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Bildrechte: dpa/picture-alliance/Benjamin Nolte

In Deutschland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen heute wieder ein Rekordhoch erreicht: Das RKI meldete mehr als 11.000 neue Fälle. Für Dänemark offenbar zu viele - denn das Land hat jetzt seine Grenzen für deutsche Urlauber dicht gemacht.

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Dänemark schließt Grenze für Urlauber aus Deutschland

In Deutschland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen heute wieder ein Rekordhoch erreicht: Das RKI meldete mehr als 11.000 neue Fälle. Für Dänemark offenbar zu viele - denn das Land hat jetzt seine Grenzen für deutsche Urlauber dicht gemacht.

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Von
  • Markus Wolf

Angesichts der hohen Zahl an Corona-Neuinfizierungen in Deutschland, hat Dänemark angekündigt, seine Grenze für Urlauber aus der Bundesrepublik weitestgehend zu schließen. Ab Samstag sei die Einreise aus Deutschland nur noch mit triftigem Grund erlaubt, heißt es vom dänischen Außenministerium. Urlaubsreisen sind damit wieder bis auf wenige Ausnahmen passé. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen.

Wer weiterhin nach Dänemark einreisen darf

Nicht unter die Beschränkung fallen demnach Deutsche, die ein Ferienhaus in Dänemark besitzen, wie Außenminister Jeppe Kofod am Donnerstag sagte. Ebenso müsse niemand, der sich im Land aufhalte, überhastet abreisen. Auch aus der Grenzregion Schleswig-Holstein soll man vorerst noch einreisen können, weil dort die Infektionsrate unter 30 Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen liegt, so der Minister.

Als triftiger Grund für den Grenzübertritt gilt außerdem, wenn ein Deutscher in Dänemark arbeitet oder seine Familie oder seinen Partner besuchen will. Für den Großteil der weiteren europäischen Staaten gelten solche Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem.

Auch andere Länder warnen vor Deutschland-Reisen

Die dänische Regierung begründet den Schritt mit dem zuletzt erhöhten Infektionsgeschehen in Deutschland und beruft sich dabei auf die in der vergangenen Woche von der EU beschlossene Corona-Ampel. Danach können Länder Restriktionen für Urlauber aus anderen Mitgliedsstaaten einführen, wenn die Ampel - wie mittlerweile für Deutschland - auf gelb steht. Auch andere EU-Länder wie Estland haben bereits solche Beschränkungen für Urlauber aus Deutschland eingeführt.

Die Regelung gilt auch umgekehrt. Das heißt, Dänemark rät seinen Staatsbürgern von Reisen nach Deutschland ab. Grundsätzlich warnen die dänischen Behörden vor Reisen ins Ausland, wenn es dort binnen einer Woche mehr als 30 neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Die Maßnahme wird zurückgenommen, wenn der Wert wieder auf unter 20 fällt. Wer aus einem Land mit einem Wert über 30 nach Dänemark zurückkehrt, wird zur 14-tägigen Quarantäne aufgefordert.

Dänemark will seine Schutzmaßnahmen ausweiten

Am Donnerstag hatte auch in Dänemark die Zahl der Neuinfektionen ein Rekordhoch erreicht. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 760 neue Fälle registriert, wie das Staatliche Gesundheitsinstitut mitteilte. Virologen weisen aber darauf hin, dass die hohe Zahl nicht bedeuten muss, dass sich nun mehr Menschen infizieren als im Frühjahr, weil inzwischen auch sehr viel mehr getestet werde.

Die dänische Regierung hat angesichts der zunehmenden Neuinfektionen schärfere Maßnahmen im Land in Aussicht gestellt. "Die nächsten zwei bis drei Tage werden entscheidend sein", sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Donnerstag. Er werde sich strengeren Beschränkungen oder Regeln nicht in den Weg stellen.

Schon jetzt muss man in großen Teilen des öffentlichen Lebens in Dänemark einen Mundschutz tragen. Bei Versammlungen sind nicht mehr als 50 Personen zugelassen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte der Nachrichtenagentur Ritzau, die Dänen könnten sich darauf einstellen, dass die traditionellen Betriebsweihnachtsfeiern nicht stattfinden werden.

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