Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Deutsche ESC-Starterinnen gehen als Außenseiterinnen ins Finale | BR24

© picture alliance/Ilia Yefimovich/dpa

Das Duo "Sisters" (S!sters) nimmt für Deutschland am ESC-Finale teil

Per Mail sharen
Teilen

    Deutsche ESC-Starterinnen gehen als Außenseiterinnen ins Finale

    Die Niederlande gehen mit Duncan Laurence als klarer Favorit ins Finale des Eurovision Song Contest in Tel Aviv. Die deutschen "Sisters" (S!sters) stehen bei den Buchmachern ganz hinten. Muss sich das Duo auf eine Pleite einstellen?

    Per Mail sharen
    Teilen

    Sie erfüllen ihren Job, so gut sie können - und dennoch sind die Erwartungen an die "Sisters" (S!sters) auf dem Nullpunkt angekommen. In den Wettbüros stehen sie vor dem Finale des Eurovision Eurovision Song Contest (ESC) ganz hinten. Aber Laurita Spinelli und Carlotta Truman lassen sich zumindest nach außen nicht beeindrucken. "Verlieren ist doch auch keine Schande", sagt Laurita Spinelli.

    "Sisters": Laurita Spinelli und Carlotta Truman

    An sich sollten Laurita und Carlotta einen am Reißbrett geplanten Erfolg bringen. Die Teilnehmer für den deutschen Vorentscheid im Februar standen schon längst fest, als der ARD das Lied "Sister" von den Komponisten angeboten wurde. Die ARD-Verantwortlichen fügten beiden Sängerinnen, die sich zuvor nie begegnet waren, zu einem Duo zusammen - fertig waren die Retorten-Sisters (S!sters), die prompt den Vorentscheid gewinnen konnten.

    Zukunft der "Sisters" nach dem ESC

    Zuerst das Lied, dann die Künstler - so lautete in diesem Fall die Reihenfolge. Beide haben damit ihren Frieden gemacht. Durch das Casting sei "aus Versehen etwas herausgekommen, was uns beiden viel bedeutet und ans Herz gewachsen ist", sagte Laurita Spinelli zu n-tv.de. Und Carlotta schloss nicht aus, dass das Duo auch nach dem ESC zusammen bleibt - "wir werden uns sicher mal zusammensetzen und versuchen, gemeinsam einen Song zu schreiben."

    Carlotta Truman: Teilnahme bei "Das Supertalent"

    Für die am 19. Oktober 1999 in Hannover geborene Truman ist "Sisters" (S!sters) die Gelegenheit, den nächsten und vielleicht entscheidenden Schritt ihrer Karriere zu machen. Denn obwohl sie erst 19 Jahre alt ist, sorgte die blonde Sängerin schon wiederholt für Aufmerksamkeit. "Ich singe ja schon mein ganzes Leben", sagt sie. Das erste Mal zu hören bekam das ein Millionenpublikum, als sie neun Jahre alt war. In der RTL-Sendung "Das Supertalent" schaffte Truman es bis ins Finale. Moderator Dieter Bohlen sagte: "Du bist das beste Beispiel dafür, dass Deutschland echte Talente hat."

    Carlotta Truman: Deutscher Rock&Pop-Preis als beste Solosängerin

    Seitdem tritt die aus einer deutsch-britischen Familie mit drei Kindern stammende Truman immer wieder öffentlich auf, gewann schon mit zwölf Jahren den Deutschen Rock&Pop-Preis als beste Solosängerin und arbeitete mit dem Erfolgsproduzenten Alex Christensen. Allerdings: Ein eigener Hit fehlt der Sängerin bis heute.

    Lauritta Spinelli: Teilnahme beim "Kiddy Contest" im ZDF

    Auch ihre mit dem Künstlernamen Lauritta Spinelli auftretende Partnerin muss den Schritt in die erste Reihe erst noch machen. Die am 29. September 1992 in Königsau als Laura Kästel geborene Hessin startete ebenfalls schon als Kind ihre Gesangskarriere und konnte mit zehn Jahren den "Kiddy Contest" im ZDF gewinnen. Doch der brünetten Tochter eines Pianisten und einer Sängerin gelang ebenfalls noch nicht der große Durchbruch.

    Lauritta Spinelli: Backgroundsängerin bei Lena Meyer-Landrut

    Die mit ihrer eher dunklen, souligen Stimme auffallende Spinelli trat bisher vor allem als Backgroundsängerin auf. Mal war dies bei Sarah Connor, mal bei Stefanie Heinzmann - in jüngster Zeit bei ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut.

    Lauritta Spinelli: Arbeit an eigenem Album

    Spinelli arbeitete zuletzt auch an ihrem ersten eigenen Album. Der Auftritt im ESC-Finale vor vermutlich weltweit um die 200 Millionen Fernsehzuschauern kann dabei viel Rückenwind bringen - allerdings galt dies in der Vergangenheit fast immer nur für die im vorderen Feld platzierten Künstler. Viele andere gerieten bald in Vergessenheit.