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DiCaprio schickt Internetnutzer auf Kontrollfahrt | BR24

© pa/dpa/Christopher Jue

Leonardi DiCaprio bei einer Filmpremiere

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    DiCaprio schickt Internetnutzer auf Kontrollfahrt

    Ein Drittel aller Fische werden illegal gefangen. Dem Raubzug auf den Meeren will Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio nicht länger zusehen. Er startet heute die Website Global Fishing Watch, über die Nutzer künftig Fischräuber aufspüren können.

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    Mit an Bord sind der Internetkonzern Google, die Umweltschutzorganisation Oceana und SkyTruth, eine Nichtregierungsorganisation, die mithilfe von Satellitentechnik Umweltsündern überführen will. Sechs Millionen Dollar (5,3 Millionen Euro) steckte DiCaprio aus eigener Tasche in das 10,3 Millionen Dollar teure Projekt, wie Oceana mitteilte.

    Freiwillige Fish-Force

    GlobalFishingWatch.org kombiniert Satellitentechnologie mit Radar auf Schiffen. Nutzer können so das Treiben von Fischern und die Route von rund 35.000 kommerziellen Fangschiffen verfolgen. Die Daten haben vertragsbedingt allerdings eine Verzögerung von drei Tagen.

    Auch wenn das bedeutet, dass Kriminelle nicht unmittelbar aufgespürt werden können, setzen die Betreiber auf den Abschreckungseffekt. Die "Schiffe wissen, dass wir sie sehen können", sagte Oceana-Vizechef Jackie Savitz.

    Öffentlicher Druck tut Not: Illegale Fischerei hat laut der UN-Welternährungsorganisation (FAO) einen Anteil von 35 Prozent am weltweiten Fischfang und ein Volumen von 23,5 Milliarden Dollar. Rund zwei Drittel der Fischbestände in den Ozeanen sind laut FAO überfischt oder erschöpft.