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DGB-Vorsitzender Hoffmann unterstützt Recht auf Homeoffice | BR24

© dpa / picture alliance

DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann

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    DGB-Vorsitzender Hoffmann unterstützt Recht auf Homeoffice

    Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, begrüßt das Vorhaben von Arbeitsminister Heil, ein Recht auf Homeoffice gesetzlich zu verankern. "Da braucht man Spielregeln", mahnt er im Bayern 2-Interview.

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    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte sich am Wochenende für das Recht auf Arbeit von zu Hause aus ausgesprochen. Schätzungen zufolge arbeiten in der Corona-Krise bis zu 25 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice. Wer möchte, soll dies auch nach Corona so machen können. Man könnte entweder ganz auf Homeoffice umsteigen oder auch nur für ein oder zwei Tage die Woche, so der Vorschlag von Hubertus Heil.

    "Wir fordern schon seit langem ein Recht auf Homeoffice für die Beschäftigten, da wo das möglich ist", betonte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2. "Deshalb habe ich die Initiative von Hubertus Heil nachdrücklich unterstützt."

    Rahmenbedingungen fürs Homeoffice

    Reiner Hoffmann mahnte zugleich an: "Wir brauchen aber auch im Homeoffice Rahmenbedingungen, die eben nicht dazu beitragen, dass Arbeit entgrenzt, dass die Belastung der Menschen steigt, dass Überstunden geleistet werden im Homeoffice, die nicht bezahlt werden."

    "Da braucht man Spielregeln. Das muss gelernt sein. Aber grundsätzlich, dass die Menschen mehr Möglichkeiten haben, ihre Arbeitszeit zu gestalten, Zeitsouveränität zu praktizieren, finden wir gut."

    Erwartung an die Kurzarbeit: Arbeitslosigkeit vermeiden

    Mit Blick auf die Kurzarbeit in der Corona-Krise sagte Hoffmann: "Die 716.000 Unternehmen, die jetzt Kurzarbeit beantragt haben, zeigen, dass die Interesse daran haben, Beschäftigte zu halten und nicht in der Krise Menschen panikartig zu entlassen, die man später wieder einstellen muss. [...] Kurzarbeit ist das Mittel der Wahl und wird Arbeitslosigkeit in größerem Umfang weitestgehend, hoffe ich, vermeiden."

    Digitale Kundgebung zum 1. Mai

    Die Kundgebungen am 1. Mai zum "Tag der Arbeit" entfallen in diesem Jahr, aber der DGB-Chef versichert: "Solidarität heißt heute, Abstand halten. Deshalb werden wir ein sehr lebendiges Mai-Programm zum ersten Mal digital auf der Webseite des DGB anbieten."