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Das ändert sich ab dem 1. April | BR24

© BR/ Foto: Julia Müller

Kindergartenbesuch wird ab dem 1.April mit 100 Euro monatlich bezuschusst

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    Das ändert sich ab dem 1. April

    Ab heute treten mehrere Änderungen in Kraft. So soll etwa der Kindergartenbesuch in Bayern schon in den ersten beiden Jahren mit 100 Euro bezuschusst werden. In Supermärkten gibt es ein neues Tierwohl-Label. Die Neuerungen im Überblick.

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    Kindergarten wird ab April für die Eltern billiger

    Ab April 2019 wird der Kindergartenbesuch in Bayern schon im ersten und zweiten Kindergartenjahr mit 100 Euro pro Monat bezuschusst. Bisher gab es diesen Zuschuss vom Freistaat nur für das dritte und letzte Kindergartenjahr. Ab 2020 soll der Zuschuss dann ausgeweitet werden - und auch für ein- oder zweijährige Kinder gelten, die eine Krippe oder vergleichbare Tagesbetreuung besuchen.

    Supermärkte mit neuem Tierwohl-Label

    Die in der Initiative Tierwohl engagierten Supermarktketten führen eine einheitliche Kennzeichnung der Tierhaltung ein. Zunächst werden verpackte Fleischprodukte schrittweise mit dem System "Haltungsform" gekennzeichnet, das aus vier farblichen Stufen besteht und sich auf Schwein, Geflügel und Rind bezieht. Je nachdem, wie viel Platz, Beschäftigungsmaterial und Frischluft die Tiere haben, ändert sich die Stufe.

    Beteiligen wollen sich Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe. Sie besitzen zum Teil eigene Kennzeichnungen, die dann vereinheitlicht werden sollen.

    Plastikfreie Gurken bei Aldi

    Ab April verzichten Aldi auf die Plastikfolie um Salatgurken. Durch diesen Verzicht wird laut Aldi rund 120 Tonnen Kunststoff pro Jahr eingespart. Ein Test habe ergeben: Auch bei importierten Gurken aus Spanien hat die Verpackung kaum Einfluss auf die Frische des Produkts.

    Andere Unternehmen wollen trotzdem nicht auf die Plastik-Ummantelungen verzichten.

    Umfassendes Diesel-Fahrverbot in Stuttgart ab April

    Zum 1. April müssen sich auch die Einwohner Stuttgarts an das Diesel-Fahrverbot in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs halten. Zuvor galt es nur für Auswärtige. Diesel-Fahrzeuge der Schadstoffklassen bis einschließlich Euro 4 dürfen dann nicht mehr in Stuttgarts Umweltzone fahren. Verbote für Euro-5-Diesel werden bereits diskutiert.

    Umzugspauschale steigt

    Wer arbeitsbedingt umziehen muss, kann sich über eine Erhöhung der vom Finanzamt anerkannten Umzugspauschale freuen. Hierdurch sinkt das zu versteuernde Einkommen entsprechend, was letztlich zu einer geringeren zu zahlenden Einkommensteuer führt. Der Pauschalbetrag beträgt ab April 1.622 Euro für Verheiratete und 811 Euro für Ledige. Kinder erhöhen den Betrag.

    Neue Führerscheinfragen

    Auch bei einem weiteren Thema rund ums Auto gibt es im April umfangreiche Neuerungen: dem amtlichen Fragenkatalog für die theoretische Führerscheinprüfung. Es kommen 32 neue Fragen, 38 weitere wurden überarbeitet. Darunter sind auch neue Video- und Bildfragen.

    Mindestlohn für Leiharbeiter steigt ab April

    Leih- und Zeitarbeiter in Westdeutschland erhalten ab April wieder einen höheren Mindestlohn als ihre Kollegen im Osten. Die Untergrenze springt von 9,47 Euro auf 9,79 Euro pro Stunde. Im Osten erhalten Arbeiternehmer in Leiharbeit seit Jahresbeginn 9,49 Euro. Dieser Satz wird zum 1. Oktober auf 9,66 Euro angehoben.

    Mehr Geld für Beamte ab April

    Mehr Geld gibt es auch für die 343.800 Beamten des Bundes - die Besoldungstabelle sieht eine Erhöhung von 3,09 Prozent vor.

    Soziales Netzwerk wird im April abgeschafft

    Der Technologie-Konzern Google stellt sein soziales Netzwerk "Google+" ein. Das kalifornische Unternehmen hatte den Dienst als Konkurrenz zu Facebook etablieren wollen, allerdings traten vergleichsweise wenige aktive Nutzer bei. Google empfiehlt ihnen, ihre hochgeladenen Inhalte vor dem 2. April zu sichern.

    Registrierungspflicht für Ferienwohnungen in Hamburg

    Hamburger, die ihre Wohnung als Ferienunterkunft vermieten wollen, brauchen ab dem 1. April eine spezielle Anmeldung. Die Wohnung wird dann mit einer Wohnraumschutznummer versehen. Wer Ferienunterkünfte unangemeldet vermietet, verstößt damit gegen das neue Wohnraumschutzgesetz - und muss mit Bußgeldern von bis zu 500.000 Euro rechnen. Die Regelung soll den Wohnungsmarkt entlasten.