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Coronavirus: Wuhan, eine Stadt unter Quarantäne | BR24

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Im Kampf gegen die Lungenkranheit, die von einem neuartigen Coronavirus ausgelöst wird, greifen chinesische Behörden zu drastischen Maßnahmen: Die Stadt Wuhan steht quasi unter Quarantäne.

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Coronavirus: Wuhan, eine Stadt unter Quarantäne

Wegen des neuartigen Coronavirus haben die chinesischen Behörden wichtige Verkehrsverbindungen von und nach Wuhan gekappt. Die Zahl der Krankheitsfälle ist auf rund 550 gestiegen, 17 Infizierte sind bislang gestorben.

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Es sind drastische Maßnahmen, die die Verbreitung des neuartigen Coronavirus in China eindämmen sollen: Busse, U-Bahnen, Züge, Fähren und auch der Flugverkehr in der Elf-Millionen-Stadt Wuhan werden vorerst gestoppt.

Menschen sollen in Wuhan bleiben

Für den Autoverkehr gelten die Anweisungen bislang nicht, die Behörden riefen die Bewohner aber dazu auf, die Stadt nur unter besonderen Umständen zu verlassen, bestätigt Wuhans Bürgermeister Zhou Xianwang.

Aber es seien Kontrollen an den Ausfallstraßen aufgebaut worden, so der Bürgermeister. "Wir werden die Ausbreitung der Krankheit entschieden bekämpfen. Wir wollen sicherstellen, dass sich das Virus weder innerhalb noch außerhalb der Stadt ausbreitet", betont er. Andere Städte in China sollten nicht unter dem Ausbruch in Wuhan leiden.

Man appelliere an die Menschen, Wuhan weder zu besuchen, noch zu verlassen, wenn es dafür keine besonderen Gründe gebe. Durch die Maßnahmen soll die Wahrscheinlichkeit der Virus-Übertragung verringert und die Situation entspannt werden.

© dpa-Bildfunk/Uncredited

Der Bahnhof in Wuhan: Seit 10 Uhr Ortszeit ist er geschlossen.

Tag vor Neujahr ist Reisetag in China – eigentlich

Wuhan gehört wegen seiner zentralen Lage zu den vier größten Knotenpunkten für das Streckennetz für Hochgeschwindigkeitszüge in China. Viele Menschen haben gestern Abend und heute Morgen noch versucht, die Stadt zu verlassen, Bahnhöfe und der Flughafen waren überfüllt. Seit 10 Uhr Ortszeit ist der öffentliche Verkehr eingestellt. Morgen beginnt in China das chinesische Neujahrsfest, der heutige Tag gilt eigentlich als der Tag im Jahr mit dem höchsten Reiseaufkommen.

Auch vom Westbahnhof in Peking fahren keine Züge mehr nach Wuhan. Fast ausnahmslos tragen die Menschen Gesichtsmaske. Er herrscht Unsicherheit unter den Reisenden, aber keine Panik.

Atemschutzmasken werden rationiert

In Wuhan wurde der Verkauf von Gesichtsmasken auf ein Paket pro Kunde beschränkt, vor einigen Apotheken und Geschäften haben sich lange Schlangen gebildet. Die zentralchinesische Provinz Hubei, in der die Stadt Wuhan liegt, hat außerdem Notfall-Unterstützung vom Staat angefordert. 40 Millionen Gesichtsmasken, fünf Millionen Sets Schutzkleidung und 5.000 Infrarot-Thermometer.

Die stellvertretende Vorsitzende der Nationalen Gesundheitskommission Chinas, Jiao Yahui, erklärt weitere Notfall-Maßnahmen:

"Wir haben spezielle Krankenhäuser im ganzen Land angewiesen, sich auf die Epidemie vorzubereiten." Jiao Yahui, Nationale Gesundheitskommission Chinas

Zudem habe man Krankenhäuser in der Hinterhand, die zu jeder Zeit aktiviert werden könnten, wenn sich die Zahl der Infektionen weiter erhöht. Es gebe detaillierte Notfallpläne für ganz China, um sicherzustellen, dass die medizinischen Ressourcen effektiv eingesetzt werden, um sofort Diagnosen zu stellen und die Patienten zu behandeln, so der Gesundheitsbeauftragte.

WHO berät über globalen Gesundheitsnotstand

Die Weltgesundheitsorganisation in Genf hatte am Abend ihre Entscheidung darüber verschoben, wegen des neuartigen Coronavirus einen globalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Der Notfallausschuss, der die WHO berät, will aber am Freitag erneut tagen.

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Damit sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet, hat China die Millionen-Stadt Wuhan fast komplett abgeriegelt. Sie gilt als Ausgangspunkt der neuartigen Lungenkrankheit.