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Resistente Keime in jedem zweiten Discounter-Hähnchen | BR24

© dpa/pa/SchwaerSinger;

Stichprobe: Resistente Keime in vielen Discounter-Hähnchen

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    Resistente Keime in jedem zweiten Discounter-Hähnchen

    Keime aus der Kühlteke: In mehr als jedem zweiten Hähnchen aus deutschen Discountern finden sich antibiotikaresistente Erreger. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor. Geprüft wurde Hähnchenfleisch von Lidl, Netto, Real, Aldi und Penny.

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    Die Umweltorganisation Germanwatch hat bei Hähnchenfleisch aus Billig-Supermärkten in jeder zweiten Stichprobe antibiotikaresistente Keime gefunden. 59 Proben aus zwölf städtischen Regionen in Deutschland seien im Labor der Universität Greifswald analysiert worden, sagte Reinhild Benning, Agrarexpertin bei Germanwatch.

    Antibiotika-Resistenz: Alarmierende Befunde

    56 Prozent der Portionen Hähnchenfleisch aus Discountern seien mit Keimen besiedelt gewesen, die resistent gegen bestimmte Antibiotika sind. "Diese Befunde halten wir für alarmierend", ergänzte Benning. Bei Testkäufen in Schlachtereien, die nicht industriell arbeiteten, seien lediglich neun Prozent der Hähnchenfleisch-Proben mit solchen Keimen belastet gewesen.

    Keime können bei Verzehr in den Körper gelangen

    Bei der Zubereitung des Fleischs könnten resistente Keime durch Lücken bei der Küchenhygiene in den menschlichen Körper gelangen, schreibt Germanwatch. Bei späteren Infektionen würden verschriebene Antibiotika dann nicht mehr zuverlässig anschlagen.

    Verbrauchern wird geraten, Hähnchenfleisch über 70 Grad zu erhitzen und bei der Verarbeitung Küchengeräte gründlich zu reinigen.

    Gefahr durch Antibiotika in der Tierhaltung

    Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung entdeckte im vergangenen November in einer Studie, dass in einigen Mastgeflügelketten weiterhin hohe Resistenzraten bestehen. Das Fleisch könne etwa für resistente Keime beim Menschen weiter von erheblicher Bedeutung sein. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung sei in den vergangenen Jahren in Deutschland generell aber rückläufig.