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Der frühere deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger
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BR24 Redaktion
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Der frühere deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger

Pleuger forderte im BR-Interview die Bundesregierung auf, sich angesichts der vielen Krisen auf der Welt wie dem Syrien-Konflikt, dem Massensterben im Jemen und dem Nahost-Konflikt eng mit Frankreich abzustimmen und frühzeitig auch die EU einzubinden.

Mit Blick auf die America-First-Politik von US-Präsident Trump muss die deutsche Regierung nach Pleugers Einschätzung eine Allianz der Multi-Lateralisten entgegenstellen. Dies ist aus Sicht des Diplomaten die einzige Möglichkeit, im Sicherheitsrat Einfluss auszuüben.

Stärkere Präsenz von Merkel im UN-Sicherheitsrat wünschenswert

Gleichzeitig müsse sich Deutschland darauf einstellen, stärker als bisher in Friedensmissionen eingebunden zu werden und Soldaten und Soldatinnen in Krisengebiete zu entsenden. Als Mitglied im Sicherheitsrat dürfe man sich hier nicht wegducken, so Pleuger im "B5 Interview der Woche". Darüber hinaus hält er eine stärkere Präsenz von Kanzlerin Merkel bei den Vereinten Nationen für wünschenswert. Persönliche Auftritte ihrerseits könnten die Schlagkraft der deutschen UN-Initiativen deutlich erhöhen.

Das gesamte Interview sendet B5 aktuell am Samstag, 12. Januar 2019 um 7:20 Uhr und um 9:20 Uhr.