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Erhöhte Radioaktivität nach Raketen-Unfall in Russland | BR24

© picture alliance/Osa Tv Channel/TASS/dpa

Polizeisperre nach Raketenunfall im Gebiet Krasnoyarsk, Russland

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    Erhöhte Radioaktivität nach Raketen-Unfall in Russland

    Vor einer Woche hat es im Norden Russlands eine Explosion bei einem Raketentest gegeben. Nun kommt heraus, dass die dabei freigesetzte radioaktive Strahlung deutlich höher war als zunächst angenommen.

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    Bei der Explosion auf einem russischen Raketen-Testgelände vor knapp einer Woche ist Radioaktivität freigesetzt worden. Nach Angaben der staatlichen Wetter-Behörde wurden deutlich erhöhte Werte festgestellt. Die Strahlung sei an dem Tag um das vier- bis 16-fache angestiegen.

    Laut der Nachrichtenagentur Interfax haben russische Behörden den Bewohnern des Dorfes Njonoksa in der Region empfohlen, ab Mittwoch ihren Wohnort zu verlassen. Dies wurde mit erforderlichen Maßnahmen des Militärs begründet.

    Fünf Menschen starben bei Explosion

    Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte nach der Explosion am Donnerstag erklärt, die Strahlungswerte seien unverändert. Die Behörden von Sewerodwinsk hatten jedoch mitgeteilt, es sei ein kurzfristiger Anstieg von Radioaktivität gemessen worden. Greenpeace zufolge war die Strahlung um das 20-fache angestiegen.

    In der Stadt befindet sich eine Werft, in der Atom-U-Boote gebaut werden. Die Informationen darüber, was auf dem Testgelände passiert ist, sind spärlich. Bei dem Vorfall starben fünf Menschen.

    Kreml: Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet

    Der Kreml versicherte, dass alle Behörden die vollständige Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet hätten. "Daran sollte kein Zweifel bestehen", sagte Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

    US-Spezialisten vermuteten bereits kurz nach dem Zwischenfall, dass Russland an einer neuen atomar betriebenen Rakete arbeitet. Präsident Donald Trump twitterte dazu, die Explosion habe die Menschen in der Umgebung und darüber hinaus beunruhigt. Er erwähnte dabei einen möglichen Namen des Raketentyps: "Skyfall". Eine offizielle Bestätigung von russischer Seite gab es nicht.