BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Däubler-Gmelin: Bundesregierung könnte Assange Asyl anbieten | BR24

© Bayern2

Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin fordert Hilfe von der Politik für den Whistleblower Julian Assange. Zusammen mit mehr als 130 prominenten Personen hat sie den Appell "Assange helfen" unterzeichnet.

4
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Däubler-Gmelin: Bundesregierung könnte Assange Asyl anbieten

Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin fordert Hilfe von der Politik für den Whistleblower Julian Assange. Zusammen mit mehr als 130 prominenten Personen hat sie den Appell "Assange helfen" unterzeichnet.

4
Per Mail sharen

Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin fordert die Bundesregierung auf, sich für Wikileaks-Gründer Julian Assange einzusetzen, dass er nicht in die USA ausgeliefert wird. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte Däubler-Gmelin:

Sie könnte schlicht und einfach Julian Assange Asyl anbieten. Und der zweite Punkt ist, die Bundesregierung hat gerade Deutschland im Sicherheitsrat zu vertreten. Selbstverständlich könnte man das, was der Sonderberichterstatter [Nils Melzer] gesagt hat, dort besprechen und damit auch darauf einwirken, dass hier kein Unrecht weiter verlängert wird.

Herta Däubler-Gmelin kritisierte die Bundesregierung für ihre zurückhaltende Positionierung im Falle des Whistleblowers Julian Assange: Es scheine einfach Schwierigkeiten zu machen, sich auch mal sehr deutlich zu äußern, dass hier die Amerikaner Unrecht begingen. Die deutsche Bundesregierung könnte schon die Stimme erheben, müsse das ihrer Ansicht nach auch tun, sagte Däubler-Gemelin.

Die Juristin und ehemalige Bundesjustizministerin setzt sich zusammen mit mehr als 130 prominenten Persönlichkeiten für die Freilassung von Julian Assange ein. In London gab es vor der Anhörung Pro-Assange-Proteste. Warum sie den Appell "Assange helfen" unterzeichnet hat, begründete Däubler-Gmelin so:

Der Grund ist natürlich, dass wir heute wissen, dass ohne Whistleblower und ohne eine Plattform wie Wikileaks nicht herauskäme, was auch in westlichen Demokratien, auch in Amerika gemacht wird, weil die Mächtigen das gerne verschweigen. Es geht also um die persönliche Situation von Julian Assange und es geht um die Pressefreiheit in einer Demokratie.