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Cyberkriminalität: Gefährdungslage "auf neuem Niveau" | BR24

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Von einer "neuen Angriffsqualität" spricht der "Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2018". Die Gefährdungslage habe ein höheres Niveau erreicht. In welchem Maß sind Industrie-Unternehmen von Datenklau betroffen?

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Cyberkriminalität: Gefährdungslage "auf neuem Niveau"

Wie steht es um die IT-Sicherheit in Deutschland? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt in seinem jüngsten Lagebericht keine Entwarnung und warnt vor neuen Herausforderungen wie dem Krypto-Mining.

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Medizinische Technik, Ampeln im Straßen- und Bahnverkehr, das Nutzen eines Messenger-Dienstes oder von Online-Banking, die Energieversorgung: Immer mehr Lebensbereiche sind zunehmend digitalisiert. Für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ergeben sich daraus Herausforderungen.

Zum einen: IT-Systeme, Industrieanlagen und Alltagsgegenstände sind immer stärker vernetzt; dadurch werden Staat, Wirtschaft und Gesellschaft abhängiger davon, dass solche Systeme funktionieren.

Zum anderen: Durch diese zunehmende digitale Vernetzung entsteht eine größere Angriffsfläche, die Cyberkriminelle mit immer besseren Schadprogrammen und Angriffswegen attackieren.

Kein Anlass zur Entwarnung beim Thema Cybersicherheit

Dadurch, so das BSI in seinem diesjährigen Lagebericht, habe die Gefährdungslage in Deutschland im Bereich der Cybersicherheit „ein neues Niveau“ erreicht. Die Rede ist von einer „hohen Dynamik der Angreifer“ bei der Weiterentwicklung von Schadprogrammen. Zwar seien - anders als in den letzten Jahren - größere Angriffswellen mit Verschlüsselungs-Software ausgeblieben. Dennoch seien der deutschen Wirtschaft Schäden in Millionenhöhe entstanden; es gebe keinen Anlass zur Entwarnung.

"Deutschland, seine Bürgerinnen und Bürger, seine Wirtschaft und seine Behörden stehen weiterhin im Fadenkreuz von Cyber-Angriffen.“ Bundesinnenminister Horst Seehofer im Vorwort des Lageberichts

So zählten Emails mit Schadprogrammen zu den häufigsten Angriffen auf die Bundesverwaltung. Monatlich wurden im Durchschnitt 28.000 solcher Emails mit Hilfe von Schutzmaßnahmen abgefangen, bevor sie die Postfächer der Empfänger erreichten, heißt es im BSI-Lagebericht.

Neuer Schwerpunkt bei der Prävention

Als neue Gefährdung nennt das BSI „illegales Krypto-Mining“, also das Erzeugen von Internet-Währung mit Hilfe gekaperter Systeme. Im Rahmen einer besseren Prävention vor Cyberkriminalität soll deshalb der Digitale Verbraucherschutz als zusätzliche Aufgabe des BSI etabliert werden.

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