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"Dennis": Sturmtief sorgt für Überschwemmungen in Großbritannien | BR24

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Sturm "Dennis" hat auf Teile Großbritanniens so viel Regen niedergehen lassen wie gewöhnlich in mehreren Wochen fällt. Der Wetterdienst warnte vor schweren Überschwemmungen in Mittelengland und vor Lebensgefahr.

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"Dennis": Sturmtief sorgt für Überschwemmungen in Großbritannien

Sturm "Dennis" hat in Großbritannien für Überschwemmungen und Verkehrschaos gesorgt. Hunderte Flüge fielen aus, Zugstrecken und Straßen wurden gesperrt. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Der Höhepunkt des Unwetters wird heute und morgen erwartet.

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Nach "Ciara" kam "Dennis": Das zweite Wochenende in Folge hat ein schwerer Sturm in Großbritannien für Überschwemmungen, Verkehrschaos und Stromausfälle gesorgt. Betroffen waren England, Wales sowie Teile Schottlands.

Hunderte Flüge wurden gestrichen, Soldaten mobilisiert, im Süden von Wales wurde wegen starker Regenfälle die höchste Warnstufe ausgerufen. Bis Sonntagmittag zählte das Umweltamt eine Rekordzahl von fast 600 Flutwarnungen. Mindestens ein Mensch kam durch das Unwetter ums Leben. In Wales mussten Menschen mit Hubschraubern und Schlauchbooten aus ihren überfluteten Häusern gerettet werden.

Mehr Regen als sonst in einem Monat

Sturm- und Flutwarnungen gab es vom Süden Schottlands bis Wales im Südwesten von England. In Aberdaron, im südlichen Wales, wurden Windgeschwindigkeiten von 150 Stundenkilometern gemessen. Wegen heftiger Regenfälle im Gefolge von "Dennis" rief der Wetterdienst für die Region die höchste Alarmstufe aus, die "Lebensgefahr" bedeutet. In der Gegend fiel an einem Staudamm binnen 24 Stunden soviel Regen wie normalerweise in mehr als einem Monat.

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Sturm "Dennis" zieht gerade über Großbritannien hinweg. Er ist so stark, dass er in London einen riesigen Airbus bei der Landung beinahe wie einen Papierflieger aussehen ließ.

Im Süden von Wales stürzte ein Mann in den Fluss Tawe. Er wude später in der Gegend von Tebanos tot aufgefunden, teilte die Polizei via Twitter mit. Bereits am Samstagmorgen waren vor der Südküste Englands bei rauer See zwei Tote geborgen worden. Bei einem der Toten handelt es sich womöglich um einen Mann, der Stunden zuvor von einem Tanker gefallen war.

Die Behörden appellierten an die Bewohner von Südwales, wachsam zu bleiben und sich gegen mögliche Überschwemmungen zu wappnen. Der Bahnverkehr wurde wegen überfluteter Gleise eingestellt. Im nordenglischen Yorkshire kamen Soldaten den Bewohnern zu Hilfe, die bereits am vergangenen Wochenende von den schweren Überschwemmungen im Gefolge von "Ciara" betroffen waren.

Flüge gestrichen, Sportveranstaltungen abgesagt

Die schottische Umweltschutzbehörde (Sepa) rief alle Bewohner an der Grenze zwischen Schottland und England auf, sich vor Überschwemmungen in Sicherheit zu bringen. Weitere Dörfer im walisischen Bezirk Gwent wurden bereits evakuiert. Dort suchte die Polizei nach einem vermissten Mann.

British Airways und die Billigfluggesellschaft Easyjet strichen am Sonntag hunderte Flüge. Am Vortag hatte Easyjet bereits rund 230 Flüge annulliert. Mehrere Sportveranstaltungen wurden ebenfalls vorsorglich abgesagt.

Höhepunkt erst am Montag oder Dienstag

Die britische Meteorologiebehörde warnte, der Höhepunkt des Unwetters und der Überschwemmungen werde erst am Montag oder Dienstag erreicht. Das britische Rote Kreuz mahnte, die Bevölkerung solle sich "auf das Schlimmste" gefasst machen.

Auch im Norden Frankreichs wirkte sich das Unwetter aus. In rund 60.000 Haushalten fiel am Sonntagabend der Strom aus, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. Betroffen seien insbesondere die Bretagne, die Loire-Region und die Normandie. Die Feuerwehr in der Region rückte wegen Sturmschäden zu hunderten Einsätzen aus.

Ausfälle bei der Bahn in Deutschland

Auch bei der Bahn gab es wegen des Sturmtiefs - das in Deutschland "Victoria" heißt - Probleme in mehreren Bundesländern. Einige Strecken mussten am Sonntag gesperrt werden. In Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen konnten Züge an manchen Stationen nicht anhalten und mussten umgeleitet werden. Auch die Strecke von Hamburg nach Berlin war betroffen. Fernverkehrszüge mussten über Stendal umgeleitet werden.

Aktuell sind die meisten Streckensperrungen bei der Bahn wieder aufgehoben, teilte ein Sprecher am Montagmorgen mit. Lediglich Nordrhein-Westfalen sei noch betroffen und dort der Regionalverkehr zwischen Mönchengladbach und Venlo.