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Der Bund will den Kommunen beim Wohnungsbau helfen
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Der Bund will den Kommunen beim Wohnungsbau helfen

Christoph Krupp ist seit 1. Oktober Vorstandssprecher der "Bima", der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" hat er jetzt angekündigt, Kommunen im großen Stil Grundstücke zur Verfügung zu stellen und auch selbst darauf günstige Wohnungen errichten zu wollen.

"Auf Grundstücken, die heute noch der Bima gehören, können kommunale Wohnungsunternehmen, freie Wohnungsunternehmen und die Bima selbst in den nächsten fünf Jahren zusammen einige zehntausend Wohnungen bauen." Christoph Krupp, Bima-Vorstandssprecher

Neuer Kurs - neue Chancen

Der Bundestag hatte erst kürzlich die Möglichkeiten der Bima ausgeweitet, Grundstücke des Bundes bevorzugt und verbilligt an Kommunen abzugeben. Von den knapp 20.000 Liegenschaften, die die Bundesanstalt verwaltet, sind der SZ zufolge etwa 5000 als "kurz- bis mittelfristig entbehrlich" eingestuft.

Unter CDU-Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble war die Bima demnach kaum bereits, Grundstücke weiterzugeben und setzte mehr auf eigene Gewinne. Das hat sich unter dem SPD-Finanzminister Olaf Scholz offenbar geändert.

"Partner der Kommunen"

Krupp sieht die Bundesanstalt als "Partner der Kommunen": "Wir sind gerne bereit, mit ihnen über unsere Grundstücke zu reden. Ich sehe viel Bereitschaft und Kreativität bei unseren Beschäftigten, auf die Kommunen zuzugehen."

Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen habe Vorrang vor Gewinnen. "Wir verkaufen nicht meistbietend, wenn wir im Wohnungsbau die Alternative haben, Wohnungen zu bauen, die sich die Leute auch langfristig leisten können", sagte Krupp. "Da leiste ich lieber meinen Beitrag zum bezahlbaren Wohnen. Für Wohlstand und Wachstum in Deutschland ist das der bessere Weg, als kurzfristig auf den besten Preis zu setzen."

Bima will auch selbst Bauherr werden

Die Bima, die zudem Vermieter von etwa 36.000 Wohnungen ist, will den Angaben zufolge auch selbst günstigen Wohnraum schaffen. "Die Bima wird Bundesbediensteten zusätzliche Wohnungen zur Verfügung stellen", sagte Krupp. "Wir wollen auch wieder selber bauen." Die Preise sollten "möglichst unter der ortsüblichen Vergleichsmiete" liegen.

Auf der Hompage der Bima heißt es wörtlich: "Mit einem Portfolio von Grundstücken mit einer Gesamtfläche von rund 468.000 Hektar und etwa 36.000 Wohnungen ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) eine der größten Immobilieneigentümerinnen Deutschlands.