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Das Leid der Weltmeere | BR24

© picture alliance / blickwinkel / imagesandstories

Riff mit bunter Artenvielfalt, darunter Fahnenbarsche. Indonesien, Komodo Nationalpark

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    Das Leid der Weltmeere

    Kaum noch Fische, steigender Meeresspiegel und unendlich viel Plastikmüll: Das Handeln der Menschen setzt die Weltmeere immer mehr unter Druck. Das geht aus dem neuen Meeresatlas der Heinrich-Böll-Stiftung hervor.

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    Die Weltmeere bedecken über 70 Prozent der Erde und ihr Lebensraum ist für das ökologische Gleichgewicht unverzichtbar. Umso trauriger sind die neuesten Erkenntnisse, die die Kieler Meereswissenschaftler zusammengetragen und in dem neuen Meeresatlas veröffentlicht haben.

    "Wir sind dabei, den Ozean an den Rand des Kollapses zu treiben." Babara Unmüßig, Heinrich-Böll-Stiftung

    In jedem Fall hat sich der Ozean verändert, vor allem in den letzten 50 Jahren. Der Meeresspiegel ist seit dem Jahr 1900 auf weltweit 20 Zentimeter angestiegen. Künftig erwarten Wissenschaftler einen jährlichen Anstieg von etwa 3 Millimetern. Wie sich das regional auswirken wird, weiß noch niemand.

    Kaum noch Leben im Meer

    Knapp ein Drittel der weltweiten Fischbestände gelten laut dem neuen Atlas bereits als überfischt oder gar zusammengebrochen. Fast 60 Prozent der Bestände sind maximal ausgenutzt. Statt Fisch tummelt sich Plastikmüll auf dem Meeresgrund. Etwa 8 Millionen Tonnen landen davon jährlich im Meer.

    Mehr Schutz für Ozeane

    Dazu kommt, dass die Meere die am wenigsten geschützten Gebiete der Welt sind. Nur etwa 1,6 Prozent der Flächen sind streng oder voll geschützt. Nach Forderungen von Umweltschützern und Wissenschaftlern sollten 20 bis 50 Prozent unter Schutz gestellt werden, damit sich die Gebiete wieder erholen können.