von US-Präsident Donald Trump in Miami zusammen. Nach heftiger Kritik an der Entscheidung lenkte Trump ein und gab auf Twitter bekannt, dass das Trump National Doral in Miami angesichts der "irrationalen und verrückten Feindseligkeit der Medien und der Demokraten" nicht länger als Gipfelort berücksichtigt werde. Die Suche nach einem neuen Ort beginne sofort, schrieb er. Dabei komme auch der offizielle Landsitz der Regierung, Camp David, in Betracht.

    Gastgeber Trump kann den Ort auswählen

    Trump ist 2020 Gastgeber des G7-Gipfels und kann damit den Ort auswählen. Sein Stabschef Mick Mulvaney hatte am Donnerstag im Weißen Haus angekündigt, die USA wollten den Gipfel der sieben großen Industriestaaten (G7) vom 10. bis 12. Juni 2020 in einem Hotel Trumps ausrichten. National Doral in Miami sei mit Abstand die beste Anlage für das Treffen und günstiger als andere Orte, erklärte Mulvaney. Trump werde davon nicht finanziell profitieren, betonte er.

    "Es ist ein großartiger Ort"

    Die Entscheidung stieß dennoch auf viel Kritik. Trump ist in den USA immer wieder dafür gerügt worden, dass er seine eigenen Liegenschaften für offizielle Zwecke nutze und damit finanziell von seiner Präsidentschaft profitiere. Trump hatte das Doral-Hotel bereits beim jüngsten G7-Gipfel im französischen Biarritz Ende August in den höchsten Tönen gelobt und als möglichen Ausrichtungsort für den nächsten Gipfel genannt. Er sagte damals, das Trump National Doral liege nur wenige Minuten vom Flughafen in Miami entfernt, jede Delegation könne eigene Gebäude mit 50 bis 70 Zimmern haben. "Es ist ein großartiger Ort. Das Gelände ist gewaltig, viele 100 Hektar. Wir können da alles machen, was gebraucht wird."

    Bedenken zunächst ignoriert

    Bedenken, wonach er unzulässig von der Ausrichtung des prestigeträchtigen Gipfeltreffens in seinem Hotel profitieren könnte, wies Trump damals zurück. Bei der Verkündung der Entscheidung am Donnerstag hatte Mulvaney gesagt, Trump sei sich bewusst, dass die Entscheidung zum G7-Gipfelort Diskussionen nach sich ziehen werde. "Der Präsident weiß das." Er sei aber bereit, sich dem zu stellen. "Wir sind fest davon überzeugt, dass es der richtige Ort ist", betonte Mulvaney. Nun hat Trump seine Entscheidung allerdings doch revidiert.