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Ab dieser Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können.

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    Digitaler Impfpass ab dieser Woche wieder in Apotheken möglich

    Ab dieser Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können. Wegen einer Sicherheitslücke hatte der Apothekerverband die Ausstellung zwischenzeitlich gestoppt.

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    • BR24 Redaktion

    Wie das Bundesgesundheitsministerium bereits am Freitag mitteilte, sollen Apotheken ab dieser Woche nach und nach wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen und somit wieder Impfzertifikate aushändigen können.

    Bis auch wirklich wieder jede Apotheke das Zertifikat ausstellen kann, dürfte es allerdings ein paar Tage dauern. Bevor man seine Apotheke aufsucht, sollte man besser vorsichtshalber dort anrufen.

    Digitaler Impfpass: Sicherheitslücke führte zum Stopp der Ausstellung

    Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Ministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab. Dem "Handelsblatt" war es demnach gelungen, "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate online ausgestellt worden seien. Auswirkungen auf bereits bestehende digitale Impfpässe hat die Sicherheitslücke nicht.

    Laut Gesundheitsministerium waren von der Sicherheitslücke potenziell nur die wenigen hundert Apotheken betroffen, die nicht Mitglied des DAV sind. "Alle erteilten Zugänge werden bereits überprüft und verifiziert. Nach aktuellem Kenntnisstand ist es zu keinem Betrug bei der Erstellung von Impfzertifikaten gekommen", teilte das Ministerium mit.

    Es werde außerdem daran gearbeitet, die Sicherheit bei der Ausstellung von Impfzertifikaten zu erhöhen, indem der Prozess in die Telematikinfrastruktur eingebunden wird. Die Telematikinfrastruktur vernetzt verschiedene Akteure im Gesundheitswesen digital, zum Beispiel Ärzte und Krankenkassen.

    Impfpass über CovPass oder Corona-Warn-App

    Der digitale Impfausweis ist ein Zertifikat, das einen QR-Code enthält. Dieses Zertifikat kann man überall vorzeigen, wo ein Immunitätsnachweis verlangt wird. Man kann das Zertifikat aber auch in eine App hochladen und dann einfach das Handy vorzeigen. Es gibt mit CovPass eine eigene App des Robert-Koch-Instituts, die genau für diesen Zweck programmiert wurde.

    Alternativ kann man das Zertifikat aber auch in der Corona-Warn-App hinterlegen, die bereits auf vielen Smartphones installiert ist. In beiden Apps kann man zudem mehrere Zertifikate hinterlegen. Das ist praktisch, etwa wenn sich Ehepartner ein Handy teilen oder man die Immunitätsnachweise der Kinder auf einem Gerät speichern möchte.

    Apotheke, Impfzentrum, Arzt: Wo erhält man das Impf-Zertifikat?

    Wenn es in der Apotheke noch hakt, kann man das Dokument nach wie vor auch beim Hausarzt bekommen. Auch Impfzentren stellen die Zertifikate aus, allerdings nur für diejenigen, die auch in einem Impfzentrum geimpft wurden.

    Das Zertifikat bekommt man, wenn man vollständig geimpft ist, gültig ist es allerdings erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung, da erst dann eine vollständige Immunisierung erreicht wird. Wer nach dem 11. Juni geimpft wurde, erhält das Zertifikat vor Ort beim Hausarzt oder im Impfzentrum.

    Wer in einem Impfzentrum geimpft wurde, der soll das Zertifikat in den nächsten Tagen auch automatisch per Post und E-Mail erhalten. Mittlerweile kann zudem jeder, der seinen Account noch hat, auf der Homepage des Impfzentrum Bayerns die Nachweise über Erst- und Zweitimpfung herunterladen. Allerdings muss man sich eventuell ein wenig gedulden: Nicht bei jedem Registrierten funktioniert das sofort.

    Für das Ausstellen eines Zertifikats erhalten die Apotheken vom Staat sechs Euro, für den Bürger selbst ist das Dokument umsonst.

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