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Der entscheidende Unterschied zwischen 1,5 und 2 Grad | BR24

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Der entscheidende Unterschied zwischen 1,5 und 2 Grad

In New York unterzeichnen heute über 150 Staaten das weltweite Klimaabkommen. Sie verpflichten sich, die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen – wenn möglich sogar auf 1,5 Grad. Ein entscheidender Unterschied, zeigen Klimaforscher.

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Es wird schon schwer genug, den Klimawandel auf 2 Grad zu begrenzen. Aber die noch ehrgeizigeren 1,5 Grad lohnen sich. Das verdeutlicht eine aktuelle Studie europäischer Klimaforschungsinstitute. Die Mittelmeerregion zum Beispiel würde von dem strengeren Ziel deutlich profitieren.

Trockenheit rund ums Mittelmeer

Wassermangel ist dort ein großes Problem: „Bei 1,5 Grad können wir den Rückgang der Wasserverfügbarkeit auf einem Großteil der Fläche wahrscheinlich auf 10 Prozent begrenzen,“ sagt Katja Frieler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Doch wenn sich das Klima um ein halbes Grad mehr erwärmt, werden die Wasserressourcen in den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens um rund 20 Prozent schrumpfen.

Ernteausfälle in den Tropen

Der Unterschied von einem halben Grad Celsius wäre auch in tropischen Regionen stark zu spüren: In Zentralamerika und Westafrika würden die Mais- und Weizenernte bei einem 2-Grad-Szenario doppelt so stark schrumpfen wie bei einem 1,5-Grad-Szenario.

Kaum eine Chance für Korallenriffe

Am deutlichsten sind die Unterschiede zwischen 1,5- und 2-Grad-Ziel bei den Korallenriffen zu sehen: Erwärmt sich die Erde um 2 Grad, so gibt es praktisch kaum eine Chance, dass die tropischen Korallenriffe intakt bleiben. Bei 1,5 Grad hätten wenigstens einige die Aussicht, zu überleben.

Meeresspiegelanstieg begrenzen

Den Meeresspiegelanstieg könnte das 1,5-Grad-Szenario um 10 Zentimeter mildern, er würde dann bis Ende des Jahrhunderts bei ca. 40 cm liegen.