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Die Bundestagswahl in Zahlen: 47, 6.211, 650.000

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Die Bundestagswahl in Zahlen: 47, 6.211, 650.000

Drei Dinge fürs Wahllokal, so viele Kandidaten wie nie zuvor, ein Höchstwert beim Frauenanteil, ein Plus bei den zugelassenen Parteien: Die wichtigsten Zahlen rund um die Bundestagswahl im Überblick.

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Von
  • Petr Jerabek

Zum 20. Mal wird ein neuer Bundestag gewählt – ein großer Teil der Wählerinnen und Wähler hat schon per Briefwahl abgestimmt, viele machen ihre beiden Kreuzchen aber am Sonntag im Wahllokal. Schon jetzt steht fest: Diese Bundestagswahl bietet mehrere Rekordwerte. Die Zahlen zur Wahl:

60,4 Millionen Wahlberechtigte – Frauen in der Überzahl

Nach Angaben des Bundeswahlleiters sind bei dieser Bundestagswahl 60,4 Millionen Menschen wahlberechtigt. 51,7 Prozent von ihnen sind Frauen. Erstmals ihre Stimme abgeben dürfen 4,6 Prozent der Wahlberechtigten. 38 Prozent der Wahlberechtigten sind älter als 59 Jahre.

In Bayern sind laut Landeswahlleiter 9,4 Millionen Menschen aufgerufen, ihre Kreuzchen zu machen.

So viele Wahlbewerber wie nie zuvor: mehr als 6.000

Mit bundesweit 6.211 treten dieses Mal so viele Wahlbewerberinnen und -bewerber an wie nie zuvor. Im Vergleich zu 2017 stieg zu die Zahl um fast 1.400. Der Anteil der Frauen beträgt dieses Mal 33 Prozent – ebenfalls ein Rekord.

Durchschnittsalter der Kandidaten in Bayern: 45 Jahre

In Bayern bewerben sich 967 Frauen und Männer um ein Mandat – entweder um das Direktmandat in ihrem Wahlkreis oder auf einer Landesliste. Das ist ein Plus von 305 oder fast 42 Prozent gegenüber 2017. Im Freistaat liegt der Frauenanteil mit 29 Prozent unter dem Bundeswert. Das Durchschnittsalter aller Kandidaten beträgt 45 Jahre.

47 Parteien dabei

Die Zahl der Parteien, die an der Wahl teilnehmen, liegt deutlich über dem Niveau der vorigen Bundestagswahlen: Insgesamt sind es 47. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. 40 Landeslisten-Parteien, weitere 7 treten nur mit Wahlkreiskandidaten an. In Bayern stehen 26 Parteien mit Landesliste auf dem Stimmzettel.

Mindestens 598 Abgeordnete werden gewählt

Nach den Regeln des Bundeswahlgesetzes werden mindestens 598 Abgeordnete in den neuen Bundestag gewählt. Tatsächlich werden es wegen Überhangs- und Ausgleichmandaten voraussichtlich aber deutlich mehr sein. Aktuell sitzen 709 Parlamentarier im Bundestag.

Drei Dinge für die Wahl

Lediglich drei Dinge müssen Wählerinnen und Wähler am Sonntag mit ins Wahllokal bringen, wie Bayerns Landeswahlleiter Thomas Gößl erläuterte: "die Wahlbenachrichtigung, den Ausweis und eine medizinische Maske."

Fast 300 Wahlkreise und 60.000 Wahllokale

Abgestimmt wird bei der Bundestagswahl in 299 Wahlkreisen, davon liegen 46 in Bayern. Für die Stimmabgabe sind von 8 bis 18 Uhr bundesweit rund 60.000 Wahllokale geöffnet. Zudem wurden circa 25.000 Briefwahlbezirke eingerichtet.

Rund 650.000 Wahlhelfer

Bei der Wahl in den Wahllokalen sowie bei der Auszählung der vor Ort und per Briefwahl abgegebenen Stimmen sind etwa 650.000 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Sie erhalten 25 Euro Erfrischungsgeld, bei Wahlvorstehern sind es 35 Euro.

Weitere Abstimmungen in 18 bayerischen Kommunen

Neben der Bundestagswahl finden am Sonntag noch weitere Abstimmungen statt. In zwei Bundesländern wird zusätzlich ein neuer Landtag gewählt: in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

In 13 bayerischen Kommunen sind Bürgerentscheide angesetzt, teilweise sogar zwei. Dazu kommen 4 Bürgermeisterwahlen: in Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels), in Bellenberg (Landkreis Neu-Ulm), Kirchdorf (Landkreis Kelheim) und Patersdorf (Landkreis Regen). Im Höchstadt an der Aisch (Landkreis Erlangen-Höchstadt) wird das Jugendparlament gewählt.

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(Quellen: Bundeswahlleiter, Landeswahlleiter, AFP)

  • Auch der BR-Kinderpodcast "Frag mich! Die Nachrichten und ich" beschäftigt sich mit der Bundestagswahl. Mehr dazu hier

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