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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass möglicherweise schon Ende des Jahres angefangen werden kann, gegen das Corona-Virus zu impfen.

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Coronavirus: Spahn rechnet mit Impfungen noch im Dezember

Gesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich optimistisch: Noch im Dezember könnten in Deutschland die ersten gegen Corona geimpft werden. Auch sein Kollege, Finanzminister Olaf Scholz meinte: Es könnte mit den Impfungen schneller losgehen als gedacht.

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  • BR24 Redaktion

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) macht Hoffnung auf erste Corona-Impfungen in Deutschland noch im Dezember. "Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen", sagte er dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

Impfzentren sollen Mitte Dezember einsatzbereit sein

Er sagte, er habe die Bundesländer gebeten, dass die geplanten Impfzentren bereits Mitte Dezember einsatzbereit sind. Er habe lieber ein startbereites Impfzentrum, das noch ein paar Tage außer Betrieb ist, als einen zugelassenen Impfstoff, der nicht gleich genutzt wird.

Mit anderen Ländern teilen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte am Sonntagabend bei "Bild live", er glaube, es gehe "mit der Impfung schneller los, als wir vor einiger Zeit gedacht haben". Die Vorbereitungen seien getroffen, dass die Impfungen noch im Dezember beginnen können. Er versicherte, der in Deutschland entwickelte Impfstoff sowie die anderen Impfstoffe sollten "der ganzen Welt zur Verfügung stehen", aber auch Deutschland in ausreichendem Maß.

"Wir wissen nicht, wie lange die Immunität anhält"

Gesundheitsminister Spahn erläuterte, wenn alle Hersteller ins Ziel kämen, mit denen die Bundesregierung über die EU-Kommission oder bilateral Verträge und Optionen vereinbart haben, würden mehr als 300 Millionen Impfdosen für Deutschland zur Verfügung stehen. "Auch bei zwei Dosen pro Impfung hätten wir dann genug für die eigene Bevölkerung und könnten mit anderen Ländern teilen", sagte er. Aber das beschreibe den günstigsten Fall. "Wir wissen nicht, welcher Impfstoff wirklich wie wirkt. Und wir wissen noch nicht, wie lange die Immunität anhält", gab er zu bedenken.

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Gesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich optimistisch: Noch im Dezember könnten in Deutschland die ersten gegen Corona geimpft werden. Auch sein Kollege, Finanzminister Olaf Scholz meinte: Es könnte mit den Impfungen schneller losgehen als gedacht.

Alle Ampeln auf Grün geschaltet

Dass die Impfstoffe nicht ausreichend getestet sein könnten, diesen Vorbehalt wies der Münchner Virologe Gerd Suttner im B5 Thema des Tages zurück. Suttner, der selbst an einem Impfstoff forscht, sagte:

"Allerdings muss man ganz klar sagen, die Entwicklung der neuen Impfstoffe folgt genau den Vorgabe einer soliden klinischen Prüfung und da sind alle mir bisher bekannten Ergebnisse sehr gut und daher auch irgendwie alle Ampeln auf Grün geschaltet." Gerd Suttner, Virologe LMU München

G20-Gipfel will "bezahlbaren und gerechten Zugang" für alle

Auf dem virtuellen G20-Gipfel war Corona das Hauptthema. In einer Erklärung bekannten sich die führenden Wirtschaftsmächte dazu, für eine gerechte Verteilung von Impfstoffen auf der ganzen Welt sorgen zu wollen. "Wir werden keine Mühe scheuen, um einen bezahlbaren und gerechten Zugang für alle Menschen sicherzustellen", heißt es darin.

Die Gruppe verpflichtete sich auch, die finanziellen Mittel für die internationale Initiative zur Verteilung von Impfstoffen (Covax) zu stellen. Deutschland beteilige sich daran mit mehr als einer halben Milliarde Euro, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es fehlen bis Ende 2021 aber noch sechs Milliarden US-Dollar (5,1 Milliarden Euro). Merkel zeigte sich bereit, noch mehr zu tun, nahm aber auch andere Länder in die Pflicht: "Deutschland hat selten nichts gemacht. Aber Deutschland kann auch nicht alleine die internationale Allianz aufrechterhalten."

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