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Corona: Die Ereignisse vom 18. bis 24. Januar | BR24

© picture alliance / Pressebildagentur ULMER | ulmer

Der Biontech-Impfstoff wird in eine Spritze aufgezogen.

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    Corona: Die Ereignisse vom 18. bis 24. Januar

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 18. bis 24. Januar.

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    • BR24 Redaktion

    Dienstag, 19. Januar 2021

    23.10 Uhr: Söder wirft Pfizer Bevorzugung der USA vor

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dringt auf eine größere Produktion von Corona-Impfstoffen in Deutschland, um mehr Versorgungssicherheit zu erhalten. Indirekt warf er dem US-Konzern Pfizer vor, die USA zu bevorzugen. "Ich glaube nicht, dass eine Produktion in Amerika ausfallen würde", sagt er zu der überraschenden Ankündigung von Pfizer, die Produktion in seinem Werk in Belgien vorübergehend etwas herunterzufahren. In der Folge werden alle europäischen Staaten in den kommenden Wochen etwas weniger Biontech/Pfizer-Impfstoff ausgeliefert bekommen. "Deshalb sind die Bemühungen, Impfstoffe in Deutschland zu produzieren, so besonders wichtig", fügt der CSU-Chef hinzu.

    22.18 Uhr: Merkel wagt keine Prognose über den 14. Februar hinaus

    Bundeskanzlerin Angela Merkel wagt keine Prognose für die Zeit nach dem 14. Februar. Wenn alle Auflagen eingehalten würden, "dann haben wir eine faire Chance", sagt sie. "Ob wir das erreichen, kann ich aber nicht hundertprozentig voraussagen." Die Anhörung der Experten am Montag habe gezeigt, was eine Ausbreitung des mutierten Virus bedeuten könne. Aber sie habe auch gezeigt, wenn es gelinge, das Virus einzudämmen, gebe es durchaus eine Chance.

    22.11 Uhr: Abschlagszahlungen für Unternehmenshilfen im Februar

    Bund und Länder sagen den Unternehmen erste Abschlagszahlungen für die seit Jahresbeginn geltenden Überbrückungshilfen III im Februar zu. Die abschließenden Zahlungen würden im März erfolgen. Die dafür notwendigen Verfahren würden entsprechend rechtzeitig programmiert.

    22.10 Uhr: Baden-Württemberg will Schulen ab 1. Februar schrittweise öffnen

    Baden-Württemberg will die Schulen und Kindergärten nach Möglichkeit Anfang Februar schrittweise öffnen. Für die Kleinsten sei der Präsenzunterricht in den Schulen am wichtigsten, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. "Daher strebe ich für Baden-Württemberg bei Aussetzung der Präsenzpflicht weiter an, ab dem 1. Februar Kitas und Schulen vorsichtig, Schritt für Schritt wieder zu öffnen, wenn die Infektionslage dies zulässt", sagt der Grünen-Politiker. Die Kultusministerin solle Konzepte entwickeln, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. "Die Entscheidung über die vorsichtige Öffnung treffen wir in der kommenden Woche vor dem Hintergrund der Infektionslage."

    20.50 Uhr: Mehr als 400.000 Corona-Tote in den USA

    Die Zahl der Coronavirus-Toten in den USA hat die Marke von 400.000 überschritten. Die von der Johns-Hopkins-Universität veröffentlichte Zahl entspricht beinahe jener der US-Kriegstoten im Zweiten Weltkrieg. Den ersten Todesfall mit dem Virus hatte es in den USA Anfang Februar 2020 gegeben. Trotz des inzwischen angelaufenen Impfprogramms halten Fachleute die Pandemie noch immer für virulent. Ein oft zitiertes Model der Universität Washington rechnete bis 1. Mai mit insgesamt 567.000 Toten.

    19.45 Uhr: Landkreis Miesbach: Tote in Pflegeheim

    Für etliche Bewohner eines Pflegeheims im Landkreis Miesbach ist nach Angaben des Landratsamtes die Impfung gegen das Coronavirus zu spät gekommen. In der Senioreneinrichtung seien 41 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wovon 34 geimpft waren. Sieben geimpfte Bewohner und ein weiterer seien inzwischen gestorben, teilte die Kreisbehörde mit. Auch 24 Mitarbeiter seien erkrankt. Die Behörde erklärt die Erkrankungen trotz der Impfung damit, dass die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome, zwischen zwei Tagen und zwei Wochen liege.

    19.35 Uhr: Weitere positive Coronatests bei Handball-WM

    Bei der Handball-WM in Ägypten sind weitere Coronafälle aufgetreten. Wie der schwedische Handballverband mitteilte, ergab der am Sonntag durchgeführte Test bei Mannschaftsarzt Daniel Jerrhag einen positiven Befund. Jerrhag war bereits im vergangenen Dezember an COVID-19 erkrankt. Er verließ am Dienstag das Teamhotel in Kairo und begab sich in Selbstisolation. Der Weltverband IHF berichtete am Dienstagabend von "einigen mehr" positiven Testergebnissen am vergangenen Wochenende, nannte dabei aber keine konkreten Zahlen. Zugleich wies die IHF darauf hin, dass viele der positiv getesteten Personen "bereits vor der Weltmeisterschaft ein positives COVID-19-Ergebnis hatten". Mittlerweile seien manche positiv getestete Personen wieder bei ihren Delegationen, wieder andere befänden sich laut IHF-Angaben auf dem Heimweg. Auch hier machte der Weltverband keine konkreten Angaben zur Anzahl der Personen. Die Testverfahren würden weiter optimiert.

    19.15 Uhr: Länder verhindern Beschluss über Ausgangsbeschränkungen

    Die Länder haben den Wunsch des Bundes abgebogen, Ausgangsbeschränkungen auch außerhalb von Corona-Hotspots in die gemeinsamen Beschlüsse aufzunehmen. Nach längerer Debatte einigten sich Bundesregierung und Länder nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen auf einen Passus, in dem lediglich festgehalten wird, dass Länder und Landkreise in Regionen mit hohen Infektionszahlen zusätzliche Maßnahmen verhängen können.

    19.10 Uhr: EU-Kommission: Beihilferegeln sollen gelockert bleiben

    Die EU-Kommission will eine Lockerung der sogenannten EU-Beihilferegeln für Staatshilfen angesichts der Corona-Krise zunächst bis Ende des Jahres verlängern. "Während sich die zweite Welle des Coronavirus-Ausbruchs weiterhin stark auf unser Leben auswirkt, brauchen Unternehmen in ganz Europa weitere Unterstützung, um die Krise zu überstehen", teilte die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager mit. Die Mitgliedstaaten hätten nun die Möglichkeit, auf den Vorschlag der Kommission einzugehen. Damit könnten die 27 EU-Länder bis zum 31. Dezember weiterhin betroffene Unternehmen mit üppigen Summen unterstützen, ohne gegen EU-Wettbewerbsregeln zu verstoßen.

    18.55 Uhr: Busbranche fordert zusätzliche Hilfen

    Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) fordert zusätzliche finanzielle und strukturelle Hilfsmaßnahmen für die Verkehrsunternehmen in Deutschland. Die neuen Beschlüsse brächten weitere massive Einschränkungen mit sich und zielten konkret auf die Reduzierung der Fahrgastzahlen im ÖPNV ab, sagte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. Die Busunternehmen würden trotz der damit verbundenen Einnahmeausfälle weiterhin ihrer Verantwortung für die Mobilität der Bürger nachkommen. Sie müssten dafür aber fair entschädigt werden - vor allem auch, um Schäden im Gesamtsystem des öffentlichen Personenverkehrs zu verhindern.

    18.40 Uhr: Bayreuth mit Inzidenzwert knapp unter 300

    In Oberfranken haben sich seit gestern weitere 82 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitteilt, ist damit die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen seit Ausbruch der Pandemie in Oberfranken auf 28.596 gestiegen. Den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner in Oberfranken verzeichnet die Stadt Bayreuth mit 292,85, den niedrigsten die Stadt Bamberg mit 59,45.

    18.30 Uhr: Verdi fordert Verlängerung der Künstlerhilfe bis zum Ende des Lockdowns

    Weil sie laut Gewerkschaft Verdi von der Bayerischen Staatsregierung noch keine Antwort auf die Bitte zur Verlängerung der Künstlerhilfe erhalten haben, wenden sich die Soloselbständigen nun an den Landtag. Konkret fordern die bei Verdi organisierten Künstlerinnen und Künstler, die "Laufzeit der Künstlerhilfe an die Laufzeit des Lockdowns" anzupassen.

    Auf den ursprünglichen Brief von Verdi-Landesbezirksleiterin Luise Klemens vom 8. Januar an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie die Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) und Kunstminister Bernd Sibler (CSU) habe es noch von keiner Seite eine Antwort gegeben. Nun bitten sie die Landtagsfraktionen um Unterstützung, "denn die zuständigen Spitzen der Politik ducken sich bis dato weg", kritisierte Klemens.

    18.15 Uhr: Großbritannien verzeichnet weltweit höchste Corona-Todesquote

    Großbritannien verzeichnet derzeit relativ zur Bevölkerung die weltweit höchste Anzahl von Corona-Todesfällen. Im gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt waren es zuletzt mehr als 16,5 Tote pro einer Million Menschen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Universität Oxford hervor, die sich auf Daten der Johns-Hopkins-Universität bezieht.

    Damit liegt Großbritannien knapp vor Tschechien und Portugal und deutlich vor Deutschland und den USA, die beide in diesem Zeitraum im Schnitt mehr als neun Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichneten. Heute erreichte die Zahl der innerhalb von 24 Stunden gemeldeten Todesfälle mit 1.610 einen Höchststand.

    17.50 Uhr: Bund-Länder-Kompromiss beim Thema Homeoffice

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hätte gern schon früher einen strengen Schutz der Arbeitnehmer durchgesetzt, der Arbeitgeberverband BDA lehnt staatliche Vorschriften als "bürokratischen Aktionismus" ab. Jetzt hat die heutige Bund-Länder-Runde eine Einigung gefunden: Heil will Arbeitgeber verpflichten, Bürobeschäftigten Heimarbeit anzubieten, wenn am Ort der Betriebsstätte der Inzidenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten wird.

    "Dazu wird das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Verordnung erlassen, wonach Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen, sofern die Tätigkeiten es zulassen" - so lautet die lange umkämpfte Formulierung. Wo Arbeit weiterhin in Präsenz erforderlich sei, müsse für Arbeitsbereiche auf engem Raum die Belegung reduziert werden - oder es seien ohne ausreichende Abstände Masken der Norm FFP2/KN95/N95 oder andere medizinische Masken einzusetzen, die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt würden.

    17.35 Uhr: Zeitungsbericht: Deutsche Bank will trotz Corona höhere Boni zahlen

    Die Deutsche Bank will in diesem Jahr einem Zeitungsbericht zufolge deutlich mehr Boni bezahlen. Die Bank peile einen Bonustopf im Umfang von 1,8 Milliarden Euro an, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf zwei mit dem Sachverhalt vertraute Personen berichtet. Für 2019 hatte das Geldhaus 1,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Ein Sprecher des Instituts wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die von ihr beaufsichtigten Institute zur Zurückhaltung bei Dividenden und Boni aufgefordert. Sie sollten die Gewinne lieber sparen, um besser für die Folgen der Corona-Krise gewappnet zu sein.

    17.10 Uhr: Biontech-Impfstoff: nächste Woche noch knapper

    In der laufenden Woche könnten noch etwas mehr Menschen geimpft werden als geplant - kommende Woche dürften dann deutlich weniger Dosen in den Bundesländern ankommen. Das geht aus einem neuen Lieferplan von Biontech hervor, der kurzfristig angekündigte Umbauten in einem Abfüllwerk berücksichtigt.

    In Bayern wurden teils Termine zur Erstimpfung abgesagt. Ab Anfang Februar soll die Zahl der Dosen dann nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über Plan liegen. Hintergrund dafür ist, dass jetzt sechs statt fünf Impfdosen aus einer Ampulle entnommen werden können.

    Die genauen Zahlen: In dieser Woche bekommen die Länder 842.400 Dosen (bezogen auf die nun geltende Maßgabe von sechs Dosen je Ampulle). Bisher genannt worden waren 667.875 Dosen, bezogen auf fünf mögliche Dosen. In der Woche ab dem 25. Januar sollen dann nur 485.550 Dosen kommen. In der Woche ab dem 1. Februar folgen demnach 684.450 Dosen und in den Wochen ab dem 8. Februar und ab dem 15. Februar je 742.950 Dosen. In Deutschland haben bislang unter zwei Prozent der Bevölkerung die erste von zwei Impfstoffdosen erhalten.

    16.50 Uhr: Brüssel strebt "bis Ende des Sommers" europäische Impfquote von 70 Prozent an

    Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten ehrgeizige Ziele für ihre Corona-Impfkampagnen gesetzt. Bis März sollten mindestens 80 Prozent des Pflegepersonals und der Menschen über 80 Jahren geimpft sein, sagte Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas in Brüssel. Den Mitgliedstaaten schlage Brüssel außerdem vor, "bis Ende des Sommers" mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu impfen. Die EU arbeite mit den Herstellern zusammen, um die Produktionskapazitäten zu maximieren.

    Die Impfkampagnen in Europa waren kurz nach Weihnachten nach der Zulassung des Mittels von Biontech und Pfizer angelaufen - wegen Lieferengpässen und logistischer Schwierigkeiten zunächst allerdings nur schleppend. Anfang Januar war als zweiter Corona-Impfstoff das Serum des US-Konzerns Moderna zugelassen worden und wird nun ebenfalls verabreicht. Das Mittel des schwedisch-britischen Unternehmens Astrazeneca könnte Ende Januar folgen und US-Konzern Johnson & Johnson im Februar eine Zulassung beantragen.

    16.05 Uhr: Forscher: Frustration wegen Corona-Maßnahmen wächst

    Die Stimmung in Deutschland mit Blick auf aktuelle Corona-Verordnungen scheint im Vergleich zum Frühjahr weiter eingetrübt. "Ich würde das Corona-Korrosion nennen", sagte der Leiter des Marktforschungsinstituts Rheingold, Stephan Grünewald, der "Rheinischen Post". Dass manche Erfolge in der Infektionsbekämpfung bisher ausblieben, sei "zermürbend". Der "Hoffnungsschimmer Impfstoff" werde durch die Virusmutationen überschattet. Außerdem erlebten Regelbefürworter, dass andere sich nicht an Corona-Verordnungen hielten und dafür nicht bestraft würden.

    Positive Effekte, die das Institut zu Beginn der Pandemie beobachtet hatte - etwa das Gefühl von Entschleunigung und einer Intensivierung des Familienlebens - seien kaum mehr feststellbar: "Inzwischen läuft das Arbeitsleben hochtourig weiter. Wir sind wieder im Zustand der besinnungslosen Betriebsamkeit angekommen, die Menschen sollen nun aber neben Homeoffice auch noch Homeschooling meistern." Immer mehr Menschen sähen sich inzwischen "in einer endlosen Wiederholungsschleife von Resignation und Frustration."

    15.50 Uhr: Bundeswehr prüft Corona-Impfpflicht

    Bisher gibt es für Bundeswehrangehörige noch keine Pflicht, sich gegen das neuartige Coronavirus impfen zu lassen. Allerdings - so das Bundesverteidigungsministerium in einer aktuellen Mitteilung - überprüften "die medizinischen Fachleute der Streitkräfte ständig, ob Impfungen gegen neue Erkrankungen zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit notwendig sein könnten." Auch bei Covid-19 laufen derzeit Untersuchungen zu dieser Frage.

    Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr sind zu zu einem sogenannten "Basis-Impfschutz" verpflichtet. Dieser fällt unter die "Duldungspflicht" - die Betroffenen müssen diesen Eingriff also hinnehmen. Da es sich um einen neuen Impfstoff handelt, wolle die Bundeswehr Vorbehalte aber "sehr ernst nehmen und in jedem Einzelfall entscheiden".

    15.20 Uhr: Inzwischen vier oberbayerische Landkreise mit Inzidenzwert unter 100

    Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldet, liegen nach heutigem Stand vier oberbayerische Landkreise unter dem Inzidenzwert von 100. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wurde in den vergangenen sieben Tagen bei 99,69 von 100.000 Einwohnern eine Coronavirus-Infektion gemeldet. Im Landkreis Fürstenfeldbruck liegt die Zahl bei 90,74, im Landkreis Landsberg am Lech bei 69,82 und im Landkreis Weilheim-Schongau bei 87,1. Die höchste 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner hat in Oberbayern das Berchtesgadener Land mit 223,7.

    15.12 Uhr: Elternverband fordert Corona-angepasste Verfahren für Schulübertritte

    Andere Verfahren für schulische Übergänge während der Corona-Pandemie fordert der Bayerische Elternverband (BEV). Für das Vorrücken und den Übertritt sollten nicht mehr die erreichten Noten entscheidend sein, schrieb der BEV in einem Offenen Brief an Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Stattdessen solle in einem Gespräch zwischen Lehrkraft und Eltern erörtert werden, ob ein Schüler grundsätzlich für die nächste Jahrgangsstufe beziehungsweise die weiterführende Schule geeignet sei, und dann das Vorgehen gemeinsam beschlossen werden.

    Unter Pandemie-Bedingungen hätten nicht alle Schüler die gleichen Bildungschancen. Unterschiede in der technischen Ausstattung, in den familiären und sozialen Bedingungen und bei der Dauer von Wechsel- und Distanzunterricht schafften "stark voneinander abweichende Voraussetzungen."Zudem solle die vorgeschriebene Anzahl von schriftlichen Leistungsnachweisen "zum Richtwert herabgestuft" werden.

    15.05 Uhr: Brasilien startet Impfkampagne

    Deutlich später als die USA, Europa oder andere lateinamerikanische Länder hat Brasilien seine Corona-Impfkampagne gestartet. Alle 27 Bundesstaaten Brasiliens würden nun mit Impfstoff versorgt und könnten dann sofort mit den Impfungen beginnen, erläuterte Gesundheitsminister Eduardo Pazuello.

    Die brasilianische Aufsichtsbehörde Anvisa hatte am Sonntag dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca die Zulassung erteilt. Grünes Licht gab es auch für das vom chinesischen Hersteller Sinovac in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Institut Butantan entwickelte Mittel CoronaVac. Vorerst ist nur dieser Impfstoff in Brasilien verfügbar.

    14.30 Uhr: Corona-Folge: viele Schlaganfallpatienten zu spät in der Klinik

    Schlaganfallpatienten sind während der ersten Corona-Welle im Frühjahr später und damit kranker in die Kliniken gekommen. Das führte zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate unter Schlaganfallpatienten, wie eine heute veröffentlichte Studie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie feststellt. Wegen der Angst vor Ansteckung scheuten Betroffene offensichtlich den Gang in die Klinik. Je früher allerdings ein Gefäßverschluss geöffnet wird, entweder durch Medikamente oder einen Kathedereingriff, desto höher sind die Chancen auf vollständige Genesung.

    In der Studie wurden die Daten aus allen 1.463 Krankenhäusern in Deutschland, die zwischen Mitte März und Mitte Mai Schlaganfallpatienten behandelten, mit denen des Vorjahreszeitraums und mit denen der Vorwochen zwischen dem 16. Januar und 15. März verglichen.

    14.00 Uhr: Studie: Mindestens 12 Prozent der Briten waren Covid-infiziert

    Einer Antikörper-Studie der britischen Statistikbehörde zufolge haben bis Dezember rund zwölf Prozent der Menschen in England eine Coronavirus-Infektion durchgemacht. Das entspricht ungefähr jedem Achten. Im November hatte die Rate noch bei knapp neun Prozent gelegen. Allerdings haben Analysen gezeigt, dass die Menge an Antikörpern nach einer Infektion rasch schwinden kann - der tatsächliche Wert könnte deshalb höher liegen.

    Die Schätzung des Office for National Statistics (ONS) zeigt starke regionale Unterschiede. So weisen im Nordosten des Landes (Yorkshire and Humber) knapp 17 Prozent der Menschen Anzeichen für eine durchgemachte Corona-Infektion auf. Auch in London liegt die Rate höher als im landesweiten Durchschnitt (16,4). Im Südwesten Englands haben sich hingegen bisher nur relativ wenige Menschen infiziert (knapp 5 Prozent).

    13.55 Uhr: Arbeitgeber gegen Homeoffice-Vorschriften

    Bisher treffen die Corona-Maßnahmen der Regierung Kinder, Selbständige und Kleinbetriebe wie Friseure besonders hart. Jetzt könnte eine Homeoffice-Verordnung, die Thema bei den Bund-Länder-Beratungen am Nachmittag ist, auch die "große Wirtschaft" stärker in die Pflicht nehmen. Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) hält davon nichts. Die BDA sieht in der Schutzmaßnahme für Arbeitnehmer "bürokratischen Aktionismus" und bezweifelt die Wirksamkeit.

    13.48 Uhr: Bayernweites Alkoholverbot im Freien gekippt.

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das landesweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum vorläufig außer Vollzug gesetzt. Im Infektionsschutzgesetz seien Alkoholverbote nur an bestimmten öffentlichen Plätzen vorgesehen, hieß es zur Begründung.

    13.20 Uhr: Bundeshaushalt: Weniger Schulden als geplant

    218 Milliarden Euro neue Schulden hatte der Bundestag der großen Koalition für das vergangene Jahr genehmigt. Pandemie-Kredite in nie da gewesener Höhe, für Hilfspakete, Mehrwertsteuersenkung, Unternehmensrettung. Jetzt ist klar: Am Ende hat der Bund etwa 40 Prozent der Kredite überhaupt nicht gebraucht. Nach dem vorläufigen Haushaltsabschluss nahm der Bund 130,5 Milliarden Euro Schulden auf. Finanzminister Olaf Scholz (SPD): "Trotz der Pandemie haben wir die Finanzen gut im Griff."

    Doch das sind nicht nur gute Nachrichten. Denn dass so viele Kredite nicht genutzt wurden, liegt auch daran, dass Geld nicht abfloss. "Nicht unbedingt ein Grund zum Jubeln", meint Grünen-Haushälter Sven-Christian Kindler. Die Ministerien ließen rund 20 Milliarden Euro der rekordhohen Investitionsmittel verfallen. Die sechs Milliarden schwere Eigenkapitalaufstockung für die Deutsche Bahn funktionierte wegen Problemen beim EU-Beihilfeverfahren nicht. Vor allem aber: die Auszahlung der für November und Dezember geplanten Wirtschaftshilfen für Unternehmen ist massiv im Verzug. Der Großteil des Geldes wird erst in diesem Jahr fließen.

    13.00 Uhr: Corona in Frankreich: Höhere Sterblichkeit, geringere Lebenserwartung

    Die Corona-Pandemie hat in Frankreich einen großen Einfluss auf die Sterblichkeit. Im Jahr 2020 starben in Frankreich 658.000 Menschen - das sind 7,3 Prozent mehr als im Jahr 2019, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Besonders signifikant sei der Anstieg mit 8,3 Prozent bei den Über-65-Jährigen.

    Zudem hat die Pandemie zu einem Verlust von fast fünf Monaten bei der statistischen Lebenserwartung von Frauen und von sechs Monaten bei Männern geführt. Insee zufolge liegt die Lebenserwartung bei Geburt im Jahr 2020 bei 85,2 Jahren für Frauen und 79,2 Jahren für Männer. Dieser Rückgang sei deutlich größer als im Jahr 2015, als die Wintergrippe eine bedeutende Todesursache war.

    11.53 Uhr: Britische Ärzte fordern Priorisierung von Minderheiten bei Impfungen

    Britische Ärzte haben sich für eine Berücksichtigung ethnischer Minderheiten bei der Corona-Impfreihenfolge ausgesprochen. "Wir sind besorgt, weil Berichte zeigen, dass Menschen aus den schwarzen und asiatisch geprägten Communities nicht nur mit größerer Wahrscheinlichkeit schwer von dem Virus betroffen sind, sondern auch weniger wahrscheinlich eine Corona-Impfung in Anspruch nehmen", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Royal College of General Practitioners, Martin Marshall, dem "Guardian". Marshall forderte das Gesundheitsministerium auf, Angehörige ethnischer Minderheiten bei der Impfreihenfolge zu berücksichtigen. Außerdem hätten Hausärzte das Recht, auf Besonderheiten ihrer lokalen Gemeinden zu achten und so gegebenenfalls zu priorisieren, erklärte Marshall.

    11.43 Uhr: Apotheken-Verbände warnen vor steigenden Preisen für FFP2-Masken

    Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) warnt vor steigenden Preisen für FFP2-Masken, sollten Bund und Länder eine flächendeckende Pflicht zum Tragen dieser Masken beschließen. Ein solche Verpflichtung für alle Bundesbürger "würde eine stark erhöhte Nachfrage bedeuten, die im Markt zu erhöhten Preisen führen könnte", sagte die ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die Apotheken hätten sich bereits auf eine steigende Nachfrage eingestellt. Bislang hätten sie weit mehr als 30 Millionen ältere und chronisch kranke Menschen mit FFP2-Masken versorgt.

    11.35 Uhr: Falscher Mediziner aus Impfzentrum in Hagen soll in U-Haft

    Die Polizei hat am Montag einen als mutmaßlichen Hochstapler entlarvten vermeintlichen Arzt in Hagen festgenommen, der dort die Organisation des Impfzentrums übernehmen sollte. Der 32-Jährige soll bereits seit Mitte 2020 im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die Stadt verschiedene entsprechend honorierte Aufgaben in der Pandemiebekämpfung übernommen haben. Weil zu befürchten sei, der wegen ähnlicher Betrugsfälle wiederholt vorbestrafte Mann könne sich dem Verfahren durch Flucht entziehen, sei Untersuchungshaft beantragt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Er sollte noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

    11.34 Uhr: Nordkoreas Handel mit China in Corona-Krise eingebrochen

    Nordkoreas Handel mit dem wichtigsten Verbündeten China ist im vergangenen Jahr in der Corona-Krise massiv eingebrochen. Er sank um mehr als 80 Prozent auf ein Volumen von 539 Millionen Dollar, wie chinesische Zolldaten zeigen. Dabei fielen Nordkoreas Exporte nach China um 77,7 Prozent auf 48 Millionen Dollar und die Importe um 80,9 Prozent auf 491 Millionen Dollar. Das Geschäft mit China macht etwa 90 Prozent von Nordkoreas Handel aus. Ein Grund für den Rückgang wurde nicht angegeben, allerdings hatte die strikte Abriegelung des ohnehin isolierten Landes zum Schutz vor dem Coronavirus der bereits durch internationale Sanktionen belasteten Wirtschaft schwer zugesetzt. Nordkorea hat bislang keine Corona-Fälle bestätigt.

    11.33 Uhr: Israels Gynäkologenverband empfiehlt Corona-Impfung für Schwangere

    Der Verband israelischer Frauenärzte hat eine Empfehlung zur Impfung schwangerer und stillender Frauen gegen Covid-19 veröffentlicht. Zuletzt hatte es in Israel eine Reihe schwerer Covid-19-Erkrankungen bei Schwangeren gegeben. Der Corona-Beauftragte Nachman Asch sagte, man prüfe noch, ob es sich um einen neuen Trend oder Einzelfälle handele. Der israelische Gynäkologenverband schrieb: "Die Covid-19-Erkrankung kann während der Schwangerschaft Schaden anrichten, bei Schwangeren einen schwereren Krankheitsverlauf auslösen und Frühgeburten verursachen - deshalb ist es wichtig, sich impfen zu lassen."

    11.23 Uhr: Modehandel: Verlängerter Lockdown verschärft Probleme massiv

    Der Modehandel in Deutschland warnt vor den Folgen eines verlängerten Lockdowns für die Branche und fordert eindringlich Hilfen durch die Politik. "Jeder Tag, an dem die Läden geschlossen sind, verschärft die Probleme massiv", warnte Steffen Jost, Präsident des Branchenverbands BTE, vor den Beratungen von Bund und Ländern. Weite Teile der Winter-Ware seien aufgrund der Geschäftsschließungen nicht verkauft, nun treffe die neue Ware für das Frühjahr ein und müsse bezahlt werden. Allein die Umsatzverluste des gesamten Winter-Lockdowns dürften sich bis Ende Januar auf rund zehn Milliarden Euro aufsummieren, hatte der BTE berechnet. Rund 33.000 Einzelhandelsunternehmen verkaufen dem BTE zufolge in der Bundesrepublik Mode, Schuhe und Lederwaren. Sie betreiben insgesamt etwa 80.000 Läden mit rund 440.000 Mitarbeitern. Vor Corona setzte die Branche im Jahr netto rund 50 Milliarden Euro um.

    11.20 Uhr: EU prüft Abgabe überzähliger Impfstoffe an arme Länder

    Die EU plant die Abgabe überzähliger Impfstoff-Dosen an ärmere Länder zum Beispiel in Afrika. Ein entsprechender europäischer Mechanismus werde geprüft, sagt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides vor EU-Abgeordneten. Dieser werde umgesetzt, noch bevor der im Sommer installierte Verteilmechanismus Covax der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vollständig funktioniere. Die Europäische Union, in der rund 450 Millionen Menschen leben, hat sich fast 2,3 Milliarden Dosen von Impfstoffen und Impfstoffkandidaten von sechs Herstellern gesichert.

    11.18 Uhr: Erlanger Oberbürgermeister startet Bart ab-Challenge

    FFP2-Masken sitzen bekanntlich bei Bartträgern nicht immer richtig. Der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) hat seinen Bart deshalb abrasiert. Fotos davon postete er auf Facebook und forderte ein anderes Stadtratsmitglied auf, es ihm gleich zu tun. Denn: "Geteiltes Leid ist halbes Leid", schrieb der 40-Jährige. Der aufgeforderte Politiker rasierte daraufhin ebenfalls seinen Vollbart ab und nominierte den nächsten Bartträger aus dem Stadtrat.

    11.18 Uhr: Tourismusbranche fordert Öffnungsperspektive

    Die Tourismuswirtschaft fordert von Bund und Ländern eine Öffnungsperspektive, wie der Branchenverband BTW erklärt. "Wir erwarten, dass die Politik Bürgern wie Unternehmen schon jetzt Orientierung dazu gibt, wie und unter welchen Bedingungen das öffentliche Leben und damit auch die Freizeit- und Tourismusangebote in Deutschland wieder hochgefahren werden", betont BTW-Generalsekretär Michael Rabe. Er schlägt einen bundesweit verbindlichen Strategieplan vor, in dem die Politik klären soll, ab welchem Inzidenzwert welche Bereiche geschlossen oder wiedereröffnet werden dürfen. "Sie sollte darin aber auch eine verlässliche und umfassende Schnelltest-Strategie vorsehen, durch die man ein Maximum an öffentlichem Leben, Freizeit und Reisen ermöglichen kann."

    11.17 Uhr: Türkeireise trotz Corona-Infektion - Polizei stoppt Familie

    Eine unter Quarantäne stehende Familie aus Bottrop hat versucht, in die Türkei zu fliegen. Am Düsseldorfer Flughafen stoppten Bundespolizisten das Vorhaben. Der Familienvater habe den Flug antreten wollen, obwohl er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Am Airport habe die Familie zwar negative Testergebnisse vorgelegt, zumindest im Fall des 44-jährigen Vaters gebe es aber starke Zweifel an der Richtigkeit des Dokuments. Der 44-Jährige habe eingeräumt, gegen die Quarantäneanordnung verstoßen zu haben: Er habe zur Beerdigung seiner Mutter in die Türkei fliegen wollen. Dazu kam es nicht: Die Familie wurde mit der Auflage entlassen, sich sofort daheim in Bottrop in Quarantäne zu begeben.

    11.11 Uhr: Indischer Pharmakonzern rät bestimmten Personen von ihrem Impfstoff ab

    Der indische Impfstoffentwickler Bharat Biotech hat von der Vergabe seines Corona-Vakzins an bestimmte Personengruppen abgeraten. Menschen, die ein schwächeres Immunsystem haben oder andere Gesundheitsprobleme wie Allergien, Fieber oder Blutungsstörungen sollten einen Arzt konsultieren, bevor sie sich die Spritze verabreichen lassen, und den Impfstoff wenn möglich gar nicht nehmen, warnte das Unternehmen. Der Impfstoff von Bharat Biotech ist umstritten; die indische Regierung gestattete dessen Verabreichung ohne konkrete Daten, dass er vor einer Erkrankung am Coronavirus schützt.

    11.00 Uhr: Riesiges Quarantäne-Zentrum in chinesischem Shijiazhuang im Bau

    Nach dem Auftreten von Corona-Infektionen in der chinesischen Millionenmetropole Shijiazhuang arbeiten hunderte Arbeiter rund um die Uhr an der Errichtung eines riesigen Quarantäne-Zentrums. Die Bauarbeiten hatten am vergangenen Mittwoch begonnen. Die Unterkünfte sollen mit Badezimmern mit Warmwasser, WLAN und Klimaanlage ausgestattet werden. Chinesischen Medien zufolge soll das Quarantänezentrum bereits in ein paar Tagen fertig sein, damit dort Menschen, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, isoliert werden können. Es wird laut Staatsfernsehen Platz für bis zu 4.000 Menschen bieten.

    10.50 Uhr: Caritas: Kostenlose FFP2-Masken für untere Einkommen

    Der Deutsche Caritasverband fordert vor dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Krise kostenlose FFP2-Masken für Menschen mit niedrigem Einkommen. Caritaspräsident Peter Neher sagte in Berlin: "FFP2-Masken schützen wirkungsvoll gegen das Coronavirus. Die Einführung einer Pflicht in Bus und Bahn sowie im Supermarkt ist sicherlich sinnvoll." Menschen im Hartz-IV-Bezug und mit geringem Einkommen könnten sich jedoch die regelmäßige Anschaffung von FFP2-Masken nicht leisten. Daher bräuchten sie eine kostenlose Zuteilung der Masken.

    10.40 Uhr: Weltweit mehr als 95 Millionen Infektionsfälle und über zwei Millionen Tote

    Weltweit haben sich nachweislich mehr als 95,13 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als zwei Millionen Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben, seit es im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Mit Abstand am stärksten betroffen sind die USA, wo sich bislang fast 24 Millionen Menschen angesteckt haben und nahezu 400.000 Menschen gestorben sind. Indien hat mit über 10,5 Millionen die zweithöchste Ansteckungszahl und verzeichnet mehr als 152.000 Todesfälle. Brasilien meldet rund 8,5 Millionen Infektionsfälle und rund 210.000 Todesfälle.

    10.35 Uhr: Corona-Krise belastet Altersvorsorge

    Die wirtschaftlichen Unsicherheiten etwa durch Kurzarbeit oder Einnahmeausfall bei Selbstständigen in der Corona-Pandemie schlagen sich in Planungen zur Altersvorsorge nieder, wie aus einer Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervorgeht. So bleibt zwar der Anteil der Deutschen, die ihre Altersvorsorge insgesamt für nicht ausreichend halten, mit etwas über 70 Prozent zum Vorjahr annähernd gleich hoch. "Aber die Bereitschaft beziehungsweise Fähigkeit, daran etwas zu ändern, hat sprunghaft abgenommen." 47 Prozent der Deutschen erwarten demnach, dass künftigen Ansprüche aus der gesetzlichen Rente, betrieblichen Altersversorgung und privaten Vorsorge insgesamt keine ausreichende Absicherung für das Alter ergeben - "planen aber dennoch in den nächsten zwölf Monaten nichts, um die vorhandene Vorsorge auszubauen".

    10.34 Uhr: Indonesien: Höchstwert mit 308 Toten an einem Tag

    In Indonesien sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 308 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Zudem melden die Behörden 10.365 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Indonesien ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Südostasien. Es verzeichnet insgesamt 26.590 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus und 927.380 Ansteckungen.

    10.28 Uhr: Deutschland erhält von erster Biontech-Charge 64 Millionen Impfdosen

    Der deutsche Anteil aus der ersten EU-Impfstoff-Charge der Hersteller Biontech/Pfizer ist weiter gewachsen. Das Bundesgesundheitsministerium teilt bei der Beantwortung der SPD-Nachfragen mit, dass Deutschland 64 Millionen Impfdosen erhält. Zunächst war von 55, dann von 60 Millionen Dosen die Rede gewesen. Dies erklärt sich daraus, dass andere EU-Staaten nicht alle ihnen zustehenden Dosen abnehmen. Aus der zweiten Bestellung der EU bei den Unternehmen werde Deutschland "mindestens 35 Millionen" Dosen bekommen. Zudem bemühe sich die Bundesregierung, die bestehende bilaterale Absichtserklärung über eine spätere Lieferung von weiteren 30 Millionen Dosen umzusetzen.

    10.15 Uhr: Russland: Fast 22.000 Neuinfektionen und fast 600 Tote

    In Russland verzeichnen die Behörden 21.734 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Allein in Moskau sind es 3.281 nachgewiesene Ansteckungsfälle. Insgesamt steigt die Zahl der Fälle damit auf mehr als 3,61 Millionen. Das ist weltweit der vierthöchste Wert nach den USA, Indien und Brasilien. Binnen eines Tages starben 586 Menschen mit oder an dem Coronavirus. Die Gesamtzahl liegt nun bei 66.623.

    10.05 Uhr: Kanzleramt will Schulen erst nach 15. Februar öffnen

    Das Kanzleramt plädiert dafür, dass Schulen grundsätzlich erst nach dem 15. Februar geöffnet werden. Das geht aus einem Reuters vorliegenden Entwurf für die Bund-Länder-Gespräche hervor. Zugleich soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die mögliche Öffnungsschritte vorbereitet, wenn die Inzidenz unter 50 sinkt. Kontaktverschärfungen im privaten Bereich will das Kanzleramt nicht. Allerdings sollen die Regelungen für Corona-Hotspots auch für andere Gegenden ausgeweitet werden - sowohl was mögliche Ausgangssperren als auch eine Begrenzung des Bewegungsradius bis 15 Kilometer angeht.

    09.58 Uhr: Pflicht zu medizinischen Masken in Nahverkehr und Geschäften

    Das Kanzleramt will das Tragen einer medizinischen Schutzmaske im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen verpflichtend machen. Allerdings geht aus einem Reuters vorliegendem Entwurf hervor, dass dabei nicht nur FFP2-Masken vorgeschrieben sein sollen, sondern dass auch das Tragen von deutlich billigeren OP-Masken ausreichen soll. Auch diese bieten einen wesentlich besseren Schutz als Alltagsmasken etwa aus Stoff. Die Länder müssen dem aber noch zustimmen.

    09.46 Uhr: Kreise: Regierung einigt sich auf Nachbesserungen bei Corona-Hilfen

    Finanzministerium und Wirtschaftsministerium haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Einigung über Nachbesserungen bei Finanzhilfen für Firmen und Selbstständige erzielt. Vorgesehen sind höhere Zuschüsse und einfachere Bedingungen. Die Verständigung kommt kurz vor Gesprächen von Bund und Ländern zur Corona-Krise. Dort wird über eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein beraten sowie über mögliche schärfere Regeln.

    09.37 Uhr: EU-Kommissarin beklagt mehr als 400.000 Corona-Tote in der EU

    Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind inzwischen mehr als 400 000 Menschen in der Europäischen Union gestorben. Die Zahl nannte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides im Europaparlament. Angesichts der neuen ansteckenderen Virusvarianten sei Europa auch weit davon entfernt, die Pandemie hinter sich zu lassen. Doch seien die Corona-Impfstoffe ein "machtvolles Instrument in unserer Hand", sagte Kyriakides. "Weitere zugelassene Impfstoffe werden, so hoffe ich, in den nächsten Wochen kommen."

    09.20 Uhr: Merkel will laut "Bild" Lockdown bis 15. Februar verlängern

    Bundeskanzlerin Angela Merkel will einem "Bild"-Bericht zufolge den Lockdown bis zum 15. Februar verlängern. Das berichtet das Blatt unter Berufung auf die Beschlussvorlage des Bundes für den Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten der Länder.

    08.51 Uhr: Verfassungsrechtler: Geimpften ihre Freiheit wiedergeben

    Der Berliner Verfassungs-Jurist Rupert Scholz hält die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für verfassungsrechtlich bedenklich. "Wir haben teilweise verfassungsrechtlich nicht haltbare Regelungen entwickelt", sagte er in der Bayern 2 radioWelt. Merkwürdig findet er insbesondere die Diskussion darüber, ob Geimpfte wieder mehr Rechte bekommen sollten als andere: Denn das sei für ihn nur logisch. "Man kann nicht fordern, dass aus Solidarität mit dem Nichtgeimpften die gleichen Freiheitsbeschränkungen für alle gelten müssen", sagte der ehemalige Verteidigungsminister. Denn es gehe weder um Solidarität oder Privilegien. "Es geht um nichts anderes, als dass der Person des Geimpften die ihr eigentlich zustehenden und unantastbaren Freiheitsrechte wiedergegeben werden", betonte Scholz. Das fordere der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

    08.48 Uhr: Auch Kretschmann plädiert für mehr Homeoffice

    Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann setzt sich bei einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen vor allem für mehr Homeoffice ein. "Das ist das Wichtigste", sagte der Grünen-Politiker dem SWR. Diese Maßnahme hätten die Experten besonders betont, weil sich so auch die Kontakte im öffentlichen Nahverkehr stark reduzieren ließen, wird Kretschmann weiter zitiert. Außerdem werde über FFP2-Masken gesprochen werden müssen. Zudem wolle er bei dem Bund-Länder-Treffen für eine Ausgangssperre ab 20.00 Uhr werben, wie sie in Baden-Württemberg und Bayern schon gilt.

    08.46 Uhr: Bund will bei Corona-Hilfen mindestens zehn Milliarden Euro nachlegen

    Die Bundesregierung wird in den nächsten Wochen bei den Corona-Hilfen einen zweistelligen Milliarden-Betrag nachlegen. Das twittert das Bundeswirtschaftsministerium. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagt RTL zudem, die Corona-Einschränkungen müssten nachgeschärft werden: "Klar ist: Wir werden noch eine Schippe drauflegen müssen, damit wir die jetzigen ersten Erfolge auch ins Ziel bringen." Es seien alle Maßnahmen auf dem Tisch, auch Ausgangssperren wie in Frankreich.

    08.31 Uhr: EU-Automarkt im Corona-Jahr mit Rekord-Einbruch

    Das Corona-Jahr war für den europäischen Automarkt das schlimmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Neuzulassungen für Passagierautos im Jahr 2020 um fast 24 Prozent auf 9,42 Millionen Fahrzeuge, wie der europäische Branchenverband Acea in Brüssel mitteilte. Die zwei Corona-Wellen mit Lockdown-Phasen im abgelaufenen Jahr haben starke Bremsspuren in der Statistik hinterlassen. Zudem sorgte die große Verunsicherung der Kunden durch die schweren wirtschaftlichen Folgen für eine klare Kaufzurückhaltung. In Deutschland brach der Markt im Jahresvergleich um knapp ein Fünftel ein.

    08.24 Uhr: Corona-Krise dämpft Inflation 2020

    Das Leben in Deutschland hat sich wegen der Corona-Krise im vergangenen Jahr so wenig verteuert wie seit 2016 nicht mehr. Die Inflationsrate lag 2020 im Schnitt nur bei 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und damit eine erste Schätzung Anfang Januar bestätigte. Im Dezember sanken die Verbraucherpreise sogar um 0,3 Prozent zum Vorjahresmonat, blieben damit zum November-Wert unverändert und zugleich auf dem tiefsten Stand seit Januar 2015. Nach dem Auslaufen der gesenkten Mehrwertsteuer rechnen Ökonomen für Anfang 2021 mit einem deutlichen Anstieg bei der Inflation.

    08.14 Uhr: Debatte um Schulöffnungen vor Corona-Gipfel

    Vor den Bund-Länder-Beratungen am heutigen Dienstag wird weiter über mögliche Schulöffnungen diskutiert. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft dabei auf, die Schließungen von Schulen und Kitas zu verlängern. Der Deutsche Lehrerverband fordert einen Stufenplan für eine geordnete Rückkehr zum Schulbetrieb. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der "Rheinischen Post", er erwarte "von der Ministerpräsidentenkonferenz und der Bundeskanzlerin, dass endlich ein an Infektionszahlen gebundener Hygienestufenplan für den Schulbetrieb vorgelegt wird". Dieser müsse regeln, ab welchem Infektionsgeschehen für welche Altersgruppe welche Unterrichtsform möglich sei. Meidinger nannte Präsenzunterricht, Wechselbetrieb oder Distanzunterricht als Möglichkeiten: "Bei der Rückkehr an die Schulen sollten die Abschlussklassen und die Primarstufe bevorzugt berücksichtigt werden."

    08.13 Uhr: Epidemiologe: "Infektionszahlen Zahlen zeigen noch keine Trendwende"

    Der Epidemiologe Prof. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung in Bremen kann anhand der abermals gesunkenen Neuinfektionszahlen noch keine Trendwende ablesen. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2 Radiowelt am Morgen) sagte er: "Nach allem, was wir gelernt haben, muss man immer vorsichtig sein mit diesen Zahlen. Man muss nun länger sehen, ob die Zahlen runtergehen. Das ist für mich noch keine Trendwende. Dazu würde ich noch gerne eine Woche länger sehen, dass die Zahlen heruntergehen."

    08.00 Uhr: Patientenschützer fordern Kehrtwende beim Schutz von Pflegeheimen

    Vor dem Corona-Gipfel an diesem Dienstag haben Patientenschützer Bund und Länder zu einer Kehrtwende beim Schutz von Pflegeheimbewohnern aufgerufen. Ohne eine konsequente Verlegung von Heimbewohnern mit negativem PCR-Test an einen sicheren Ort seien Ketteninfektionen vorprogrammiert, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" . Die heiminterne Trennung von Corona-Infizierten und -Nichtinfizierten sei gescheitert. Die geplanten Lockdown-Verschärfungen seien zum Schutz der Heime hingegen völlig unzureichend, sagte Brysch weiter. Es müsse ein Ende haben, "dass je nach Region bis zu 90 Prozent der Menschen, die an und mit Covid-19 sterben, Pflegeheimbewohner sind".

    07.39 Uhr: Rekord bei Impfungen und Neuinfektionen in Israel

    In Israel sind in der Corona-Krise Höchststände sowohl bei den Neuinfektionen als auch bei den Impfungen registriert worden. Der Corona-Beauftragte des Landes, Nachman Asch, sagte, am Vortag seien erstmals mehr als 10.000 neue Fälle gemeldet worden. Die exakten Zahlen des Gesundheitsministeriums lagen zunächst nicht vor. Seit Beginn der Pandemie überstieg die Zahl der Neuinfektionen pro Tag erst fünf Mal den Wert von 9000, vier Mal davon in der vergangenen Woche. Israel steckt inmitten einer dritten Corona-Welle. Das Gesundheitssystem hat die Belastungsgrenze erreicht. Das Land hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, Deutschland etwa neunmal so viele.

    07.09 Uhr: Kinderhilfswerk: Not von Kindern und Familien stärker beachten

    Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen am heutigen Dienstag eine stärkere Berücksichtigung der Interessen von Kindern und Familien. "Bei allen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie muss die Einhaltung der Kinderrechte auf Schutz, Förderung, Beteiligung und Teilhabe gerade jetzt höchste Priorität haben", erklärte Präsident Thomas Krüger am Dienstagmorgen in Berlin. Dies betreffe vor allem sozial benachteiligte Kinder und Familien, die oftmals über weniger Ressourcen verfügten, um die Herausforderungen der Krise ohne Unterstützung zu meistern, so Krüger weiter: "Kinder und Jugendliche brauchen soziale Interaktion besonders mit Gleichaltrigen, Bewegung, kulturelle Entfaltung und politische Bildung, ansonsten nimmt ihre Entwicklung deutlichen Schaden.

    06.43 Uhr: Trotz Corona: Chinas Präsident glaubt fest an Winterspiele 2022

    Ungeachtet der Corona-Pandemie hat sich Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping optimistisch über die Austragung der Olympischen Winterspiele in einem Jahr in Peking geäußert. Bei einer Besichtigung von Sportstätten in Peking demonstrierte der Präsident seine Zuversicht, "dass China 2022 erfolgreiche Olympische und Paralympische Winterspiele abhalten wird", wie ihn chinesische Staatsmedien zitierten. Die Winterspiele sollen vom 4. bis 20. Februar 2022 stattfinden.

    06.25 Uhr: RKI: 11.369 Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Bei den aktuellen Zahlen ist zu beachten, dass die Daten Nachmeldungen enthalten können. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 131,5.

    06.25 Uhr: Island sequenziert seit Pandemie-Beginn sämtliche Proben von Corona-Infizierten

    Während andere Staaten wie Deutschland gerade erst beginnen, das Erbgut von Coronavirus-Proben systematisch zu sequenzieren, wird auf der Insel bereits seit zehn Monaten jeder positive Corona-Test genau analysiert. Das sogenannte Sequenzieren dient dazu, Veränderungen des neuartigen Coronavirus zu erkennen. "Die Sequenzierung der Proben ist der Schlüssel, um den Stand und die Entwicklung der Epidemie zu verfolgen", sagt Gesundheitsministerin Svandis Svavarsdottir. Die dadurch gewonnenen Informationen dienen den Behörden als Grundlage, um über gezielte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu entscheiden. Die Virusanalysen helfen auch, Ansteckungswege nachzuvollziehen. So stellte sich beispielsweise heraus, dass die zweite Infektionswelle in Island Mitte September hauptsächlich auf einen Gast in einem Pub im Zentrum von Reykjavik zurückzuführen ist. Bars und Nachtlokale in der Hauptstadt wurden daraufhin geschlossen.

    06.24 Uhr: Deutsche und französische Abgeordnete warnen vor Grenzschließungen

    Angesichts der Debatte um schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben deutsche und französische Parlamentsabgeordnete vor einer abermaligen Schließung der Grenzen gewarnt. "Um die Pandemie effektiv zu bekämpfen, müssen wir auf gemeinsame Strategien setzen statt auf harte Grenzschließungen", erklärten Unionsfraktionsvize Andreas Jung (CDU) und der französische Nationalversammlungs-Abgeordnete Christophe Arend gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Der Alltag ist grenzüberschreitend, deshalb müssen das auch die Maßnahmen sein."

    06.02 Uhr: Markenartikel boomen in der Pandemie

    In der Pandemie wird in Deutschland im Supermarkt nicht gespart: Im Corona-Jahr 2020 griffen die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich häufiger zu Markenartikeln als vor der Krise. "Die Menschen wollten es sich zu Hause, wo sie aufgrund des Lockdowns den Großteil ihrer Zeit verbringen mussten, gut gehen lassen und waren bereit, mehr Geld für Nahrungsmittel, Getränke und Wasch-, Putz-, Reinigungsmittel auszugeben", erklärt der GfK Handelsexperte Robert Kecskes den Trend. Nach den Zahlen des Marktforschers GfK gaben die Haushalte in Deutschland im Corona-Jahr 2020 im Durchschnitt gut 10 Prozent mehr Geld für Markenartikel aus als 2019. Die Eigenmarken des Handels konnten bei diesem rasanten Wachstum nicht ganz mithalten und verloren Marktanteile - zumindest in den meisten Kategorien.

    05.45 Uhr: In den USA über 136.000 Neuinfektionen

    In den USA steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle nach Reuters-Zählung um 136.484 auf 23,94 Millionen. Am Montag sterben demnach 1.403 Menschen, die sich infiziert hatten. Damit sind 398.726 Menschen in den USA mit oder an dem Virus gestorben.

    05.00 Uhr: Infektiologe Wendtner: Geduld bei Lockdown gefragt

    Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner hält einen strengen Lockdown trotz leicht sinkender Fallzahlen weiter für nötig. "Wir sind noch nicht da, wo wir es uns wünschen", sagte der Chefarzt für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Erfreulich ist, dass die Fallzahlen - auch stationär - leicht rückläufig sind. Ich gehe davon aus, dass es ein erster Effekt des Lockdowns ist. Aber wir kommen von einem sehr hohen Niveau." Auch bei sehr optimistischer Schätzung könne die Sieben-Tage-Inzidenz maximal binnen etwa sieben bis zehn Tagen halbiert werden. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner müsse unter 50 liegen, die aus seiner Sicht anzustrebende Zielmarke sei 25. "Meine Einschätzung ist, dass wir dafür noch vier bis sechs Wochen brauchen und Mitte oder Ende Februar ein Resümee ziehen können."

    05.00 Uhr: Justizfall Ischgl: Erste Verhandlung vor Gericht im April

    Im Justizstreit um Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl ist für April vor einem Wiener Gericht die erste mündliche Verhandlung angesetzt. Das teilte der Vorsitzende des Verbraucherschutzvereins (VSV) Peter Kolba am Montag mit. Bis dahin würden weitere 100 Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich eingereicht, so Kolba: "Wir sind für jahrelange Verfahren gerüstet, ob die Marke Ischgl jahrelangen Streit aushält, muss Tirol beurteilen." Die Kläger wollen Schadenersatz. Bei der Verhandlung sollen auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie zwei Minister als Zeugen aussagen. Ischgl galt im März 2020 als Corona-Hotspot in Europa. Tausende Infektionen sollen auf den bekannten Tiroler Wintersportort zurückzuführen sein.

    04.15 Uhr: EU-Kommission: 70 Prozent Impfrate bis zum Sommer

    Bis zum Sommer sollen aus Sicht der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein. Den Vorschlag will die Brüsseler Behörde am Dienstag veröffentlichen, wie die Deutsche Presse-Agentur vorab erfuhr. Bis März laute das Zwischenziel, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren.

    04.01 Uhr: Grüne warnen vor weiteren Corona-Einschränkungen für Kinder

    Vor dem Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder haben die Grünen im Bundestag vor weiteren Einschränkungen für Kinder gewarnt. Kinder brauchten Kontakt zu anderen Kindern, daher solle "die Isolation nur auf das Notwendigste reduziert werden", sagte die kinder- und familienpolitische Sprecherin Ekin Deligöz der "Augsburger Allgemeinen". Kinder und Jugendlichen dürften nicht zu einer "verlorenen Generation" abgestempelt werden, sagte Deligöz, die auch Vizepräsidentin des Deutschen Kinderschutzbundes ist. Trotz Corona sollten Kinder eine gute Bildung und Förderung bekommen, betonte sie. Angesichts geschlossener Schulen und Kitas dürften Kinder und Eltern auf keinen Fall alleine gelassen werden.

    04.00 Uhr: Ärzteverband für längeren Lockdown

    Der Ärzteverband Marburger Bund dringt auf eine weitere Verlängerung des Lockdowns, um schwere Corona-Fälle nicht nur in Intensivstationen abzuwenden. Die Vorsitzende Susanne Johna sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen scheinen mehr und mehr zu wirken." Der eingeschlagene Weg sollte daher vorerst weiter beschritten werden, bis die Infektionszahlen ein beherrschbares Niveau erreicht hätten. "Wir brauchen in den Kliniken weiter dringend eine Entlastung." Gingen die Covid-19-Fälle zurück, helfe das Ärzten, aber auch Patienten mit verschobenen Eingriffen.

    03.46 Uhr: US-Einreisestopp für Europa wird nicht aufgehoben

    Der neue US-Präsident Joe Biden will die Einreise-Verbote für Passagiere aus Europa aufrecht erhalten und damit eine Verfügung des scheidenden Präsidenten Donald Trump aufheben. Auf medizinischen Rat hin plane die Regierung keine Aufhebung der Einreise-Verbote, twitterte eine Sprecherin Bidens am Montag unmittelbar nachdem Trump deren Annullierung angekündigt hatte. "Da sich die Pandemie verschlimmert und sich hochansteckende Varianten auf der ganzen Welt verbreiten, ist es nicht der Moment, Einschränkungen internationaler Reisen aufzuheben", twitterte die Sprecherin. Diesen Mittwoch wird Biden das Amt des US-Präsidenten von Trump übernehmen. Trump hatte verfügt, das Corona-bedingte Einreise-Verbot für aus Europa oder Brasilien kommende Ausländer ab Dienstag kommender Woche zu annullieren.

    03.40 Uhr: Wirtschaftsforscher stellt Effektivität von verschärftem Lockdown in Frage

    Der Präsident des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, Christoph Schmidt, kritisiert eine mögliche Verschärfung des Lockdowns. "Ließe sich die Wirkung verschärfter Lockdown-Maßnahmen, etwa einer Ausgangssperre, verlässlich abschätzen, könnte man informiert abwägen, ob sie die damit verbundenen wirtschaftlichen Verluste tatsächlich rechtfertigen kann", sagt er der "Rheinischen Post". "Leider sind die Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen aber immer noch unzureichend, die Wirkung einzelner Maßnahmen kann daher kaum beurteilt werden."

    03.20 Uhr: Hongkong verlängert Kontakteinschränkungen

    Hongkong verlängert die Kontakteinschränkungen, die diese Woche auslaufen sollten. Grund ist ein Wiederanstieg der Infektionen auf dreistellige Werte. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam kündigt an, Details der Maßnahmen sollten noch am Dienstag bekannt gegeben werden.

    02.50 Uhr: Brasilien startet landesweite Corona-Impfkampgne

    Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von Sinovac und Astrazeneca hat die brasilianische Regierung ihre landesweite Impfkampagne gestartet. Diese begann in zehn Bundesstaaten, wie das "Jornal Nacional" von "TV Globo" am Montagabend (Ortszeit) berichtete. Brasilien, einem 210-Millionen-Einwohner-Staat, stehen zunächst sechs Millionen Dosen Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac zur Verfügung, mit dem der Bundesstaat São Paulo ein Abkommen hat. Präsident Jair Bolsonaro hatte sich immer wieder verächtlich über den chinesischen Impfstoff geäußert. Ein Versuch der brasilianischen Regierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca aus Indien zu holen, war zuletzt jedoch gescheitert. Daraufhin erhob die Bolsonaro-Regierung Anspruch auf den Impfstoff von Sinovac. Der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, João Doria, einer der ärgsten Widersacher des Präsidenten, behielt wie gesetzlich geregelt rund 1,5 Millionen Dosen ein; die anderen circa 4,5 Millionen verteilt nun die Regierung.

    02.20 Uhr: In China 118 Neuinfektionen - Höchststand seit März

    China meldet 118 neue Ansteckungen. Damit liegt die Zahl der Infektionen den siebten Tag in Folge über 100. Das ist der schwerste Ausbruch der Seuche seit März. Die meisten Neuansteckungen werden mit 43 in der Stadt Jilin registriert. Behörden teilen mit, Ursache sei ein Geschäftsmann aus der Nachbarprovinz Heilongjiang, in der es in einigen Orten zu Infektionen gekommen war.

    01.01 Uhr: Landkreistag: Nicht allein an Inzidenzwert 50 orientieren

    Der Deutsche Landkreistag hat vor dem Bund-Länder-Gespräch am Dienstag das Ziel von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen infrage gestellt. Dieser Inzidenzwert könne nicht "die alleinige Größe für unseren Umgang mit der Pandemie sein", sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Diese Orientierungsgröße müsse angereichert werden durch die Auslastung der Intensivkapazitäten und den Impffortschritt. Bei beidem würden aktuell Erfolge erzielt. Sager warnte davor, das Vertrauen der Bevölkerung zu verlieren. Die Menschen müssten die Einschränkungen nachvollziehen können, mahnte der Landrat des Landkreises Ostholstein: "Sonst bröckelt die Moral in der Pandemie."

    01.00 Uhr: Mittelstand: Steuererleichterungen für Homeoffice

    Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert die Anhebung der Steuer-Pauschale für Homeoffice. Das berichtet die Funke Mediengruppe unter Verweis auf ein Positionspapier des Verbandes. Für das vergangene Jahr kann eine Pauschale von fünf Euro für maximal 120 Tage Homeoffice steuerlich abgesetzt werden. "Das reicht zukünftig nicht aus. Schon jetzt zeichnet sich öffentlicher Druck auf die Arbeitgeber ab, mehr Homeoffice gewähren zu müssen. Dies fällt umso einfacher, je besser die steuerlichen Bedingungen dafür sind", heißt es in dem Papier.

    00.59 Uhr: Kalifornien empfiehlt Stopp von mehr als 330.000 Corona-Impfungen

    In Kalifornien sollen mehr als 330 000 Coronavirus-Impfungen mit einer Vakzin-Variante des Herstellers Moderna vorerst auf Eis gelegt werden. Die oberste Epidemiologin in dem US-Staat, Erica S. Pan, empfahl am Sonntag, den Impfstoff 41L20A von Moderna zunächst nicht mehr zu verwenden, um potenziell schwerwiegenden allergischen Reaktionen auf den Grund zu gehen. Indes drängt die Zeit: Kalifornien wurde am Montag zum ersten Bundesstaat mit mehr als drei Millionen bestätigten Infektionen. Mit Blick auf das Moderna-Mittel sagte Pan, im Zeitraum vom 5. bis zum 12. Januar seien mehr als 330 000 Dosen in Kalifornien angekommen und an 287 Impfstellen verteilt worden. Weniger als zehn Menschen hätten innerhalb von 24 Stunden medizinische Hilfe benötigt; allen sei das Mittel im gleichen Gemeindezentrum verabreicht worden. Weitere Zusammenhänge seien nicht gefunden worden, so Pan. "Äußerste Vorsicht" sei der Grund, warum ein Stopp der Impfungen empfohlen werde und man lieber auf andere verfügbare Impfmittel zurückgreifen solle.

    00.28 Uhr: 108-jährige Italienerin nach überstandener Infektion gegen Corona geimpft

    Nachdem sie eine Corona-Infektion überlebt hat, ist eine 108-jährige Italienerin als einer der weltweit ältesten Menschen gegen das Virus geimpft worden. Fatima Negrini erhielt die Impfung am Montag zusammen mit anderen Bewohnern ihres Pflegeheims in Mailand. Die Ankunft des Impfstoffs bedeute für die Bewohner "einen ersten Schritt zur Rückkehr in den friedlichen Alltag" sagte der Sprecher des Heims, Matteo Tessarollo. Italien hat am 27. Dezember mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen und bislang 1,15 Millionen Menschen geimpft.

    00.01 Uhr: Allianz-Risikobarometer: Pandemien verdrängen Klimawandel

    Die Corona-Krise hat das Gefahrenbewusstsein vieler Manager rund um den Globus offensichtlich grundlegend verändert: Im neuen Risikobarometer der Allianz sind Pandemien im Vergleich zum Vorjahr vom 17. auf den 2. Platz empor geschossen. Das haben die Fachleute des zu dem Münchner Konzern gehörenden Industrieversicherers AGCS in ihrer alljährlichen Umfrage unter 2.769 Experten für Unternehmensgefahren aller Art aus 92 Ländern ermittelt. Die Umfrage wurde am Dienstag veröffentlicht. Auf Platz eins liegen demnach Betriebsunterbrechungen, auf Rang drei Hackerangriffe, die im Vorjahr noch als größtes Risiko für Unternehmen galten. Befragt wurden Geschäftsführer und Vorstände, Risikomanager, Makler und Versicherungsexperten.

    Montag, 18. Januar 2021

    21.55 Uhr: Corona-Quarantäne "wirklich streng"

    Tennis-Profi Kevin Krawietz und sein Doppelpartner Andreas Mies haben sich mit den strengen Corona-Schutzmaßnahmen während der Quarantäne vor den Australian Open in Melbourne arrangiert. "Sie nehmen es wirklich streng. Ist aber auch verständlich, wenn man so wenig Fälle hat wie die Australier." Die zweimaligen French-Open-Sieger müssen im Gegensatz zu Angelique Kerber nicht in Isolation im Hotelzimmer leben. Die deutsche Nummer eins muss wegen positiv getesteter Passagiere auf ihrem Flug nach Australien wie mehr als 70 weitere Spieler und Spielerinnen 14 Tage in strikter Hotel-Isolation bleiben und darf nicht auf dem Platz trainieren. "Wir hatten Glück, wir haben fünf Stunden Ausgang am Tag und haben es heute sehr genossen", sagte Krawietz. Das Tennis-Doppel nutzt die fünf Stunden zum intensiven Training. "Wir wurden dann vom Hotelzimmer abgeholt und zum Training auf Platz fünf geführt, wo wir dann zwei Stunden trainieren konnten. Jeder hat sein eigenes Gym, das wir nach unserer Tenniseinheit noch eineinhalb Stunden nutzen können. Und man hat auch eine eigene Toilette, wo Platz fünf dran steht - das ist schon amüsant", berichtete der 28-Jährige.

    20.35 Uhr: EU-Gipfel soll über Impfpass und Impf-Privilegien beraten

    Die Frage eines europäischen Corona-Impfpasses und möglicher Privilegien für Geimpfte wird Thema beim EU-Videogipfel am Donnerstag. "Der Prozess des Impfens eröffnet die Debatte über Zertifikate", schrieb EU-Ratschef Charles Michel am Montag in seinem Einladungsschreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs. "Wir werden die Angemessenheit eines gemeinsamen Vorgehens diskutieren sowie, falls das passend ist, die Frage, unter welchen Umständen Ausweise genutzt werden könnten." Ob Geimpfte praktische Vorteile haben sollen - etwa Zutritt zu Kinos oder Restaurants oder vereinfachtes Reisen - ist unter anderem in Deutschland umstritten. Griechenland hatte sich dafür stark gemacht, einen in ganz Europa anerkannten Impfpass einzuführen und Geimpften Urlaubsreisen zu erleichtern. Andere EU-Staaten sehen das skeptisch, solange Impfstoff knapp ist und erst wenige Menschen den schützenden Piks bekommen können.

    20.10 Uhr: Europäischer Aufbauplan soll möglichst rasch starten

    In der Corona-Krise versuchen die Eurostaaten, das gemeinsame Wiederaufbauprogramm rasch an den Start zu bekommen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz forderte am Montag alle Mitgliedsstaaten auf, schnell ehrgeizige und zukunftsweisende Aufbaupläne vorzulegen. EU-Kommissar Paolo Gentiloni drängte seinerseits die Regierungen, den Weg für die Aufnahme von Schulden für das 750-Milliarden-Euro-Programm frei zu machen. Der Corona-Aufbaufonds wurde zwar schon im Juli verabredet. Doch dürften die ersten Gelder frühestens im nächsten Sommer fließen. Vorher müssen alle 27 EU-Staaten die rechtliche Grundlage zur Aufnahme von Schulden für das Programm ratifizieren. Außerdem müssen die Regierungen in Brüssel detaillierte Pläne genehmigen lassen, wie sie ihren Anteil verwenden wollen. Erst gut die Hälfte der Staaten hat Entwürfe erarbeitet. In Italien hat sich darüber die Regierung entzweit.

    20.00 Uhr: New Yorks Gouverneur fragt Pfizer direkt nach Corona-Impfdosen

    Angesichts einer schleppenden Verteilung bei den Corona-Impfdosen will New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo Nachschub direkt beim Pharmariesen Pfizer kaufen. Zwar habe Washington neue große Lieferungen der Vakzine versprochen, schrieb Cuomo in einem am Montag veröffentlichten Brief an Pfizer-Chef Albert Bourla. "Bis heute hat die Bundesregierung ihr Versprechen allerdings nicht eingehalten. Tatsächlich wird New York diese Woche nur 250.000 Dosen erhalten, 50.000 weniger als in der Vorwoche." Da Pfizer und der deutsche Hersteller Biontech nicht Teil des US-Programms «Warp Speed» sind, habe die Firma nach Ansicht Cuomos die Möglichkeit, das begehrte Mittel auch direkt an Bundesstaaten zu verkaufen. Bislang sind offiziellen Angaben zufolge eine Million Impfungen im Staat New York verabreicht worden - das entspricht etwa jedem Zwanzigsten der knapp 20 Millionen Menschen. Die Behörden befürchten, dass zäh eintrudelnder Nachschub der Impfungen die langsam an Fahrt aufnehmende Kampagne behindern könnte.

    19.35 Uhr: Bis Mitte Februar 13 Prozent weniger Biontech-Impfstoff in Bayern

    Der Impfstoff-Hersteller Biontech wird bei den vier bis zum 15. Februar anstehenden Lieferungen nach Bayern insgesamt 13 Prozent weniger Impfstoff liefern als geplant. Das teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Montag in München mit. Bei den Erstimpfungen komme es deshalb zu Verzögerungen und Verschiebungen. Zweitimpfungen hätten Vorrang und seien sichergestellt. Die Minderlieferungen würden nach Angaben des Unternehmens ab dem 22. Februar wieder ausgeglichen werden. Biontech und sein US-Partner Pfizer erweitern derzeit ihre Produktion im belgischen Werk Puurs. Das bremst allerdings die Lieferungen in den nächsten Wochen. Holetschek sagte: "Auch ich bin verärgert und fordere klare und verlässliche Zusagen von Biontech/Pfizer sowie von Bund und EU." Für die kommenden Wochen seien Zehntausende Erstimpfungen geplant. Die Corona-Impfungen gingen trotz reduzierter Lieferungen weiter. Die am Montag vorgeplante Lieferung von über 110.000 Impfdosen sei planmäßig eingetroffen.

    19.15 Uhr: Disneyland Paris verschiebt Wiedereröffnung um fast zwei Monate

    Disneyland Paris öffnet frühestens am 2. April wieder und damit fast zwei Monate später geplant. Der Betreiber verweist auf die "in Europa vorherrschenden Bedingungen". Ursprünglich wollte der US-Konzern den Erlebnispark am 13. Februar wiedereröffnen.

    19.00 Uhr: Spanien meldet Rekordanstieg von Neuinfektionen am Wochenende

    Spanien meldet 84.287 Neuinfektionen über das Wochenende, ein Rekord. Zudem wurden 455 weitere Todesfälle verzeichnet.

    18.55 Uhr: Drosten - Kein Grund zur Sorge wegen Mutation in Garmisch

    Der Charite-Virologe Christian Drosten warnt vor Panik angesichts einer in Garmisch-Partenkirchen entdeckten Virus-Variante. "Nur zur Klarstellung: Wir haben keinerlei Hinweis auf eine besondere Mutation", twittert er. "Ich erwarte da im Moment keine Überraschungen." Es gebe "keinen Grund zur Sorge". Bei einem Corona-Ausbruch im Klinikum Garmisch-Partenkirchen war eine Variante des Virus festgestellt worden.

    18.50 Uhr: Internationale Fußball-Transfers: Ablösesummen drastisch eingebrochen

    Die von Fußball-Clubs weltweit gezahlten Ablösesummen sind im vergangenen Jahr drastisch eingebrochen und auf den niedrigsten Wert seit 2016 zurückgegangen. Wie eine am Montag veröffentlichte Erhebung des Weltverbandes FIFA zeigte, wurden im vergangenen Jahr international Spieler für 5,63 Milliarden US-Dollar (4,66 Milliarden Euro) transferiert. Im Vergleich zu 2019 sei das ein Rückgang von 23,4 Prozent, hieß es in dem Report. Selbst im Vergleich zu 2017 sei ein Rückgang der Transfersumme um zehn Prozent zu verzeichnen gewesen. Die Anzahl der grenzüberschreitenden Spielerwechsel ist dagegen nur um 5,4 Prozent zurückgegangen. Dies bedeute, dass die Clubs zwar weiterhin ihre Kader erneuerten, der Preis, den sie dafür bereit waren zu zahlen, aber erheblich niedriger war als in den vergangenen drei Jahren. «Grund für den Rückgang sind sicher die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie», teilte die FIFA mit.

    18.40 Uhr: Mehr als 20 Verdachtsfälle von Corona-Mutationen in Flensburg

    In Flensburg sind mehr als 20 Verdachtsfälle von mutierten Coronaviren festgestellt worden. Es handle sich um Laborergebnisse, die jetzt an das nationale Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin gingen zwecks Bestätigung und Feststellung, um welche Mutation es sich genau handele, sagte Flensburgs Stadtsprecher Clemens Teschendorf am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das «Flensburger Tageblatt» online berichtet. Die Ergebnisse aus Berlin werden laut Teschendorf Mitte der Woche erwartet. Erst dann werde es Klarheit geben, ob es sich tatsächlich um die Variante handelt, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war. Sie steht im Verdacht, besonders ansteckend zu sein. Das Gesundheitsministerium von Schleswig-Holstein hatte bereits bekannt gegeben, dass die in Großbritannien verbreitete und auch in Dänemark nachgewiesene Mutation des Coronavirus mit hoher Wahrscheinlichkeit Schleswig-Holstein erreicht habe.

    18.30 Uhr: Britische Corona-Mutation erstmals in Tschechien nachgewiesen

    Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist in Tschechien angekommen. Die Variante sei in ersten Proben nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden in Prag am Montag mit. «Es scheint, dass derzeit etwa zehn Prozent aller Proben, die wir untersuchen, diese Virusvariante enthalten», sagte Gesundheitsminister Jan Blatny. Die britische Variante sei wohl ansteckender, aber nicht gefährlicher als das ursprüngliche Virus, erläuterte der Mediziner. Derweil beschloss die Regierung, den wegen der Corona-Pandemie verhängten Notstand erneut zu verlängern. Es gebe dazu keine Alternative, sagte Innenminister Jan Hamacek nach einer Kabinettssitzung am Montag. Das Parlament muss der geplanten Verlängerung um einen Monat bis zum 21. Februar noch zustimmen.

    18.20 Uhr: WHO: Bisher erst 25 Impfdosen in einem der ärmsten Länder gespritzt

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut die gewaltige Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den armen Ländern scharf kritisiert. Während in mindestens 49 wohlhabenden Staaten inzwischen 39 Millionen Dosen verabreicht worden seien, liege die Zahl der gespritzten Dosen in einem der besonders armen Länder bei gerade einmal 25, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag zum Auftakt einer mehrtägigen Sitzung des WHO-Exekutivrates.

    18.10 Uhr: Maßnahmen-Katalog für weiteres Vorgehen: Lockdown wohl bis Februar

    Angesichts der weiter kritischen Corona-Lage müssen sich die Menschen in Deutschland auf längere Alltagsbeschränkungen bis in den Februar hinein gefasst machen. Dazu könnten auch neue Vorgaben zu stärker schützenden Masken und zum Arbeiten von zu Hause kommen, wie vor Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Dienstag deutlich wurde. Es müsse darum gehen, schneller wieder auf "ein handhabbares Niveau" der Infektionszahlen zu kommen, als es nach bisherigem Stand möglich wäre, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Akute Sorge macht auch eine neue, wohl deutlich ansteckendere Virus-Variante.

    17.55 Uhr

    Der Formel-1-Klassiker von Monaco in diesem Jahr soll nach dem Willen der Veranstalter wie geplant stattfinden. Der Automobilclub des Fürstentums bekräftigte am Montag, dass der Grand Prix Spekulationen zum Trotz vom 20. bis zum 23. Mai ausgetragen werden soll. Zuletzt hat es Gerüchte gegeben, wonach vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Austragung der Großen Preise von Aserbaidschan, Monaco und Kanada fraglich seien.

    17.45 Uhr: Großbritannien meldet mehr als vier Millionen Geimpfte

    In Großbritannien sind inzwischen mehr als vier Millionen Menschen geimpft. Die Gesundheitsbehörde Public Health England verzeichnet für das ganze Land zudem 37.535 Neuinfektionen und 599 neue Todesfälle. In Großbritannien leben etwa 66,7 Millionen Menschen.

    17.30 Uhr: Gesamtzahl von Neuinfektionen wohl unter 9.000

    Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz melden 471 Neuinfektionen innerhalb eines Tages und liefern damit wie Bayern aktuelle Zahlen nach. Das Robert-Koch-Institut (RKI) erhielt zuvor von beiden Ländern unvollständige Daten. Mit den neuen Zahlen der beiden Länder steigen die am Montag veröffentlichten Infektionen bundesweit auf knapp 8.800. Das RKI hatte zunächst 7.174 gemeldet. Dennoch lägen die Zahlen - wie in den vorangegangenen Tagen - damit deutlich unter den Werten der Vorwoche. Es wären sogar die niedrigsten Montagszahlen seit Ende Oktober.

    17.20 Uhr: Müller (SPD) gegen weitere private Corona-Auflagen

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller lehnt weitere Einschränkungen in der Privatsphäre ab. "Wir haben den Menschen viel zugemutet. Wir haben das Familienleben wirklich kaum noch ermöglicht, so wie man es bisher kannte", sagt der SPD-Politiker im Sender Phoenix. "Und jetzt weiter diese Schraube anzudrehen und zu sagen: Wir wollen, dass es hinter den verschlossenen Wohnungstüren jetzt noch weitere Einschnitte gibt – das ist mit mir auch nicht mehr zu machen." Konkret zu Ausgangssperren sagt Müller, er sei momentan dagegen, "es verbindlich für alle zu regeln, auch für die, die niedrige Infektionszahlen haben".

    17.02 Uhr: SPD-Länderchefs für Lockdown-Verlängerung bis Mitte Februar

    Bei den Bund-Länder-Beratungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wollen die SPD-Länderchefs nach Angaben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) eine Verlängerung der Einschränkungen im öffentlichen Leben bis zum 14. Februar vorschlagen. Bei einer Besprechung am Sonntagabend habe es Einigkeit gegeben, sich dies vorstellen zu können, wenn gleichzeitig "die Wirtschaftshilfen schneller kommen", sagte Dreyer in Mainz. Beides müsse miteinander gekoppelt werden. Es sei keine leichte Entscheidung, "dass der Shutdown verlängert wird um zwei wochen", sagte Dreyer. Es sei "aber genauso wichtig, dass wir mit den Zahlen weiter runterkommen wollen und müssen." Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sei zwar zuletzt zurückgegangen. "Es ist aber auch klar, dass wir noch ein ganzes Stück entfernt sind von dem, was wir erreichen wollen."

    16.55 Uhr: Familienkassen haben Bonus für 16 Millionen Kinder ausgezahlt

    Der Corona-Kinderbonus der Bundesregierung in Höhe von 300 Euro pro Kind ist weitestgehend ausgezahlt. Die Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit hätten das Geld in knapp zehn Millionen Fällen für insgesamt über 16 Millionen Kinder ohne größere Verzögerungen ausgezahlt, teilte die Bundesagentur in Nürnberg mit. Der Kinderbonus war beschlossen worden, um die geschwächte Kaufkraft zu stärken und indirekt Arbeitsplätze zu sichern. Dabei sollten besonders Familien mit geringerem bis mittlerem Einkommen und mehreren Kindern finanziell unterstützt werden. Anspruch haben diejenigen Familien, die in mindestens einem Monat des vergangenen Jahres auch Anspruch auf Kindergeld hatten.

    16.07 Uhr: Mehr als 6.000 Menschen laut RKI zweifach gegen Covid-19 geimpft

    Rund drei Wochen nach dem Covid-19-Impfstart in Deutschland haben mindestens 6.581 Menschen die nötige zweite Dosis erhalten. Das geht aus am Montag veröffentlichten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor, die auf den Meldungen der Länder basieren (Stand: 11.00 Uhr). Die erste Dosis haben demnach bislang insgesamt rund 1,1 Millionen Menschen gespritzt bekommen. Die höchsten Quoten bezogen auf die erste Dosis weisen im Bundesländer-Vergleich Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf (je 2,3 Prozent), die niedrigste hat Baden-Württemberg (1 Prozent). Weil es bislang nur begrenzte Mengen an Impfstoff gibt, werden derzeit bevorzugt Pflegeheimbewohner sowie Berufsgruppen wie Mediziner und Pflegekräfte geimpft.

    16.00 Uhr: Günther hält Lockdown-Verlängerung für sinnvoll

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält eine Verlängerung des derzeit bis Ende Januar befristeten Lockdowns für sinnvoll. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Inzidenz bis Monatsende unter 50 liege, sagte er in Kiel. Bund und Länder beraten am Dienstag, ob der Lockdown verlängert oder noch verschärft werden muss. Schleswig-Holstein sei nicht in der Situation, "besonders groß von den Bundesregeln abzuweichen", so Günther. In anderen Ländern müssten Regeln teils nachgeschärft werden. Bei der Umsetzung der Beschlüsse gingen die Bundesländer unterschiedlich vor.

    15.35 Uhr: In Erding wegen Impfstoffmangel nur Zweitimpfungen

    Auch der Landkreis Erding wird beim Impfen erst einmal ausgebremst: Weil der Landkreis nun eine kleine Menge neuen Impfstoff bekommen hat, werden derzeit lediglich Zweitimpfungen vorgenommen. Im Landratsamt geht man davon aus, dass die Lieferungen auch in den kommenden Wochen "deutlich geringer ausfallen" werden. Über 80-Jährige, die zu Hause leben und sich im Impfzentrum erst einmal die erste Spritze geben lassen wollen, gehen somit momentan leer aus. Insgesamt wurden im Landkreis Erding bisher knapp 2.100 Menschen geimpft.

    15.20 Uhr: Heil will Arbeitschutzregeln verschärfen

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Regeln für den Corona-Schutz am Arbeitsplatz verschärfen und zudem den Druck auf Arbeitgeber erhöhen, mehr Homeoffice zu ermöglichen. Über seine Vorschläge werde am Dienstag in der Runde der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten beraten, teilt Heil mit. Rechtsgrundlage dafür sei das Arbeitsschutzkontrollgesetz. Zum einen wolle er den Aufruf für mehr Homeoffice "mit mehr Verbindlichkeit versehen". Die Verlagerung der Arbeit nach Hause müsse dort angeboten werden, "wo immer es geht und betrieblich auch darstellbar ist". Zum anderen würden die Regeln für den Schutz am Arbeitsplatz verschärft. Dabei gehe es um Hygiene, Abstände oder auch Testungen. Details werde er am Mittwoch vorstellen, sofern es eine Einigung gebe.

    14.50 Uhr: Bundesinnenministerium schließt Grenzkontrollen nicht aus

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie schließt die Bundesregierung auch nationale Grenzkontrollen nicht aus. Für die Bund-Länder-Gespräche am Dienstag lägen derzeit alle denkbaren Optionen auf dem Tisch, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Berlin. Ob und inwieweit eine entsprechende Entscheidung getroffen werde, bleibe aber den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten vorbehalten. Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine einheitliche europäische Corona-Strategie angemahnt. "Sollte dies weiter nicht gelingen, wären Grenzkontrollen sinnvoll."

    14.45 Uhr: Athen erwägt Öffnung griechischer Skigebiete

    Der Corona-Stab der griechischen Regierung will bei seinem nächsten Treffen am Freitag erörtern, ob es möglich ist, die Skigebiete des Landes zu öffnen. Bisher sind Reisen innerhalb Griechenlands den Bürgern wegen Corona bis auf wenige Ausnahmen wie etwa den Weg zur Arbeit verboten. Diese Maßnahme stehe derzeit zur Diskussion, sagte der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Adonis Georgiadis, am Montag dem Fernsehsender Skai. "Wenn die Epidemie es zulässt, haben wir dann unter anderem vor, die Skigebiete zu öffnen, da es sich dabei um saisonale Betriebe handelt, die ohne Reisefreiheit nicht arbeiten können." Griechenland hat rund 25 Skigebiete.

    14.40 Uhr: Polizei löst religiöse Versammlung mit 170 Teilnehmern auf

    Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Berliner Polizei am Sonntagabend eine religiöse Versammlung mit mehr als 170 Teilnehmern aufgelöst. Laut dem am Montag veröffentlichten Polizeibericht trug keiner der Anwesenden im Gemeindesaal eine Mund-Nasen-Bedeckung, hinreichende Abstände sollen ebenfalls nicht eingehalten worden sein. Ebenso fehlten offenbar eine Anwesenheitsliste zur Kontaktnachverfolgung und ein Hygienekonzept. Eine Anwohnerin hatte die Polizei verständigt. Um welche Gemeinde es sich handelte, teilte die Polizei nicht mit. Laut lokalen Medienbericht ereignete sich der Vorfall in der "Jesus-Miracle-Harvest-Church".

    14.35 Uhr: Saarländischer Ministerpräsident Hans will Debatte über Privilegien in der Fußball-Bundesliga

    Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk die Privilegien für den Profifußball kritisiert. Es gebe viele Ungereimtheiten, über die man bei der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin reden müsse: "Kinder dürfen nicht Fußball spielen, während man in der Bundesliga so weitermacht, als wäre nichts gewesen - auch mit der Mutation, die jetzt im Spiel ist." Das gelte auch für Kontakte am Arbeitsplatz, so Hans: "Wir haben einen harten Lockdown, der viele trifft und dennoch trifft man sich an Arbeitsplätzen so wie vorher. Da müssen wir einfach drüber reden."

    14.20 Uhr: WHO: Erst 25 Covid-19-Impfungen in einem einzigen der ärmsten Länder

    Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die ungleiche globale Verteilung von Corona-Impfstoffen scharf verurteilt. Die Welt steuere auf ein katastrophales moralisches Versagen zu und die Menschen in armen Ländern müssten mit ihrem Leben bezahlen, sagte Tedros in Genf. Es habe erst 25 Impfungen gegen Covid-19 in einem einzigen der ärmsten Länder gegeben, erklärte der Äthiopier Tedros zu Beginn Sitzung des WHO-Exekutivrates. Demgegenüber seien in mindestens 49 reicheren Ländern schon mehr als 39 Millionen Dosen verabreicht worden.

    14.10 Uhr: Polizei beendet illegale Techno-Party in Köln

    In einem Waldstück im Osten von Köln haben in der Nacht zum Sonntag etwa 25 Leute eine Techno-Party gefeiert. Vier junge Männer im Alter zwischen 20 und 23 Jahren hatten eine professionelle Musikanlage aufgebaut und über einen Messengerdienst zu der Party eingeladen. Die Gäste rannten weg, die vier Veranstalter blieben, weil sie andernfalls ihre Anlage im Stich gelassen hätten. Sie müssten sich nun wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung verantworten, teilte die Polizei mit.

    13.52 Uhr: Einreise nach Großbritannien nur noch mit negativem Corona-Test

    Für Reisen nach Großbritannien ist seit Montagmorgen ein negativer Test notwendig. Dieser darf nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen. Trotzdem müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben - egal, aus welchem Land sie kommen. Diese Selbstisolation kann frühestens ab dem fünften Tag durch einen weiteren negativen Corona-Test beendet werden. Die Regelung soll bis mindestens Mitte Februar gelten.

    Am größten Londoner Flughafen Heathrow bildeten sich am Montag lange Schlangen bei den Kontrollen. Einreisende mussten Berichten zufolge länger als eine Stunde warten und beklagten teilweise, es würden dadurch zu große Menschenansammlungen entstehen.

    Die Regierung hat die Einreiseregeln verschärft, um sich effektiver vor der Einschleppung neuer Corona-Varianten aus anderen Ländern zu schützen. Für Brasilien, wo neue Varianten entdeckt wurden, und mehrere andere südamerikanische Länder sowie Portugal gilt sogar ein Einreiseverbot.

    13.43 Uhr: Corona beschert Bayerischem Verfassungsgerichtshof mehr Arbeit

    Die Corona-Pandemie hat dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof jede Menge zusätzliche Arbeit beschert. 2020 seien 238 neue Verfahren eingegangen, rund 100 mehr als im Jahr zuvor. Die erhebliche Zunahme sei auf die aktuelle Pandemiesituation zurückzuführen, teilte das Gericht mit.

    So wurden vergangenes Jahr 13 Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt - alle im Zusammenhang mit Corona. 2019 gab es nur einen Eilantrag. Zudem wurden 119 Popularklagen eingelegt, im Vorjahr waren es nur 22. 104 dieser Klagen drehten sich um Vorschriften, die im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung erlassen wurden. Betroffen waren etwa die bayerischen Verordnungen zu Infektionsschutzmaßnahmen oder zur Quarantäne bei der Einreise in den Freistaat.

    13.32 Uhr: Neue Massen-Tests in der Slowakei angelaufen

    In der Slowakei ist eine neue Runde landesweiter Massen-Coronatests angelaufen. Die Regierung habe beschlossen, den derzeitigen Lockdown mit Massentests zu flankieren, erläuterte Regierungschef Igor Matovic.

    Die neueste Testrunde soll bis Dienstag kommender Woche laufen. Anschließend sollen Slowaken im Alter zwischen 15 und 65 Jahren, die einen negativen PCR- oder Schnelltest vorweisen können, sich ohne Auflagen frei bewegen können. In den am schwersten betroffenen Regionen soll später eine dritte Runde von Tests stattfinden. Ab dem 3. Februar soll es dort nur mit einem negativen Testergebnis möglich sein, beispielsweise zur Arbeit zu gehen.

    Anfang November waren bereits 3,6 Millionen der 5,4 Millionen Einwohner auf das Coronavirus getestet worden. Dabei kamen Antigen-Tests zum Einsatz, die ungenauer sind, aber schneller Ergebnisse liefern als sogenannte PCR-Tests. Bei 38.359 Menschen und damit 1,06 Prozent der Getesteten fiel der Test damals positiv aus.

    13.23 Uhr: SPD-Spitze sieht Lockdown-Verschärfungen skeptisch

    Die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sind zögerlich, was eine Verschärfung des Lockdowns angeht. Vor allem müsse es jetzt darum gehen, die bestehenden Maßnahmen besser umzusetzen, sagten sie nach einer Präsidiumssitzung in Berlin.

    "Es geht weniger um Verschärfung durch zusätzliche Maßnahmen als um Verschärfung durch eine konsequentere Anwendung", sagte Walter-Borjans. Dass der Lockdown verlängert werden müsse, stehe angesichts der Infektionszahlen aber außer Frage. Es seien weiter Geduld und Bereitschaft zum Verzicht gefragt.

    Die SPD-Chefs forderten die Ministerpräsidenten auf, ein besonderes Augenmerk auf Pflegeheime und Arbeitsplätze zu legen. Zum einen müsse mehr für den Schutz der Beschäftigten unternommen werden. "Wir brauchen mehr Homeoffice, nicht irgendwann, sondern jetzt", sagte Esken. Wo dies nicht möglich sei, müsse man mindestens wöchentlich testen und Masken auch am Arbeitsplatz tragen. Eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen sei vorerst nicht vorstellbar.

    13.14 Uhr: Gastronomie-Umsatz bricht 2020 ein

    Die Corona-Krise hat dem deutschen Gastgewerbe 2020 das Geschäft verhagelt und einen massiven Umsatzrückgang eingebrockt. Die Erlöse der Branche sanken im Schnitt um 36 (real: 38) Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Grund sind der erste Lockdown im Frühjahr und die altuellen Eindämmungsmaßnahmen im Kampf gegen die Virus-Pandemie. "Nach zehn Wachstumsjahren sind die Umsätze 2020 dramatisch eingebrochen", sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges vom Branchenverband Dehoga: "Lage und Stimmung im Gastgewerbe sind katastrophal. Verzweiflung und Existenzängste machen sich breit."

    Drei von vier Gastronomen und Hoteliers bangen einer Umfrage zufolge angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie um ihre Existenz. 75,5 Prozent von 12.000 Betrieben gaben dies an, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) kürzlich erklärt hatte.

    12.56 Uhr: Maas mit Vorstoß für Impf-Privilegien in SPD weiter isoliert

    Bundesaußenminister Heiko Maas findet in der SPD-Spitze weiter keinen Rückhalt für seinen Vorstoß, für Geimpfte bestimmte Einschränkungen aufzuheben. Parteichefin Saskia Esken sagt, man solle jetzt nicht Schritt für Schritt die Einschränkungen nur für diejenigen lockern, "die an eine Impfung herangekommen sind". Alle Menschen sehnten sich nach mehr Begegnungen oder den Besuch von Gaststätten oder Kultureinrichtungen. Es gelte daher, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und auch durch eine verstärkte Impfstrategie dazu zu kommen, für alle die geltenden Einschränkungen Schritt für Schritt lockern zu können.

    12.50 Uhr: Bayern verschiebt alle Schulabschlussprüfungen

    Nach den Abiturprüfungen werden wegen der Corona-Pandemie in Bayern auch an allen anderen Schularten die Abschlussprüfungen verschoben: an Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen um zwei, an den Fachoberschulen und Berufsoberschulen sogar um gut drei Wochen. Das teilte das Kultusministerium in München mit. In der Oberstufe der Gymnasien und in der Grundschule wird zudem die Zahl der Klausuren und Probearbeiten nochmals reduziert - eine Folge der derzeitigen, bislang bis Monatsende befristeten Schulschließungen.

    "Dieses Schuljahr im Zeichen der weltweiten Corona-Pandemie erfordert besondere Maßnahmen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). "Wichtig ist mir: Wir ermöglichen allen Jugendlichen in den jeweiligen Abschlussklassen faire Bedingungen für ihre anstehenden Prüfungen." Auch in Klasse vier, wenn der Übertritt auf weiterführende Schulen ansteht, nehme man zeitlichen Druck heraus.

    12.32 Uhr: Bundesbank warnt vor Rückschlag für deutsche Wirtschaft

    Die Bundesbank warnt vor einem spürbaren Rückschlag für die deutsche Wirtschaft. Dieser könne eintreten, wenn das Infektionsgeschehen nicht deutlich nachlasse und die Beschränkungen des Wirtschaftslebens länger fortbestehen oder weiter verschärft werden, teilte die Notenbank in ihrem Monatsbericht Januar mit.

    Es gebe aber auch ermutigende Signale hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Stützend wirke, "dass sich unter anderem aufgrund des erzielten Handelsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich die Perspektiven für das Auslandsgeschäft verbesserten", führte die Bundesbank aus. Sie rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2020 in etwa stagniert hat. Zu einem größeren Rückschlag sei es nicht gekommen. Einige Bereiche der Wirtschaft hätten sich weiter erholt.

    12.25 Uhr: Steinmeier wirbt um Verständnis für Corona-Maßnahmen

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hofft angesichts möglicher verschärfter Corona-Maßnahmen auf Verständnis in der Bevölkerung. "Jeder Mensch in Deutschland muss wissen, die Einschränkungen, die ich jetzt habe, leisten einen Beitrag dazu, dass die Intensivstationen in den Krankenhäusern nicht noch weiter überlastet werden", sagte Steinmeier in Berlin. Er freue sich darüber, "dass trotz mancher kritischer Diskussion, die wir haben, die übergroße Mehrheit Vernunft zeigt", fügte der Bundespräsident hinzu.

    Steinmeier zeigte sich zuversichtlich, dass die Pandemie bewältigt wird. "Die Impfungen haben begonnen. Das ist das entscheidende Licht am Ende des Tunnels", sagte der Bundespräsident am Rande der Vergabe der "Sterne des Sports" an besonders engagierte Vereine. Er räumte aber auch ein: "Wie lang der Tunnel noch ist, das wissen wir im Moment nicht."

    11.30 Uhr: Mittelstand warnt vor Folgen von Industrie-Lockdown

    Der Mittelstand warnt vor schwerwiegenden Folgen eines Lockdowns der Industrie. "Unternehmen lassen sich nicht wie eine Glühbirne nach Belieben aus- und einschalten", sagt Markus Jerger vom Mittelstandsverband BVMW. "Ein totaler Lockdown würde insbesondere im Produzierenden Gewerbe für viele Betriebe das Aus bedeuten und dadurch massiven volkswirtschaftlichen Schaden anrichten." Priorität müsse haben, die Impflogistik zu verbessern.

    11.21 Uhr: Handelsverband Deutschland warnt vor Verlängerung des Lockdowns

    Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland e.V., Stefan Genth, befürchtet dramatische Folgen für Innenstadthändler, wenn der Corona-Lockdown verlängert wird. Genth sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, für Innenstadthändler sei das Jahr 2020 ein absolutes Katastrophenjahr gewesen. Viele Nicht-Lebensmittel-Geschäfte hätten ihr Eigenkapital aufgebraucht. Damit könnten keine Löhne, Gehälter und Frühjahrsware mehr bezahlt werden. "Das sind übrigens über 90 Prozent mittelständische Unternehmen, also Schuhgeschäfte, Sportgeschäfte, die hier dramatisch betroffen sind. Es geht um über 200.000 Arbeitsplätze."

    11.16 Uhr: Spahn: Noch keine Ausnahmen für Immunisierte

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich dagegen ausgesprochen, zum jetzigen Zeitpunkt schon Ausnahmen für Geimpfte von den Beschränkungen im öffentlichen Leben zu machen, begrüßt aber die Diskussion. Man müsse diskutieren, was man mit denjenigen mache, die gegen Covid-19 immun sind, sagte Spahn. Er verwies dabei auf die inzwischen mehr als zwei Millionen Deutschen, die das Coronavirus bereits hatten, und die bislang 1,1 Millionen Geimpften. Zugleich betonte er, die Diskussion könne nicht zu einem Ergebnis führen, wenn man nicht wisse, ob Immunisierte selbst nicht mehr ansteckend sind. Solange dies nicht geklärt sei, "kann eine Impfung aus meiner Sicht noch nicht dazu führen, dass es Ausnahmen von den Einschränkungen geben kann", sagte der Minister.

    11.08 Uhr: Kassen leer: Maredo entlässt fast alle Mitarbeiter

    Die insolvente Steakhaus-Kette Maredo hat fast allen Mitarbeitern gekündigt. Weil kaum noch Liquidität vorhanden sei für die Zahlung von Löhnen und Gehältern, sei man zu diesem Schritt gezwungen, heißt es in einem Brief der Chefetage an die Belegschaft. Nur eine Rumpftruppe in der Verwaltung arbeitet vorerst weiter. Zuvor hatte das Branchenportal Food Service darüber berichtet. Maredo hatte im März 2020 Insolvenzantrag gestellt. Von 35 Restaurants wurden 20 zugemacht, etwa die Hälfte der rund 950 Beschäftigten musste gehen. Die coronabedingten Schließungen ab November waren ein weiterer Rückschlag. Die Bitte um Corona-Hilfen schlug der Staat nach Angaben der Steakhaus-Kette aus.

    10.50 Uhr: 46 antisemitische Vorfälle auf Corona-Demos dokumentiert

    In Bayern gab es nach Angaben von RIAS Bayern in den ersten acht Monaten 2020 insgesamt 58 antisemitische Vorfälle mit einem verschwörungsideologischen Hintergrund. 46 davon seien auf Kundgebungen und Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen dokumentiert worden, teilte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) am Montag in München mit. Sie hat nun eine Broschüre zum Thema "Verschwörungsdenken und Antisemitismus im Kontext von Corona" veröffentlicht. Darin werde nicht nur geklärt, wieso dies bei bestimmten Menschen attraktiv sei, sondern auch, wie man darauf reagieren könne.

    10.34 Uhr: Berliner sollen weiter den Impfstoff selbst wählen können

    Berlinerinnen und Berliner sollen weiterhin wählen können, welchen Impfstoff sie bevorzugen. Die Wahlfreiheit ergebe sich einfach aus dem Impfmanagement in der Stadt, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. "Was spricht dagegen, wenn man weiß, in diesem Impfzentrum gibt es Impfstoff XY, dass man sich danach dann auch richten kann?", fragte die Senatorin. "Ich werde kein Geheimnis daraus machen, in welchem Impfzentrum gerade welcher Impfstoff geimpft wird." Daraus ergebe sich von selbst, dass sich die Menschen, die geimpft werden möchten, mit dem Impfzentrum auch für einen bestimmten Impfstoff entschieden.

    10.32 Uhr: 170 Teilnehmer bei Gottesdienst in Berlin angetroffen

    Mehr als 170 Menschen hat die Berliner Polizei am Samstagabend in einer Kirche im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen angetroffen. "Offenkundig sollte in der Kirche ein Gottesdienst abgehalten werden", sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Der Veranstalter hatte mit einer Teilnehmerzahl im niedrigen zweistelligen Bereich gerechnet, wie er gegenüber den Beamten angab. Für die Veranstaltung lag kein Hygienekonzept vor, Anwesenheitslisten wurden nicht geführt. Zusätzlich zu rund 170 Erwachsenen, deren Personalien von der Polizei aufgenommen wurden, waren auch zahlreiche Kinder anwesend. Laut der Polizeisprecherin nahm der Veranstalter die Hilfe der Beamten bei der Auflösung der Veranstaltung an. Die Polizei ermittelt wegen einer Ordnungswidrigkeit im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung.

    10.24 Uhr: Spahn ordnet Suche nach hochansteckenden Virus-Mutationen an

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verpflichtet Labore, gezielt nach hochansteckenden Virus-Mutationen zu suchen. Das sieht eine von Spahn am Montag vorgestellte Verordnung zur Gen-Sequenzierung vor. Ziel ist es demnach, künftig mindestens fünf Prozent der Positivproben auf Gen-Mutationen zu untersuchen. "Wir wollen einen besseren Überblick über die in Deutschland zirkulierenden Virusvarianten", sagte der CDU-Politiker. Spahn will mit der verstärkten Gen-Sequenzierung erreichen, dass die Behörden mehr Klarheit gewinnen, wie sich die etwa in Großbritannien und Südafrika aufgetretenen Virus-Mutationen ausbreiten. Zuletzt hatte es Kritik gegeben, dass dies in Deutschland anders als in Großbritannien und Dänemark bisher kaum untersucht wurde. Die Virus-Mutationen gelten als deutlich ansteckender.

    10.19 Uhr: Verkehrsbetriebe warnen vor vollständiger Stilllegung

    Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) spricht sich gegen eine vollständige Stilllegung von Bussen und Bahnen im Zuge der Pandemiebekämpfung aus. "Es gibt zahlreiche Menschen in systemrelevanten Berufen, die auch im Lockdown täglich zur Arbeit müssen und für die Homeoffice keine Option ist. Zudem organisieren die Verkehrsunternehmen bereits in einigen Städten zusätzliche Busverkehre zu den Impfzentren", sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann laut einer Mitteilung vom Montag. Ein funktionierender Nahverkehr mit größtmöglichem Angebot sei nötig, um den Fahrgästen genug Platz und Abstand zu garantieren.

    09.50 Uhr: RKI-Infektionszahlen vom Montag offenbar unvollständig

    Die vom Robert-Koch-Institut am Montag gemeldeten Infektionszahlen sind offenbar unvollständig. Man prüfe derzeit, was der Grund für die wenigen Meldungen etwa aus Bayern oder Rheinland-Pfalz seien, sagte eine Sprecherin des Instituts am Morgen. Das RKI hatte 7141 neue Fälle auf seiner Internetseite gelistet, gut 5000 weniger als vor einer Woche. Auffällig ist allerdings, das Bayern demnach nur rund 270 Fälle gemeldet hat, nachdem es vor einer Woche am Montag deutlich über 2000 waren. Aus Rheinland-Pfalz waren es nur insgesamt zwei. Auch Schleswig-Holstein meldete auffällig niedrige Zahlen.

    09.46 Uhr: England lädt mit Über-70-Jährigen zweite Gruppe zum Impfen ein

    In England sollen nun auch die Über-70-Jährigen sowie medizinisch besonders gefährdete Menschen eine Einladung zur Corona-Impfung erhalten. Mehr als die Hälfte der Über-80-Jährigen in Großbritannien haben nach Angaben der Regierung bereits ihre erste Impfdosis erhalten. Die übrigen sollen bei Terminen weiterhin Priorität genießen, genauso wie Personal in Pflegeheimen oder medizinischen Berufen. Um die bestehenden Kapazitäten bestmöglich auszunutzen, solle aber bereits die nächste Gruppe für Termine kontaktiert werden. In einigen Regionen Englands haben bereits große Teile der Bevölkerung über 80 eine Impfung erhalten. Die Regierung hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis Mitte Februar 15 Millionen Menschen - und damit die am meisten von Covid-19 gefährdeten Gruppen - zu impfen.

    09.00 Uhr: Neuinfektionen in der Ukraine fallen auf September-Niveau

    Die Ukraine meldet mit etwas über 3000 Neuinfektionen den geringsten Zuwachs an täglich registrierten Fällen seit Ende September. Das Land hatte am 8. Januar unter anderem Schulen und Restaurants geschlossen und die Zahl der Neuinfektionen zunächst auf unter 10.000 drücken können von Rekordhöhen Mitte Dezember. Der Lockdown soll nun wie geplant am kommenden Montag enden. Insgesamt sind in der Ukraine rund 1,2 Millionen Ansteckungen und knapp 21.000 Tote gemeldet. Zuletzt kamen 67 Todesfälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

    08.56 Uhr: Corona-Maßnahmen an bestimmten Stellen nachschärfen

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hält trotz der zuletzt etwas gesunkenen Corona-Zahlen eine Verschärfung der Maßnahmen für nötig. Die jetzige Tendenz sei durchaus positiv, "aber sie muss nachhaltig gestaltet werden", sagt Haseloff im Deutschlandfunk. Zumal infektiösere Virus-Mutationen eine Gefahr darstellten. Es sei ganz klar, dass an bestimmten Stellen nachgeschärft werden müsse, um das, was andere Länder erlebt hätten, in Deutschland vermeiden zu können. Vor allem müssten die beschlossenen Maßnahmen erst einmal konsequent umgesetzt werden. Ein Herunterfahren der Wirtschaft lehnte er ab. Schließlich sei die Wirtschaft die Basis dafür, dass die Maßnahmen bezahlbar blieben.

    08.50 Uhr: Griechenland öffnet Geschäfte wieder

    Nach monatelangem Lockdown haben in Griechenland die Geschäfte am Montag wieder geöffnet. Eine leichte Lockerung hatte es zuvor seit November nur über die Weihnachtsfeiertage gegeben. Die Regierung in Athen begründet den Schritt mit der niedrigen Zahl der Neuinfektionen, appelliert aber die Bürger, sich weiterhin an die strengen Maßnahmen zu halten. "Wenn die Regeln nicht eingehalten werden, haben wir keine andere Wahl, als die Geschäfte wieder zu schließen", warnte Vize-Regierungschef Adonis Georgiadis im Fernsehsender Skai am Montagmorgen.

    08.21 Uhr: Spahn: Zahl Neuinfektionen immer noch zu hoch

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht das Sinken der Neuinfektionszahlen noch nicht als ausreichend an. Es gebe zwar eine leichte Entspannung auch auf den Intensivstationen mit zehn bis 15 Prozent weniger Corona-Intensivpatienten, sagt der CDU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin. "Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen", fügt er hinzu und verweist zudem auf die Gefahr von sich ausbreitenden Virus-Mutationen, die als infektiöser gelten. "Daher macht es Sinn, die Zahlen so weit wie möglich runterzubringen", sagt er.

    08.04 Uhr: Scholz: Wollen Zugang zu Corona-Hilfen vereinfachen

    Die Bundesregierung bemüht sich laut Finanzminister Olaf Scholz um einen leichteren Zugang zu den Corona-Hilfen. Sein Ressort sei im intensiven Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium, um die Verfahren für die Überbrückungshilfe einfacher zu gestalten, sagt Scholz laut einem Tweet seines Ministeriums dem rbb-inforadio. Zudem sollten die Abschlagszahlungen für Corona-Hilfen erweitert werden. "Auch für Saisonware wollen wir bei der Überbrückungshilfe eine zusätzliche Regelung finden, um Unternehmen zu helfen", so Scholz. "Weil wir mit dem öffentlichen Haushalt in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet haben, können wir auch bei einem längeren Lockdown durchhalten."

    07.23 Uhr: Japans Regierungschef hält an Olympischen Sommerspielen fest

    Der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga bekräftigt, an den Olympischen Spielen in Tokio in diesem Sommer trotz des wachsenden öffentlichen Widerstands angesichts steigender Corona-Zahlen festhalten zu wollen. "Wir werden die Vorbereitungen vorantreiben, mit der Entschlossenheit, wasserdichte Infektionsschutzmaßnahmen zu schaffen und eine Veranstaltung auszurichten, die der Welt Hoffnung und Mut bringen kann", sagt Suga im Parlament. Zuletzt hatten sich in Umfragen rund 80 Prozent der Japaner für eine erneute Verschiebung der Olympischen Spiele oder sogar eine Absage ausgesprochen. Zudem hatte kürzlich mit dem Minister für Verwaltung und Reformen, Taro Kono, ein erstes Kabinettsmitglied Zweifel geäußert und erklärt, dass die Spiele möglicherweise nicht wie geplant stattfinden werden. Sie waren 2020 wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden.

    07.18 Uhr: SPD-Chef Walter-Borjans gegen Maas-Vorstoß für Geimpfte

    Auch SPD-Chef Nobert Walter-Borjans weist den Vorstoß seines Parteikollegen Heiko Maas für mehr Freiheiten für Geimpfte zurück. Zum einen sei unklar, ob Geimpfte noch ansteckend seien, sagt Walter-Borjans im Deutschlandfunk. Zum anderen sei es schwer zu entscheiden, wer genau was dürfe. Und grundsätzlich setze er auf Solidarität: "Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass ich als einer der schon etwas Älteren später dann zu Veranstaltungen gehen darf, während die jungen Menschen zu Hause bleiben müssen, weil sie noch nicht geimpft sind", sagt der 68-Jährige. Bundesaußenminister Maas hatte sich zuvor für eine Aufhebung von Corona-Beschränkungen für Geimpfte ausgesprochen. Er bekam bereits Gegenwind von seinen Kabinetts- und Parteikollegen Finanzminister Olaf Scholz und Justizministerin Christine Lambrecht. Auch im Gesundheitsministerium gibt es Widerstand.

    06.46 Uhr: Erneut volle Strände in Rio trotz Pandemie

    Trotz weiter steigender Corona-Zahlen sind die Strände der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro voll. Dicht an dicht drängten sich die Besucher zwischen den bunten Sonnenschirmen an den weltberühmten Stränden von Copacabana und Ipanema, wie auf Fotos vom Sonntag zu sehen war. Viele trugen keine Maske. Die Menschen hätten die Pandemie inzwischen "völlig banalisiert", zitierte das Nachrichtenportal "G1" die Wissenschaftlerin Chrystina Barros von der Bundesuniversität Rio de Janeiro angesichts der Bilder. "s ist Sommer, also sind sie (der Einschränkungen) müde und die Anziehungskraft der Strände ist sehr groß. Leider geht's nicht mehr. Wir sehen keine Möglichkeit zu glauben, dass wir das Gewissen der Menschen gewinnen können."

    06.39 Uhr: Venezuela schickt Sauerstoff-Flaschen in den Amazonas

    Venezuela hat laut Angaben des sozialistischen Staatspräsidenten Nicolas Maduro sechs LKW-Ladungen voller Sauerstoff-Flaschen in Richtung des brasilianischen Amazonas geschickt. Dort steht das Gesundheitssystem angesichts überfüllter Krankenhäuser inmitten der Corona-Pandemie vor dem Zusammenbruch. Vor allem fehlt es an Sauerstoff zur Behandlung von Covid-19-Patienten. "Das brasilianische Volk sollte wissen, dass wir bereit sind Brasilien so viel zu helfen wie wir nur können", sagte Maduro am Sonntag laut lokalen Medienberichten.

    06.27 Uhr: USA: Rund 162.000 Neuinfektionen und 1.775 weitere Tote

    In den USA ist die Zahl der Corona-Infektionen binnen 24 Stunden um mindestens 162.166 auf 23,74 Millionen gestiegen. Das geht aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten hervor. Mindestens weitere 1775 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus. Insgesamt werden nun 397.323 Todesfälle gezählt. Die USA weisen weltweit die meisten Ansteckungen und Todesfälle auf.

    05.52 Uhr: Guide Michelin hält trotz Corona-Krise an Sternevergabe fest

    Der Gastronomieführer Guide Michelin will am Montag (12.00 Uhr) mitteilen, welche Spitzenrestaurants im Stammland Frankreich mit einem, zwei oder drei Sternen ausgezeichnet werden. Wegen der Corona-Beschränkungen fällt die übliche Galaveranstaltung mit Publikum aber aus. Das Branchenereignis ist auf dem Pariser Eiffelturm geplant und soll über soziale Netzwerke übertragen werden.

    05.32 Uhr: 7.141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 7.141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 134,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

    05.01 Uhr: Europäische Investitionsbank: Können Impfstoffproduktion unterstützen

    Die Europäische Investitionsbank ist bereit, Europas Impfstoffhersteller bei der Ausweitung der Impfstoffproduktion finanziell zu unterstützen. Ihr Präsident Werner Hoyer sagte der "Welt": "Wir können uns da nur anbieten. Wir bestellen den Impfstoff ja nicht selbst. Aber wir standen und stehen immer zur Verfügung." Die Bank stehe auch bereit, Investitionen in größere Produktionskapazitäten zu unterstützen, damit mehr Impfstoff geliefert werden kann. Hoyer verteidigte zudem die Impfstoffpolitik von Bundesregierung und EU-Kommission. Beiden wird vorgeworfen, die Impfstoffe gegen Covid-19 zu spät und zu zögerlich bestellt zu haben. "Jetzt sind ja alle Hobbyvirologen und wollen immer schon gewusst haben, dass Biontech die Lösung ist. Aber so klar war die Lage vor zehn Monaten nicht", sagte Hoyer mit Blick auf den Impfstoff von Biontech/Pfizer. "Deshalb wäre es ein Fehler gewesen, wenn die Bundesregierung oder die EU-Kommission bei ihren Bestellungen alles auf eine Karte gesetzt und nur bei einem Anbieter bestellt hätten."

    04.14 Uhr: Bolsonaros Erzfeind startet Corona-Impfungen in Brasilien

    Eine dunkelhäutige Krankenschwester eines Krankenhauses der Metropole Sao Paulo am Sonntagnachmittag (Ortszeit) die erste Corona-Impfung Brasiliens erhalten. Nur Minuten, nachdem die zuständige Behörde Anvisa die Notfallzulassung für den chinesischen Impfstoff Coronavac erteilte, startete Sao Paulos Gouverneur Joao Doria, die Impfkampagne. Die Zentralregierung von Präsident Jair Messias Bolsonaro verurteilte den Impfstart in Sao Paulo als "Marketing-Putsch". Sao Paulos Regierung hatte ein eigenes Abkommen mit dem chinesischen Unternehmen Sinovac über die Herstellung von Coronavac abgeschlossen. Bolsonaro, der sich mehrfach gegen die chinesische Impfung ausgesprochen hatte, setzte derweil auf eine Zusammenarbeit mit dem Hersteller Astrazeneca/Oxford. Anvisa hatte neben Coronavac auch dem Impfstoff aus Oxford eine Notfallzulassung erteilt. Allerdings scheiterte am Freitag der Versuch der Zentralregierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs aus Indien zu importieren. Eine Zeremonie mit Bolsonaro musste abgesagt werden.Nun verlangt die Zentralregierung die Herausgabe der rund sechs Millionen chinesischen Impfdosen, die in Sao Paulo lagern.

    04.12 Uhr: Euro-Finanzminister tagen zu Risiken der Corona-Krise

    Die Finanzminister der Eurozone beraten am Montag über die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken der Corona-Krise (15.00 Uhr). In einer Video-Konferenz befassen sich die Minister mit einem von der EU-Kommission vorgestellten Aktionsplan gegen ausfallgefährdete Kredite. Zudem soll über die nationalen Pläne für die Verwendung der Gelder aus dem 750 Milliarden Euro schweren EU-Hilfsplan gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie diskutiert werden.

    03.58 Uhr: Chinas Wirtschaft wächst 2020 um 2,3 Prozent

    Chinas Wirtschaft ist trotz der Corona-Pandemie im Jahr 2020 gewachsen. Nach einem Dämpfer in den ersten drei Monaten gab es unter dem Strich für das gesamte Jahr ein Plus von 2,3 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Montag mitteilte. China ist damit nach bisherigen Prognosen die einzige größere Volkswirtschaft, die im Jahr 2020 nicht geschrumpft ist.

    03.42 Uhr: Altmaier spricht sich für Verschärfung des Lockdowns aus

    Vor dem Spitzentreffen der Ministerpräsidenten zu Beratungen über die Corona-Krise hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für eine Verschärfung des Lockdowns ausgesprochen. "Was wir uns wirtschaftlich am wenigsten leisten können, ist die Verschärfung der Pandemie", sagte Altmaier der "Rheinischen Post". Er warnte vor einer Ausbreitung von mutierten Formen des Coronavirus. Bei dem Bund-Länder-Treffen müssten die Weichen so gestellt werden, "dass wir in den nächsten Wochen die Infektionswelle endgültig brechen und ein erneutes Hochschießen der Dynamik bis Ostern verhindern", sagte der Minister. Das bedeute jedoch nicht, dass die Wirtschaft herunterfahren müsse.

    03.30 Uhr: Bundesrats-Sondersitzung zu Extra-Kinderkrankentagen

    Zum fünften Mal in der Corona-Krise kommt der Bundesrat an diesem Montag (15.00 Uhr) zu einer Sondersitzung zusammen. In der Länderkammer soll abschließend über die Aufstockung der Kinderkrankentage beraten werden. Mütter und Väter sollen die Krankentage in diesem Jahr auch einsetzen können, wenn sie wegen coronabedingter Einschränkungen an Schulen und Kitas nicht zur Arbeit können. Die Anzahl der Krankentage wird dafür von 10 auf 20 pro Elternteil verdoppelt, für Alleinerziehende von 20 auf 40.

    03.30 Uhr: Unbekannte Corona-Virus-Mutation in Garmisch-Partenkirchen entdeckt

    Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen gibt es einen Corona-Ausbruch bei Patienten und Mitarbeiter - 73 positive Corona-Fälle sind derzeit bekannt und jetzt wurde auch noch eine neue Variante des Corona-Virus entdeckt. Nach Information des Münchner Merkurs soll es sich im eine bislang unbekannte Mutation handeln. Noch ist völlig unklar welche Charakteristik das veränderte Corona-Virus hat. Labormitarbeiter des Klinikums Garmisch-Partenkirchen hatten mit Hilfe eines speziellen Laborgeräts Unregelmäßigkeiten bei drei Corona-Abstrichen festgestellt. Daraufhin wurden die Proben der drei Patienten in die Berliner Charité gesendet. Eine tiefergehende Analyse, bestätigte die Vermutung, dass es sich um eine neue Variante des Corona-Virus handelt. Laut Münchner Merkur war diese Mutation dem Expertenteam um Virologen Dr. Christian Drosten bisher unbekannt. Jetzt soll die Charakteristik dieser Virusvariante entschlüsselt werden, um zu klären was diese Veränderung bewirkt.

    02.30 Uhr: Vizekanzler Scholz rechnet mit zweiwöchiger Lockdown-Verlängerung

    Vizekanzler Olaf Scholz rechnet damit, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag die Corona-Beschränkungen verschärfen und um zwei Wochen verlängern. "Es müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden", sagte der Finanzminister am Sonntagabend im "Bild"-Talk "Die richtigen Fragen". "Ich gehe davon aus, dass das schon 14 Tage sein können, die noch einmal dazu kommen." Ob dazu auch Ausgangssperren gehören, wollte der Vizekanzler nicht ausschließen: "Ich finde, das ist eine mögliche Maßnahme, aber nicht die, die als allererste ansteht." Aus Sorge wegen der weiter kritischen Corona-Lage und einer neuen, wohl ansteckenderen Virus-Variante wollen Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs am Dienstag eine vorgezogene Zwischenbilanz aufmachen.

    01.41 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in China stagniert

    In China stagniert die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden erneut 109 neue Covid-19-Fälle bekannt, wie die Gesundheitsbehörde am Montag in Peking mitteilte. Am Freitag war noch mit 138 der höchste Wert seit dem 1. März 2020 gemeldet wurde. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle liegt den offiziellen Angaben zufolge nunmehr bei 89.336. Die Zahl der Todesfälle blieb mit 4.635 unverändert. Die Behörden haben im Januar mehr als 28 Millionen Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Die Regierung fürchtet, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes die Corona-Epidemie wiederauflebt.

    01.32 Uhr: Söder: Länder müssen Corona-Beschlüsse konsequenter umsetzen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die anderen Bundesländer vor den Bund-Länder-Beratungen aufgefordert, gemeinsam gefasste Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie konsequenter umzusetzen. "Die Hälfte der Länder macht ja was ganz anderes" sagte der CSU-Chef am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will". Deshalb stelle sich immer wieder die Frage: "Warum beschließen wir etwas, wo dann die Hälfte das anders macht?" Söder mahnte zur konsequenten Anwendung und Umsetzung dessen, was von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen wird. "Ich halte auch nichts von endlosen Differenzierungen. Denn nur was für alle gilt, ist verständlich."

    01.13 Uhr: EU-Kommission ruft Staaten zu verstärktem Kampf gegen Corona-Mutationen auf

    Vor dem Hintergrund der Verbreitung von mutierten Formen des Coronavirus hat die Europäische Kommission die EU-Mitgliedsstaaten zu einem verstärkten Kampf gegen die Pandemie aufgerufen. Die Länder müssten "mehr testen und die Kapazitäten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen erhöhen", sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides der Zeitung "Welt". Die Politikerin forderte dem Bericht zufolge mehr Genom-Sequenzierungen, um die verschiedenen Virus-Mutationen zu identifizieren.

    00.45 Uhr: Virologin Addo erwartet deutliche Entspannung "vom Frühjahr an"

    Die Virologin Marylyn Addo erwartet in der Corona-Pandemie "vom Frühjahr an und im Sommer eine deutliche Entspannung". "Schon wegen des wärmeren Wetters und der höheren Impfquote», sagte die Leiterin der Sektion Infektiologie vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir so bald in großen Menschenmassen wie auf dem Oktoberfest darauf anstoßen können. Es dürfte auch in der zweiten Jahreshälfte wieder einen Anstieg geben, es ist halt ein Erkältungsvirus. Aber ich bleibe zuversichtlich."

    00.01 Uhr: BKK-Verbandschef: "Schulen müssen wieder geöffnet werden"

    Der Chef des Verbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Frank Knieps, hat vor der Gefahr länger geschlossener Schulen gewarnt und eine schnelle Öffnung gefordert. "Der Staat kann doch nicht hinnehmen, dass es vom Geldbeutel oder dem Improvisationstalent der Eltern abhängt, ob die Kinder Zugang zu Bildung bekommen", sagte Knieps dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich habe den Eindruck, die politischen Entscheidungsträger können sich die Situation für Kinder in bildungsfernen Haushalten gar nicht vorstellen: Dass es dort Kinder ohne Computer gibt, ohne Unterstützung beim Lernen, ohne warmes Mittagessen, aber vielleicht sogar mit häuslicher Gewalt." "Die Schulen müssen wieder geöffnet werden, je schneller desto besser", sagte Knieps. Zwar wisse man inzwischen, dass Kinder beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielten als bisher vermutet. "Aber das Risiko müssen wir eingehen."

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