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Das Rotkehlchen ist der Vogel des Jahres 2021 | BR24

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Das Rotkehlchen ist der Vogel des Jahres 2021. Der heimische Singvogel hat sich im Online-Voting durchgesetzt.

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Das Rotkehlchen ist der Vogel des Jahres 2021

Der Vogel des Jahres 2021 ist das Rotkehlchen. Der Singvogel, der an seiner roten Brust unschwer zu erkennen ist, hat die Online-Wahl zum 50-jährigen Jubiläum für sich entschieden. Das hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mitgeteilt.

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Von
  • Annika Svitil
  • Anja Bühling

Seit 50 Jahren organisieren der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzbund Deutschland die Wahl zum Vogel des Jahres. Zum Jubiläum fand die Wahl in diesem Jahr zum ersten Mal online statt. Und zum ersten Mal durfte jeder mitbestimmen, welcher Vogel den Titel tragen soll.

Von 18. Januar bis heute konnte jeder online zwischen zehn Vögeln abstimmen, die sich von rund 300 Vögeln in einer Vorrunde durchgesetzt hatten.

In Vor- und Endwahl haben sich rund eine halbe Million Menschen nach Angaben des NABU beteiligt. Bei der Wahl zu den zehn Finalisten gaben knapp 341.000 Menschen ihre Stimme ab, wie bei der Onlineverkündung am Freitagabend mitgeteilt wurde.

Rote Brust und trällender Gesang

Mit 17,4 Prozent ging die größte Anzahl der Stimmen an den kleinen Singvogel mit der roten Kehle und der roten Brust. Wie der LBV mitteilt, ziehen viele Rotkehlchen im als Gastvögel aus dem Norden nach Deutschland. Noch ist der Vogel mit dem unverkennbaren Gesang - er wird als eine Abfolge hoher Töne, die in einer "perlenden" Strophe enden beschrieben – nicht gefährdet bei uns.

Das Rotkehlchen bevorzugt unterholzreiche Baumbestände sowie Waldränder von Laub- und Nadelwäldern. Seine Ernährung ist vielseitig. So stehen Insekten, Larven, Kerbtiere, aber auch weiche Früchte, Pflanzenteile und teilweise Fische auf dem Speiseplan.

Das Rotkehlchen soll laut LBV für die Vielfalt der Gartenvögel stehen und dafür, Gärten vogel- und naturnahe zu gestalten. In diesem Jahr wurde es schon zum zweiten Mal gekürt. Bereits 1992 wählte ein Expertengremium den beliebten zutraulichen Singvogel zum Vogel des Jahres. In den 50 Jahren wurden außerdem noch die Feldlerche, der Weißstorch und der Eisvogel zweimal zum Vogel des Jahres gekürt.

Rauchschwalbe auf zwei, Kiebitz auf drei

In diesem Jahr wählten die rund 341.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der Onlinewahl der zehn Finalisten mit größerem Abstand die Rauchschwalbe (15,4 %), gefolgt vom Kiebitz (12,7%). Unter den zehn vorausgewählten Vögeln waren neben den ersten drei Plätzen auch die Feldlerche (11,8 %), die Stadttaube (9,2 %), der Haussperling (oder Spatz genannt) (8,3 %), die Blaumeise (6,7 %), der Goldregenpfeifer (6,7 %), der Eisvogel (6,6 %)und die Amsel (5,2 %). Jeder Vögel stand bei dieser Wahl auch für ein eigenes Naturschutzthema. Der Goldregenpfeifer zum Beispiel für den Schutz der Moore. Das Rotkehlchen repräsentiert die Vielfalt im Garten.

Im vergangenen Jahr war die Turteltaube Vogel des Jahres.

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Patrick Pleul

Viele Leute streuen Meisen, Finken, Rotkehlchen und anderen Vögeln gerne etwas Futter hin. Aber ist das wirklich nötig? Und was fressen Vögel am liebsten?

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