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Islamunterricht
© dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst

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Islamunterricht

Islamunterricht an bayerischen Schulen gibt es bislang nur im Modellversuch: An 350 Schulen unterrichten 97 Lehrer das Fach Islamkunde. Noch hat das Kultusministerium nicht entscheiden, wie es im neuen Schuljahr ab Herbst weitergehen soll. Eine Evaluation soll Klarheit bringen.

Grüne fordern Fortführung des Islamischen Religionsunterrichts

Für die Grünen-Abgeordnete Gabriele Triebel dauert diese Entscheidungsfindung zu lange. Andere Bundesländer würden Bayern beneiden.

"Ein Unterrichtsende im Juli hat die Konsequenz, dass sich viele Kinder und Jugendliche außerschulischen Angeboten zuwenden werden, wo auf türkisch und arabisch unterrichtet und in den wenigsten Fällen ein offenes Wissen vermittelt wird. Wollen sie das wirklich?" Gabriele Triebel, Bündnis 90/Die Grünen

Evaluierung soll abgewartet werden

Die wissenschaftliche Auswertung abwarten und dann entscheiden, ob und wie es weitergeht, auf diesen Fahrplan pochte Kultusminister Michael Piazolo (Frei Wähler). Wie auch Redner der CSU-Fraktion deutete er an, dass es weitergehen könnte mit dem Islamunterricht:

"Ich persönlich habe große Sympathien für diesen Modellversuch. Ich persönlich sehe ihn positiv und dieser Modellversuch hat hohe integrative Wirkung." Michael Piazolo, bayerischer Kultusminister

Es müsse allerdings entschieden werden, so Piazolo, ob der Modellversuch verlängert oder der Islamunterricht zum Regelunterricht werde. In den nächsten Wochen will er eine Entscheidung bekannt geben.