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Deutsche Post: Pakete für Privatkunden werden wieder billiger | BR24

© dpa-Bildfunk

Deutsche Post macht Pakete für Privatkunden wieder günstiger

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    Deutsche Post: Pakete für Privatkunden werden wieder billiger

    Seit Jahresbeginn müssen Privatkunden für Pakete bei der Post mehr bezahlen. Die Bundesnetzagentur hat deswegen offiziell ein Verfahren gegen die Deutsche Post eingeleitet. Das Unternehmen reagierte nun und kündigte an, die Preise wieder zu senken.

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    Die Deutsche Post wird ihre kürzlich eingeführte Preiserhöhung auf Privatkunden-Pakete in Deutschland wieder rückgängig machen. Das hat das Unternehmen mitgeteilt und reagiert damit auf den Druck der Bundesnetzagentur. Diese hatte die Preiserhöhung als zu hoch beanstandet und ein offizielles Verfahren eingeleitet.

    Ein Sprecher erklärte die neue Entscheidung der Deutschen Post wie folgt: "Wenn wir das Verfahren zu Ende geführt hätten, hätte es noch Jahre gedauert, bis wir eine Entscheidung bekommen hätten. Selbst wenn wir das inhaltlich anders bewerten, sollten wir nicht unnötig Zeit und Kosten investieren."

    Neue Preissenkung entspricht vorherigen Paketkosten

    Die neu angekündigte Preissenkung soll laut Deutscher Post zum 1. Mai eintreten und soll den vorherigen Preisen entsprechen. Laut Unternehmen erklärt sich das Datum dadurch, dass IT-Systeme und Kundeninformationen wieder auf die alten Beträge angepasst werden müssten.

    Die Preiserhöhung zu Jahresbeginn hatte das Unternehmen mit steigenden Personal- und Transportkosten begründet. Je nach Paketart fiel für Privatkunden die Anhebung unterschiedlich aus, durchschnittlich stiegen die Preise jedoch um drei Prozent. Kostete der Versand eines ein bis zu zwei Kilo schweren, mittelgroßen Pakets in der Filiale zuvor 4,50 Euro, stieg der Preis auf 4,79 Euro. Der Versand eines zehn Kilo schweren Pakets verteuerte sich um einen Euro auf 10, 49 Euro. Für Kunden, die ihr Päckchen online frankierten, fielen die Preise jedoch deutlich billiger aus als jene am Schalter. Zuletzt hatte der Konzern seine Preise im Jahr 2017 erhöht.

    Verfahren gegen Post wird eingestellt

    Genau diese ansteigenden Kosten befand die Bundesnetzagentur als zu hoch. Sie vermutete, dass die neu errechneten Preise die tatsächlich anfallenden Kosten überschreiten. Im Sinne des Wettbewerbs könne die Post mit ihrer marktbeherrschenden Stellung diese Preise nicht verlangen. Aus diesem Grund leitete die Regulierungsbehörde deswegen ein Verfahren gegen die Post ein. Dieses sei nun "gegenstandslos" und werde eingestellt, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

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