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Deutschland 2050: Jeder Zehnte über 80 Jahre | BR24

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Deutsche Bevölkerung altert trotz Zuwanderung

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    Deutschland 2050: Jeder Zehnte über 80 Jahre

    Trotz Zuwanderung und gestiegener Geburtenzahlen wird die Bevölkerung in Deutschland nach Berechungen des Statistischen Bundesamtes weiter altern. In 30 Jahren werde etwa jede zehnte Person mindestens 80 Jahre sein

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    Trotz Zuwanderung und gestiegener Geburtenzahlen wird sich die Alterung der Bevölkerung in Deutschland nach Berechungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) weiter verstärken. Zugleich sei in den nächsten 20 Jahren ein Rückgang der Personen im Erwerbsalter und ein Anstieg der Seniorenzahl vorgezeichnet. Wie aus den heute in Berlin vorgestellten Vorausberechnungen der Statistiker weiter hervorgeht, wird die Bevölkerungszahl von 83 Millionen (Stand: 2018) ab 2024 wieder abnehmen.

    Deutsche Bevölkerung altert trotz Zuwanderung

    Die Alterung werde sich dabei trotz hoher Zuwanderung und höherer Geburtenrate weiter verstärken. "In 30 Jahren wird etwa jede zehnte Person mindestens 80 Jahre sein", so Destatis-Expertin Sabine Bechtold. Derzeit sind es rund fünf Prozent. Die Zuwanderungswelle aus dem Jahr 2015 wird laut Statistiker "kein Dauerzustand" sein. "Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten sowie die instabile Lage in mehreren afrikanischen Staaten deuten aber darauf hin, dass die Zuwanderung Schutzsuchender mittelfristig auf der Tagesordnung bleiben wird."

    Anteil erwerbsfähiger Menschen sinkt

    Im vergangenen Jahr 2018 waren in Deutschland 51,8 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 66 Jahren. Bis 2035 wird diese im Berufsleben stehende Gruppe voraussichtlich um rund vier bis sechs Millionen schrumpfen. Anschließend wird sie sich zunächst stabilisieren und danach wird sie bis auf 40 Millionen sinken. Ohne Zuwanderer würde die Bevölkerung im Erwerbsalter laut Destatis bereits bis 2035 um rund neun Millionen Menschen schrumpfen.

    Die gesamtgesellschaftliche Versorgungslast dieser Gruppe dürfte künftig deutlich zunehmen: Während im vergangenen Jahr insgesamt 100 Personen im Erwerbsalter 60 Leistungsempfängern gegenüberstanden, werden es 2038 laut den Destatis-Vorausberechnungen bereits 80 sein.

    Deutlicher Bevölkerungsschwund in Ostdeutschland

    Die Bevölkerung in den ostdeutschen Ländern werde voraussichtlich deutlich abnehmen, während sie in den westdeutschen Flächenländern stabil oder leicht rückgängig sein werde. In den Stadtstaaten sei hingegen mit einem Wachstum zu rechnen.