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Der gewählte US-Präsident Joe Biden wird 78 Jahre alt | BR24

© picture alliance / AP Images

Gewählter US-Präsident Joe Biden wird 78 Jahre

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    Der gewählte US-Präsident Joe Biden wird 78 Jahre alt

    Joe Biden, gewählter Präsident der USA, feiert an diesem Freitag seinen 78. Geburtstag. Bei seiner Amtseinführung wird er der älteste der 46 Präsident in der US-Geschichte sein - nicht nur eine Last sondern auch eine Chance für die gespaltene Nation.

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    Stell Dir vor, Du wirst 78 Jahre alt und bist täglich als Krisenmanager gefragt. So muss der gewählte US-Präsident Joe Biden zum Beispiel entscheiden, wie es in der Corona-Krise weiter geht. Aber: Wie geht es weiter, wenn der amtierende Präsident Donald Trump eine geordnete Übergabe verweigert?

    "Es wird vorhergesagt, wenn sich bis Anfang Februar nichts grundlegendes ändert, verlieren wir wohl insgesamt 400.000 Menschen, also weitere 150.000 Menschenleben." Joe Biden, gewählter Präsident der USA

    Eine düstere Aussicht, räumt Biden ein. Eine Krise, die keine Zeit zum Feiern lässt. Dabei war Biden gelungen, wovon andere Kandidaten nur träumen: Er ist von vielen, ganz verschiedenen Anhängern der Demokraten zum Präsident der Vereinigten Staaten gewählt worden.

    Mit Biden verbinden Amerikaner die Hoffnung, dass er als nächstes die tiefen Gräben in der Gesellschaft überbrücken kann. Mit dem Ziel war er ausdrücklich im Wahlkampf angetreten. Sein Alter und seine politischer Erfahrung will der 78-Jährige als Kapital einsetzen. "Wir müssen aufhören unsere Gegner als Feinde zu behandeln."

    Hoffnungsträger mit reichhaltiger Lebenserfahrung

    Joseph Robinette Biden Jr. wurde am 20.November 1942 in Scranton im früheren Zentrum der Stahlindustrie und der Eisenbahn im Bundesstaat Pennsylvania geboren. Das älteste Kind einer katholischen Familie mit irischen, englischen und französischen Wurzeln. "Jedes Mal, wenn ich aus dem Haus meines Großvaters in Scranton lief, sagte er, Joey behalte den Glauben, aber meine Großmutter sagte, verbreite den Glauben."

    Erinnerungen - und Rückschläge im privaten und politischen Leben

    Erinnerungen an früher sind fester Bestandteil seiner Reden. Zum Beispiel, wie er mit 29 Jahren zum Senator für Delaware gewählt wurde. Dass seine Frau und eine Tochter kurz darauf bei einem Autounfall ums Leben kamen. Die Zeit als Vorsitzender des Justizausschusses später im Auswärtigen Ausschuss des Senats - von all diesen Lebenserfahrungen weiß Biden zu erzählen.

    Und er weiß ebenso, dass auch ihm im politischen Leben nicht alles geglückt ist. Die Justizreform der 90er Jahre nicht, die überproportional viele schwarze Amerikaner hinter Gitter brachte. Und auch nicht die Anhörung von Anita Baker, die Vorwürfe des sexuellen Nötigung gegen Richter Clarence Thomas vorgebracht hatte.

    Biden musste sich all dem vor seinem 78. Geburtstag noch einmal stellen – im Wahlkampf, räumte dabei auch Fehler ein. Das Wort, das seine Anhänger am ehesten mit ihm verbinden, ist "decency" – Anstand.

    "Lassen sie mich gewählt antworten…"

    Und so überlegt Biden einen Moment, als er gefragt wird, warum der amtierende Präsident einen geordneten Übergang verweigert. "Wir erleben eine unglaubliche Verantwortungslosigkeit. Ein unglaublich schlechtes Signal an den Rest der Welt, wie Demokratie funktionieren soll. Ich kenne sein Motiv nicht. Aber es ist völlig verantwortungslos." Im Wahlkampf hatte er Trump einmal einen Clown genannt. Das soll Joe Biden mit 78 Jahren nicht noch einmal passieren.

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