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Videokamera an Bahngleis

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    Deutsche Bahn baut Videoüberwachung aus

    Die Deutsche Bahn forciert den Ausbau der Videoüberwachung in Zügen und Bahnhöfen. "Wir stellen zusätzlich zehn Millionen Euro bereit", kündigte der seit Jahresbeginn amtierende Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla an.

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    Es werde verstärkt in neue Technologien investiert, die zum Beispiel automatisch erkennen, wenn Gepäckstücke auf Bahnhöfen stehen geblieben seien, sagte Pofalla der "Süddeutschen Zeitung".

    Zusammen mit den bereits eingeplanten Mitteln von Bahn und Bund fließen damit fast 100 Millionen Euro in den Ausbau der Überwachung. Die Bahn hat schon 6.000 Kamerasysteme an 900 Bahnhöfen und 26.000 Kameras in Zügen installiert. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen weitere Züge und Bahnhöfe hinzukommen, um den Schutz vor organisierten Diebesbanden und Terroranschlägen zu verbessern. "Die Bahn wird sicherer", sagte Pofalla.

    Pofalla: Neuer Posten reizvoll

    Zu Spekulationen, wonach er Rüdiger Grube nach dessen Rücktritt als Bahnchef beerben könnte, äußerte sich der frühere Kanzleramtschef und CDU-Politiker zurückhaltend. Er sähe es nicht als Niederlage, wenn er nicht zum Bahnchef gekürt würde, sagte Pofalla. Auch sein neuer Posten als Infrastruktur-Vorstand sei reizvoll: "Die Infrastruktur ist das Rückgrat für die Eisenbahn in Deutschland. Dort wird entschieden, ob wir die Verkehrswende schaffen und die Schiene der Straße Paroli bieten kann." Grube war Ende Januar überraschend mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Er hatte seit Mai 2009 an der Spitze der Deutschen Bahn gestanden.