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Deutsche Umwelthilfe verliert weitere Sponsoren | BR24

© pa/dpa

Mit Toyota verliert die Deutsche Umwelthilfe einen weiteren Sponsor

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    Deutsche Umwelthilfe verliert weitere Sponsoren

    Angesichts dutzender Klagen auf Diesel-Fahrverbote verliert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) weitere Unterstützer. Nach der Brauerei Krombacher zieht sich nun mit Toyota ein weiterer Sponsor zurück. Die DUH macht die Politik dafür verantwortlich.

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    Zum Jahresende würden die Zahlungen an die Organisation eingestellt, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch der Nachrichtenagentur AFP. Resch machte Druck aus der Politik, etwa durch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU), für den Toyota-Rückzug verantwortlich. Laschet hatte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" kürzlich mit Blick auf die DUH und den japanischen Autobauer Toyota gesagt: "Das ist ein klassischer Abmahnverein, finanziert von einem ausländischen Autokonzern, der die deutsche Autoindustrie schwächen will." Er bezog sich damit auf die Spenden von Toyota an die DUH.

    Toyota spendet seit 20 Jahren

    Toyota habe die DUH seit 20 Jahren mit "kleinen Spenden" unterstützt, zuletzt mit 30.000 Euro pro Jahr. Angesichts der "permanenten Kritik" an der Unterstützung sei der Rückzug verständlich. Die DUH bedauere dies sehr, so Resch. So sei der Vorwurf von Laschet, dass Toyota über die DUH den deutschen Autokonzernen schaden wolle, unsinnig. Auch mit Daimler gebe es eine Partnerschaft.

    DUH erwirkte zahlreiche Diesel-Fahrverbote

    Die DUH kämpft derzeit vor zahlreichen Gerichten für bessere Luft in den Städten und erwirkt ein Diesel-Fahrverbot nach dem anderen. Zuletzt geriet sie bei der CDU in die Kritik, die eine Aberkennung der Gemeinnützigkeit der DUH fordert. Das wiederum wurde unter anderem von der Steuergewerkschaft kritisiert, die DUH sieht darin ein "Politikum".

    Rund ein Drittel der DUH-Einkünfte kommen aus Abmahnungen

    Die Umwelthilfe hat nach eigenen Angaben rund 270 stimmberechtigte Mitglieder. Im Jahr 2015 nahm sie rund 8,1 Millionen Euro ein. Zu den wichtigsten Geldgebern gehören nach eigenen Angaben die Bundesregierung sowie nachgeordnete Behörden und die Krombacher Brauerei.

    Auch Unternehmen wie die Deutsche Telekom finanzieren Projekte, außerdem kommt Geld über Spenden. Ein knappes Drittel ihres Budgets erhält die Organisation durch Abmahnungen von Unternehmen, denen sie Verstöße gegen Vorschriften zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs vorwirft.