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Die bayerischen Schulleiter haben in einem Brandbrief Kultusminister Piazolo für die überstürzte Einführung der Pooltests kritisiert.

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    Corona: Die Ereignisse vom 20. bis 26. September 2021

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 20. bis 26. September 2021.

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    • BR24 Redaktion

    Montag, 16. August 2021

    20.41 Uhr: Epidemiologe von Kries gegen Impfpflicht: wäre "ineffektiv"

    Der Kinderarzt und Epidemiologe Rüdiger von Kries hat sich im BR Fernsehen gegen die Einführung einer Corona-Impfpflicht ausgesprochen. Unter den Menschen, die sich derzeit nicht impfen ließen, gebe es sowohl Zweifler als auch Hardliner. Die Hardliner werde man nie überzeugen. Aber diejenigen, die am Zweifeln sind, würde man mit einer Impfpflicht vor den Kopf stoßen, sagte von Kries am Abend in der BR24 Rundschau. "Überzeugen ist das Entscheidende. Eine Impfpflicht ist etwas, das, ehrlich gesagt, nie gerechtfertigt ist. Nicht weil es unethisch wäre, sondern, weil es ineffektiv ist in einer freiheitlichen Gesellschaft, in der wir erfreulicherweise leben.“ Der Epidemiologe, der selbst Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) ist, empfiehlt Jugendlichen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Allerdings betont er zugleich, dass die Impfung für Erwachsene noch wichtiger sei. Dass Eltern generell Angst hätten vor Langzeitnebenwirkungen einer Impfung, hält der Epidemiologe für berechtigt. Allerdings sei dies sehr unwahrscheinlich. "Wir haben bei der Grippeimpfung seinerzeit ein Problem gesehen, das wir nicht erwartet hatten. Nun ist es so, dass man die Impfung gegen Covid mit den mRNA Impfstoffen seit einem guten halben Jahr macht. Wenn da wirklich was angebrannt wäre, hätten wir das schon merken müssen."

    18.45 Uhr: Corona-Spürhunde im Einsatz: Hochschule zieht positives Zwischenfazit

    Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

    Ziel des Forschungsprojekts "Back to Culture" der Tierärztlichen Hochschule Hannover sowie von Hannover Concerts und ProEvent Hannover sei es, herauszufinden, ob der Einsatz der Hunde eine Option bei Großveranstaltungen sei, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. "Es gibt weltweit Interesse an dem Projekt", betonte der CDU-Politiker.

    18.08 Uhr: Tankstellen-Mitarbeiter im Streit um Corona-Maske erschossen

    Im Streit um das Tragen einer Corona-Maske soll ein 49-Jähriger einen Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) erschossen haben. Der Mann habe sich geärgert, weil der Mitarbeiter ihm kein Bier verkaufen wollte, da er keinen Mund-Nasen-Schutz getragen habe, sagte Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann am Montag in Idar-Oberstein. Gegen den deutschen Tatverdächtigen erging Haftbefehl . Er habe gestanden, den 20 Jahre alten Studenten mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet zu haben, sagte Fuhrmann. Zum Motiv habe er angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste. Er habe sich in die Ecke gedrängt gefühlt und "keinen anderen Ausweg gesehen", als ein Zeichen zu setzen. Das Opfer schien ihm dabei "verantwortlich für die Gesamtsituation, da es die Regeln durchgesetzt habe", sagte Fuhrmann.

    Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der 49-Jährige am Samstagabend den Verkaufsraum der Tankstelle ohne Maske betreten und zwei Sechserpack Bier auf den Tresen an der Kasse gestellt. Der Kassierer wies den Mann auf die Maskenpflicht hin - woraufhin der Mann den Raum verließ und dabei drohend die Hand hob. Eine gute Stunde später sei er erneut in der Tankstelle erschienen - diesmal habe er eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen, wieder ein Sechserpack Bier genommen, und sei zur Kasse gegangen. "Dort setzte er die Mund-Nasen-Bedeckung ab", sagte Fuhrmann. Der Kassierer habe den Mann erneut auf die Einhaltung der Maskenpflicht hingewiesen: Daraufhin zog der Täter einen Revolver und erschoss den 20-Jährigen.

    17.24 Uhr: Corona-Impfaktion bei Wöhrl in Nürnberg

    Unter dem Motto "Freiheit für unsere Kunden, Freiheit für unsere Mitarbeiter" startet am morgigen Dienstag eine Corona-Impfaktion beim Modehaus Wöhrl in Nürnberg. In Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg bietet der Modehändler die Impfungen im Haupthaus am Ludwigsplatz an, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Sowohl Kundinnen und Kunden von Wöhrl als auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger können dort kostenlos ihre erste oder zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die Aktion wurde von Eigentümer Christian Greiner und Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) vor Ort vorgestellt.

    16.32 Uhr: USA öffnen ab November Grenzen für geimpfte Reisende

    Die USA wollen die coronabedingten Einreiseverbote unter anderem für EU-Bürger und Briten lockern. Vollständig geimpfte ausländische Staatsbürger sollen ab Anfang November wieder einreisen dürfen, sagte Jeffrey Zients, Corona-Koordinator des Weißen Hauses, am Montag. Die USA hatten im März vergangenen Jahres wegen der Pandemie Einreiseverbote unter anderem für Bürger aus EU-Staaten und Großbritannien verhängt. Die Reisebeschränkungen besagen, dass nur US-Bürger und Besitzer einer Green Card sowie deren Familienmitglieder in die USA einreisen dürfen, wenn sie sich in den vergangenen 14 Tagen in der EU oder Großbritannien aufgehalten haben. Alle anderen brauchen derzeit noch eine spezielle Erlaubnis. Die Reiseverbote sind auch in den USA zunehmend umstritten.

    15.54 Uhr: Tschechien startet Auffrischungsimpfungen

    Die ersten Tschechen erhielten am Montag bereits ihre dritte Spritze. Bedingung für die Auffrischungsimpfung ist, dass die zweite Impfung mehr als acht Monate zurückliegt. Das Gesundheitsministerium in Prag empfiehlt die sogenannte Booster-Impfung ausdrücklich für Senioren ab 60, Angehörige von Risikogruppen sowie das Gesundheits- und Pflegepersonal.

    Wer infrage kommt, erhält eine SMS-Benachrichtigung - am ersten Tag waren das knapp 8.000 Krankenversicherte, bis Jahresende dürften es eine Million sein. Für die dritte Impfung werden ausschließlich die Impfstoffe von Pfizer-Biontech und Moderna verwendet. In Tschechien sind inzwischen knapp 5,9 Millionen Menschen bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft - also mehr als die Hälfte der 10,7 Millionen Einwohner des EU-Mitgliedstaats.

    15.43 Uhr: Indien will ab Oktober wieder Impfstoff exportieren

    Ab Oktober will Indien wieder Corona-Impfstoffe exportieren. Wie Gesundheitsminister Mansukh Mandaviya am Montag ankündigte, sollen die im April ausgesetzten Impfstoff-Exporte ab dem kommenden Monat wieder aufgenommen werden. Allein im Oktober sollen laut Indiens Gesundheitsminister 300 Millionen Impfdosen produziert werden - und eine Milliarde Impfdosen bis Jahresende. Damit wolle das Land seinen Verpflichtungen gegenüber der Covax-Initiative nachkommen, fügte Mandaviya hinzu.

    Die internationale Covax-Initiative soll zu einer fairen weltweiten Verteilung von Corona-Impfstoffen beitragen, Indien war einer ihrer wichtigsten Lieferanten. Die Impfstoff-Lieferungen an ärmere Länder gerieten aber ins Stocken, weil die indische Regierung angesichts einer heftigen zweiten Corona-Welle im Land seit April keine Exportgenehmigungen mehr ausstellte.

    14.59 Uhr: Johnson: Auffrischungsimpfung Vorrang vor Spenden an ärmere Länder

    Der britische Premier Boris Johnson will künftig Auffrischungsimpfungen in Großbritannien einen klaren Vorrang vor dem Spenden von Impfstoffdosen an ärmere Staaten einräumen. Das sagte der konservative Politiker am Montag der Presse. Bereits in dieser Woche sollen mehr als 1,5 Millionen Menschen in England eine Einladung zur dritten Impfung erhalten. Insgesamt sollen alle über 50-Jährigen, besonders gefährdete Menschen sowie Gesundheits- und Pflegepersonal eine Auffrischungsimpfung erhalten.

    Er habe sich angeschaut, was Auffrischungsimpfungen bewirken können und "ich muss sagen, dass dies unsere Priorität sein muss, und wir werden damit fortfahren". Trotzdem werde die Regierung in London ein "riesiges Bekenntnis" zur Unterstützung der restlichen Welt machen, betonte Johnson. Man stimme grundsätzlich zu, dass niemand sicher sei, bevor nicht alle sicher seien, so Johnson.

    14.32 Uhr: Vatikan führt "Green Pass" gegen Covid-19 ein

    Wer ab 1. Oktober den Vatikan besucht, muss einen sogenannten Green Pass vorlegen, also den digitalen Nachweis, dass der- oder diejenige gegen Covid-19 geimpft wurde, genesen oder kürzlich erst negativ getestet worden ist. Das gelte nun auch für die Einrichtungen des Heiligen Stuhls, teilte das Governatorat am Montag mit: Die Regelung entspricht der Linie der italienischen Regierung. In Deutschland entspricht dem die sogenannte 3-G-Regel.

    Akzeptiert werden vatikanische Bescheinigungen, das EU-weit geltende Zertifikat sowie solche anderer Staaten, insofern sie den Vorgaben entsprechen. Die Vorschrift betrifft nicht nur das Gebiet des Vatikanstaates, sondern auch alle exterritorialen Einrichtungen in der Stadt Rom sowie in Castelgandolfo. Kontrolliert wird deren Einhaltung durch die vatikanische Gendarmerie.

    Es gibt jedoch eine Ausnahme bei dieser Regelung: Gottesdienstteilnehmer müssen den Nachweis nicht erbringen. Für liturgische Feiern gelten die Einlassregeln: Mindestabstand, Maske und Desinfektion der Hände.

    13.25 Uhr: Zeitung: Pandemie hat Italiener noch mehr zu Autofahrern gemacht

    Die Pandemie hat Italiener verstärkt zu Autofahrern und Fußgängern gemacht. Jeder dritte Bewohner des Landes habe seit Beginn der Krise seine Mobilitätsgewohnheiten in puncto Häufigkeit, Tageszeit und Verkehrsmittel geändert, ergab eine Erhebung, über die die Zeitung "Il Messaggero" berichtet. Demnach ist Italien das europäische Land mit der zweithöchsten Motorisierungsdichte. Weiter ergab die Erhebung, dass rund die Hälfte der Menschen seit der Pandemie weniger häufig unterwegs sind. Zugleich meiden die Italiener öffentliche Verkehrsmittel, was den Trend zum Autoverkehr verstärkt. Damit wird laut Beobachtern der Einspareffekt zunichte gemacht.

    13.08 Uhr: Regierung vorerst gegen festes Datum für Ende von Corona-Auflagen

    Die Bundesregierung hat Forderungen nach einem festen Datum für ein Ende aller Corona-Auflagen vorerst eine Absage erteilt. Über die Entwicklung des Infektionsgeschehens in den vergangenen Tagen könne man durchaus froh sein, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Aber es gibt aus heutiger Sicht nicht die Grundlage, um zu sagen, der Tag X ist der Tag, an dem alle Beschränkungen fallen." Vielmehr gebe es guten Grund, grundsätzliche Maßnahmen wie Abstand und Maskenpflicht weiter gelten zu lassen.

    Seibert sprach etwa mit Blick auf die Corona-Infektionszahlen und die Belegung der Krankenhäuser von einer "ganz guten Entwicklung", die zeige, dass ergriffene Maßnahmen wirkten. Die 3G-Regel - also Zugang zu bestimmten Innenräumen nur für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete - habe zu diesem Erfolg beigetragen. Dies sei aber keine Entwicklung, von der aus man sagen könne, jetzt sei es sicher, dass Herbst und Winter gut würden.

    Die bundesweite Aktionswoche für Impfungen gegen das Coronavirus hat die Regierung jedoch als Erfolg gewertet. Etwas mehr als 500.000 Erstimpfungen seien "ein gutes Ergebnis", so Regierungssprecher Seibert. Dies sei "viel wert".

    13.08 Uhr: Verfahren gegen Landrat wegen Verstoßes gegen Impfpriorität eingestellt

    Die Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern hat ein Verfahren gegen den Landrat des Donnersbergkreises wegen der Verletzung der Impfpriorität während der Corona-Pandemie eingestellt. Es sei kein Impfstoff unterschlagen worden, teilte die Behörde am Montag mit. Ins Rollen gekommen war der Fall Ende Februar. Damals teilte Landrat Rainer Guth (parteilos) laut Medienberichten mit, dass er und weitere Funktionsträger seit Januar geimpft seien. Zu diesem Zeitpunkt wurden Menschen aus der höchsten Priorisierungsgruppe laut Vorgaben der Ständigen Impfkommission geimpft. Dazu gehörten damals unter anderem über 80-Jährige sowie Menschen, die in einem engen Kontakt zu vulnerablen Gruppen standen. Soweit bekannt, gehörte Guth nicht dazu. Vielmehr seien die Impfdosen übrig geblieben und hätten ansonsten entsorgt werden müssen.

    13.02 Uhr: Bundeskongress Jugendarbeit: Aufbauarbeit nach Pandemie leisten

    Anlässlich der Eröffnung des dritten Bundeskongresses Kinder- und Jugendarbeit in Nürnberg hat der Direktor des Deutschen Jugendinstituts, Thomas Rauschenbach, für eine neue Jugendarbeit nach der Corona-Pandemie geworben. Anders als Schule müsse die Jugendarbeit Beziehungen wieder neu aufbauen. Der Kongress könne für diese Aufbauarbeit jetzt Anregungen geben und Mut machen, sagte Rauschenbach am Montag. Der Bundeskongress findet 22. September live und digital aus Nürnberg statt.

    12.59 Uhr: Erste Schulen in Philippinen sollen nach anderthalb Jahren wieder öffnen

    Nach mehr als anderthalb Jahren Online-Unterricht wegen der Corona-Pandemie dürfen in den Philippinen die ersten Schulen wieder öffnen. In einem von Präsident Rodrigo Duterte genehmigten Pilotversuch sollen zunächst aber nur bis zu 120 Schulen in dem südostasiatischen Inselstaat eingeschränkten Präsenzunterricht anbieten, wie die Regierung in Manila am Montag mitteilte. In den Philippinen sind alle Schulen seit März 2020 geschlossen. Nun solle versuchsweise wieder Präsenzunterricht angeboten werden, sagte Dutertes Sprecher Harry Roque. Es gehe dabei nicht nur um Bildung, sondern auch um die "geistige Gesundheit" der Kinder und Jugendlichen und um die philippinische Wirtschaft. "Wir könnten eine ganze Generation verlieren", warnte Roque.

    12.45 Uhr: BioNTech/Pfizer: Covid-19-Impfstoff sicher und wirksam bei Kindern

    BioNTech und Pfizer wollen nach positiven Studienergebnissen schnellstmöglich die Zulassung ihres Covid-19-Impfstoffs zum Einsatz bei Kindern beantragen. In der entscheidenden Studie mit Fünf- bis Elfjährigen sei der Impfstoff gut vertragen worden und habe eine starke Immunantwort erzeugt, teilten die beiden Unternehmen am Montag mit. Die Daten sollen nun bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, der US-Behörde FDA sowie weiteren Zulassungsbehörden weltweit eingereicht werden. Es handelt sich um die ersten Ergebnisse aus einer zulassungsrelevanten Studie für einen Covid-19-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren.

    In der Studie testeten Biontech und Pfizer eine Dosierung ihres bereits zugelassenen Vakzins von zehn Mikrogramm. Zwei Dosen wurden mit einem Abstand von 21 Tagen verabreicht. Die Impfung für über Zwölfjährige sieht eine Dosierung von 30 Mikrogramm vor.

    12.38 Uhr: Impfskandal in Friesland: Entschädigung für Nachimpfung

    Im Impfskandal im niedersächsischen Landkreis Friesland bieten das Land und der Landkreis den von einer Nachimpfung betroffenen Menschen auf Antrag eine finanzielle Aufwandsentschädigung an. Wer eine Nachimpfung erhalte, könne pauschal 35 Euro bekommen, teilte der Landkreis am Freitag auf seiner Website mit. Bei zwei Impfungen seien es 50 Euro. Insgesamt könnten 10.183 Personen einen Antrag stellen. Die Kosten übernimmt das Land Niedersachsen, der Kreis zahlt das Geld aus. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte eine Krankenschwester im April in mindestens sechs Fällen im Impfzentrum Schortens-Roffhausen Corona-Impfstoff gegen eine Kochsalzlösung ausgetauscht.

    12.35 Uhr: Haltbarkeit von mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen läuft bald ab

    Ende des Jahres läuft die Haltbarkeit von mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen weltweit ab. Wenn sie nicht dringend umverteilt würden, werde der Impfstoff vergeudet, warnte das Datenanalyse-Unternehmen Airfinity. Mehr als 40 Prozent dieser Impfdosen seien in der EU, wie Airfinity am Montag berichtete. Bedenke man, dass die meisten Empfängerländer mindestens zwei Monate Haltbarkeit ab Einfuhr brauchen, um die Impfkampagnen durchzuführen, drohten 241 Millionen Impfdosen ungenutzt abzulaufen. Wenn diese Impfdosen umgehend verteilt würden, würde das zusammen mit dem bereits gekauften und zur Verfügung gestellten Dosen reichen, um 70 Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen gegen das Coronavirus zu impfen, so Airfinity. Das britische Institut wertet unter anderem Unternehmens- und Wissenschaftsdaten aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf dringt seit Monaten auf eine fairere Verteilung der Impfstoffe.

    11.50 Uhr: Österreich führt 3G-Regel auf Skipisten ein

    In Österreich gilt in der kommenden Wintersportsaison auf den Skipisten die sogenannte 3G-Regel. Seilbahnbetreiber dürfen nur gegen Covid-19 Geimpfte, Getestete oder Genesene befördern, wie die Regierung am Montag in Wien bekanntgab. Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen wird es für die Skilifte nicht geben, eine FFP2-Maskenpflicht jedoch schon. Sollte die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Kranken steigen, werden die Regeln für ungeimpfte Wintersportler verschärft. "Ich bin überzeugt, dass mit diesen Rahmenbedingungen eine unbeschwerte, sichere Wintersaison in unserem Land möglich sein wird", sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bei einer Pressekonferenz in Wien.

    Derzeit sind rund 200 Intensivbetten in Österreich mit Covid-19-Patienten belegt. Wenn die Zahl auf 300 steigt, dürfen Ungeimpfte keine Après-Ski-Lokale mehr besuchen - auch nicht mit negativem Testergebnis, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Ab dieser Stufe dürfen Seilbahnen, Gastronomie und Hotels außerdem keine Selbsttests mehr akzeptieren. Ab einer Intensivauslastung von 400 Betten müssen Ungeimpfte negative PCR-Tests vorweisen. Die weniger genauen Antigentests sind dann nicht mehr ausreichend.

    11.48 Uhr: Küchenmöbelhersteller erwarten "außerordentlich gutes Jahr"

    Die deutschen Küchenbauer haben die Corona-Delle mit zeitweise geschlossenen Möbelhäusern überwunden. Der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) berichtete am Montag über steigende Umsätze und gut gefüllte Auftragsbücher. Die Branche erwarte «ein außerordentlich gutes Wirtschaftsjahr 2021», sagte VdDK-Geschäftsführer Jan Kurth. Bis Juli hätten die Umsätze mit rund 3,3 Milliarden Euro 14,7 Prozent über dem Niveau des Vergleichszeitraums von 2020 gelegen und auch den Umsatz im Vor-Corona-Jahr 2019 übertroffen. Für das Gesamtjahr 2021 werde ein Plus von bis zu 10 Prozent erwartet, sagte Kurth.

    11.25 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident gegen "Freedom Day"

    Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil spricht sich gegen einen "Freedom Day" mit der Aufhebung aller Corona-Maßnahmen aus. "Es gibt nur einen Ausweg: Keinen Freedom Day, sondern eine höhere Impfquote", sagt der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). Es sei bekannt, dass in der kalten Jahreszeit die Infektionszahlen wieder steigen würden und die Patienten auf den Intensivstationen jünger würden und auch länger dort bleiben müssten. Daher brauche es in den nächsten Monaten einen wirksamen Infektionsschutz.

    11.06 Uhr: 63,1 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

    Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun 63,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze erhielten 52,5 Millionen Menschen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Montag hervorgeht. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben fast 55,9 Millionen Menschen oder 67,2 Prozent aller Einwohner.

    Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass damit nun 78 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind - voll geimpft sind laut Robert Koch-Institut (RKI) 73,8 Prozent der über 18-Jährigen. Unter den Kindern zwischen 12 und 17 Jahren sind demnach mittlerweile 39 Prozent mindestens einmal geimpft und 29,1 Prozent vollständig geimpft. "Jede einzelne Impfung hilft allen für einen sicheren Winter", schrieb Spahn auf Twitter.

    10.33 Uhr: Bayerischer Außenhandel zieht an

    Der bayerische Außenhandel hat im Jahresverlauf kräftig angezogen. In den ersten sieben Monaten des Jahres lagen die Exporte um 16,8 und die Importe um 20,5 Prozent höher als vor Jahresfrist, wie das Landesamt für Statistik am Montag mitteilte. Im Juli ging es nicht mehr so stark nach oben. Unter anderem legten der Handel mit elektronischen Bauelementen und mit Kunststoffwaren deutlich zu. Bei Autos ging es dagegen nach unten. Vergleicht man allerdings mit der Zeit vor Corona, ergibt sich ein differenzierteres Bild: Die 109,7 Milliarden Exporte in den ersten sieben Monaten des Jahres liegen nämlich niedriger als im gleichen Zeitraum 2019. Die Einfuhren sind in dieser Zeit dagegen gestiegen.

    10.05 Uhr: Wegen bundesweit unterschiedlicher Regelungen: Die Ärzte sagen Tour für 2021 ab

    Die Berliner Punkrock-Band Die Ärzte ("Noise") hat die noch in diesem Jahr geplanten Konzerte der "In The Ä Tonight Tour" komplett abgesagt. "Heute ist ein schwarzer Tag", hieß es dazu am Montag auf der Homepage der Band von Bela B (58), Farin Urlaub (57) und Rodrigo Gonzalez (53). "Seit Monaten haben unser Tourveranstalter KKT und unser Management gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Veranstalterbranche hinter den Kulissen versucht, eine bundesweit einheitliche Regelung für Konzerte zu verhandeln", schrieb die Band zur Absage. "Das hat (so kurz vor den Wahlen) nicht funktioniert." Je nach Bundesland seien Konzerte ohne Abstand unterschiedlich geregelt. Eine "so große Tour wie die von uns geplante mit derart viel Unsicherheit der Genehmigungslage" sei so nicht möglich.

    Die Tour war bereits coronabedingt verschoben worden. Der Auftakt für die ausverkauften Konzerte war zuletzt für den 30. Oktober in Berlin vorgesehen. Bei der Konzertreise durch 15 Städte waren 26 Auftritte in Deutschland, der Schweiz und Österreich geplant.

    09.15 Uhr: Corona-Effekt in 2020: Zahl der Verkehrsunfälle von Kindern gesunken

    Im Jahr 2020 sind in Deutschland so wenige Kinder im Verkehr verunglückt wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Das coronabedingt geringe Verkehrsaufkommen habe sich besonders stark auf die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern ausgewirkt, erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag. Die Zahl der Unfallopfer unter 15 Jahren sei um fast 20 Prozent gegenüber 2019 gesunken und damit stärker als die der Unfallopfer insgesamt.

    Demnach kamen im vergangenen Jahr 22.500 Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden. 48 Kinder wurden dabei getötet. Während des ersten Lockdowns ab Mitte März 2020 verunglückten weniger Kinder als in den Vorjahresmonaten, teilte das Statistische Bundesamt mit. Von Mai bis Juli sei die Zahl zwar wieder gestiegen, habe aber noch deutlich unter dem Niveau der Vorjahresmonate gelegen.

    08.39 Uhr: Kassenärzte-Chef hofft auf zusätzliche Impfmotivation bei Ende der Corona-Maßnahmen

    Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hofft bei Festlegung eines Datums für das Ende aller Corona-Maßnahmen auf eine höhere Impfquote. Er denke, dass dann "viele Menschen zusätzlich Motivation schöpfen", sich impfen zu lassen, sagte Gassen am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Wenn mehr als zwei Drittel der Bevölkerung geimpft oder genesen seien, müsse überlegt werden, ob dauerhaft Maßnahmen für alle Bundesbürger erforderlich seien. Gassen hatte die Forderung nach einem solchen "Freedom Day" am Wochenende eingebracht und die Aufhebung aller Schutzmaßnahmen zum 30. Oktober vorgeschlagen. Dafür war er aus der Politik scharf kritisiert worden.

    08.36 Uhr: Neuseeland: Lockdown wird auch in Millionenstadt Auckland gelockert

    Nach einem Monat wird der strenge Lockdown in der neuseeländischen Millionenmetropole Auckland gelockert. Grund seien die sinkenden Corona-Zahlen in der größten Stadt des Landes, die als Epizentrum des jüngsten Ausbruchs der Delta-Variante in dem Pazifikstaat galt, teilte die Regierung am Montag mit. Die Beschränkungen würden ab Mittwoch leicht gelockert, kündigte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an. Geschäfte und Schulen dürfen dann zumindest teilweise wieder öffnen. Ältere Menschen forderte Ardern aber auf, weitgehend zu Hause zu bleiben, wenn sie noch nicht geimpft sind.

    08.30 Uhr: Umsatz im Gastgewerbe im Juli erneut gestiegen

    Der Umsatz im Gastgewerbe ist angesichts der zunehmenden Lockerung der Corona-Beschränkungen im Juli weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, legte der Umsatz gegenüber dem Vormonat Juni kalender- und saisonbereinigt um 20,8 Prozent zu. Damit lag der Umsatz in der Gastronomie- und Beherbergungsbranche aber noch 23,5 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

    Gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2020 stieg der Umsatz real um 3,5 Prozent, wie das Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilte. Ihre Umsätze steigern konnten vor allem Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen - sie legten im Juli um 36,1 Prozent gegenüber dem Vormonat Juni und um 7,3 Prozent im Vergleich zum Juli 2020 zu. Trotz dieses Anstiegs waren die Umsätze hier aber noch um 25,4 Prozent niedriger als vor der Corona-Krise.

    07.55 Uhr: Sibler kündigt 3G-Stichprobenkontrollen an bayerischen Universitäten an

    Vor dem Wintersemester setzt der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) an den Universitäten auf 3G-Stichprobenkontrollen. "Im Regelfall werden es strukturierte und engmaschige Stichproben sein", sagte der CSU-Politiker im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen / Moderatorin Kerstin Grundmann).

    Anders als bei Theaterbesuchern können nicht jede Studentin und jeder Student kontrolliert werden, so Sibler. "Theater haben in der Regel ein, zwei oder drei Eingänge. Wenn sie nur die Münchner Universitäten nehmen, dann haben sie teils viele hunderte Gebäude, da wird das einfach nicht möglich sein." Außerdem habe man es mit Menschen zu tun, die ein hohes "Maß an Selbstverantwortung haben" Sibler weiter: "Ich bin da sehr, sehr optimistisch, dass wir hier mit einem guten Miteinander von engmaschigen Kontrollen, Tests und viel Vernunft hier gut umgehen werden miteinander."

    05.40 Uhr: Australische Forschende bemängeln Datenlage zu Kinder-Impfungen

    Die Problematik von Long-Covid bei Kindern und Jugendlichen lässt sich anhand der aktuellen Studienlage kaum beurteilen. Das schreiben australische Forschende in einem Übersichtsartikel in "The Pediatric Infectious Disease Journal". Die Frage nach Long-Covid – als dem Anhalten von Corona-Symptomen über viele Wochen – ist brisant, weil das Syndrom ein Argument für Kinder-Impfungen sein könnte, sollte es weit verbreitet sein.

    "Das geringe Risiko der akuten Erkrankung bedeutet, dass einer der Hauptvorteile einer Impfung von Kindern darin liegen könnte, sie vor Long-Covid zu schützen", sagt Nigel Curtis von der Universität Melbourne, einer der Autoren des Übersichtsartikels. Er und sein Team fassten vierzehn Einzelstudien zu Long-Covid zusammen, die rund 19.426 Kinder einbezogen. Die Prävalenz von typischen Symptomen variierte je nach Studie zwischen 4 und 66 Prozent. Die kleinen Patienten klagten über Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Bauchschmerzen und Muskel- sowie Gelenkbeschwerden. Nach höchstens zwölf Wochen war der Großteil der Kinder beschwerdefrei. Kinder scheinen zwar an Long-Covid zu erkranken - aber weniger lange und ausgeprägt als Erwachsene.

    05.30 Uhr: Bündnis fordert raschen Pflegegipfel

    Ein Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Wissenschaftlern fordert in einem Brandbrief an die Kanzlerkandidaten einen raschen Pflegegipfel. Sobald die neue Regierung gebildet sei, müssten vor allem drei Anliegen angegangen werden: Unterstützung der häuslichen Pflege, Neupositionierung der professionellen Pflege sowie eine faire Verteilung der finanziellen Belastung, zitiert die "Augsburger Allgemeine" aus dem Schreiben. Die Initiatoren des Briefes, darunter die Diakonie, der DGB und die Krankenkasse DAK, seien in Sorge, "dass sich die künftige Regierung auf dem Wenigen ausruht, was in der laufenden Legislaturperiode umgesetzt wurde".

    05.25 Uhr: Spahn für 2G-Modell bei Veranstaltungen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für bundesweit einheitliche Corona-Regeln für Veranstalter ausgesprochen. Es sei "mal wieder sehr verwirrend, dass jedes Bundesland seinen eigenen Weg geht", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ideal wäre, wenn sich alle Länder auf das 2G-Modell als Option einigen." Es gebe für Konzerte oder Veranstaltungen aktuell 16 unterschiedliche Regeln.

    In immer mehr Bundesländern werden derzeit 2G-Optionsmodelle für Betriebe aus den Kultur- und Dienstleistungsbranchen eingeführt. Bei 2G-Optionsmodellen können Gastronomen und Veranstalter den Zugang freiwillig auf Geimpfte und Genesene beschränken.

    05.15 Uhr: RKI registriert 3.736 Corona-Neuinfektionen

    Der Abwärtstrend bei den Infektionszahlen ist vorerst gestoppt. Nachdem die 7-Tage-Inzidenz an sechs Tagen hintereinander gefallen war, stieg sie nun wieder leicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 71,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 70,5 gelegen, vor einer Woche bei 81,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3736 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.19 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 5.511 Ansteckungen gelegen.

    05.10 Uhr: Schulleiter wütend: Pooltests ab Montag unrealistisch

    Eigentlich sollten ab diesem Montag die sogenannten Pooltests in Grund- und Förderschulen starten - doch Schulleiter stehen wegen zusätzlicher Bürokratie auf den Barrikaden. "Die Einführung der Pooltests (...) mit diesem Zeitdruck ohne soliden verifizierten Verwaltungsvorlauf ist unrealistisch", schrieb die Vorsitzende des bayerischen Schulleitungsverbandes (bsv), Cäcilia Mischko, am Sonntag in einem Brief an Kultusminister Michael Piazolo.

    Sie beklagt den "immensen" Verwaltungsaufwand in den Schulen, die "vollkommen unrealistische und unnötige Terminsetzung" und eine umfangreiche medizinische Einarbeitung der Schulleiter. Viele Eltern stünden den neuen Tests skeptisch gegenüber, von ihnen braucht man allerdings eine Einwilligung. Außerdem seien in den Schulen genügend Selbsttests für viele Wochen eingelagert. "Was für eine Verschwendung der Ressourcen!"

    05.00 Uhr: Anfang 2022 Corona-Impfstoff für Unter-12-Jährige?

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet Anfang kommenden Jahres die Zulassung für einen Corona-Impfstoff für die Jüngsten. "Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dann könne man auch die Jüngeren noch besser schützen. Biontech zum Beispiel hatte vor wenigen Tagen angekündigt, in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren zu beantragen.

    04.00 Uhr: Testnachweispflicht für Kita-Beschäftigte gilt

    Ungeimpfte Beschäftigte in Kindertagesstätten in Bayern müssen seit diesem Montag nachweisen, dass sie negativ auf Corona getestet sind. Die Tests müssen drei Mal pro Woche durchgeführt werden, wie das Familienministerium erklärte. Ohne Nachweis, dass keine Corona-Infektion vorliegt, dürfen die Mitarbeiter nicht in die Einrichtung. Die Regel hatte das Kabinett vergangene Woche beschlossen. Neben den eigenen Beschäftigten gilt die Pflicht auch für Mitarbeiter von außen, also zum Beispiel Reinigungskräfte oder Musiklehrer. Der Freistaat stellt den Kitas Selbsttests bereit. So könnten sich auch geimpfte oder genesene Beschäftigte freiwillig testen.

    02.03 Uhr: Tourismusbeauftragter: Après-Ski in Wintersaison ist möglich

    Wie Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hält auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung eine Corona-Wintersaison in den Bergen samt Après-Ski unter bestimmten Bedingungen für möglich. "Wir wollen wieder unbeschwert Skiurlaub machen", sagte Thomas Bareiß (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bei einem Anstieg des Infektionsgeschehens dürfe es keine Schließungen mehr geben, gleichzeitig müssten Gäste und Gastgeber geschützt werden. "In dem Fall bleibt zu prüfen, ob ein Antigen-Schnelltest noch ausreichend ist", sagte Bareiß. "Die Impfung bleibt das A und O."

    Kurz hatte gesagt, er halte eine sichere Wintersaison inklusive Après-Ski für möglich. Falls sich die Situation weiter verschärft, würden anstatt der aktuell geltenden 3G-Regel nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach reagierte kritisch auf diesen Vorstoß. "Wie die nächste Wintersaison aussehen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös vorhersagen - auch nicht der österreichische Bundeskanzler", sagte Lauterbach den Funke-Zeitungen. Er würde aus heutiger Sicht "eher davon abraten, unter Ischgl-ähnlichen Bedingungen zu feiern" und verwies auf Impfdurchbrüche.

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