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Deutschland hatte auch 2018 die meisten Asylbewerber in Europa | BR24

© ARD

Auch im vergangenen Jahr haben in Deutschland so viele Menschen Asyl beantragt wie in keinem anderen europäischen Land. Das zeigt der jüngste Jahresbericht der EU-Asylbehörde Easo. Demnach haben gut 184.000 Menschen hierzulande um Schutz gebeten.

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Deutschland hatte auch 2018 die meisten Asylbewerber in Europa

Auch im vergangenen Jahr haben in Deutschland so viele Menschen Asyl beantragt wie in keinem anderen europäischen Land. Das zeigt der jüngste Jahresbericht der EU-Asylbehörde Easo. Demnach haben gut 184.000 Menschen hierzulande um Schutz gebeten.

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Zum siebten Mal in Folge haben in Deutschland so viele Menschen Asyl gesucht wie in keinem anderen europäischen Land. Trotz eines Rückgangs um 17 Prozent beantragten im vergangenen Jahr gut 184.000 Menschen internationalen Schutz in der Bundesrepublik, wie aus dem am Montag in Brüssel veröffentlichten Jahresbericht der EU-Asylbehörde Easo hervorgeht. Die Zahlen berücksichtigen auch Anträge von Personen, die zuvor schon einmal Asyl beantragt hatten.

Rückgang der Asylanträge in der EU

Insgesamt ersuchten in den 28 EU-Staaten sowie in Norwegen, der Schweiz, Island und in Liechtenstein im vergangenen Jahr 664.480 Menschen um Asyl. Dies waren 10 Prozent weniger als 2017, und ist ein Rückgang im dritten Jahr in Folge. 2015 hatte es noch fast 1,4 Millionen Anträge gegeben. Nach Easo-Angaben lagen die Zahlen im vergangenen Jahr wieder auf dem Niveau, das vor der großen Flüchtlingsbewegung erreicht wurde. In den ersten fünf Monaten 2019 bestätigt sich der rückläufige Trend allerdings nicht.

Mehr Asylbewerber in Frankreich und Griechenland

Während die Antragszahlen in Deutschland zurückgehen, gibt es etwa in Frankreich und Griechenland entgegengesetzte Trends. Frankreich verzeichnete 2018 im vierten Jahr in Folge eine Zunahme (rund 120.000 Anträge), in Griechenland stieg die Zahl zum fünften mal in Folge (77.000). Gemessen an der Bevölkerungsgröße gehen die meisten Anträge in Zypern, Griechenland und Malta ein. Die meisten Anträge, gut ein Viertel der Gesamtzahl, stellten Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Viele Venezolaner auf der Flucht

Nach dem europaweiten Rückgang nahm die Zahl der Asylanträge von Januar bis Mai 2019 wieder deutlich auf mehr als 290.000 zu - ein Zuwachs um 11 Prozent zum Vergleichszeitraum 2018.

Mit einem Anteil von 7 Prozent (rund 18.400 Anträge) liegt das krisengeschüttelte Venezuela zusammen mit Afghanistan auf Platz zwei der Herkunftsstaaten. Das südamerikanische Land leidet unter einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise. Rund 4 Millionen der insgesamt etwa 31 Millionen Venezolaner haben deshalb das Land verlassen.

Schwankungen normal: Keine Trendwende erkennbar

Die Asylbehörde betont jedoch, dass die Zunahme keine Trendwende darstelle und monatliche Schwankungen normal seien. Zudem müsse der Zuwachs im Kontext der in den vergangenen Jahren stark gesunkenen Zahlen gesehen werden.

© BR

Auch im vergangenen Jahr haben in Deutschland wieder mehr Flüchtlinge Asyl beantragt als in jedem anderen EU-Land. Das geht aus dem Asylbericht der EU hervor. Demnach ist die Zahl der Asylbewerber insgesamt aber deutlich zurückgegangen.