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Europäischer Luftraum für Boeing 737 Max gesperrt | BR24

© dpa

Eine Boeing 737 MAX 8 der norwegischen Airline norwegian.com

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Europäischer Luftraum für Boeing 737 Max gesperrt

Es ist die Konsequenz aus dem Flugzeugabsturz in Äthiopien mit 157 Toten: Der europäische Luftraum wird für die Boeing 737 Max vorerst gesperrt. Das entschied die Flugaufsicht EASA, nachdem mehrere EU-Länder einen Betriebsstopp verhängt hatten.

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Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat den europäischen Luftraum für Maschinen des Typs Boeing 737 Max gesperrt. Das Verbot gelte als "Vorsichtsmaßnahme" für die Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max 8 und Boeing 737 Max 9, erklärte die EASA.

Als Grund führte die Behörde den Absturz einer Boeing 737 Max 8 am Sonntag in Äthiopien an. Dabei kamen 157 Menschen ums Leben. Ein Flugzeug des gleichen Typs war bereits im Oktober in Indonesien abgestürzt.

Deutscher Luftraum für drei Monate für Boeing 737 Max gesperrt

Die EASA-Ankündigung am Dienstagabend kam nur wenige Stunden, nachdem bereits mehrere EU-Länder ihren Luftraum für die Boeing-Maschinen gesperrt hatten, darunter auch Deutschland. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte dem TV-Sender n-tv: "Sicherheit geht absolut vor. Bis alle Zweifel ausgeräumt sind, habe ich veranlasst, dass der deutsche Luftraum für die Boeing 737 Max ab sofort gesperrt wird."

Die Anordnung gilt für drei Monate. Bis einschließlich 12. Juni dürfe kein Flugzeug des Typs Boeing 737 Max 8 und Max 9 über der Bundesrepublik fliegen, erklärte die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen bei Frankfurt.

Bisher verhängte Start- und Landeverbote für die Boeing 737 Max 8

Die britische Luftfahrtbehörde, die ebenfalls ein Betriebsstopp verhängt hatte, sprach am Dienstag ebenfalls von einer "Vorsichtsmaßnahme". Maschinen vom Typ Boeing 737 MAX 8 dürften bis auf Weiteres in Großbritannien weder starten noch landen oder den Luftraum durchfliegen.

Mehrere Länder hatten bereits zuvor ein Startverbot gegen den Flugzeugtyp verhängt. Darunter sind China, Indonesien, Singapur, Australien, Malaysia und der Oman. Allein in China sind von dem Verbot knapp 100 Flugzeuge betroffen.

Tui und Norwegian lassen Maschinen am Boden

Aufgrund von Empfehlungen der europäischen Luftfahrtbehörden haben sich nun auch die norwegische Fluggesellschaft Norwegian sowie der Reisekonzern Tui dazu entschieden, ihre Boeing 737 Max 8-Maschinen bis auf Weiteres am Boden zu lassen. Die Tui-Maschinen flogen bislang vor allem in Großbritannien und den Benelux-Staaten ab. Die deutsche Tochter Tuifly soll ihre erste Maschine der Reihe erst in einigen Wochen bekommen. Zuvor hatte Tui wiederholt betont, dass die Jets sicher seien und der Konzern sie weiterhin in der Luft lasse.

In Nordamerika fliegen die Boeing 737 Max 8 weiter

Die US-Luftfahrtbehörde FAA, in deren Aufsichtsbereich Dutzende Boeing 737 Max 8 im Einsatz sind, hat indes kein Startverbot ausgesprochen.

Die nordamerikanischen Airlines wie die US-Fluggesellschaften Southwestern Airlines, American Airlines und die kanadische Air Canada halten ebenso bislang am Betrieb der Flugzeuge fest.

© BR

Andreas Scheuer