BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

"Die Blauen": Die neue Partei von Frauke Petry? | BR24

Per Mail sharen
Teilen

    "Die Blauen": Die neue Partei von Frauke Petry?

    Nach dem angekündigten Austritt aus der AfD ist die politische Zukunft von Frauke Petry ungewiss. Unter dem Namen "Die Blauen" gründet sie nun offenbar eine neue Bewegung. Von Arne Meyer-Fünffinger und Jannik Pentz

    Per Mail sharen
    Teilen

    Eine Partei stecke aber nicht dahinter, sagte Petry am Rande einer Sitzung des sächsischen Landtages in Dresden. Das "Blau" verkörpere eine Idee. Sie werde sich zu gegebener Zeit dazu äußern. Es sei noch zu früh, um über Details zu sprechen.

    Noch keine offizielle Gründung

    Bei der Bundestagsverwaltung ist noch nichts über die Gründung einer solchen Gruppe bekannt. "Wir wissen darüber nichts, formal wäre eine Meldung darüber beim Bundestagspräsidenten erforderlich", sagte eine Sprecherin dem BR.

    Steht der Entschluss schon seit Juli fest?

    Die Idee für "die Blauen" scheint schon mehrere Monate alt zu sein. Nach Angaben der Genossenschaft Denic, die für die Registrierung von Internet-Domains mit der Länderkennung ".de" zuständig ist, hat Frauke Petry bereits am 3. Juli dieses Jahres die entsprechende Internetadresse "dieblauen.de" registriert. Hinterlegt wurde dabei die Anschrift von ihrem Ex-Mann, Sven Petry. Auf der Seite selbst sind bislang noch keine Inhalte zu finden.

    "Lassen Sie sich mal überraschen"

    Frauke Petry hatte am Montag nach der Bundestag völlig überraschend mitgeteilt, dass sie der AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören werde. Petry hatte das unter anderem mit inhaltlichen Differenzen begründet. Gestern hatte sie dann angekündigt, auch aus der Partei auszutreten.

    Petrys Ehemann, Marcus Pretzel, ist ihr inzwischen mit einer ähnlichen Ankündigung gefolgt. Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF sagte der bisherige Chef der AfD in Nordrhein-Westfalen: "Wenn man inhaltlich nicht mehr an die Durchsetzung von Positionen glaubt, muss man einen anderen Weg gehen. Lassen Sie sich mal überraschen, was wir so vorhaben." Momentan würden eine ganze Menge Gespräche geführt, das werde aber einige Wochen dauern.