BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

EM, Impfpflicht und mehr Rente: Das kommt 2020 | BR24

© BR

Das wird neu in 2020

2
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Bildergalerie
  • Artikel mit Video-Inhalten

EM, Impfpflicht und mehr Rente: Das kommt 2020

Drei gute Nachrichten: 2020 gibt's mehr Rente, mehr Fußball und billigere Bahntickets. Was sonst noch kommen wird oder könnte – vom Flughafen BER über einen Tatort-Geburtstag bis zum Volksbegehren Mietenstopp – sehen Sie hier.

2
Per Mail sharen
Teilen

Und es kommt doch: Kurz vor knapp haben sich Bund und Länder auf ein Klimapaket geeinigt, das in Ansätzen schon 2020 spürbar sein wird - zumindest finanziell. So wird die Mehrwertsteuer auf Bahntickets zum Jahreswechsel von 19 auf sieben Prozent reduziert - die Bahn verspricht, den Vorteil zügig an die Kunden weiterzugeben. Dafür wird zum 1. April die Luftverkehrssteuer erhöht, für Flüge in Europa etwa um 5,53 Euro auf 13,03 Euro. Was die Fluggäste davon merken, hängt von den Fluggesellschaften ab.

Besitzer von Häusern und Wohnungen, die älter als zehn Jahre sind, können Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung ab 2020 für drei Jahre fördern lassen.

Die umstritteneren Teile des Pakets - CO2-Aufschläge auf Benzin und Heizöl, im Gegenzug eine höhere Pendlerpauschale und eine Reduzierung der EEG-Umlage - greifen ab 2021. Wer von den Reformen profitiert und wer verliert, lässt sich also frühestens dann sagen. Dass die gemütlich geheizte Wohnung für viele schon in den nächsten Monaten teurer wird, liegt an den Versorgern: rund die Hälfte hat zum Jahreswechsel Preiserhöhungen angekündigt.

Galerie: 5G, EM, BER - und was sonst 2020 auf uns zukommen soll

© dpa

Ein Kreuz? Mehr als das: bei der Kommunalwahl in Bayern am 25. März kann wieder nach Herzenslust kumuliert und panaschiert werden.

© dpa

Der Ball rollt wieder - quasi europaweit: Bei der Fußball EM 2020 messen sich ab dem 12. Juni in elf europäischen Städten 24 Teams.

© dpa

12 Tage nach dem Schlusspfiff starten in diesem Stadion in Tokio (Luftbild) die XX. Olympischen Sommerspiele

© BR

Jetzt gilt's: Ende 2019 hat das EU-Parlament symbolisch den Klimanotstand ausgerufen. Für 2020 fordert das Pariser Klimaschutzabkommen Maßnahmen.

© dpa

Experten glauben: 2020 wird das erste 5G-Jahr. Die Frequenzen für den schnellen Datenfunk sind zumindest verteilt, erste Netze laufen.

© dpa

Wetten sollte man auch darauf nicht, aber: die beiden Berliner Langzeitbaustellen sollen 2020 fertig sein - hier das Humboldt-Forum.

© dpa

Optimisten halten auch eine Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER im Oktober für möglich. Derzeit sieht es dort so aus.

© dpa

Am 29. November 2020 jährt sich zum 50. Mal die Ausstrahlung des ersten "Tatort"-Krimis. Gesamtdeutscher Titel der Premiere: "Taxi nach ...

© dpa

... Leipzig". Zum Jubiläum soll es wieder einen besonderen Krimi geben. BR und WDR lassen die Teams aus München und Dortmund gemeinsam ermitteln.

© dpa

Ab sofort Pflicht: Nein, nicht der Cappuccino - der Kassenbon dazu. Was das bringen soll, lesen Sie unten.

© dpa

2019 >>> 2020: Kommen Sie gut rüber!

Wo 2020 Ihr Kreuz gefragt ist

Nürnberg und Augsburg werden Ende 2020 in jedem Fall neue Oberbürgermeister haben: die amtierenden Stadtoberhäupter Ulrich Maly (SPD) und Kurt Gribl (CSU) ziehen sich zurück. Auch sonst könnte die bayerische Kommunalwahl am 15. März einiges durcheinanderwirbeln.

Und es könnten noch weitere Abstimmungen auf Bayern zukommen. Da ist zunächst ein vom Erfolg des bayerischen Volksbegehrens Artenschutz inspiriertes europäisches Bürgerbegehren. Zudem machen schon zum zweiten Mal die Hanf-Fans mobil.

Bereits auf der Zielgeraden sind die Unterschriftensammler des Volksbegehrens Mietenstopp. Dass das Vorhaben nicht chancenlos ist, zeigt der in Berlin beschlossene Mietendeckel. Allerdings ist die rechtliche Zulässigkeit des Volksbegehrens unklar: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat zuletzt bereits Volksbegehren gegen den Flächenfraß und für eine bessere Pflege einkassiert.

Mehr Geld - vor allem für Rentner

Ü65 gewinnt: Ab Juli sollen die Renten real steigen - im Westen voraussichtlich um 3,15 Prozent und im Osten um 3,92 Prozent. Die Regierung will zum Jahreswechsel zudem etwa vier Millionen Betriebsrentner durch einen Freibetrag von zunächst 159,25 Euro bei der Krankenversicherung entlasten.

Was Menschen, die für Mindestlohn arbeiten, und die Bezieher von Hartz IV dazubekommen, dürfte bestenfalls die Teuerung ausgleichen. Für alleinstehende Langzeitarbeitslose erhöht sich der Hartz-Regelsatz von bislang 424 auf 432 Euro, die Grundsicherung für Paare steigt von 382 auf 389 Euro je Partner, Kinder bekommen fünf bis sechs Euro im Monat dazu.

Der Mindestlohn steigt zum 1. Januar von aktuell 9,19 Euro pro Stunde auf 9,35 Euro. Erstmals bekommen bei einem Ausbildungsbeginn ab 2020 auch Azubis eine Mindestvergütung: Sie soll im ersten Lehrjahr mindestens 515 Euro betragen, bis 2023 soll der Betrag schrittweise auf 620 Euro steigen.

Knatsch um die Kassenzettel-Pflicht

Ein kleiner Schein für mehr Steuerehrlichkeit - oder brutaler Papierkrieg? Einzelhändler müssen ab Januar bei jedem Kauf einen Beleg erstellen. Das gilt sowohl beim Bäcker als auch beim Friseur oder in Apotheken, sofern sie ein elektronisches Kassensystem besitzen. Diese "Belegausgabepflicht" soll einer größeren Transparenz im Kampf gegen Steuerbetrug dienen. Auch eine digitale Bon-Übermittlung per App oder E-Mail soll möglich sein. Weil die Maßnahme für Verbraucher mehr Müll und für Händler mehr Bürokratie bedeutet, ist die Maßnahme umkämpft - Nachbesserungen nicht ausgeschlossen.

Gesundheit: Masern-Impfpflicht und eine Ärzte-Hotline

Ebenfalls vieldiskutiert, aber schon "vom Eis": Ab März gilt in Deutschland eine Masern-Impfpflicht in Kindertagesstätten, Schulen, anderen Gemeinschaftseinrichtungen, bei der Tagespflege und in Flüchtlingsunterkünften. Nicht geimpfte Kinder können vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden; in anderen Fällen drohen Bußgelder.

Was im Bereich Gesundheit noch kommt: die Krankenkassen sollen für ausgewählte Gesundheits-Apps aufkommen, der Mehrwertsteuersatz für Tampons sinkt auf neun Prozent und angehende Hebammen müssen ab sofort studieren.

Für die meisten relevanter ist ein anderes Projekt: Bei akuten Gesundheitsproblemen und sonstigem Behandlungsbedarf können Kassenpatienten ab 1. Januar zum Telefon greifen. Die bisher außerhalb der Praxiszeiten zu nutzende Nummer 116 117 startet als Rund-um-die-Uhr-Service. Patienten sollen eine erste Einschätzung bekommen, wie dringlich sie behandelt werden müssen - und in eine Praxis oder eine Klinik weitergelotst werden. Verzahnt werden soll dies mit bestehenden Servicestellen. Ob's funktioniert?

© BR

Im Neuen Jahr treten viele neue Gesetze in Kraft. Manche sind umstritten, andere der Auftakt zu größeren Reformen. Wir haben einige wichtige Änderungen für Sie zusammengestellt.

© BR

2019 war ein gutes Jahr für Freunde langer Wochenenden, ideal, um mit nur einem Urlaubstag gleich vier Tage frei zu haben. Das wird im kommenden Jahr leider anders ...