BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

CSU-Generalsekretär fordert Neuwahlen in Thüringen | BR24

© Bayern2

Nachdem sich CSU-Chef Söder kritisch zur Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum neuen Ministerpräsidenten in Thüringen geäußert hat, legt CSU-Generalsekretär Markus Blume nach: Er hält die Wahl für "unerträglich" und setzt auf Neuwahlen in Thüringen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

CSU-Generalsekretär fordert Neuwahlen in Thüringen

Nachdem sich CSU-Chef Söder kritisch zur Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum neuen Ministerpräsidenten in Thüringen geäußert hat, legt CSU-Generalsekretär Markus Blume nach: Er hält die Wahl für "unerträglich" und setzt auf Neuwahlen in Thüringen.

Per Mail sharen

Nach der Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum neuen Ministerpräsidenten in Thüringen hat CSU-Generalsekretär Markus Blume Neuwahlen gefordert. Er halte es für richtig, dass man die "Unregierbarkeit auflöst, durch Neuwahlen", sagte er im Interview mit der Bayern 2-radioWelt. Wenn über einem Ministerpräsidenten "schon beim Start kein Segen liegt", sehe er keinen Weg, "wie man hier zu einer stabilen Regierung kommen soll". Thüringen sei derzeit ein "unregierbares Land".

Maßnahmen von FDP-Parteichef Lindner gefordert

Blume forderte den FDP-Bundesvorsitzenden Lindner zum Handeln auf. Bei den Jamaika-Verhandlungen im Bund habe Lindner gesagt, die FDP wolle lieber nicht regieren als schlecht regieren:

"Wenn Parteichef Lindner sich jetzt an diesen Maßstäben messen lässt von damals, dann müsste er von der Bundes-FDP aus sagen: So kann es in Thüringen mit der FDP nicht weitergehen." CSU-Generalsekretär Markus Blume

Keine Koorperation mit AfD

Mit der AfD dürfe es "keinen Millimeter von Kooperation, von Zusammenarbeit geben", so Blume. Zuvor hatte CSU-Chef Markus Söder schon die Wahl mit Stimmen der AfD scharf kritisiert. Es sei ein "inakzeptabler Dammbruch", sich mit den Stimmen der AfD und des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen, sagte Söder in München. "Das ist kein guter Tag für Thüringen, kein guter Tag für Deutschland und erst recht keiner für die Demokratie in unserem Land."

Blume: "Schwerer Schaden für unser ganzes Land"

Für Markus Blume ist die Situation nicht hinnehmbar:

"Es ist unerträglich, dass mit den Stimmen der übelsten AfD-Truppe, nämlich der Höcke-AfD, hier jemand zum Ministerpräsidenten gewählt wird. Das ist wirklich ein schwerer Schaden nicht nur für Thüringen, sondern für unser ganzes Land." CSU-Generalsekretär Markus Blume

Die AfD tue alles, um "unsere Demokratie brüchig zu machen, das politische System herauszufordern". Es wäre für die CDU in Thüringen "gut und richtig gewesen", sich auch im dritten Wahlgang zu enthalten, da man mit dem Verhalten der AfD hätte rechnen können. "Deswegen liegt über dieser Wahl von Herrn Kemmerich wirklich ein schwerer Makel."

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!