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Der Erde geht es gar nicht gut: UN-Bericht zum Klimawandel | BR24

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Vereinte Nationen stellen Jahresbericht zum Klimawandel vor

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Der Erde geht es gar nicht gut: UN-Bericht zum Klimawandel

Hitzewellen in Australien und untypische Kälte in Nordamerika: UN-Chef António Guterres und die Weltorganisation für Meteorologie stellen heute in New York den Jahresbericht zum Klimawandel vor.

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Da ist ein Wort, dass der UN-Generalsekretär mehrfach betont: irreversible. Unumkehrbar. Das Zeitfenster, so António Guterres, um solche unumkehrbaren Folgen des Klimawandels noch abzuwenden, schrumpfe zusehends.

"Der Klimawandel schreitet immer schneller voran. Erstens: neue Rekordwerte für die Temperatur der Meere und an Land, für den Anstieg der Meeresspiegel sowie bei der Konzentration von Treibhausgasen. Zweitens: Wir erleben mehr und mehr die dramatischen Folgen extremer Wetterphänomene. Allein in den USA haben wir vergangenes Jahr 14 wetter- und klimabedingte Katastrophen erlebt, jede von ihnen mit einem Schaden von mehr als einer Milliarde Dollar." UN-Generalsekretär António Guterres

Hitzewellen wirken sich auf Gesundheit aus

Die Vereinten Nationen haben für ihren nun schon 25. Bericht zum Klimawandel ihre beiden Spitzen aufgeboten: neben dem Generalsekretär auch die Präsidentin der UN-Generalversammlung. Tod, Vertreibung und Hunger - die Folgen der menschengemachten Katastrophe seien deutlich.

"All das sind wirklich keine guten Nachrichten. Extreme Wetter- und Klimaereignisse haben vergangenes Jahr fast 62 Millionen Menschen getroffen." María Fernanda Espinosa, Präsidentin UN-Generalversammlung

Als eigentlicher Experte und Wissenschaftler mit auf dem Podium der Pressekonferenz: der finnische Meteorologe Petteri Taalas. Er leitet die Weltorganisation für Meteorologie, die den Bericht herausgegeben hat und jetzt erstmals in New York vorstellt.

"Weltweit sehen wir mehr und mehr gesundheitliche Folgen, verursacht durch Hitzewellen. Das hat seit dem Jahr 2000 mehr und mehr zugenommen." Petteri Taalas, Meteorologe

Katastrophen nehmen immer mehr zu

Dürren und starke Regenfälle, Zyklone und Wirbelstürme - extreme Wetterphänomene seien eine lebensgefährliche Bedrohung. Aktuell etwa habe man bereits fast 1.000 Tote nach dem Zyklon in Mosambik gezählt - die Zahl dürfte weiter steigen. Auch wenn es schwer zu sagen sei, ob der Klimawandel direkt für diese Katastrophe verantwortlich ist, so sei doch statistisch gesehen klar: Klimawandel erhöht die Meerestemperaturen. Das führe zu mehr Verdunstung und damit müssten wir mit solchen Ereignissen künftig häufiger rechnen.

Die Zeit drängt

Die Lösung für den UN-Chef: Windkraft an Land und Sonnenenergie seien inzwischen die günstigsten Formen erneuerbaren Energien. Weg von fossilen Brennstoffen, Schließung von Kohlekraftwerken und kein Bau neuer Anlagen. Der Umstieg müsse beschleunigt werden, sagt Antonio Guterres.

Die Entwicklung in China und auch das Bekenntnis Trumps zur Kohleenergie laufen dem zuwider - die beiden Länder führen die Liste mit den schlimmsten CO2-Sündern an. Aber - so Guterres - "selbst mit den USA" könne man in Fragen des Klimaschutzes zusammenarbeiten. Führungsstärke zeige dabei aber nicht die US-Regierung, sondern vor allem die amerikanischen Städte, Unternehmen und Bundesstaaten.

Wenn auch mit wenig Hoffnungen auf Trump, so ruft der UN-Generalsekretär doch die Politiker der Welt dazu auf, zum nächsten Klimagipfel im September nicht mit Reden, sondern konkreten Plänen zu kommen.