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Deutschland erklärt Wien und Budapest zu Corona-Risikogebieten | BR24

© Franka Welz

Corona: Auswärtiges Amt spricht zahlreiche Reisewarnungen aus

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Deutschland erklärt Wien und Budapest zu Corona-Risikogebieten

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist Wien und Budapest angesichts der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen jetzt als Risikogebiete aus. Etliche weitere Regionen in Europa sind neu hinzugekommen. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen Reisen.

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Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die österreichische Hauptstadt Wien und die ungarische Hauptstadt Budapest zu Risikogebieten erklärt. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine entsprechend aktualisierte Liste.

Das Auswärtige Amt warnt daher vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die beiden Hauptstädte. Mit der Einstufung gelten für Besucher künftig verschärfte Quarantäne-Vorschriften nach der Rückkehr nach Deutschland.

Mit der Einstufung Wiens war bereits gerechnet worden. Seit Montag gelten in Österreich wieder verschärfte Corona-Maßnahmen. Zuvor hatte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag erklärt, in seinem Land habe seiner Einschätzung nach die zweite Infektionswelle begonnen. Zuletzt war dort ein drastischer Anstieg der Corona-Infektionen verzeichnet worden. Am Mittwoch wurden 768 neue Fälle verzeichnet.

Etliche weitere Regionen nun Risikogebiete

Neben Wien und Budapest hat die Bundesregierung etliche weitere Regionen in Europa zu Corona-Risikogebieten erklärt. Im einzelnen gelten folgende neuen Reisewarnungen:

- Frankreich: Die Reisewarnung wurde die Region Hauts-de-France ganz im Norden der französischen Republik sowie das Überseegebiet La Réunion ausgedehnt. Als Risikogebiete galten zuvor bereits die Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, die Mittelmeerinsel Korsika sowie weitere Überseegebiete

- Niederlande: Reisewarnung für die Provinz Nordholland mit der niederländischen Hauptstadt Amsterdam sowie das dicht besiedelte Südholland mit dem Regierungssitz Den Haag und der Hafenmetropole Rotterdam.

- Schweiz: Ausweitung der Reisewarnung auf den Kanton Freiburg. Zuvor galt das bereits für die Kantone Genf und Waadt.

- Kroatien: Ausweitung der Reisewarnung auf die Gespanschaften Brod-Posavina und Virovitica-Podravina, nachdem bereits fünf weitere Regionen als Risikogebiete galten.

- Tschechien: Eine Reisewarnung gilt nun auch für die Mittelböhmische Region rings um die Hauptstadt Prag, die bereits seit rund einer Woche als Risikogebiet gilt.

- Auch für weitere Regionen in Rumänien wurden Reisewarnungen ausgesprochen, zudem die Warnungen vor Reisen in zwei Regionen aufgehoben.

Inzidenz-Wert über 50

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Meist folgt kurz nach der Einstufung als Risikogebiet eine entsprechende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Rückkehrer müssen in Quarantäne

Wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss bei der Einreise grundsätzlich für 14 Tage in Quarantäne und sich bei seinem zuständigen Gesundheitsamt melden. Das gilt solange, bis ein negatives Testergebnis vorliegt, also auch für die Wartezeit, bis der Befund des Pflichttests vorliegt.

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