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Das sind Bidens Pläne als US-Präsident | BR24

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Die EU plant eine enge Kooperation mit Joe Biden - besonders in Wirtschaftsfragen. Unter US-Präsident Donald Trump hatten die Wirtschaftsbeziehungen wegen der von Trump verhängten Strafzölle erheblich gelitten.

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Das sind Bidens Pläne als US-Präsident

"Uns steht die riesige Aufgabe bevor, den Schaden zu reparieren, den Trump angerichtet hat" - so beschreibt Wahlsieger Joe Biden die Herausforderungen nach einem Einzug ins Weiße Haus. Ein Überblick über die Pläne des früheren Vizepräsidenten.

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Bekämpfung der Pandemie

Joe Biden will unverzüglich seine nationale Strategie zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft setzen. Er kündigte bereits für Montag die Bildung einer Expertengruppe an. Diese soll einen Plan entwerfen, der umgehend nach seinem Amtsantritt umgesetzt werden kann. Vorgesehen sind unter anderem eine Maskenpflicht sowie umfangreiche und kostenlose Corona-Tests.

Eine künftige Impfung soll für alle umsonst sein, auch für Menschen ohne Krankenversicherung. An dem von Präsident Donald Trump kritisierten Chef-Immunologen Anthony Fauci will Biden als Berater festhalten. Auch sollen die USA in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bleiben. Trump hat im Streit um die Pandemie einen Austritt eingeleitet.

Belebung der Wirtschaft

Der Demokrat plant ein riesiges Corona-Hilfspaket, um in Not geratene Familien und Kleinunternehmen zu unterstützen. 700 Milliarden Dollar (601 Milliarden Euro) will er investieren, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zur Finanzierung sollen Superreiche und Großkonzerne mehr Steuern zahlen. Ein Schwerpunkt der Investitionen soll auf erneuerbaren Energien liegen.

Rückkehr zum Klimaschutzabkommen

Biden will sich als Präsident für den Klimaschutz engagieren. "Das Erste, was ich tun werde, ist, dem Pariser Abkommen wieder beizutreten", versprach er bei einem TV-Duell gegen Trump, der den globalen Klimapakt 2017 aufgekündigt hatte. Der Demokrat plant zudem ein Gipfeltreffen, bei dem er die größten Klimasünder zu einer deutlichen Reduzierung der Kohlendioxidemissionen verpflichten will.

Bis spätestens 2050 sollen die Vereinigten Staaten klimaneutral wirtschaften. Diese "Revolution für saubere Energie" soll zwei Milliarden Dollar kosten. Trumps Lockerungen beim Umweltschutz will Biden rückgängig machen.

Reform der Justiz

Eine überparteiliche Kommission soll binnen 180 Tagen Vorschläge für eine Reform des US-Justizsystems erarbeiten. Dabei wird es auch darum gehen, ob der Oberste US-Gerichtshof erweitert werden könnte, in dem konservative Verfassungsrichter derzeit eine Mehrheit von sechs zu drei innehaben. Biden möchte auch die Strafjustiz umfassend reformieren mit dem Ziel, dass weniger Menschen im Gefängnis sitzen und Straftäter besser betreut werden, um Rückfälle zu verringern.

Erleichterte Einbürgerung

Bei der Einwanderung hat Biden einen deutlich liberaleren Kurs angekündigt als Trump. Gleich bei Amtsantritt sollen die mehr als 500 Kinder, die ihren Eltern beim Grenzübertritt von Mexiko in die USA weggenommen wurden, wieder mit ihren Familien vereint werden. Die Einreiseverbote für Menschen aus mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern will Biden aufheben.

Umstritten ist Bidens Plan, den mehr als elf Millionen Migranten, die ohne Aufenthaltsgenehmigung in den USA leben, die Einbürgerung zu ermöglichen. Auch die 700.000 Minderjährigen, die illegal mit ihren Eltern in die Vereinigten Staaten eingewandert sind, sollen bleiben dürfen und die Möglichkeit bekommen, US-Bürger zu werden.

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Auch aus Deutschland, Frankreich sowie von der EU-Spitze kamen nur kurze Zeit nach der Verkündung des Wahlsieges Glückwünsche für Biden. Bundeskanzlerin Merkel äußerte die Hoffnung, dass nun der Kurs gegen internationale Zusammenarbeit endet.

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