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Corona: Die Ereignisse vom 19. Oktober bis 25. Oktober | BR24

© dpa-Bildfunk / Robert Michael

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    Corona: Die Ereignisse vom 19. Oktober bis 25. Oktober

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 19. Oktober bis 25. Oktober.

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    Sonntag, 25. Oktober 2020

    21.55 Uhr: CDU-Präsenzparteitag am 4. Dezember wohl vom Tisch

    Der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden ist vom Tisch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend nach gut fünfstündigen Beratungen der engsten Parteispitze in Berlin. Man habe einen Rahmen für das weitere Vorgehen besprochen, den Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer nun an diesem Montag den CDU-Gremien vorstellen werde. Details wurden zunächst nicht bekannt.

    21.30 Uhr: Ex-Fußballstar Ronaldinho infiziert

    Brasiliens ehemaliger Fußballstar Ronaldinho hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie der 40-Jährige am Sonntag via Instagram mitteilte, ist sein Testergebnis positiv ausgefallen. "Mir geht es gut und ich habe bisher keine Symptome", sagte der Weltmeister von 2002 in einem Video. Ronaldinho, der unter anderem für den spanischen Spitzenklub FC Barcelona auflief, wird sich in einem Hotel in Belo Horizonte in Quarantäne begeben.

    19.50 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Frankreich mit gut 52.000 auf Rekordhoch

    In Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen so hoch wie nie: Laut Gesundheitsbehörden gibt es 52.010 neue Fälle. Am Samstag waren es 45.422 gewesen. Die Zahl der Toten steigt um 116, nach 137 am Samstag.

    19.40 Uhr: Österreichische Tagestouristen brauchen auch für Einkaufsbummel negativen Corona-Test

    Im Vorfeld des morgigen Staatsfeiertags in Österreich hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml darauf hingewiesen, dass es für österreichische Tagestouristen keine Quarantäne-Ausnahmen zum Zweck des Einkaufens gibt. Wer ohne einen negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden ist, einreisen wolle, müsse in Quarantäne - auch dann wenn es sich nur um einen kurzen Einkauf handle, so Huml.

    18.44 Uhr: Bulgariens Regierungschef Borissow positiv auf Coronavirus getestet

    Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow ist nach zwei negativen Coronavirus-Tests nun positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Das teilte er am Sonntag auf Facebook mit. Erst am Samstag war Borissows Quarantäne wegen Kontakten zu einem coronainfizierten Vizeminister aufgehoben worden. Borissow führte auch am Sonntagabend seine Amtsgeschäfte weiter, wie das Regierungspresseamt in Sofia mitteilte. Er sei im ständigen Kontakt zu den Ministern.

    In dem südöstlichen EU-Land Bulgarien steigen die Corona-Fallzahlen schnell. Derzeit sind bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen aktuell 18.246 mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie haben sich in dem Balkanland insgesamt 37.562 Menschen angesteckt, 1.084 Infizierte starben.

    18.31 Uhr: Erneut mehr als 80.000 Neuinfektionen in den USA

    Die Zahl der Neuinfektionen in den USA steigt nach Angaben der Seuchenschutzbehörden CDC binnen 24 Stunden auf 83.851. Am Samstag waren es 82.929, gewesen, am Freitag 74.380 und am Donnerstag 63.656. Die Gesamtzahl der Coronainfizierten liegt damit bei rund 8,55 Millionen. Die Zahl der Toten steigt um 828 auf 224.221. Die Zahlen der CDC können von den aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldeten Fällen abweichen.

    18.16 Uhr: Berliner Polizei: Demonstration am Großen Stern abgesagt

    Nach Angaben einer Polizeisprecherin ist eine weitere Demonstration, mit der in Berlin gegen die Corona-Politik protestiert werden sollte, kurzfristig abgesagt worden. Der Veranstalter habe die Demonstration am Großen Stern gegen 17.00 Uhr telefonisch abgesagt, sagte die Sprecherin am Sonntagabend. Ursprünglich waren zu der Kundgebung rund 10.000 Teilnehmer angemeldet worden. Die Veranstalter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Mittags hatten bereits Demonstranten am Alexanderplatz und auf der Karl-Marx-Allee gegen die politischen Entscheidungen in der Pandemie protestiert.

    18.00 Uhr: Steinmeier: Corona nur mit weltweiter Kooperation zu besiegen

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, die weltweite Corona-Pandemie gemeinsam zu bewältigen. "Eine Pandemie, die im eigenen Land eingedämmt, aber jenseits unserer Grenzen nicht überwunden ist, kostet weiterhin Menschenleben, kostet aber auch Wohlstand", sagte Steinmeier am Sonntag auf dem virtuellen World Health Forum. "Die Formel 'wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht' ist nicht nur unethisch, sie ist dumm", fügte er hinzu. Steinmeier warnte deshalb auch vor nationalen Ansätzen bei der Impfstoffentwicklung und -verteilung. Das Virus kennen keine Grenzen, die Nationalität seiner Opfer sei ihm gleichgültig. "Es wird auch künftig jede Barriere überwinden, wenn wir ihm nicht gemeinsam entgegentreten."

    Steinmeier lobte daher die Covax-Initiative der WHO, bei der bis Ende 2021 in mehr als neunzig Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen zwei Milliarden Impfdosen zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Finanzierungen seien aber bei weitem noch nicht gesichert. "Aber sie machen am Ende nur einen Bruchteil dessen aus, was die Regierungen schon heute für die Stabilisierung ihrer Volkswirtschaften und Sozialsysteme während der Pandemie ausgeben mussten", sagte er.

    Zugleich mahnte Steinmeier Geduld und Entschlossenheit auch in der zweiten Welle der Pandemie an. "Regierungen ringen in diesen Tagen um die richtigen Maßnahmen, um einen zweiten Lockdown und eine erneute unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern. Wir alle werden mit schmerzhaften Einschränkungen leben, Disziplin üben und Geduld haben müssen", sagte er.

    16.49 Uhr: Ingolstädter Jazztage trotz Grenzwert 100

    Trotz Überschreitung des Corona-Grenzwertes von 100 haben in Ingolstadt die Jazztage begonnen. Den Auftakt machte am Sonntag ein Konzert für Kinder. Bis zum Beginn des Faschings am 11.11. wird an der Donau in den unterschiedlichsten Formationen gejazzt. Aufgrund der Pandemie fällt die Konzertreihe allerdings kleiner aus. So mussten aktuell alle Jazz-Workshops in den Schulen abgesagt werden. Die Auftritte der internationalen Stars wie Jamie Cullum wurden schon vor einiger Zeit auf das kommende Jahr verschoben. Tobias Klein, Veranstalter der Jazztage, hält aber an der gekürzten Konzertreihe fest.

    "Bisher waren die Konzerte auf 70 Besucher ausgelegt, jetzt dürfen nur noch 50 kommen. Wir werden auch mit den Musikern sprechen. Immerhin sind einige Konzerte schon ausverkauft. Aber unser Ziel ist es, dass wir das Ganze immer noch durchführen können." Tobias Klein, Ingolstädter Jazztage

    16.12 Uhr: Polizei: Berliner Veranstaltung gegen Corona-Politik beendet

    Eine Versammlung gegen staatliche Corona-Beschränkungen ist am Sonntag in Berlin laut Polizei vom Anmelder beendet worden. Demonstranten hatten sich am Nachmittag vor dem Veranstaltungszentrum Kosmos versammelt - dort sollte ursprünglich die Gesundheitskonferenz "Word Health Summit" stattfinden. Über Lautsprecher teilte die Polizei mit, der Veranstaltungsleiter habe die Veranstaltung beendet. Die Demonstranten auf dem Platz in Berlin-Friedrichshain reagierten mit Buhrufen und Pfiffen. Polizisten kamen auf die dort aufgebaute Bühne. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, den Ort zu verlassen.

    Schon zuvor bei einer Versammlung auf dem Alexanderplatz hatte die Polizei mitgeteilt, dass sich die Teilnehmenden weitgehend nicht an die Auflagen wie Mindestabstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen hielten.

    15.34 Uhr: Demonstration gegen Corona-Politik in Berlin

    In Berlin kam es zu einer Demonstration gegen die Corona-Auflagen. Mehrere Hundert Maskengegner hatten sich nach Mitteilung der Polizei auf der Karl-Marx-Allee versammelt. Die Demonstration konnte nicht starten, weil viele der Teilnehmenden der Aufforderung zur Masken- und Abstandspflicht nicht nachgekommen seien, so die Polizei. Trotzdem konnten die Sicherheitskräfte nicht verhindern, dass einzelne Gruppen einfach loszogen.

    Für 17.00 Uhr ist eine weitere Demonstration am Großen Stern im Berliner Tiergarten angemeldet. Die Polizei ist mit 600 Einsatzkräften vor Ort. Wie die "Welt" unter Berufung auf die Gewerkschaft der Polizei berichtet, ist die Zahl der coronabedingten Ausfälle von Polizisten in der Hauptstadt stark gestiegen. Bis Mitte der Woche habe es rund 80 infizierte Beamte gegeben, knapp 500 weitere seien in Quarantäne.

    15.00 Uhr: Mehr als 10.000 Neuinfektionen in den Niederlanden

    Die Niederlande melden bei der Zunahme der Neuinfektionen einen neuen Höchststand: Binnen 24 Stunden wurden 10.203 neue Ansteckungen registriert, wie aus Statistiken der Gesundheitsbehörden hervorgeht. Um die steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, hatte die Regierung am 14. Oktober schärfere Maßnahmen erlassen. Dazu gehört auch die Schließung aller Bars und Restaurants im Land.

    14.35 Uhr: Spanien ruft den Gesundheitsnotstand aus

    Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen in Spanien hat die Regierung am Sonntag den landesweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Regierungschef Pedro Sánchez sagte in einer Fernsehansprache, der Ausnahmezustand werde bis Anfang Mai kommenden Jahres aufrecht erhalten. Während dieser Zeit gelte in ganz Spanien mit Ausnahme der kanarischen Inseln eine nächtliche Ausgangssperre.

    "Die Situation, die wir durchleben, ist extrem", sagte Sánchez nach einer Sondersitzung seines Kabinetts. Der Gesundheitsnotstand sei "das wirksamste Werkzeug, um die Ansteckungskurve zu bremsen". Die nächtliche Ausgangssperre gelte grundsätzlich von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens, doch könne in den Regionen je nach Lage von diesen Zeiten leicht abgewichen werden.

    Spanien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder; fast 35.000 Menschen sind dort bereits im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Als erstes Land der EU hatte Spanien am vergangenen Mittwoch die Marke von einer Million registrierten Corona-Infektionen gemeldet.

    13.34 Uhr: Italien verschärft Maßnahmen gegen Corona

    Mit fast 20.000 Neuinfektionen steht Italien nach dem Lockdown im Frühjahr erneut kurz vor verschärften Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Regierungschef Conte kündigte an, dass ab Montag landesweit Kinos, Theater, Fitnessstudios und Schwimmbäder schließen müssen. Für Restaurants und Bars gilt eine Sperrstunde ab 18.00 Uhr.

    Gegen bereits bestehende regionale Beschränkungen hatte es in Rom und Neapel in den vergangenen Tagen heftige Proteste gegeben, an deren Rande es auch Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gab. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

    12.45 Uhr: Slowakei: Mehr als 3.000 Corona-Neuinfektionen

    In der Slowakei hat der tägliche Anstieg an Corona-Infektionen erstmals die Schwelle von 3.000 Fällen überschritten. Wie der konservative Ministerpräsident Igor Matovic auf Facebook mitteilte, wurde mit 3.042 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ein Rekordwert erreicht.

    Am Sonntagabend sollte die erste Phase einer beispiellosen Testung fast der gesamten slowakischen Bevölkerung zu Ende gehen. Seit Freitag wurden unter der Regie des Verteidigungsministeriums in vier besonders stark betroffenen Bezirken an der Grenze zu Polen alle mehr als zehn Jahre alten Bewohner einem Antigen-Schnelltest unterzogen. An den beiden nächsten Wochenenden soll der Rest des Landes folgen - immerhin rund fünf Millionen Menschen.

    12.05 Uhr: Festnahmen in Warschau nach Protesten gegen Corona-Auflagen

    Die Polizei in Warschau hat nach Protesten gegen verschärfte Corona-Auflagen 278 Personen festgenommen. Die Demonstranten hätten Beamte mit Steinen, Flaschen und Knallkörpern beworfen, teilt die Polizei mit. Die Einsatzkräfte seien mit Wasserwerfern gegen die Randalierer vorgegangen. Mehrere Tausend Menschen hatten am Samstag in der polnischen Hauptstadt gegen neue Regeln im Kampf gegen die Virusausbreitung protestiert - darunter ein Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen, gegen das sie bei den Kundgebungen verstießen.

    11.40 Uhr: OECD-Chef: Erholung der Weltwirtschaft wohl schwächer als erwartet

    Der für 2021 erhoffte Aufschwung der Weltwirtschaft könnte aus Sicht der Industrieländervereinigung OECD geringer ausfallen. Die Erholung werde vielleicht schwächer als angenommen. "Weil wir mit einem sehr viel weniger klaren wirtschaftlichen Aufwärtstrend ins neue Jahr gehen als erwartet, mit weniger Power", sagte OECD-Generalsekretär Ángel Gurría der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". In diesem Jahr werde der Wirtschaftseinbruch vermutlich noch gravierender als angenommen. Grund dafür seien die in vielen Ländern wieder stark steigenden Corona-Neuinfektionszahlen.

    Noch Mitte September hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für 2021 einen Wiederanstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 5,0 Prozent prognostiziert nach einem erwarteten Rückgang um 4,5 Prozent in diesem Jahr.

    11.33 Uhr: Brandsätze gegen Gebäude des Robert Koch-Instituts geworfen

    Auf ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin sind in der Nacht Brandsätze geworfen worden. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte ein Sicherheitsmitarbeiter gegen 2.40 Uhr, wie Personen Flaschen gegen die Fassade des Hauses im Bezirk Tempelhof-Schöneberg warfen. Dabei sei ein Fenster zu Bruch gegangen. Die Flammen habe der Mitarbeiter löschen können. Die Täter blieben den Angaben zufolge unerkannt. Die Polizei spricht von versuchter Brandstiftung. Da eine politische Motivation geprüft werde, habe der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen, hieß es weiter. Dem RKI kommt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine zentrale Rolle zu.

    11.16 Uhr: Homeoffice im Visier von Kriminellen - Bitkom fordert mehr Sicherheit

    Angesichts von Cyberangriffen auf Arbeitnehmer im Homeoffice fordert der IT-Branchenverband Bitkom ein größeres Augenmerk auf die Sicherheit zu legen. "Unternehmen waren durch den Corona-Schock gezwungen, ins Homeoffice zu wechseln und auf Telearbeit umzustellen. Es ging darum, die Kerngeschäftsprozesse aufrecht zu erhalten", sagte Verbandsreferent Sebastian Artz. Jetzt müsse sich der Blick verstärkt in Richtung IT-Sicherheit bewegen. Nötig sei eine Balance aus benutzerfreundlichem Zugriff auf Unternehmensdaten aus dem Homeoffice heraus und dem angemessen Schutz der IT-Infrastruktur.

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte in der vergangenen Woche seinen "Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2020" vorgestellt. Es betonte dabei, dass im Zuge der Corona-Pandemie Umstellungen wie Homeoffice und Videokonferenzen oftmals spontan umgesetzt worden seien. IT- und Datensicherheit hätten dabei oft eine untergeordnete Rolle gespielt.

    11.03 Uhr: Laschet für Verschiebung des CDU-Wahlparteitags

    Der für den CDU-Vorsitz kandidierende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, hat sich dafür ausgesprochen, den geplanten Wahlparteitag Anfang Dezember wegen der Corona-Pandemie zu verschieben. Was Parteien von den Bürgern erwarteten, müssten sie auch selbst einhalten: Kontakte reduzieren, wo es nur gehe. "Dieser Parteitag ist jetzt nicht unbedingt erforderlich, kann verschoben werden", sagte er der "Welt am Sonntag". Alle anstehenden Fragen könnten auch nach dem Winter entschieden werden. "Wir müssen alle Kraft, Energie und Anstrengungen jetzt auf die Bekämpfung der Pandemie richten. Die Menschen in Deutschland haben weniger denn je ein Verständnis dafür, dass Parteien sich nun mit sich selbst beschäftigen." Laschet konkurriert um den Vorsitz mit dem Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen.

    10.55 Uhr: 700.000 freiwillige Corona-Tests in drei Monaten im Freistaat

    Das freiwillige Corona-Testprogramm der Staatsregierung für die Bürger wird rege nachgefragt: Seit dem Start vor drei Monaten haben die Arztpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) 708.689 dieser freiwilligen Tests gemeldet, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag mitteilte. Das Testprogramm ist für Bürger ohne Symptome gedacht, die Tests werden daher von der Staatsregierung bezahlt und nicht von den Krankenkassen. Unbekannt ist, wie viele der freiwillig Getesteten coronapositiv waren, da dies nicht separat ausgewertet wird.

    10.49 Uhr: Erstmals mehr als 3.000 Neuinfektionen in Ungarn

    Ungarn verzeichnet erstmals mehr als 3.000 Corona-Neuinfektionen. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen in dem Land mit zehn Millionen Einwohnern sei binnen 24 Stunden um 3.149 auf 59.247 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus wuchs um 35 auf 1.425.

    10.36 Uhr: Corona-Ausfallfonds für TV-Produktionen "möglichst zeitnah" geplant

    Mit einem Fonds wollen Bundesländer der TV-Branche bei coronabedingten Drehausfällen finanziell helfen. Eine Sprecherin der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen teilte als federführendes Land auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: "Es ist beabsichtigt, möglichst zeitnah einen Ausfallfonds aufzusetzen, an dem sich eine Reihe von Ländern mit substanziellen Beiträgen beteiligen, aber auch die Sender im Schadensfall einen relevanten Beitrag leisten, um die vielfältige TV-Produktionslandschaft auch in Pandemiezeiten zu sichern."

    Einen solchen Ausfallfonds hatte die Fernseh- und Produktionsbranche schon länger gefordert. Es geht darum, bei Drehabbrüchen Kosten aufzufangen. Seit Ausbruch der Pandemie hatte es zahlreiche Drehstopps gegeben, manche Projekte wurden verschoben. Im Sommer lief die Produktion wieder nach und nach an.

    Vor Tagen hatte es aus Bayern das Signal gegeben, dass sich das Bundesland auch am Fonds I für Kinoproduktionen mit fünf Millionen Euro beteiligt. Vom Digitalministerium hieß es zugleich, über eine mögliche Absicherung von TV-Produktionen (Ausfallfonds II) werde derzeit gesondert verhandelt.

    10.24 Uhr: Außenhandelspräsident fordert härtere Maßnahmen gegen Corona

    Der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, hat kritisiert, dass nicht ausreichend wirksame Maßnahmen gegen die rasante Ausbreitung der Corona-Infektionen eingeleitet werden. Notwendig sei jetzt "ein noch viel stärkeres Herunterfahren des öffentlichen Lebens", sagte Börner der "Bild am Sonntag". "Je länger wir damit warten, umso größer wird der Schaden für die Gesundheit der Menschen und auch für die Wirtschaft", warnte der Verbandschef.

    Konkret sprach sich Börner dafür aus, dass die Kontaktbeschränkungen "im öffentlichen und privaten Umfeld noch viel weiter gehen" als es die derzeitigen Regeln vorsehen. "Lieber jetzt entschlossen handeln, auch wenn es schmerzhaft ist, damit uns nicht die Zeit davonrennt", forderte er die Regierenden zu mehr Härte im Kampf gegen Corona auf. "Wir müssen unter allen Umständen die Pandemie unter Kontrolle halten, um einen erneuten Shutdown vermeiden zu können", begründete Börner seine Haltung.

    10.14 Uhr: Labor-Chefin: Corona-Tests des Fußballs weiter kein Problem

    Trotz einiger Engpässe in den Labors muss sich die Fußball-Bundesliga wohl weiter keine Sorgen um ihre regelmäßigen Corona-Tests machen. Der Anteil der Proben der Bundesliga an der Gesamtzahl aller Corona-Tests in Deutschland liege "weit unter einem Prozent - irgendwo im Promillebereich", sagte Cornelia Wanke als Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft Akkreditierte Labore in der Medizin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Proben aus dem Profifußball ließen sich demnach "innerhalb der vorhandenen Testkapazität abbilden, ohne dass es andernorts zu Verzögerungen kommt".

    Zuletzt war es nach Angaben des Robert Koch-Instituts in einer Reihe von Laboren zu einem Rückstau bei den zu analysierenden Proben gekommen. Dieser Rückstau hatte in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen.

    09.56 Uhr: Kassenärzte warnen vor Absage von Arztbesuchen wegen Corona

    Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat eindringlich vor der Absage von Arztbesuchen während der zweiten Corona-Welle gewarnt. "Die Ärzte sind für den Winter wesentlich besser gerüstet als zu Beginn der Pandemie", sagte Gassen der "Bild am Sonntag". "Es gibt für Patienten keinen Grund mehr, wie im März wegen Corona Krebsvorsorge-Termine oder wichtige Operationen zu verschieben."

    09.51 Uhr: Über 12.000 Neuinfektionen in Tschechien

    Tschechien meldet mit 12.472 Neuinfektionen den höchsten Wert für einen Wochenendtag. Das sind zwar fast 3.000 Fälle weniger als der am Vortag verzeichnete Rekord von erstmals mehr als 15.000. Allerdings fallen die Zahlen am Wochenende in der Regel niedriger aus, weil die Behörden dann häufig weniger Daten übermitteln. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus stieg auf 250.797, die Zahl der Todesfälle erhöhte sich binnen 24 Stunden um 106 auf 2.077. In dem Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern breitet sich das neuartige Virus in Europa gemessen an der Bevölkerungszahl am schnellsten aus. Die Regierung hatte am Mittwoch wieder einen weitgehenden Lockdown verhängt, weil das Gesundheitssystem an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen sei.

    09.40 Uhr: Volkswirte sehen Aufschwung in Gefahr

    Angesichts rasant steigender Corona-Neuinfektionen in Deutschland wächst unter Volkswirten die Sorge vor den möglichen ökonomischen Folgen einer zweiten Pandemie-Welle. "Der konjunkturelle Aufschwung dürfte bis zum Frühjahr weitgehend zum Erliegen kommen", sagte die Chefvolkswirtin der staatlichen KfW Bankengruppe, Fritzi Köhler-Geib. "Dadurch dürfte auch die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stagnieren oder - wenn es schlecht läuft - deutlich zunehmen."

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nannte die Infektionslage "dramatisch", warnte jedoch erneut vor einem Herunterfahren der Wirtschaft. "Einen neuen flächendeckenden Lockdown darf es nicht geben, und ich halte ihn auch nicht für erforderlich", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

    09.36 Uhr: Universitäten im Freistaat vor schwierigem Semester

    Die Corona-Beschränkungen haben die bayerischen Universitäten vor dem Start ins Wintersemester vor Hürden gestellt. Zwar dürfen den Vorgaben nach bis zu 200 Studierende an Präsenzveranstaltungen teilnehmen - es gibt aber kaum Räume, die diese Zahl an Studierenden unter Einhaltung des Mindestabstands zulassen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter zehn Universitäten im Freistaat. Obwohl Erstsemester bei Veranstaltungen vor Ort bevorzugt berücksichtigt werden sollen, müssen daher viele Einführungsveranstaltungen wegen der hohen Zahl an Studierenden online stattfinden. "Selbst in unseren größten Innenstadt-Hörsaal passen mit dem Mindestabstand von 1,50 Metern nur etwa 77 Leute", sagte Oliver Jahraus, Vizepräsident der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). 

    Viele der Universitäten setzen auf integriertes Lernen, sogenanntes Blended Learning. "Hier findet die Lehre online statt, es gibt aber mehrere Präsenztermine zum Beispiel am Anfang, in der Mitte und am Ende des Semesters oder nach bestimmten inhaltlichen Blöcken", erklärte ein Sprecher der Universität Augsburg. An der Universität Passau sollen Veranstaltungen mehrfach nacheinander für jeweils eine Teilgruppe gehalten werden. Eine Option sei auch, dass die Studierenden in Gruppen wochenweise zwischen Online- und Präsenzteilnahme wechseln. 

    "Präsenzveranstaltungen sind vor allem dort wichtig sind, wo die Studierenden klar davon profitieren: Übungen, Laborpraktika, Seminare beziehungsweise Veranstaltungen mit Anschauungsmaterial", sagte eine Sprecherin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Rotierende Verfahren seien beispielsweise denkbar, falls die Plätze in einem Saal nicht ausreichen.

    09.22 Uhr: Umweltschützer und Kulturschaffende veranstalten gemeinsame Spendenaktion in Bamberg

    Das Kulturleben leidet unter der Coronakrise – deshalb haben sich Umweltschützer von Greenpeace nun eine Aktion ausgedacht, die den Klimaschutz mit einer Hilfe für die Kultur verbindet. Heute findet im Skatepark unter der Heinrichbrücke ein Open-Air-Konzert statt, das mit Fahrradstrom zum Klingen gebracht werde, teilte die Umweltschutzorganisation in Bamberg mit. Die gesamte Stromerzeugung erfolge über vier Fahrräder, die von den Veranstaltenden getreten werden. Auf Wunsch und nach Desinfizierung dürften auch Gäste in die Pedale treten. Die Teilnahme ist kostenlos. Spenden sind willkommen und werden laut Greenpeace zu 100 Prozent an Kulturschaffende in Bamberg und Umgebung weitergegeben.

    09.05 Uhr: Mexiko meldet 6.025 neue Coronafälle und 431 Todesfälle

    Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt in Mexiko um 6.025 auf 886.800, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Gemeldet werden zudem weitere 431 Todesfälle, insgesamt zählt das Land damit 88.743 Corona-Tote.

    08.51 Uhr: Wieder mehr als 16.000 Neuinfektionen in Russland

    In Russland haben sich innerhalb eines Tages 16.710 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind rund 200 mehr als am Samstag. Allein 4.455 Ansteckungen seien binnen 24 Stunden in Moskau hinzugekommen, teilen die Behörden mit. Damit stieg die Zahl der landesweit bestätigten Ansteckungen auf über 1,5 Millionen. 229 weitere infizierte Menschen starben. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich somit auf 26.050. Russland weist nach den USA, Indien und Brasilien weltweit die viertmeisten Infektionsfälle auf.

    08.43 Uhr: Mehr Depressionssymptome im Lockdown im Frühjahr

    Der Corona-Lockdown im Frühjahr hat die Deutschen psychisch stark belastet. Besonders in der Gruppe der 20- bis 50-Jährigen hätten Angst-, Stress- und Depressionssymptome stark zugenommen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) nach einer Vorauswertung der Nako-Gesundheitsstudie, für die 113.000 Deutsche befragt wurden. "Die psychische Belastung bei jungen bis mittelalten Menschen, zwischen 20 und Ende 40, war besonders groß", sagte der Studienleiter für neurologisch-psychiatrische Erkrankungen, Klaus Berger, der Zeitung. Am stärksten betroffen waren demnach Frauen Ende 30. Teilweise hätten sich die Werte der Studien-Teilnehmer so verschlechtert, dass es sich um eine deutliche Zunahme von Depressionen handeln könnte, was jedoch im Einzelfall durch eine ärztliche Diagnose bestätigt werden müsse. Anders sah es bei den älteren Studienteilnehmern aus: In der Gruppe über 60 Jahre konnten die Forscher keine Zunahme von depressiven Symptomen feststellen.

    08.35 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach warnt vor zweitem Lockdown

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen erneuten Lockdown binnen Wochen für wahrscheinlich, sollte eine Eindämmung der Neuinfektionen nicht gelingen. "Wenn es uns in den kommenden zwei bis drei Wochen nicht gelingt, die persönlichen Kontakte zu beschränken, werden die Zahlen in wenigen Wochen so stark gestiegen sein, dass uns nur noch ein erneuter Lockdown bleibt", sagte Lauterbach der "Bild am Sonntag". "Die Einschränkungen, die jetzt beschlossen wurden, reichen leider nicht aus, um überfüllte Intensivstationen und einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen im Dezember zu verhindern. Da müssen wir nachjustieren."

    08.14 Uhr: Inzidenzwert in München steigt erstmals auf über 100

    In München steigen die Corona-Fallzahlen weiter rasant. Seit heute hat die Landeshauptstadt auch erstmals den 7-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche überschritten. Das geht aus den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach liegt der Wert nun bei 100,6. Gestern lag der Wert noch bei 98,3.

    Damit springt auch die von Ministerpräsident Söder eingeführte Corona-Warnampel auf "dunkelrot". Für die Münchnerinnen und Münchner bedeutet das nun stärkere Einschränkungen. So wird die Sperrstunde in der Gastronomie auf 21 Uhr statt wie bislang auf 22 Uhr vorgezogen. Auch gilt dann stadtweit ein Verbot, Alkohol zu verkaufen oder in der Öffentlichkeit zu konsumieren. Bei Veranstaltungen aller Art werden ab diesem Zeitpunkt zudem maximal 50 Personen zugelassen. Die Maßnahmen sollen ab Montag gelten.

    07.59 Uhr: Fahrgastzahlen im Fernverkehr gehen wieder zurück

    Im Fernverkehr der Deutschen Bahn gehen einem Zeitungsbericht zufolge die Kundenzahlen wegen der steigenden Infektionszahlen wieder zurück. Im Fernverkehr betrage die Auslastung 30 Prozent mit fallender Tendenz, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Konzernkreise. Ein Bahnsprecher sagte der Zeitung, im Fernverkehr registriere man eine zunehmende Verunsicherung der Kunden, während das Verkehrsaufkommen im Regionalverkehr stabil geblieben sei.

    07.41 Uhr: Erneuter Rekord bei Corona-Neuinfektionen in den USA

    Anderthalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land am zweiten Tag in Folge ein Höchstwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 88.973 neue Ansteckungsfälle erfasst. Damit wurde der am Vortag bekanntgegebene Rekordwert nochmals deutlich übertroffen. Die Gesamtzahl der verzeichneten Ansteckungsfälle in den Vereinigen Staaten stieg nach Angaben der Universität inzwischen auf knapp 8,57 Millionen. Die Zahl der Todesopfer wuchs um weitere 906 auf mehr als 224.000. In absoluten Zahlen sind die USA das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

    07.31 Uhr: Impfkommission will Empfehlungen für Corona-Impfungen abgeben

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut will in Kürze ihre Empfehlungen für eine Strategie bei Zulassung eines Corona-Impfstoffs vorlegen. "Das Positionspapier steht", sagte der Epidemiologe Rüdiger von Kries, der Mitglied der Stiko ist, der Nachrichtenagentur epd. Nach seinen Angaben sollen demnach vor allem Ältere und Beschäftigte im Gesundheitswesen bei der Impfung bevorzugt werden. Relevant sei das ethische Prinzip der Gerechtigkeit. "Populär ausgedrückt: Gebe dem, der es am meisten braucht und dem es am meisten nutzt", sagte der Leiter der Abteilung Epidemiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität München.

    07.18 Uhr: Positiver Corona-Test bei Stabschef von US-Vizepräsident Pence

    Der Stabschef von US-Vizepräsident Mike Pence ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Test bei Pence selbst sei negativ ausgefallen und er wolle an seinem Programm unter anderem mit Wahlkampfauftritten festhalten, teilte Pence' Sprecher in der Nacht zum Sonntag mit. Sein Stabschef Marc Short sei jetzt in Quarantäne. Es ist bereits das zweite Mal, dass die US-Regierungsspitze direkt von der Pandemie getroffen wird. Erst Anfang des Monats waren Präsident Donald Trump und diverse Mitarbeiter des Weißen Hauses positiv getestet worden.

    07.15 Uhr: Starker Anstieg bei Corona-Zahlen: Österreich greift härter durch

    Österreich zieht die Zügel angesichts stark steigender Corona-Neuinfektionen weiter an: Seit Mitternacht dürfen sich in Innenräumen abseits der eigenen vier Wände etwa bei Tanz- oder Yogakursen oder privaten Geburtstagsfeiern nur noch sechs Personen treffen, draußen zwölf. Das gilt auch für Amateur-Chöre und Musikkapellen. Auch in Restaurants gilt ab jetzt eine Höchstzahl von sechs statt bisher zehn Erwachsenen pro Tisch. Auf der Straße muss wieder ein Meter Abstand gehalten werden, außer zu Menschen, mit denen man zusammenwohnt. Zudem wird die Maskenpflicht im öffentlichen Raum deutlich ausgeweitet.

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hatte am Samstag erneut einen Rekordwert erreicht. 3.614 Fälle wurden innerhalb von 24 Stunden gemeldet, nach 2.571 am Tag davor. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg auf 172,1 pro 100.000 Einwohner. Stark betroffen sind die an Deutschland grenzenden österreichischen Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg. 07.09 Uhr: Weltgesundheitsgipfel berät über Strategien gegen Corona-Pandemie

    Führende Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft beraten ab Sonntag auf dem Weltgesundheitsgipfel über neue globale Strategien zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Eröffnet wird die dreitägige Konferenz um 18.00 Uhr mit einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zu den rund 300 weiteren Sprecherinnen und Sprechern zählen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sowie UN-Generalsekretär António Guterres.

    06.51 Uhr: 15 neue Corona-Infektionen in China

    Die Zahl der neuen Coronafälle in China steigt um 15 nach 28 am Vortag, wie die Gesundheitsbehörde mitteilt. Alle Infektionen seien eingeschleppt. Zudem melden die Behörden 19 neue asymptomatische Infektionen nach 27 am Vortag.

    06.48 Uhr: Italiens Regierung will Corona-Maßnahmen verschärfen

    Die italienische Regierung plant weitere Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Einem Entwurf zufolge, der am Samstag in Umlauf gebracht wurde, könnten etwa Schwimmbäder und Turnhallen geschlossen werden. Bars und Restaurants müssten demnach um 18.00 Uhr schließen. Zudem sollten die Menschen dazu angehalten werden, ihren Bezirk nicht zu verlassen. Einige Regionen haben bereits strengere Maßnahmen mit nächtlichen Ausgangssperren beschlossen, wie etwa Kampanien, Latium und die Lombardei.

    In Rom kam es am Abend erneut zu Protesten von Anhängern der rechtsgerichteten Gruppierung Forza Nuova gegen die Einschränkungen. Rund 200 maskierte Demonstranten attackierten in der Nacht zum Sonntag im Zentrum der Stadt die Polizei mit Leuchtraketen und Knallkörpern und setzten Mülltonnen in Brand. Nach Angaben der Zeitung "La Repubblica" wurden zwei Polizisten verletzt. Sieben Demonstranten wurden demnach festgenommen.

    06.36 Uhr: Keine Gefahr von Versorgungsengpässen laut Wirtschaftsminister Altmaier

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht keinen Anlass für Sorgen vor neuen Versorgungsengpässen in der Corona-Pandemie. Im Frühjahr seien "Lieferschwierigkeiten dadurch entstanden, dass Lastwagen an der Grenze im Stau standen oder Regale im Supermarkt durch Hamsterkäufe leergeräumt wurden", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich bin davon überzeugt, dass wir auch hier viel aus der ersten Welle der Pandemie gelernt haben und keine Wiederholung erleben werden." Auch bei den gebräuchlichen Arzneimitteln gebe es derzeit keine Engpässe.

    Das gilt nach seinen Worten auch für Mund-Nasen-Bedeckungen. Er gehe davon aus, "dass genügend Masken zu jedem Zeitpunkt vorhanden sein werden", sagte Altmaier. Das Ziel, zehn Milliarden Masken im Jahr herzustellen, "werden wir erreichen". Die Produktion von Filtervlies sei "herausragend gesteigert" worden.

    06.19 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Kolumbien überschreitet eine Million

    Als achtes Land der Welt hat Kolumbien mehr als eine Million Corona-Fälle registriert. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag (Ortszeit) stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in dem südamerikanischen Land seit Beginn der Pandemie auf 1.007.711. Im Vergleich zum Vortag waren demnach knapp 8.800 Neuinfektionen, rund 5.700 Genesene und 198 Todesopfer zu der Statistik hinzugekommen. Insgesamt liegt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 bei 30.000 - nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA sind das die elftmeisten weltweit.

    06.11 Uhr: Gesundheitsämter melden 11.176 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 25.10., 00.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren es noch 5.587 Neuinfektionen an einem Tag.

    Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032. Die Marke von 10.000 war am Vortag überschritten worden.

    05.59 Uhr: Corona-Kontrolle: Party mit 600 Gästen in Berlin aufgelöst

    Eine Fetischparty mit etwa 600 Gästen in einer angesagten Location in Berlin-Mitte hat am Samstagabend ein jähes Ende gefunden. Beamte der Berliner Polizei und der Bundespolizei lösten die Veranstaltung in der Alten Münze auf. "Es waren einfach zu viele für zu wenig Platz", hieß es bei der Polizei am späteren Abend. Die Veranstalterin erwartet demnach ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung. Der Mindestabstand habe wegen der Vielzahl der Personen nicht eingehalten werden können. Die Veranstalterin habe die Party nach Aufforderung durch die Beamten beendet. Die Gäste wurden in die Berliner Nacht entlassen und nach Hause geschickt.

    Mit Hunderten Einsatzkräften kontrollierte die Berliner Polizei am Samstag, ob sich die Menschen an die Corona-Regeln halten. Rund 1.000 Polizisten sollten im Laufe des Tages im Einsatz sein, die Hälfte von der Bundespolizei.

    Samstag, 24. Oktober 2020

    22:05 Uhr: Frankfurt sagt Weihnachtsmarkt ab

    Die Stadt Frankfurt am Main verschärft wegen des sprunghaften Anstiegs der Corona-Infektionen die Schutzmaßnahmen und hat auch den Weihnachtsmarkt abgesagt. Das hat der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung am Samstag beschlossen, wie die Pressestelle am Abend mitteilte. Damit reagiert Frankfurt auf den hohen Inzidenzwert von gut 176. Das ist die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Zu den weiteren Maßnahmen gehört eine Ausweitung der Maskenpflicht.

    21:45 Uhr: Kiews Bürgermeister Klitschko mit Coronavirus infiziert

    Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei am Samstag positiv auf das Virus getestet worden, schrieb der frühere Boxweltmeister in den Online-Netzwerken. "Das Coronavirus hat mich zum ungünstigsten Zeitpunkt erwischt", fügte er mit Blick auf die für Sonntag geplante Kommunalwahl hinzu.

    Der seit 2014 amtierende Klitschko stellt sich zur Wiederwahl als Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt. Der 49-Jährige lag in den letzten Umfragen deutlich vor seinen Rivalen. In der Ukraine wurden bislang mehr als 337.000 Corona-Fälle registriert, mehr als 6.200 Infizierte starben.

    21:15 Uhr: Mit 45.422 Neuinfektionen erreicht Frankreich neues Rekordhoch

    Auch in Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen so hoch wie nie: Laut Gesundheitsbehörden gibt es 45.422 neue Fälle. Am Freitag waren es knapp 3.400 weniger gewesen. Das französische Parlament stimmte derweil für eine Verlängerung des Gesundheitsnotstands bis zum 16. Februar. Er gibt der Regierung die Möglichkeit, im Kampf gegen das Virus Maßnahmen wie etwa Ausgangssperren oder Beschlagnahmungen im Schnellverfahren umzusetzen. Sie kann zudem rasche Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Krise beschließen.

    20:50 Uhr: Würzburger Kickers: Drei Corona-Tests waren "falsch positiv"

    Fußball-Zweitligist Würzburger Kickers hat nach eigenen Angaben in der Partie beim Hamburger SV wegen falsch positiver Corona-Testergebnisse auf Profi Douglas sowie zwei Co-Trainer verzichten müssen. Das Trio sei zunächst positiv getestet worden, nach der 1:3-Niederlage am Samstag sei der Club aber vom zuständigen Labor mündlich informiert worden, dass die Ergebnisse "falsch positiv" gewesen seien. Das teilten die Kickers am Abend mit. Der Club habe "vollstes Vertrauen" in die Deutsche Fußball Liga bei der Aufarbeitung des Vorgangs.

    Zuvor hatte der Club erklärt, dass alle drei keine Symptome zeigen würden und noch in der Nacht umgehend isoliert worden seien. Daraufhin seien am Vormittag Schnelltests bei Mannschaft, Trainerteam und Betreuerstab durchgeführt worden. Diese seien ebenso wie die turnusmäßigen Tests negativ ausgefallen. Auch die Ergebnisse der Schnelltests von Douglas sowie der beiden Co-Trainer seien negativ gewesen.

    Mehr dazu: "'Falsch positive' Corona-Befunde bei den Würzburger Kickers"

    19:40 Uhr: Mehr als 80.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages erstmals seit Beginn der Pandemie auf mehr als 80.000. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete dort am Freitag (Ortszeit) 83.757 neue Fälle, rund 12.000 mehr als noch am Vortag.

    In den USA mit ihren insgesamt rund 330 Millionen Einwohnern wurden nach JHU-Angaben seit Beginn der Pandemie knapp 8,5 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 224.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

    18:15 Uhr: Weiterer Corona-Fall in der Bundesregierung

    In der Bundesregierung gibt es einen weiteren Corona-Fall. Entwicklungs-Staatssekretär Martin Jäger wurde am Freitag positiv auf das Virus getestet, wie ein Ministeriumssprecher bestätigte. Jäger gehe es aber den Umständen entsprechend gut, erklärte der Sprecher, er habe bislang lediglich Erkältungssymptome.

    Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" hatte Jäger am Montag mit dem ebenfalls infizierten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu Mittag gegessen. Ob und in welcher Richtung es dabei zu einer Ansteckung kam, lasse sich jedoch nicht feststellen. Der Staatssekretär habe sich bereits direkt nach Bekanntwerden der Infektion Spahns in Quarantäne begeben.

    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) war bereits wegen der Infektion Spahns ebenfalls auf das Coronavirus getestet worden. Bei ihm fielen laut Ministerium aber seither zwei Tests negativ aus. "Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme begibt sich Minister Müller für die nächsten Tage in häusliche Quarantäne", teilte das Ministerium gleichwohl mit.

    18:05 Uhr: Italien meldet Rekord bei Neuinfektionen

    Italien hat am Samstag nach amtlichen Angaben 19.644 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Dieser Wert übertrifft den bisherigen Höchststand am Freitag noch einmal um 500. Damit gibt es laut Gesundheitsministerium erstmals mehr als 200.000 aktive Fälle in Italien (203.182). Seit Freitag starben weitere 151 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt forderte die Pandemie in Italien bislang 37.210 Todesopfer. Am schwersten betroffen ist aktuell die Region Lombardei mit fast 42.700 aktiven Fällen.

    17.21 Uhr: Parlament laut Brinkhaus in Corona-Krise nicht übergangen

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus ist Vorwürfen entgegengetreten, das Parlament sei in der Corona-Krise von der Regierung übergangen worden. Man habe sich seit dem Beginn des Lockdowns am 11. März "siebzigmal im Plenum mit dem Thema befasst", schrieb Brinkhaus an die CDU/CSU-Abgeordneten.

    Der Bundestag habe dazu Gesetze beschlossen und "teilweise auch die Regierung korrigiert", heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP am Samstag in Berlin vorlag. Hintergrund sind die Sonderrechte, die das Infektionsschutzgesetz für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht. Derzeit berät die Koalition über eine Neufassung dieses Gesetzes.

    Mehr dazu hier.

    16.04 Uhr: Österreich meldet 3.614 neue Fälle

    Kurz vor der Einführung strikterer Maßnahmen hat die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Österreich erneut einen Rekordwert erreicht. 3.614 Fälle wurden am Samstag innerhalb von 24 Stunden gemeldet, nach 2.571 tags zuvor. Wie das österreichische Gesundheitsministerium mitteilt, liegt der Inzidenzwert bei 172,1 pro 100 000 Einwohner. In Deutschland beläuft er sich auf durchschnittlich 68,4.

    Besonders betroffen sind die Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Ab Sonntag sind in Österreich nur noch Treffen zwischen sechs Personen in Innenräumen und zwölf im Freien erlaubt. Im öffentlichen Raum gilt Maskenpflicht, bei Großveranstaltungen dürfen drinnen nur noch 1.000, draußen 1.500 Menschen zusammenkommen.

    15.30 Uhr: Gnabry laut Bayern-Trainer womöglich "falsch positiv"

    Bayern München hat möglicherweise ohne Not auf Nationalspieler Serge Gnabry verzichtet. "Es kann einer der wenigen Fälle sein, die falsch positiv waren", sagte Trainer Hansi Flick am Samstag vor dem Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt bei Sky. Gnabry befindet sich nach einem positiven Corona-Test aktuell in Quarantäne. Vor dem Spiel gegen die Eintracht hatte er bereits den Champions-League-Auftakt am Mittwoch gegen Atletico Madrid (4:0) verpasst. "Die letzten beiden Tests waren negativ, auch ein Antigentest heute morgen", berichtete Flick weiter. Nach Rücksprache mit den Spezialisten im Klub sehe es so aus, als habe Gnabry vor dem Atletico-Spiel einen "negativen Positivtest" abgelegt. Welche Konsequenzen das haben könnte, sagte Flick nicht.

    Mehr dazu: "Serge Gnabry: Möglicherweise "falsch positiv" bei Corona-Test"

    14.27 Uhr: Bayerns Regierungsbezirke über Grenzwert 50

    Im Vergleich zu gestern meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 2.136 neue bestätigte Corona-Infektionen in Bayern. Außerdem gibt es fünf neue Todesfälle.

    Alle Regierungsbezirke in Bayern liegen mittlerweile über dem Inzidenzwert 50. Am niedrigsten ist der Wert in Mittelfranken (52,67), am höchsten in Schwaben (92,13). Bei den Städten und Landkreisen weist die höchste 7-Tage-Inzidenz das Berchtesgadener Land (256,78) auf, gefolgt von Rottal-Inn (185,18) und der Stadt Weiden (173,13). Insgesamt liegen 15 Kommunen über dem "dunkelroten" Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Mehr dazu hier.

    13.42 Uhr: Über 40 Infektionen in Münchner Altenheim

    In einem Münchner Altenheim ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Im Haus des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) am Kieferngarten sind derzeit 36 Bewohner und acht Mitarbeiter infiziert, wie eine BRK-Sprecherin dem BR mitteilte.

    Die erste Infektion sei am 12. Oktober bei einem Krankenhausaufenthalt eines Bewohners festgestellt worden. Danach seien sofort alle Bewohner des Heims sowie das Personal getestet worden. Die infizierten Bewohner seien isoliert, die Mitarbeiter befänden sich in Quarantäne, ebenso die näheren Kontaktpersonen. Niemand habe wegen der Corona-Infektion bisher ins Krankenhaus verlegt werden müssen. "Wir hoffen, dass das so bleibt und dass es keine weiteren Fälle geben wird," so Elisabeth Mark, von der zuständigen Sozialservice-Gersellschaft des BRK.

    Mehr dazu: "Über 40 Corona-Infektionen in Münchner Altenheim"

    13.38 Uhr: Demo in München "Aufstehen für die Kultur"

    Mehrere hundert Künstler haben wegen coronabedingter Existenzangst bei einer Kundgebung in München mehr Hilfen von der Politik verlangt. Unter dem Motto "Aufstehen für die Kultur" machten sie am Samstag ihrer Not bei der Demonstration auf dem Königsplatz Luft. Die Polizei zählte gut 800 Teilnehmer.

    Unterstützt wurde die Münchner Demonstration unter anderem vom früheren Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) und dem früheren bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP). Tags zuvor hatten sich die Intendanten der Münchner Theater in einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder gewandt, die Personenzahl in Innenräumen der großen Häuser nicht wieder zu reduzieren, da vom Besuch der Spielstätten keine Gefahr ausginge.

    Mehr dazu: "'Aufstehen für die Kultur': Künstler verlangen mehr Gehör"

    13.27 Uhr: Kritik an Verkaufsverboten in Wales

    Mit einem Verkaufsverbot für etliche Waren in Supermärkten hat die Regierung in Wales massive Kritik hervorgerufen. "Ich hätte nie gedacht, dass ich in einer Ära leben würde, in der Gänge im Supermarkt abgesperrt sind, weil man keinen Haartrockner, keine Babykleidung oder Kinderspielzeug kaufen darf, obwohl der Laden geöffnet ist", sagte der walisische Abgeordnete Andrew Davies gegenüber dem Sender Sky News.

    Als Teil eines temporären Lockdowns dürfen Supermärkte in Wales nur noch "essenzielle Waren" verkaufen - selbst Geräte wie Wasserkocher oder Textilien wie Kissen und Bettlaken, aber auch Postkarten oder Geschirr sind in den Supermärkten mit Plastikfolien oder anderen Barrieren abgesperrt. Das stößt bei vielen Kunden auf Unverständnis.

    13.17 Uhr: Karliczek will Kita- und Schulschließungen gemeinsam verhindern

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat dazu aufgerufen, gemeinsam die erneute Schließung von Kitas, Schulen und Hochschulen in der Corona-Pandemie zu verhindern. "Ob und wie die Bildungseinrichtungen offengehalten werden können, hat zu einem sehr großen Teil die Gesellschaft in der Hand", sagte Karliczek der Passauer Neuen Presse. Wenn das Infektionsgeschehen weiter zunehme, werde sich das auch immer mehr auf die Schulen auswirken, warnte die Ministerin. "Kitas, Schulen und Hochschulen sind zwar nach dem, was wir wissen, nicht die Treiber des Infektionsgeschehen. Sie existieren aber nicht in einer Käseglocke." Wer die Corona-Regeln befolge, tue direkt etwas "für die Zukunft unserer Kinder - und unseres Landes".

    13.02 Uhr: Spanien vor Rückkehr zum "Alarmzustand"

    In Spanien zeichnet sich angesichts rasant steigender Corona-Zahlen eine Rückkehr zum Alarmzustand wie während der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr ab. Damit solle den Regionalregierungen eine gerichtsfeste rechtliche Basis für einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gegeben werden, berichteten die Zeitungen "El País" und "La Vanguardia" am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Bereits 8 der 17 autonomen Regionen des Landes hätten die Zentralregierung um die Ausrufung des Alarmzustands ersucht, um vor allem Rechtssicherheit bei der Anordnung nächtlicher Ausgangssperren und anderer Eingriffe in persönliche Freiheitsrechte zu erhalten.

    Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte seine Landsleute am Vortag auf "sehr harte Monate" eingestimmt und zu mehr Disziplin bei der Eindämmung des Virus aufgerufen. Nur so könne ein drastischer Lockdown wie im Frühjahr noch vermieden werden.

    12.23 Uhr: Ausgangsbeschränkungen und Corona-Massentests in der Slowakei

    In der Slowakei sind landesweite Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Bis einschließlich 1. November dürfen die Bürger ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit sowie für Lebensmittelkäufe oder andere dringende Besorgungen verlassen. In vier besonders stark von Neuinfektionen betroffenen ländlichen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können, außer ins Testlabor fast nirgendwohin gehen - auch nicht zur Arbeit.

    In diesen Bezirken begann schon am Freitag unter der Regie des Verteidigungsministeriums die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Massentestung fast der gesamten Bevölkerung. An den beiden darauffolgenden Wochenenden sollen dann im ganzen Land alle über zehn Jahre alten Bewohner auf das Coronavirus getestet werden.

    Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Slowakei binnen 14 Tagen am Samstag bei 385,3 - der EU-Spitzenwert dazu lag im Nachbarland Tschechien bei 1.210,8.

    11.56 Uhr: Deutsches Snowboard-Weltcupteam in Quarantäne

    Nach einer Corona-Infektion bei Snowboard-Weltmeisterin Selina Jörg hat sich das deutsche Race-Weltcupteam in eine freiwillige Quarantäne begeben. "Sicherheit geht vor", begründet Snowboard Germany in einer schriftlichen Erklärung die freiwillige Heimquarantäne des kompletten Race-Weltcupteams. Bemerkt wurde die Corona-Infektion, die Weltmeisterin Selina Jörg betrifft, bei den wöchentlichen Routinetests. Diese sind Teil eines strikten Hygienekonzepts von Snowboard Germany.

    Mehr dazu: "Deutsches Snowboard-Weltcupteam in Quarantäne"

    11.48 Uhr: Beatmungsgeräte für Tschechien aus EU-Reserve

    Das von der Corona-Pandemie hart getroffene Tschechien bekommt Beatmungsgeräte aus einer gemeinsamen Reserve der Europäischen Union sowie aus den Niederlanden und Österreich. Damit werde einer Bitte Prags um 150 Geräte entsprochen, teilte EU-Krisenkommissar Janez Lenarcic mit.

    Die EU hatte nach dem Ausbruch der Pandemie gemeinsame Bestände an Schutzkleidung und medizinischem Gerät aufgebaut, die von Brüssel finanziert und in Deutschland und fünf anderen Ländern dezentral gelagert werden. Aus dieser Reserve kommen nach Angaben der Kommission 30 Beatmungsgeräte für Tschechien. Allein die Niederlande wollen 105 weitere an den EU-Partner liefern, Österreich stellt 15 bereit. Kommissionschefin Ursula von der Leyen dankte beiden Ländern. "Wir halten zusammen", schrieb sie auf Twitter.

    Tschechien hat gemessen an seiner Einwohnerzahl die höchsten Corona-Infektionszahlen in der EU.

    11.05 Uhr: Chef der Bundespolizei warnt Mitarbeiter

    Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat seine Mitarbeiter aufgerufen, sich im Privatleben besser vor einer Ansteckung zu schützen. "Wenn wir ausfallen, geht das Licht aus", sagte er wörtlich in einer Videobotschaft. Seinen Angaben nach befinden sich derzeit fast 1.600 Bundespolizisten vorsorglich in Quarantäne. Mehr als 130 seien positiv auf das Virus getestet worden. Alle Mitarbeiter der Bundespolizei hätten die Pflicht, sich gesund zu erhalten - und das gelte auch im privaten Bereich, betonte Romann. Seine Behörde unterstützt an diesem Wochenende in Berlin die Polizei bei der Durchsetzung der Corona-Regeln.

    10.51 Uhr: CDU-Wirtschaftsminister plädiert für Verschiebung der K-Frage

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bei der Nominierung eines Kanzlerkandidaten der CDU/CSU für die Bundestagswahl im kommenden September zur Zurückhaltung geraten. "Wir sollten uns in den nächsten Monaten auf das konzentrieren, was Vorrang hat: Gesundheit und wirtschaftlicher Aufschwung", sagte der Wirtschaftsminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur kommt im April oder Mai noch früh genug", hob Altmaier weiter hervor. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger habe derzeit andere Sorgen.

    Angesichts des Anstiegs der Corona-Infektionszahlen plädierte Altmaier auch dafür, den für Anfang Dezember geplanten CDU-Bundesparteitag zu verschieben. Auf dem Parteitag soll ein Nachfolger für die scheidende Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer gewählt werden. Vor Altmaier hatte sich auch CDU-Präsidiumsmitglied Mike Mohring für eine Verschiebung des Kongresses ausgesprochen.

    10.22 Uhr: Merkel mahnt: Kontakte reduzieren

    Bundeskanzlerin Merkel hat die Bevölkerung erneut dazu aufgerufen, die Maßnahmen zum Schutz vor einer Corona-Infektion umzusetzen. In ihrem wöchentlichen Podcast erklärte sie, ihr Appell von vergangener Woche habe nichts von seiner Dringlichkeit eingebüßt: Das Gebot der Stunde heiße "Kontakte reduzieren." Wenn sich die Bürger daran hielten, werden wir alle zusammen die gewaltige Herausforderung durch dieses Virus auch bestehen", so Merkel.

    8.41 Uhr: Polens Präsident Duda positiv auf Coronavirus getestet

    In Polen hat sich Präsident Andrzej Duda mit dem Coronavirus infiziert. Dem Staatschef gehe es aber gut, und er stehe in ständigem Kontakt mit den zuständigen Medizinern, teilte Dudas Sprecher Blazej Spychalski auf Twitter mit. Auch in Polen sind die Corona-Zahlen zuletzt stark gestiegen, die Behörden meldeten am Freitag mit mehr als 13.600 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Die Regierung verschärfte deswegen die Schutzmaßnahmen. So dürfen sich nur noch maximal fünf Personen treffen, Präsenzunterricht an Schulen gibt es nur noch bis zur dritten Klasse, Restaurants dürfen Essen nur noch außer Haus verkaufen.

    8.19 Uhr: Mehr als zehn Millionen Corona-Infektionen in Asien

    Asien hat als zweite Region auf der Welt nach Lateinamerika die Marke von zehn Millionen Corona-Infektionen überschritten. Das sind rund ein Viertel der global registrierten 42,1 Millionen Ansteckungen, wie aus einer Reuters-Erhebung aus offiziellen Daten hervorgeht. Experten vermuten allerdings eine hohe Dunkelziffer. Der Anteil bei den Todesfällen liegt mit mehr als 163.000 bei rund 14 Prozent. In Asien besonders betroffen von der Pandemie sind Indien, Bangladesch, Indonesien und die Philippinen. China und Neuseeland haben das Virus dagegen eindämmen, Japan eine beschleunigte Ausbreitung verhindern können. Allerdings haben sich die Neuinfektionszahlen in Indien und Bangladesch zuletzt etwas abgeschwächt.

    7.47 Uhr: Weihnachtsbäume dieses Jahr wohl teurer

    Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr wahrscheinlich teurer. Grund sind nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger höhere Kosten wegen der Coronavirus-Pandemie. Für die beliebten Nordmanntannen dürften bei bester Qualität zwischen 20 und 27 Euro fällig werden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr hatte die Preisspanne 18 bis 23 Euro betragen. Die Händler müssten Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz vorhalten und möglicherweise mehr Personal einsetzen.

    In großen Städten seien die Preise in der Regel höher als auf dem Land. Auch sei damit zu rechnen, das Bäume wegen abgesagter Weihnachtsmärkte weniger nachgefragt würden.

    5.27 Uhr: Mehr als 14.700 Neuinfektionen und 10.000 Tote

    Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts 14.714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen auch Nachmeldungen enthalten sein. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt die Marke von 10.000.

    4.05 Uhr: Proteste gegen Corona-Ausgangssperre in Neapel

    In der süditalienischen Metropole Neapel haben in der Nacht zum Samstag Hunderte Menschen gegen eine Ausgangssperre und einen geplanten Lockdown für die Region Kampanien in der Corona-Pandemie protestiert. Die Demonstranten skandierten Slogans und zogen unter anderem vor den Sitz der Regionalregierung. Sie warfen Feuerwerkskörper und zündeten Rauchbomben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei setzte demnach unter anderem Tränengas gegen die Protestierenden ein.

    Zuvor hatte Regionalpräsident Vincenzo De Luca als Reaktion auf schnell steigende Corona-Infektionszahlen Pläne für einen Lockdown angekündigt. In Kampanien waren am Freitag 2280 Neuansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden, wie De Luca live bei Facebook mitteilte. Am Donnerstag waren es noch 1541 gewesen. Bereits seit Freitag gilt eine Ausgangssperre von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr.

    "Wir werden nun alles schließen", sagte De Luca. Der Shutdown könne einen Monat oder 40 Tage dauern. Die Situation sei schwierig, aber keine Tragödie, sagte er weiter. "Aber die Tragödie ist nur einen Schritt entfernt." Das regionale Dekret zur Umsetzung der Maßnahme soll entweder am Samstag oder am Sonntag angenommen werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Kreise der Regionalregierung.

    4.04 Uhr: Scholz sieht Deutschland finanziell gerüstet für zweite Corona-Welle

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut gerüstet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. "Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst."

    Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - "auch weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben". Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, "finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß".

    Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, befürchtet, dass Viele die Risiken einer zweiten Welle für Gesundheit und Wirtschaft unterschätzten. Es müsse dringend gelingen, den Bürgern den Ernst der Lage bewusst zu machen und sie zu deutlich mehr Vorsicht in ihrem Verhalten zu bringen.

    "Ein starker und anhaltender Anstieg der Infektionen könnte die Wirtschaft genauso hart treffen wie die erste Welle", sagte Fratzscher dem Blatt: "Die Wirtschaft ist heute viel weniger widerstandsfähig als noch im März und April." Viele Unternehmen hätten ihre Rücklagen aufgebraucht und sich so stark verschuldet, dass ein erneuter Einbruch der Wirtschaft zu einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen und damit auch der Arbeitslosigkeit führen könnte.

    4.01 Uhr: Söder: Kein Grund zur Kursänderung in der Corona-Politik

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder(CSU) will trotz zunehmender Kritik an seiner Corona-Politik an seinem Kurs festhalten. "Ich habe keinen Grund, meinen Kurs zu ändern", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen". "Wir haben mit allen grundsätzlichen Einschätzungen Recht behalten", betonte er.

    Der CSU-Chef wies insbesondere den Vorwurf zurück, er höre nicht auf andere. "Ich habe kein Problem damit, gute Ideen anderer aufzugreifen und dies auch zu sagen", sagte Söder der Zeitung. Dass die Corona-Debatte hitziger geworden ist, bringe ihn nicht aus der Ruhe: "Es ist sicher anstrengend. Aber ich habe große Geduld. Ich schlafe gut und esse anständig. Und ich treibe Sport, wann immer ich Zeit dafür finde."

    4.00 Uhr: 80 Millionen Babys haben Polio-Impfung verpasst

    Aufgrund der Coronavirus-Pandemie haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutlich 80 Millionen Babys unter einem Jahr in diesem Jahr keine Impfung gegen Polio erhalten. 2020 dürfte das schwerste Jahr sein, das die Männer und Frauen je erlebt haben, die sich weltweit für die Ausrottung der Krankheit einsetzen, berichtete die WHO zum heutigen Welt-Polio-Tag. Erst im August hatten die WHO und afrikanische Länder das Ende der von Wildtypen des Virus hervorgerufenen Infektionskrankheit auf dem afrikanischen Kontinent verkündet. So galt Polio nur noch in zwei Ländern als Problem: Afghanistan und Pakistan.

    2.58 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in päpstlicher Schweizergarde steigt auf 13

    Im Vatikan sind zwei weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit stieg die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf 13, wie die Schweizergarde am Freitag mitteilte. Es gebe bisher keine schweren Krankheitsverläufe, nur einige der Gardisten zeigten Symptome wie Fieber, Husten, Gelenkschmerzen und einen Verlust des Geruchssinns, hieß es weiter. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus und seine Residenz.

    Ein größerer Corona-Ausbruch unter den Gardisten könnte daher auch für den Papst gefährlich werden, der mit seinen 83 Jahren zur Risikogruppe gehört. Dem Argentinier war im Alter von 21 Jahren wegen einer schweren Pneumonie ein Teil der rechten Lunge entfernt worden. Er gilt aber für sein Alter als relativ gesund.

    00.43 Uhr: Einreise nach Dänemark eingeschränkt

    Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit Samstag, 0 Uhr, nur noch eingeschränkt möglich. Aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen hat das Nachbarland im Norden Deutschland zum Risikoland erklärt. Das bedeutet, dass nur noch Einreisen kann, wer einen triftigen Grund nachweisen kann. Das kann zum Beispiel ein Verwandtenbesuch, ein Vorstellungsgespräch oder eine Beerdigung sein. Auch Berufspendler und Studenten dürfen weiter einreisen. Ausnahmen gelten außerdem für die Bewohner Schleswig-Holsteins und für Besitzer eines Ferienhauses.

    Freitag, 23. Oktober 2020

    20.18 Uhr: Insgesamt über eine Million Fälle in Frankreich

    In Frankreich ist die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf mehr als eine Million gestiegen. Das französische Gesundheitsministerium meldet gut 1,041 Millionen Fälle, 42.032 mehr als 24 Stunden zuvor.

    Mehr als 34.000 Infizierte sind in Frankreich mit Covid-19 gestorben. In dem Land leben knapp 65 Millionen Menschen. Wie andere Staaten auch registriert Frankreich in den vergangenen Tagen eine schnelle Zunahme der täglichen Neuinfektionen. "Die Epidemie beschleunigt sich sehr stark", sagte Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch im Krankenhaus von Pontoise nördlich von Paris.

    Frankreich ist das siebte Land, in dem die Marke von einer Million bestätigte Ansteckungen überschritten wird - nach den USA (inzwischen 8,4 Millionen), Indien (7,8 Millionen), Brasilien (5,3 Millionen), Russland (1,5 Millionen) sowie Argentinien und Spanien mit je knapp über einer Million.

    19.35 Uhr: Landkreise Kulmbach und Bayreuth überschreiten Grenzwerte

    In den Landkreisen Kulmbach und Bayreuth haben die Infektionszahlen zwei Grenzwerte überschritten. Laut dem Kulmbacher Landratsamt liegt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 48,91. Der Wert im Landkreis Bayreuth beträgt gemäß dem lokalen Gesundheitsamt 78,13. Das Landratsamt hat für den Landkreis Bayreuth deshalb ab morgen eine sogenannte Allgemeinverfügung ausgerufen.

    Laut den aktuellen Zahlen (23.10.20, 08.00 Uhr) des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegen die Inzidenzwerte im Landkreis Kulmbach dagegen noch bei 20,96 und im Landkreis Bayreuth bei 34,73.

    19.00 Uhr: Weniger Besucher auf dem Eiffelturm wegen Corona-Krise

    Der Eiffelturm bekommt wegen der Corona-Krise viel weniger Besuch als gewöhnlich. Seit Schulanfang im September gebe es nur etwa 10 bis 20 Prozent des üblichen Besucheraufkommens, sagte der Präsident der Betreibergesellschaft Sete, Jean-François Martins, am Freitag im Radiosender RTL. Der Vorteil für die Besucher, die derzeit von allem aus Frankreich kommen: Sie müssen laut Martins nicht warten.

    Der über 130 Jahre alte Turm unweit der Seine wird normalerweise von bis zu sieben Millionen Menschen im Jahr besucht. Nach einer mehr als dreimonatigen coronabedingten Zwangspause hatte das 324 Meter hohe Pariser Wahrzeichen Ende Juni seine Pforten wieder geöffnet.

    Der Tourismus in der französischen Hauptstadt mit weiteren Attraktionen wie dem Louvre-Museum oder dem malerischen Montmartreviertel leidet wegen der Beschränkungen in der Covid-19-Pandemie erheblich.

    Die "dame de fer" (Dame aus Eisen), wie das Monument in Frankreich auch liebevoll genannt wird, wurde für die Pariser Weltausstellung gebaut und 1889 fertiggestellt. Bei einem Besuch müssen Gesundheitsvorschriften eingehalten werden.

    18.30 Uhr: WHO-Chef ruft zu schnellem Handeln auf

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die von rasant steigenden Corona-Infektionen betroffenen Länder zum Handeln aufgerufen. "Zu viele Länder sind auf einem gefährlichen Pfad", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Wir sind an einem kritischen Punkt, vor allem in der nördlichen Hemisphäre. Die nächsten Monaten werden sehr schwierig."

    Er beschwor Regierungen, sofort neue Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Todesfälle zu verhindern und die Gesundheitsdienste vor dem Kollaps zu bewahren. Wenn Regierungen die Kontaktverfolgung rigoros durchführten und Infizierte isolierten sowie deren Kontakte in Quarantäne schickten, könnten Ausgehverbote noch vermieden werden. Die Länder müssten es den Menschen allerdings auch einfach machen, Quarantäneauflagen einzuhalten. Unterstützung für Einzelne und Familien sei nötig.

    17.44 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein

    Das schleswig-holsteinische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot in dem Bundesland vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Gericht entschied, dass das Verbot rechtswidrig sei und ein entsprechender Normenkontrollantrag Erfolg haben werde.

    Deshalb bestehe die dringende Notwendigkeit, schwere wirtschaftliche Nachteile für die Beherbergungsbetriebe abzuwehren. Dazu zählten auch die von den beiden Antragstellerinnen betriebenen Resorts beziehungsweise Hotels in Travemünde, Grömitz und auf Sylt.

    17.23 Uhr: Bayerische Regionen müssen Ausnahmen von Grundschüler-Maskenpflicht begründen

    Die Staatsregierung will regionale Ausnahmen von der Maskenpflicht für Grundschüler in Corona-Hotspots in Zukunft genehmigen. Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen derartige Ausnahmeregelungen vorab von den jeweiligen Bezirksregierungen genehmigen lassen. Das geht aus einem Schreiben des Gesundheitsministeriums hervor, das am Freitag an alle Kreisverwaltungsbehörden verschickt wurde und das der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt.

    Von den Kreisverwaltungsbehörden ist demnach "eine ausführliche, auf die ganz konkrete Situation vor Ort abstellende und infektiologisch tragfähige Begründung mit einzureichen", heißt es in dem Schreiben. Kommunen, die in den vergangenen Tagen bereits Ausnahmeregelungen erlassen haben, müssen eine Begründung "unverzüglich" nachreichen.

    Nach der neuen bayerischen Corona-Verordnung gilt eine Maskenpflicht im Unterricht auch für Grundschüler automatisch überall dort, wo es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gab. Kommunen können aber davon abweichen und Ausnahmeregelungen erlassen - davon hatten die Landeshauptstadt München und mehrere Landkreise Gebrauch gemacht.

    17.16 Uhr: Knapp 20.000 Neuinfektionen in Italien

    In Italien sind der Regierung zufolge in den vergangenen 24 Stunden 19.143 Neuinfektionen registriert worden. Ein solcher Wert wurde seit dem Ausbruch der Krankheit noch nie in Italien erreicht. Die Zahl der Todesfälle blieb dagegen mit 91 unter dem Wert von Donnerstag (136) zurück und ist zudem weit entfernt von den Totenzahlen beim Höhepunkt der Pandemie im März und April.

    Damals lag der Höchstwert der täglich gezählten Todesfälle bei mehr als 900. Genau wie im Frühjahr ist aber auch dieses Mal die Lombardei rund um die Finanzmetropole Mailand am härtesten getroffen, auch wenn die Infektionen insgesamt derzeit deutlich mehr über das ganze Land verteilt sind.

    16.36 Uhr: Österreich irritiert über Testpflicht für Pendler

    In Österreich stoßen die deutschen Reisewarnungen und besonders die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus Corona-Risikogebieten auf Ablehnung. Politiker und Wirtschaftsvertreter kritisierten die seit Freitag geltende bayerische Maßnahme, die einen wöchentlichen PCR-Test von einpendelnden Arbeitnehmern fordert. "Eine gewisse Vorbereitungszeit wäre wünschenswert gewesen", teilte Tirols Landeshauptmann Günther Platter mit.

    Am Donnerstag hatte die Bundesregierung - neben anderen Nachbarländern - fast ganz Österreich ab kommenden Samstag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) will am Dienstag bei einem Besuch bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch über Corona-Beschränkungen und die ausgeweiteten Reisewarnungen sprechen.

    16.49 Uhr: Corona senkt die Einnahmen aus Kirchensteuer deutlich

    Die Corona-Krise kostet die Kirche in Deutschland viele Millionen Euro. Allein in Bayern gehen die katholischen Bistümer bei den Einnahmen aus Kirchensteuern von Verlusten in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro aus. Das Erzbistum München und Freising rechnet in diesem Jahr mit einem Minus von bis zu 32 Millionen Euro bei der Steuer, wie das Bistum am Freitag in München mitteilte.

    Das größte katholische Bistum in Deutschland, das Erzbistum Köln, geht laut einer Einschätzung von Ende September ebenfalls von einem massiven Einbruch aus: "Im schlimmsten Fall müssen wir mit Ertragseinbußen von 50 Millionen Euro rechnen", sagte Finanzdirektor Gordon Sobbeck. Wahrscheinlich werde die "Corona-Delle" die Finanzen des Erzbistums auch 2021 und 2022 noch belasten.

    16.21 Uhr: Rom sperrt öffentliche Plätze teilweise

    Beliebte öffentliche Plätze in Rom sollen wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen in Italien zeitweise gesperrt werden. Das Verbot gelte freitags und samstags ab 9.00 Uhr bis Mitternacht, teilte die Stadt am Freitag mit. Betroffene Plätze seien der Campo de' Fiori sowie die Piazza Trilussa, die Piazza Madonna de' Monti und die Via del Pigneto.

    Diese Orte sind in den Abendstunden beliebte Treffpunkte für viele junge Menschen. Die neue Maßnahme solle verhindern, dass sich in den Fußgängerzonen und auf den Plätzen große Gruppen treffen. Die umliegenden Restaurants, Bars und Wohnungen bleiben jedoch weiterhin zugänglich.

    16.12 Uhr: Ärztepräsident Reinhardt widerruft Aussage

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat zurückgerudert: Zwei Tage, nachdem er den Nutzen von Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Pandemie in Zweifel gezogen hat, teilte er nun am Freitag mit: "Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes." Seine Aussagen hätten zu erheblichen Irritationen geführt, die er sehr bedaure.

    Reinhardt hatte in der ZDF-Talkshow Markus Lanz vom Mittwochabend gesagt, er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, "weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind. Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken". Das widerrief er am Freitag: "Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird", sagte er laut Mitteilung.

    15.15 Uhr: Niederlande verlegen Covid-19-Patienten nach Deutschland

    Die Niederlande beginnen mit der Verlegung von Covid-19-Patienten nach Deutschland. Ein Hubschrauber transportierte am Freitagmorgen einen Patienten in ein Krankenhaus nach Münster. Das teilte das Koordinierungszentrum für die Verteilung von Patienten am Freitag in Rotterdam mit. Ein zweiter Flug ebenfalls nach Münster sollte folgen.

    Grund ist, dass die Kapazitäten in den Kliniken im Nachbarland angesichts der zweiten Welle von Infektionen an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Bereits fast jedes zweite Bett auf Intensivstationen ist mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Am Freitag waren erstmals mehr als 10 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden, 726 mehr als am Vortag. Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie betroffenen Länder Europas.

    14.35 Uhr: Bayerische Bühnen fordern Rücknahme ihrer Auflagen

    Die Intendanten bayerischer Bühnen fordern Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einem offenen Brief auf, verschärfte Corona-Auflagen für Theater zurückzunehmen. "Bisher hat es keine nachweisliche Infektion durch einen Theaterbesuch gegeben", heißt es in dem Brief vom Freitag, den unter anderen der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler, Kammerspiel-Chefin Barbara Mundel und die Intendanten der Staatstheater in Nürnberg und Augsburg, Jens Daniel Herzog und André Bücker, unterschrieben haben.

    "Darum insistieren wir, auch bei einem hohen Inzidenzwert von 100 oder mehr unseren Spielbetrieb mit 200 beziehungsweise 500 Zuschauern aufrecht erhalten zu dürfen", fordern die Theaterchefs. "Alles andere käme einem zweiten Lockdown gleich und bedeutet eine Existenzbedrohung für alle Bühnen in Bayern."

    Ab einem Wert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen springt die Corona-Ampel in Bayern neuerdings auf "dunkelrot". Dann sind Veranstaltungen aller Art - mit Ausnahme von Gottesdiensten und Demonstrationen - auf 50 Menschen begrenzt.

    14.21 Uhr: Hohe Infektionszahlen: EU will Grenzen offen halten

    Die für Wettbewerbsfähigkeit zuständigen EU-Minister haben sich ungeachtet stark steigender Corona-Infektionen für offene Grenzen ausgesprochen. "Unter keinen Umständen werden wir die Grenzen wieder schließen", sagte der für Binnenmarktfragen zuständige EU-Kommissar Thierry Breton am Freitag nach einer informellen Videokonferenz. "Da waren wir uns alle einig." Der gemeinsame europäische Binnenmarkt sei "eine Säule der Widerstandsfähigkeit Europas".

    Ähnlich äußerte sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. "Wir sind alle sehr besorgt aufgrund der hohen Ausbreitungsgeschwindigkeit der Corona-Pandemie", sagte der CDU-Politiker. Man wolle Grenzschließungen vermeiden.

    13.44 Uhr: Innenministerium für einheitliche Zuschauer-Regeln in der Bundesliga

    Die unterschiedlichen Entscheidungen zu Zuschauern bei Bundesliga-Spielen stoßen bei der Bundesregierung auf Kritik. Was angesichts der gestiegenen Corona-Infektionszahlen im konkreten Fall sinnvoll sei, sei zwar Sache der örtlichen Gesundheitsämter, betonte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag.

    Die Bundesregierung appelliere aber an die Verantwortlichen, "hier zu einem einheitlichen Verfahren zu kommen". Das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga gelte nach wie vor. Trotzdem sei es vor dem Hintergrund eines stärkeren Infektionsgeschehens sinnvoll, auch bestehende Konzepte zu überprüfen.

    Am vergangenen Wochenende waren bei Hoffenheim gegen Dortmund in Sinsheim wegen eines niedrigen Inzidenzwerts noch 6030 Zuschauer zugelassen, während in vielen anderen Stadien schon wieder vor leeren Rängen gekickt wurde.

    13.35 Uhr: Mehr als drei Millionen Corona-Infektionen in Spanien

    Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Spanien übersteigt die Marke von drei Millionen. Ministerpräsident Pedro Sanchez betont zugleich, das Gesundheitssystem des Landes sei diesmal besser vorbereitet als bei der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr. Zudem müsse ein nationaler Shutdown wie damals verhindert werden, sagt Sanchez in Madrid.

    12.50 Uhr: Ökonom schätzt Auswirkungen von Quarantänen ein

    Die Auswirkung der durch Corona-Infektionen erzwungenen Quarantänen schätzt der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, derzeit auf einen BIP-Effekt von 0,1 bis 0,2 Prozent. "Im Vergleich zu allen anderen Faktoren ist das bisher zweitrangig", sagte er zu Reuters. "Für einzelne Bereiche wie Gesundheitswesen und Handwerk, in denen es auf Präsenz ankommt, dürfte der Effekt allerdings deutlich größer sein." Betroffen von Corona-Quarantäne sind die Infizierten sowie etliche enge Kontaktpersonen.

    12.13 Uhr: Spahn: Impfungen werden ein halbes Jahr dauern

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) veranschlagt für eine mögliche Impfung der Bevölkerung gegen das neuartige Coronavirus mindestens ein halbes Jahr Zeit. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, könne "in sechs, sieben Monaten ein großer Teil derjenigen, die wollen, geimpft werden", sagte er dem Spiegel laut Vorabmeldung vom Freitag. Spahn bekräftigte erneut, dass es keine Impfpflicht geben werde.

    Zum potenziellen Impfstoff sagte der Minister: "Natürlich wäre es das Beste, ein Impfstoff würde Neuinfektionen verhindern." Es wäre aber auch schon ein Gewinn, "wenn er den Krankheitsverlauf milder macht", fügte er hinzu.Wann ein Impfstoff verfügbar sein wird, ist weiterhin offen. Spahn sagte dazu dem Spiegel, dies sei "Anfang nächsten Jahres" möglich. Es könne Januar sein, vielleicht auch Februar oder März - oder sogar noch später.

    12.02 Uhr: Bundesregierung ist gegen erneute Grenzschließungen

    Die Bundesregierung hält nichts von Grenzschließungen zur Eindämmung der Pandemie. Das Frühjahr habe gezeigt, dass Grenzschließungen "nicht in unser aller Sinn" seien, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Sie verwies auf Störungen bei Warenverkehr und Verkehrsfluss. Mit Blick auf Dänemark unterstrich die Sprecherin aber ebenso wie das Bundesinnenministerium, dass es Sache eines jeden Landes sei, die Maßnahmen zu ergreifen, die es für richtig halte.

    12.00 Uhr: Wasserball-Supercup abgesagt - Bundesliga-Start fraglich

    Das für Sonntag angesetzt Duell um den Supercup der Wasserballer zwischen Meister Waspo 98 Hannover und Pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 ist kurzfristig abgesagt worden. Die Entscheidung fiel nach einer Videokonferenz der Vereine und des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Zunächst war angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen noch eine Durchführung ohne Zuschauer in Erwägung gezogen worden. Auch der Start der neuen Bundesliga-Saison ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fraglich. Spandau sollte die Spielzeit am 31. Oktober mit der Partie gegen die SG Neukölln eröffnen. Die vergangene Saison war wegen der Corona-Krise lange unterbrochen und wurde dann mit reduziertem Starterfeld beendet. Waspo gewann die Meisterschaft, Spandau revanchierte sich mit dem Pokalsieg. Mit dem Supercup wird eigentlich traditionell die Wasserball-Saison eröffnet.

    11.59 Uhr: Universitätsklinikum Regensburg will tschechische Covid-19-Patienten aufnehmen

    Während die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Ostbayern weiter sehr hoch ist, sind am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) schwere Verläufe mit Behandlung auf der Intensivstation noch selten. Aktuell werden am Universitätsklinikum, das während der ersten Pandemiewelle deutschlandweit zu den Krankenhäusern mit dem meisten COVID-19-Intensivpatienten gezählt hat, nur drei Personen intensivmedizinisch behandelt. Zur Hochphase Anfang April wurden weit über 40 Patienten mit einer Coronavirus-Infektion intensivmedizinisch behandelt. Das UKR ist daher auch bereiterklärt, Intensivpatienten aus Tschechien aufzunehmen. Das hatte zuvor die Bayerische Staatsregierung in Aussicht gestellt. Aktuell befinden sich noch keine COVID-19-Patienten in Regensburg, da die Lage in Tschechien allerdings noch als "kompensiert" dargestellt werde.

    11.57 Uhr: Gericht weist Eilantrag gegen Maskenpflicht im Unterricht ab

    Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht abgelehnt. Zwei Schüler aus dem Landkreis Ravensburg wollten das Verbot kippen. Aus ihrer Sicht ist es unklar, ob es an Schulen ein hohes Infektionsrisiko gibt. Zudem sei nicht nachgewiesen, dass ein einfacher Mund-Nasen-Schutz die Ausbreitung des Coronavirus wirksam bekämpfe. Die Richter sahen das anders: Die Maskenpflicht sei ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Es sei nicht zu beanstanden, diese Maskenpflicht an Schulen landesweit zu verhängen. Auch wenn im Landkreis Ravensburg derzeit weniger Menschen als im Landesdurchschnitt infiziert sind: Dies könne sich jederzeit schnell ändern. Landkreisgrenzen würden von Schülern und Lehrern "in vielen Fällen täglich überschritten", teilte der VGH in Mannheim am Freitag mit.

    11.55 Uhr: Corona-Hilfen für Frankreichs Kinos und Theater

    Frankreich kommt den von den neuen Corona-Maßnahmen besonders hart betroffenen Kulturbereichen mit 115 Millionen Euro zu Hilfe. 85 Millionen sollen an die darstellenden Künste gehen, darunter Theater, Oper und Tanz, und 30 Millionen Euro an die Kinobranche. Die in mehreren Städten und Regionen geltende nächtliche Ausgangssperre ab 21.00 Uhr habe schwerwiegende Folgen für die Aufrechterhaltung dieser Aktivitäten, sagte Kulturministerin Roselyne Bachelot.

    11.53 Uhr: Amateurspiele in Bayern bei Corona-Warnwert kostenlos verlegbar

    In der Corona-Krise können Amateurspiele in Bayern mit Fußballmannschaften aus stark betroffenen Gebieten künftig ohne Zusatzkosten verschoben werden. Das beschloss der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), wie am Freitag mitgeteilt wurde. Entscheidend ist dabei die Infektionslage: Sind Clubs in einer Region mit mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen beheimatet oder müssten in ein Gebiet mit einem solchen Inzidenzwert reisen, kann ein Match verlegt werden. Die Zustimmung des Gegners sei nicht erforderlich. Es reicht, einen Antrag beim Spielleiter einzubringen und dem Gegner rechtzeitig Bescheid zu geben, teilte der BFV mit. Zwar stellten Fußballspiele im Freien kein erhöhtes Risiko dar. Aber es sei «die Verunsicherung allerorten spürbar», sagte der für den Spielbetrieb zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. Seit dem Neustart am 19. September seien in Bayern rund 85 Prozent aller geplanten Spiele durchgeführt worden.

    11.50 Uhr: US-Behörde lässt Remdesivir zur Behandlung von Covid-19-Patienten zu

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das antivirale Medikament Remdesivir zur Behandlung von Covid-19-Patienten offiziell zugelassen. Dies sei ein "wichtiger wissenschaftlicher Meilenstein in der Covid-19-Pandemie", erklärte FDA-Chef Stephen Hahn. Im Mai hatte das Medikament, das vom US-Konzern Gilead unter dem Namen "Veklury" vertrieben werden soll, bereits eine Ausnahmegenehmigung für die Behandlung von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erhalten. "Veklury" sei bislang das einzige speziell auf die Behandlung von Covid-19-Patienten ausgerichtete Arzneimittel, das nach einem strengen Testverfahren zugelassen wurde, teilte Gilead mit. Allerdings sind auch andere Medikamente nach Ausnahmegenehmigungen bereits verfügbar. Die EU und andere Staaten haben für Remdesivir ebenfalls bereits bedingte Marktzulassungen erteilt.

    11.47 Uhr: Seehofer findet Masken-Äußerungen des Ärztekammer-Präsidenten unerklärlich

    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat kein Verständnis für Äußerungen des Ärztekammer-Präsidenten Klaus Reinhardt, der in einer ZDF-Sendung den Nutzen der Alltagsmasken infragegestellt hatte. Die Aussagen "von höchster Stelle der Ärzteschaft" seien für ihn unerklärlich. "Das ist fast erschütternd", sagt Seehofer am Rande der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam. Er freue sich, dass dort alle eine Maske trügen. "Die Bevölkerung ist manchmal noch sachkundiger und einsichtiger als manche Berufsfunktionäre." Reinhardt hatte nach seinen umstrittenen Äußerungen am Donnerstag klargestellt, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa in Bussen und Bahnen sinnvoll sei. Dies helfe, durch eine Reduktion der Aerosol-Verbreitung andere zu schützen.

    11.45 Uhr: Virus breitet sich in gesamter Türkei aus

    In der Türkei breitet sich das Coronavirus dem Gesundheitsminister zufolge im ganzen Land aus. 40 Prozent der Fälle würden aus Istanbul gemeldet, sagt Fahrettin Koca. Dort lägen die Zahlen fünf Mal höher als in der Hauptstadt Ankara. Aus Regierungskreisen war vor einigen Tagen verlautet, dass die Türkei die Wiedereinführung von einigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erwägt. Dazu gehörten Lockdowns am Wochenende oder Ausgangssperren für jüngere und ältere Menschen.

    11.35 Uhr: Tschechiens Regierungschef fordert Gesundheitsminister zum Rücktritt auf

    Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat Gesundheitsminister Roman Prymula zum Rücktritt aufgefordert. Komme Prymula dem nicht nach, werde er ihn entlassen, sagte Babis. Prymula hatte zuvor in einem Restaurant, das im Rahmen der Maßnahmen gegen die Pandemie geschlossen war, ein Treffen abgehalten.

    11.30 Uhr: Testpflicht in Bayern für ausländische Pendler in Kraft

    Die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Risikogebieten und die schärferen Regeln für extreme Corona-Hotspots im Freistaat und sind in Kraft. Am Donnerstagabend veröffentlichte Bayerns Gesundheitsministerium die entsprechend ergänzte Corona-Verordnung - die neuen Auflagen gelten damit seit heute. Für Grenzpendler aus ausländischen Corona-Risikogebieten gilt demnach: Wer "regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten", muss den Behörden vor Ort nun unaufgefordert binnen sieben Tagen und anschließend regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Maßnahme wird voraussichtlich vor allem Berufspendler aus Österreich und Tschechien treffen. Tschechien gilt laut Robert Koch-Institut ebenso als Risikogebiet wie die direkt an Bayern grenzenden österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg.

    11.25 Uhr: Auch Kaufbeuren und Kempten überschreiten 7-Tage-Inzidenzwert von 50

    Auch Kaufbeuren und Kempten überschreiten nun den 7-Tage-Inzidenzwert von 50. Damit gelten ab heute auch hier strengere Regelungen zum Schutz vor Ansteckung mit SarsCoV2. Unter anderem müssen Schülerinnen und Schüler jetzt auch in der Grundschule während des Unterrichts Masken tragen. Außerdem dürfen sich jetzt nur noch maximal fünf Personen oder zwei Haushalte treffen. Dabei ist es egal, ob sie sich draußen oder zu Hause treffen. Die Regelung gilt auch für Gaststätten. Im Regierungsbezirk Schwaben liegen derzeit nur noch die Landkreise Oberallgäu und Dillingen an der Donau unter dem Grenzwert von 50. Augsburg liegt als einzige Stadt in Schwaben über dem neuen Grenzwert von 100. Hier gelten noch strengere Regeln.

    11.25 Uhr: Lebensmittelhandel ruft Verbraucher zur Zurückhaltung und Vernunft beim Einkauf auf

    Der deutsche Lebensmittelhandel hat angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen an die Verbraucher appelliert, auf Hamsterkäufe zu verzichten. "Es gibt aus unserer Sicht auch künftig keinen Grund, zusätzliche Vorräte anzulegen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands, Franz-Martin Rausch. Die Warenversorgung sei stabil, Lagerbestände seien ausreichend vorhanden. Rausch mahnte die Kunden zur Zurückhaltung: "Wenn jeder nur das kauft, was er braucht, ist auch genug für alle da." Er hob zugleich hervor, dass weiterhin "keine flächendeckende Veränderung des Einkaufsverhaltens" zu beobachten sei. Vereinzelt komme es allerdings in einigen Regionen und bei einigen Warengruppen wie zum Beispiel bei Hygieneartikeln zu einer höheren Nachfrage.

    11.20 Uhr: Scooter-Frontmann ruft zu Solidarität bei der Bekämpfung von Corona auf

    Scooter-Frontmann H.P. Baxxter (56) hat zu mehr Solidarität bei der Bekämpfung von Corona aufgerufen. "Wir müssen solidarisch sein und helfen, die Pandemie einzudämmen." Er habe jedoch Verständnis für die jungen Leute, die zu Hause sitzen und nicht loslegen können."«Es darf hier aber auf keinen Fall ein Kampf Alt gegen Jung entbrennen. Die Krankheit ist ernst zu nehmen", meinte Baxxter, der sich im Frühjahr mit dem Coronavirus infiziert hatte und an leichten Symptomen litt.

    11.15 Uhr: Mannschaft von Werder Bremen am Freitag erneut getestet

    Die Spieler, Trainer und Betreuer von Werder Bremen sind am Freitag nach einem Coronafall in der Mannschaft am frühen Freitagmorgen erneut auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse der Tests werden am Nachmittag erwartet. Bei negativen Ergebnissen, will das Team von Trainer Florian Kohfeldt anschließend die Vorbereitung auf das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag gegen die TSG 1899 Hoffenheim wieder aufnehmen. Am Mittwoch war ein Werder-Fußballer positiv getestet worden. Für den Spieler, dessen Namen der Verein nicht nennt, sowie einen weiteren Profi und ein Mitglied des Funktionsteams hatte das zuständige Gesundheitsamt eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet.

    11.15 Uhr: Löwen wollen Handballer womöglich nicht zu Länderspielen lassen

    Aufgrund der Folgen der Coronavirus-Pandemie erwägt Handball-Bundesligist Rhein-Neckar Löwen, seine Nationalspieler womöglich nicht für Länderspiele abzustellen. "Es ist klar, dass wir niemand zu seiner Nationalmannschaft in ein Risikogebiet schicken können, der nach seiner Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne müsste", sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Bislang würde kein Club die Freigabe der Nationalspieler verweigern und damit sei die Abstellungspflicht akzeptiert. "Wir befinden uns aber aktuell in einer weltweiten Ausnahmesituation und haben neben der wirtschaftlichen Verantwortung für unseren Club auch eine gesundheitliche Verantwortung für unsere Spieler." Die nächsten Länderspiele sind für Anfang November angesetzt. Hintergrund ist, dass der "Spiegel" am Donnerstag berichtet hatte, dass die Bundesligisten von den Verbänden eine Garantie verlangen, dass die Nationalspieler nach der Rückkehr von Länderspiel-Einsätzen nicht in Quarantäne müssen.

    11.10 Uhr: Tourismusbeauftragter kritisiert dänische Grenzschließung

    Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat Kritik daran geäußert, dass Dänemark seine Grenze für Urlauber aus Deutschland weitgehend schließt. Bareiß sprach von einer "ärgerlichen Entscheidung". Er machte deutlich, Sicherheit gehe immer vor, aber Maßnahmen müssten angesichts hoher Neuinfektionszahlen verhältnismäßig sein.

    11.05 Uhr: Gutachten fordert Mechanismus für schwache EU-Staaten

    Der Volkswirt Andreas Mayert rät der EU bei ihren Verhandlungen über den Wiederaufbaufonds zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu Anpassungen wegen der zweiten Infektionswelle. "Will die EU nicht, dass eine ganze Zahl ihrer Mitgliedsstaaten in Gefahr gerät, einen wirtschaftlichen und sozialen Einbruch ohne Beispiel zu erleben, braucht sie einen Plan B." Mayert schlägt eine Art Versicherungsmechanismus vor, der bei einer unkontrollierbaren Ausweitung der Pandemie Mitgliedsstaaten Unterstützung zusagt. Eine Abschwächung oder Ausbremsung der Erholung sei zumindest in einer ganzen Reihe von EU-Mitgliedstaaten nicht zu vermeiden.. Die Folgen könnten katastrophal sein, "humanitär, wirtschaftlich und sozial".

    10.50 Uhr: Tourismusbranche wehrt sich gegen Stigmatisierung

    Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) warnt vor einer Stigmatisierung der Branche als Treiber der Pandemie. "Politische Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beziehen sich in vielen Fällen auf touristisch arbeitende Unternehmen und ihre Kunden", sagt BTW-Präsident Michael Frenzel. Es werde ein politisches Klima geschaffen, das aktiv von touristischen Reisen abrate oder warne. Die Politik teile laufend mit, dass Urlaub, Reisen und Ausgehen das Infektionsgeschehen treibe, ohne dazu belastbare Zahlen zu liefern. "Der momentane Umgang der Politik mit dem Tourismus ist unsachlich und diskreditierend", sagt Frenzel.

    10.45 Uhr: Berliner Verwaltungsgericht entscheidet erneut gegen Sperrstunde

    Das Verwaltungsgericht Berlin hat die Sperrstunde für weitere Berliner Gastwirte praktisch aufgehoben. Wie schon vor einer Woche gab das Gericht nun erneut mehreren Eilanträgen gegen die vom Senat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossene Regelung statt. Das teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Nach den elf Gastronomen aus der Vorwoche können nun rund zwei Dutzend weitere Wirte ihre Betriebe auch in der Nacht wieder öffnen. Für alle anderen gilt die Sperrstunde von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr zunächst weiter. Erwartet wird aber eine Grundsatzentscheidung des Oberverwaltungsgerichtes.

    10.35 Uhr: Flughäfen fordern staatliche Hilfen

    Die bereits seit Monaten massiv unter dem sinkenden Passagieraufkommen leidenden deutschen Flughäfen haben auch in den Herbstferien keinen Aufschwung erlebt. Es sei sogar "schlimmer als befürchtet" gekommen, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV). Das Passagieraufkommen lag demnach bei 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verband warnte vor Arbeitsplatzverlusten und forderte Hilfe des Staates. Für das Gesamtjahr 2020 rechnen die Flughäfen dem Verband zufolge mit einem Einnahmerückgang von 3,6 Milliarden Euro, im kommenden Jahr immer noch mit 2,6 Milliarden Euro. An den Flughafenstandorten drohe einem Viertel der über 180.000 Arbeitsplätze das Aus, warnte der ADV. Der Verband forderte deshalb staatliche Hilfe. "Pandemiebedingt droht vielen Flughäfen ohne Unterstützung durch die öffentliche Hand der Kollaps und somit Risiken für das gesamte Luftfahrtsystem", erklärte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Hoffnungen setzt er nun auf einen für den 6. November geplanten Luftverkehrsgipfel mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

    10.30 Uhr: Finanzielle Einbrüche bei der UEFA - weniger Einnahmen auch für Clubs

    Die Corona-Pandemie hat bei der Europäischen Fußball-Union UEFA zu finanziellen Einbrüchen geführt, die nun auch die Clubs zu spüren bekommen. Nach einem Bericht der "Bild" sollen wegen ausbleibender Zahlungen von TV-Partnern wie China und Katar 470 Millionen der geplanten 2,55 Milliarden Euro fehlen, die eigentlich an die Vereine ausgeschüttet werden sollten. Das habe die UEFA bei einer Sitzung der European Club Association, der Interessensvertretung der Vereine, mitgeteilt. Allein die deutschen Teilnehmer an der Champions League und Europa League der vergangenen Saison sollen mehr als zehn Millionen Euro verlieren. Am stärksten betroffen aus der Bundesliga sei Meister FC Bayern München.

    10.25 Uhr: Patienten aus Niederlanden nach Deutschland geflogen

    Erneut werden Patienten aus den Niederlanden in deutsche Kliniken verlegt. Ein Hubschrauber transportierte am Morgen einen Patienten in ein Krankenhaus nach Münster. Das teilte das Koordinierungszentrum für die Verteilung von Patienten in Rotterdam mit. Ein zweiter Flug ebenfalls von Almere nach Münster sollte folgen. Durch die Verlegungen soll der Druck auf die Intensivstationen gesenkt werden. Bereits fast jedes zweite Bett auf Intensivstationen ist mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Für das Wochenende sind weitere Patiententransporte auch aus anderen Regionen geplant. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten angeboten, Patienten aus den Niederlanden zu übernehmen. Das Land verfügt zur Zeit über 1.150 Betten auf Intensivstationen. Allein Nordrhein-Westfalen hat rund fünfmal so viele. Das Bundesland stellte 80 Betten für Patienten aus den Niederlanden zur Verfügung.

    10.20 Uhr: Tschechiens Gesundheitsminister soll Corona-Regeln gebrochen haben

    Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula ist massiv unter Druck geraten, weil er sich nicht an seine eigenen strengen Corona-Vorschriften gehalten haben soll. Die Zeitung "Blesk" fotografierte den Politiker, wie er in Prag kurz vor Mitternacht ein Luxusrestaurant verlässt und dabei keine Maske trägt. Demnach habe sich der 56-Jährige dort mit dem Fraktionsvorsitzenden der populistischen Regierungspartei ANO, Jaroslav Faltynek, getroffen. Letzterer räumte das Fehlverhalten ein und bat im Parlament um Entschuldigung. Man habe in dem Restaurant "Dinge bei einem Kaffee besprochen". In Tschechien gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Menschen sind angehalten, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Restaurants müssen geschlossen bleiben. Sie dürfen Essen zum Mitnehmen an einem Fenster verkaufen, aber nur bis 22.00 Uhr. Die Opposition forderte den Rücktritt des erst vor einem Monat angetretenen Gesundheitsministers. Die Regeln müssten ohne Ausnahmen für alle gelten, forderte auch Innenminister Jan Hamacek. Der Sozialdemokrat sprach der Agentur CTK zufolge von einem "unentschuldbaren Versagen". Wer die Anordnungen der Regierung nicht respektiere, dürfe nicht im Kabinett sitzen.

    10.15 Uhr: Wieder Höchststand an Neuinfektionen in Russland

    In Russland hat die Zahl der Neuinfektionen wieder einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurde den Behörden zufolge bei weiteren 17.340 Menschen eine Ansteckung mit dem Coronavirus bestätigt. Allein in Moskau waren es demnach 5.478. Insgesamt haben sich damit in Russland mehr als 1,48 Millionen Menschen infiziert. Weitere 283 Menschen seien binnen 24 Stunden gestorben, was die offizielle Todeszahl auf 25.525 steigen lasse.

    10.10 Uhr: Frankfurter Gesundheitsamt kann nicht mehr jeden Fall nachvollziehen

    Einige Gesundheitsämter können angesichts der Vielzahl der Fälle nicht mehr jede Infektionskette nachvollziehen. "Jedem Fall genau nachzugehen, das gelingt nicht mehr", sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Freitag im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. In Frankfurt kämen derzeit zwischen 100 und 200 Fälle pro Tag dazu. "Eine solche Fülle kann man nicht mehr im Detail abarbeiten, das ist ganz klar." Das Frankfurter Gesundheitsamt wird von der Bundeswehr unterstützt. 60 Soldaten helfen bei der Nachverfolgung. Dafür sei man dankbar, sagte Gottschalk, es reiche aber nicht aus. Die Mitarbeiter müssten inzwischen die Fälle priorisieren.

    10.00 Uhr: Aufträge in der Baubranche ziehen im August an

    Nach einem Dämpfer im Juli haben die Geschäfte am Bau im August wieder angezogen. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe stieg um 3,4 Prozent gemessen am Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Dabei wurden Saison-, Preis- und Kalendereffekte herausgerechnet. Zum Vorjahresmonat August 2019 gab es lediglich einen kleinen Rückgang von 0,3 Prozent. In diesem Juli hatten die Statistiker noch Anzeichen für eine "leichte Abkühlung der Baukonjunktur" gesehen, damals waren die Auftragseingänge zum Vormonat Juni kräftig gesunken. Die Bauindustrie zählt zu den wenigen Branchen, die bislang relativ gut durch die Corona-Krise gekommen sind - dank des Baubooms und der großen Nachfrage nach Wohnungen gerade in Städten. Im ersten Halbjahr konnte die Baubranche die Umsätze trotz der Pandemie steigern.

    9.57 Uhr: Altmaier sagt Tourismusbranche Hilfen bis 2021 zu

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier verspricht der angeschlagenen Tourismusbranche weitere Hilfen. "Wir sind entschlossen, unsere Hilfsanstrengungen im Rahmen dessen, was die EU-Kommission uns ermöglicht, auszubauen und zu erhöhen", sagte der CDU-Politiker. Die Strukturen sollten erhalten bleiben. "Im Augenblick bereiten wir ein Update unserer Überbrückungshilfen vor, die wir ins nächste Jahr verlängern werden."

    9.55 Uhr: Unesco sorgt sich um Bildung

    Die UN-Kulturorganisation Unesco sorgt sich um die Ausgaben für Bildung während der Corona-Krise. In nationalen Krisenplänen für einen Wirtschaftsaufschwung seien im Durchschnitt weniger als ein Prozent für Bildung und Ausbildung reserviert, teilte Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay nach einem Treffen zur Bildungspolitik mit. Die Zusammenkunft per Videokonferenz, an der auch Staats- und Regierungschefs teilnahmen, war von der Unesco und den Regierungen Ghanas, Norwegens und Großbritanniens einberufen worden.

    9:50 Uhr: Zahl der Corona-Patienten in NRW-Kliniken steigt rasant

    Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen steigt stark an. Nach Zahlen der Landesregierung werden aktuell rund 1.420 Patienten mit Covid-19 stationär behandelt - vor einer Woche waren es noch 950, vor einem Monat rund 320.

    275 Patienten liegen demnach aktuell auf der Intensivstation, 148 von ihnen müssen beatmet werden. Die Kliniken sind den Angaben zufolge allerdings noch weit entfernt von ihrer Kapazitätsgrenze. Aktuell gebe es rund 5.640 Intensivbetten, in denen die Patienten auch beatmet werden könnten, 1.320 davon seien im Moment nicht belegt. Beim bisherigen Höhepunkt der Pandemie Mitte April waren in den NRW-Krankenhäusern mehr als 2100 Corona-Patienten gleichzeitig behandelt worden, knapp 600 mussten in der Spitze beatmet werden.

    9.45 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer kritisiert Denunziation

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält nichts vom öffentlichen Anschwärzen von Menschen, die sich nicht an die Corona-Kontaktbeschränkungen halten und mit zu vielen Menschen feiern. "Bei uns würde man beim Nachbarn klingeln und an die eigene Verantwortung appellieren. Da geht es um Zivilcourage." Sachsen arbeite gerade an einer neuen Rechtsverordnung, die festlegen soll, "dass auch bei privaten Feiern ein Verantwortlicher festgelegt werden muss, um eine Nachverfolgung sicherzustellen", fügte der CDU-Politiker hinzu. Kretschmer verglich die Pandemie "mit der Hochwasserkatastrophe 2002 in Sachsen": "Die Solidarität ist vergleichbar. Und wenn Gefahrenabwehr nicht mehr möglich ist, muss evakuiert werden. Das bedeutet im aktuellen Fall Lockdown", so Kretschmer gegenüber der "Berliner Zeitung".

    9.40 Uhr: Zahlen in Israel sinken nach Lockerungen weiter

    Knapp eine Woche nach den ersten Lockerungen des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sinken die Infektionszahlen weiter. Das Gesundheitsministerium meldete 895 neue Fälle. Am 30. September waren es noch mehr als 9.000 gewesen. Nach einem Monat des Corona-Lockdowns sind seit Sonntag wieder Kindergärten und Vorschulen geöffnet. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben. Naturparks und Strände können wieder besucht werden, Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

    9.30 Uhr: Slowenien verschärft nochmals Lockdown-Regeln

    Slowenien weitet seine Corona-Maßnahmen aus. Ab Samstag schließen die meisten Geschäfte sowie die Hotels, Kindergärten, Studentenheime, Friseurläden und Schönheitssalons. Das gab Ministerpräsident Janez Jana bekannt. Restaurants dürfen dann bei sich keine Gäste mehr bedienen, lediglich Auslieferung und Abholung von Speisen sind gestattet. Die neuen Maßnahmen gelten vorerst für eine Woche. Schon bisher galten Einschränkungen, etwa eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21.00 und 6.00 Uhr oder ein Reiseverbot zwischen den zwölf Regionen des Landes. Reisende, die zwischen Deutschland und dem Balkan unterwegs sind und dabei durch Slowenien fahren, können dies weiter ungehindert tun.

    9.25 Uhr: Ab Samstag landesweit Maskenpflicht in Griechenland

    Im Kampf gegen das Corona-Virus hat die griechische Regierung die Maßnahmen verschärft: Von Samstagmorgen an gilt landesweit Maskenpflicht, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Donnerstagabend mitteilte. Außerdem wird für Gegenden mit hohen Infektionszahlen wie etwa die Region Attika mitsamt der Hauptstadt Athen ein nächtlicher Lockdown gelten. Davon ausgenommen sind Menschen, die nachts arbeiten. Griechenland ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bisher verhältnismäßig schwach von Corona betroffen, doch in den vergangenen Wochen stiegen die Zahlen stark an. Zum Teil wurden mehr als 800 neue Fälle pro Tag verzeichnet - ein Negativrekord. Das Land mit seinen rund 11 Millionen Einwohnern zählt seit Ausbruch der Pandemie gut 28 000 Infektionsfälle und 550 Tote.

    9.20 Uhr: Industriekonzern ABB von Pandemie gebremst

    Beim Schweizer Industriekonzern ABB hat im dritten Quartal die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen. Der Umsatz ging um 4 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar (5,58 Mrd Euro) zurück. Rechnet man die Konsolidierungs- und die Währungseffekte heraus, ergab sich aus eigener Kraft ebenfalls ein Minus von 4 Prozent, wie ABB am Freitag mitteilte. Das Tempo des Abschwungs hat sich damit allerdings verlangsamt, denn im zweiten Quartal hatte auf vergleichbarer Basis ein Umsatzminus von zehn Prozent in den Büchern gestanden.

    9.15 Uhr: Mehr als 70.000 Corona-Infektionen in den USA an einem Tag

    Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in den USA ist nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) erstmals seit Ende Juli wieder auf mehr als 70.000 binnen eines Tages geklettert. Rund 71.700 Menschen wurden demnach am Donnerstag mit positivem Test auf das Virus gemeldet. Insgesamt wurden laut JHU in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 8,4 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 223.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

    9.10 Uhr: Polen plant weitere Einschränkungen

    Polen steht einem Regierungsberater zufolge vor weiteren Einschränkungen. Restaurants sollten Essen nur noch außer Haus anbieten, sagt Andrzej Horban im Radiosender Zet. Die Regierung könnte zudem empfehlen, dass ältere Menschen ab 70 Jahre zu Hause bleiben sollten. Wie das Internetportal Wirtualna Polska meldet, gehöre zu den Plänen auch, dass sich nicht mehr als fünf Personen treffen und Kinder nur in Begleitung eines Erwachsenen nach draußen dürften. Eine Stellungnahme der Regierung war zunächst nicht zu erhalten.

    9.05 Uhr: Saarlands Ministerpräsident spricht von "ernster Lage" und hält drastische Maßnahmen für denkbar

    Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat die Bürger eindringlich zur Einhaltung der Hygienregeln aufgerufen. "Die Lage ist ernst", sagte der CDU-Politiker im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Oberstes Ziel müsse sein, eine Überforderung des Gesundheitswesens zu vermeiden. Die Menschen müssten die Lage nun wieder so ernst nehmen wie im März und April. "Das fällt superschwer", räumte Hans ein. Vor neuen Bund-Länder-Gesprächen über Corona-Maßnahmen sprach sich Hans für mehr Einheitlichkeit aus. Notwendig sei ein bundesweit einheitlicher Bewertungsmaßstab, wann die Politik in welche Maßnahmen einsteige. Er lehne ab, Schulen und Kitas zu schließen. "Das halten die Familien in Deutschland nicht aus. Das hält auch die Wirtschaft nicht aus", mahnte Hans. Klar sei aber, wenn Zahlen weiter stiegen, werde es drastischere Einschnitte geben müssen, "auch in Freiheitsrechte".

    8.50 Uhr: Castor-Transport soll trotz Corona-Bedenken stattfinden

    Das Bundesumweltministerium hält derzeit am geplanten Castor-Transport in das Zwischenlager Biblis fest. "Der Transport ist zur Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland erforderlich", sagte ein Sprecher von Ministerin Svenja Schulze. Die Beteiligten hätten ein gesondertes Hygienekonzept erstellt. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer gebeten, den für Anfang November erwarteten Transport aus dem britischen Sellafield nach Biblis in Hessen erneut zu verschieben. Zur Begründung nannte er unter anderem Sicherheitsbedenken wegen zu erwartender Proteste gegen den Transport. Die Corona-Pandemie erschwere eine Sicherung des Transports, weil ein Hygienekonzept eingehalten werden müsse.

    8.35 Uhr: Industrie warnt vor Herunterfahren der Wirtschaft

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat eindringlich vor einem Herunterfahren der Wirtschaft gewarnt. BDI-Präsident Dieter Kempf forderte die Bundesregierung auf, "eine besonnene Herbststrategie" gegen die Pandemie "mit einem klugen Mix aus passgenauen Maßnahmen von Bund und Ländern" vorzulegen. Priorität müsse dabei die örtliche Verantwortung für die Eindämmungsmaßnahmen haben. Oberstes Ziel müsse bleiben, "Lockdowns zu verhindern, selbst wenn sie zeitlich befristet stattfinden sollten". Der Industriepräsident nannte es unnötig, "große Teile der Bevölkerung pauschal unter Quarantäne zu setzen". Stattdessen forderte er eine differenziertere Teststrategie und eine engmaschigere Nachverfolgung der Infektionsketten.

    8.20 Uhr: Kontaktnachverfolgung bei Corona stößt an Grenzen

    Die Mediziner im öffentlichen Gesundheitswesen können bei sprunghaften Anstiegen der Corona-Neuinfektionen mancherorts eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung kaum mehr bewältigen. Im Bereich einiger Gesundheitsämter stiegen die Zahlen binnen eines Tages derzeit um bis zu 100 Fälle, sagte Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Wie die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf eine Umfrage in Gesundheitsämtern berichtete, gibt es aktuell bei einem knappen Viertel der Behörden Verzögerungen in der Kontaktnachverfolgung. Dabei gehe es um sogenannte Kontaktpersonen der Kategorie I. Das seien jene Menschen, die sich für 14 Tage in Quarantäne begeben müssten, deren Gesundheit täglich überwacht werden sollte und die im Einzelfall auch getestet werden sollten.

    8.15 Uhr: DOSB legt Hygienekonzept für Wettkämpfe vor

    Der Deutsche Olympische Sportbund hat ein nationales Hygiene-Rahmenkonzept für sichere Sportveranstaltungen in Zeiten anhaltender Pandemie vorgelegt. "Die Gesundheit der Sportler und der gesamten Gesellschaft hat weiterhin höchste Priorität", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Das Konzept basiere auf den zehn "DOSB-Leitplanken" aus dem Frühjahr zum Wiedereinstieg in den Spiel-und Wettbewerbsbetrieb nach dem Lockdown. Das DOSB-Konzept sei von dem in Neuwied beheimateten Dienstleiter "Apa" entwickelt und einer Prüfung durch den TÜV Rheinland unterzogen worden. In den Befragungen der DOSB-Mitgliedsorganisationen habe sich herausgestellt, dass der Verlust von Sportveranstaltungen über alle Ebenen mittel- und langfristig große Existenzsorgen auslöse. Das Hygiene-Rahmenkonzept sei laut DOSB ein zentraler Basisbaustein. Je nach Art und Größe der Veranstaltung, vom Sportfest im Verein bis zur Durchführung einer Weltmeisterschaft, könnten die Veranstalter eigenständig sportart- und veranstaltungsspezifische Bausteine ergänzen. Neben generellen Vorgaben würden die Basisstandards den Veranstaltern für Athlet, Trainer, Zuschauer oder Helfer eine sichere Begleitung durch alle Phasen einer Veranstaltung, von der Anmeldung und Anreise bis zum sicheren Verlassen des Veranstaltungsortes und einer dokumentierten Kontaktnachverfolgung bieten.

    8.10 Uhr: Wales reagiert auf besorgniserregende Corona-Zahlen

    Wales setzt drastische Schritte, um die massiv steigenden Corona-Zahlen nach unten zu drücken. In dem britischen Landesteil gilt ab Freitagabend ein strikter temporärer Lockdown bis zum 9. November. In Wales müssen weiterführende Schulen den Unterricht in der Zeit des Lockdowns nach den Herbstferien online durchführen, Grundschulen bleiben jedoch geöffnet. Bars und Restaurants müssen schließen, außerdem sind Treffen zwischen verschiedenen Haushalten verboten. Die Menschen sind angehalten, soweit wie möglich zuhause zu bleiben und wenn möglich dort zu arbeiten. Die Maßnahmen seien nötig, um Leben zu retten und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren, hieß es von der Regierung. In den vergangenen Tagen zählte der britische Landesteil jeweils rund 950 neue Corona-Infektionen. Wales hat gut drei Millionen Einwohner.

    8.05 Uhr: Wieder mehr als 14.000 Neuinfektionen in Tschechien

    In Tschechien gibt es erneut mehr als 14.000 Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium meldete 14.151 bestätigte Fälle binnen 24 Stunden. Das ist etwas weniger als am Vortag, als es mit 14.968 Neuinfektionen einen neuen Rekord gab. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen stieg auf 223.065. In dem Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern breitet sich das neuartige Virus in Europa derzeit am schnellsten aus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich binnen 24 Stunden um 55 und stieg mit zudem nachträglich gemeldeten Fällen auf 1.845.

    8.00 Uhr: Bundeswehr derzeit mit knapp 2.000 Soldaten im Corona-Einsatz

    Die Bundeswehr ist derzeit mit knapp 2.000 Angehörigen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Einsatz. Sie gehören zum Einsatzkontingent "Hilfeleistung gegen Corona", das über insgesamt 15.000 Soldaten verfügt. Allein in Gesundheitsämtern aller Bundesländer helfen derzeit 1.561 Soldaten bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, bei der Entnahme von Abstrichen oder an Teststationen. Zudem leisten Soldatinnen und Soldaten Unterstützung bei Testungen von Reiserückkehrern sowie mit mobilen Covid-19-Teststationen. Insgesamt liegen derzeit 1.141 Unterstützungsanfragen vor.

    7.50 Uhr: NRW-Ministerium will Fanausschluss bei Bundesligaspielen durchsetzen

    Den Fußball-Bundesligisten und anderen Proficlubs in Nordrhein-Westfalen drohen weitere Geisterspiele. Bei bundesweiten Teamsportwettbewerben sollen Zuschauer komplett ausgeschlossen werden, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Austragungsort bei mehr als 35 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt. Das stellte das Landesgesundheitsministerium von NRW klar, wie das "Westfalen-Blatt" berichtet. Bislang ließen die Behörden auch bei einem Inzidenzwert über 35 meist noch 300 Zuschauer zu den Spielen zu. Die Bezirksregierungen sollen nun die Einhaltung der Rechtsauffassung sicherstellen, teilte das Ministerium mit. Zuvor hatte es Irritationen um die Auslegung der NRW-Coronaschutzverordnung gegeben. Arminia Bielefeld durfte vergangenen Samstag gegen den FC Bayern München keine Fans ins Stadion lassen. Dagegen waren bei den Heimspielen des FC Schalke 04, 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach 300 Fans vor Ort.

    7.50 Uhr: Daimler hebt Gewinnprognose an und ist vorbörslich gefragt

    Mit einem starken dritten Quartal im Rücken traut sich der Autobauer Daimler für dieses Jahr nun wieder etwas mehr zu als bisher. Am Ende werde man zwar bei Absatz und Umsatz weiter unter dem Niveau des Vorjahres landen, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen werde nun aber in der gleichen Größenordnung ausfallen, teilte der Konzern mit.

    7.35 Uhr: Howard Carpendale forder ein "Zusammenraffen" der Gesellschaft

    Schlagersänger Howard Carpendale wünscht sich in der Corona-Krise mehr Hilfen für den Kulturbereich. "Ich finde es ziemlich nachlässig von der Regierung, die Unterhaltungsbranche nicht voll im Visier zu haben, sagte Carpendale der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist eine Katastrophe. Viele Menschen leiden sehr darunter, nicht mehr arbeiten zu können." Insgesamt lobte der gebürtige Südafrikaner aber Politik und Bürger für ihr Verhalten in der Krise. "Ich bin froh, in Deutschland zu leben. Es gibt kaum ein anderes Land, das besser mit diesem Umstand umgegangen ist." Allerdings würden sich nicht alle in der zweiten Welle so vernünftig benehmen.

    7.10 Uhr: Rückläufige Infektionszahlen in Indien

    Indien verzeichnet 54.366 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Zahl der registrierten täglichen Neuinfektionen in Indien bleibt damit seit dem Höhepunkt im September rückläufig. Insgesamt haben sich knapp 7,8 Millionen Menschen in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das ist weltweit nach den USA, die rund 8,3 Millionen Fälle zählen, der höchste Wert. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, erhöhte sich um 690 auf 117.306.

    6.40 Uhr: Patientenschützer fordern einheitliche Regeln für Heime

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat einheitliche Corona-Regeln des Bundesgesundheitsministeriums für Pflegeheime als überfällig kritisiert. Stiftungsvorstand Eugen Brysch sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Lage der 900.000 Pflegebedürftigen in den Heimen sei bedrückend. Brysch nannte die Schnelltest-Strategie der Bundesregierung eine Farce. "Die Kontingente reichen gerade mal für einen halben Monat, um die Altenpflegekräfte täglich zu testen. Von den Angehörigen, Hospiz-Begleitern, Therapeuten und Seelsorgern ganz zu schweigen." Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hatte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" angekündigt, "deutlich vor Weihnachten" eine Handreichung vorzulegen. Grund für seine Initiative ist die Angst Hunderttausender Pflegebedürftiger vor neuen Besuchsverboten in Heimen. "Diese Isolation, wie wir sie im Frühjahr hatten, darf es nicht noch einmal geben."

    5.35 Uhr: Montgomery: Bei 20.000 Infektionen am Tag droht zweiter Lockdown

    Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, erwartet für den Fall eines weiteren Anstiegs der Corona-Zahlen eine kritische Schwelle bei 20.000 Neuinfektionen pro Tag. "Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerät die Lage außer Kontrolle", sagte Montgomery der "Rheinischen Post". "Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt."

    5.25 Uhr: Erneut mehr als 11.000 Neuinfektionen in Deutschland

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat am zweiten Tag in Folge bei mehr als 11.000 gelegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Vortag 11.242 neue Ansteckungsfälle erfasst. Dies waren 45 weniger als am Mittwoch, als der bisherige Höchstwert bei den täglich verzeichneten Neuinfektionen mit dem Virus in Deutschland ermittelt worden war. Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland erfassten Infektionsfälle stieg auf 403.291. Die Zahl der mit dem neuartigen Virus im Zusammenhang stehenden Todesfälle wuchs auf 9954 - 49 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag den Angaben zufolge bei etwa 306.100.

    5.00 Uhr: Neuer Höchststand bei Neuinfektionen in Italien

    Italien hat binnen 24 Stunden mehr als 16 000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten 16.079 neue Corona-Fälle. Einen Tag zuvor waren es knapp 15.200 gewesen, auch das war ein Rekordwert. Insgesamt haben sich in dem Mittelmeerland bisher nachweislich mehr als 465.700 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Donnerstag um 136 auf 36 968. Italien hat rund 60 Millionen Einwohner. Besonders schwer getroffen ist wie schon bei der ersten Welle der Pandemie die norditalienische Lombardei mit Mailand als Hauptstadt. 4125 der neuen Fälle wurden dort verzeichnet.

    Donnerstag, 22. Oktober 2020

    23.55 Uhr: Slowenien schließt Restaurants, Hotels und Einkaufszentren

    Wegen steigender Corona-Infektionszahlen schränkt die Regierung in Slowenien das öffentliche Leben weiter ein. "Die Maßnahmen werden jenen ähneln, die bereits während der Epidemie im Frühjahr verhängt worden waren", sagte Regierungschef Janez Jansa auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz am Donnerstag. Ab Samstag müssen demnach alle Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und nicht essentiellen Geschäfte für mindestens eine Woche schließen. Die Fahrten der öffentlichen Verkehrsmittel werden auf ein Drittel des normalen Dienstes reduziert. Anfang dieser Woche hatte die Regierung bereits eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21.00 Uhr und 6.00 Uhr verhängt.

    23.39 Uhr: Insgesamt fast 156.000 Tote in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 33.862 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 5,3 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 497 auf 155.900 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    23.30 Uhr: USA lassen Medikament Remdesivir zur Behandlung von Covid-Patienten zu

    Die US-Arzneimittel-Behörde FDA lässt das Antivirus-Medikament Remdesivir als erstes und bislang einziges Medikament zur Behandlung von Covid-19-Patienten zu. Die Arznei des US-Herstellers Gilead hatte bislang nur eine vorläufige Not-Zulassung. Der prominenteste Patient, der mit Remdesivir behandelt wurde, ist US-Präsiden Donald Trump.

    Den Angaben der FDA zufolge kann Remdesivir die Dauer der durch die Infektion mit dem Coronavirus hervorgerufenen Erkrankung verkürzen. Dies sei hinreichend nachgewiesen.

    23.20 Uhr: Ärzteverband fordert mehr Mitarbeiter in der Kontaktnachverfolgung

    Eine Aufstockung der MitarbeiterInnen in der Kontaktnachverfolgung hat die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte und Ärztinnen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, angemahnt. Teichert sagte im Rundschau-Magazin im BR-Fernsehen, dass es bei steigenden Infektionszahlen nicht möglich sei, flächendeckend alle Infektionsketten und Kontaktpersonen nachzuverfolgen.

    Der Verband warnt bereits seit vielen Jahren vor Engpässen in den Gesundheitsämtern und ruft nach mehr Personal. Sie begrüße, dass die Mahnungen jetzt angenommen worden seien: "Es ist höchste Zeit, dass jetzt mehr Leute bei der Kontaktpersonensuche eingesetzt werden", so die Ärztin. Zur Eindämmung der Pandemie sei die Kontaktpersonen-Nachverfolgung in den Gesundheitsämtern wesentlich. Diese müsse deshalb weiterbetrieben und vor allem personell weiter unterstützt werden.

    23.14 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Italien

    Italien hat binnen 24 Stunden mehr als 16.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten am Donnerstag 16.079 neue Corona-Fälle. Einen Tag zuvor waren es knapp 15.200 gewesen, auch das war ein Rekordwert. Insgesamt haben sich in dem Mittelmeerland bisher nachweislich mehr als 465.700 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Donnerstag um 136 auf 36.968. Italien hat rund 60 Millionen Einwohner.

    Besonders schwer getroffen ist wie schon bei der ersten Welle der Pandemie die norditalienische Lombardei mit Mailand als Hauptstadt. 4.125 der neuen Fälle wurden dort verzeichnet.

    22.29 Uhr: Slowakei beschließt teilweisen Lockdown

    In der Slowakei gelten im Kampf gegen das Coronavirus von Samstag bis inklusive 1. November wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. Das gab die Regierung nach einer mehr als elfstündigen Sitzung des nationalen Corona-Krisenstabs bekannt. Im ganzen Land dürfen die Menschen mehr als eine Woche lang die eigene Wohnung nur für dringende Zwecke verlassen. Dazu gehören der Weg zur Arbeit, zu einem Corona-Test und zur Deckung von Grundbedürfnissen, aber auch für kleine Spaziergänge in der Natur.

    Wie Wirtschaftsminister Richard Sulik erklärte, werden die Geschäfte nicht vom Staat geschlossen. Die meisten werden aufgrund der Beschränkungen allerdings keine Kunden haben. Die Schulen werden ab Montag für einen Monat nur für die ersten vier Schulstufen offenstehen. Ältere Schüler müssen auf Online-Unterricht umsteigen. In vier besonders stark betroffenen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen, fast nur noch ins Testlabor gehen, auch der Weg zur Arbeit ist untersagt. In diesen Bezirken soll schon ab Freitag die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Massentestung fast der gesamten Bevölkerung beginnen. An den beiden darauffolgenden Wochenenden sollen im ganzen Land alle über zehn Jahre alten Menschen getestet werden.

    21.03 Uhr: Söder sieht Deutschland bei Corona vor Weichenstellung

    Nach dem Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu Vorsicht und Disziplin gemahnt. "Ich glaube, das wird jetzt eine spannende Zeit für uns alle werden. Es wird schon eine wichtige Weichenstellung sein", sagte der CSU-Chef am Abend in der Sendung "ZDF spezial". "Es muss uns gelingen, diese Welle zu brechen. (...) Und wenn wir jetzt ein bisschen mehr tun, dann werden wir hinterher weniger Folgen haben."

    Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland hatte zuvor erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Söder kommentierte: "Es ist genau das eingetreten, wie schon vor Wochen prognostiziert, dass mit Leichtsinn und mit mangelnder Vorsicht leider eine entsprechend höhere Zahl an Infektionen stehen kann." Darum müssten die jetzt eingeleiteten Maßnahmen überall konsequent umgesetzt werden.

    20.51 Uhr: Nutzen von Alltagsmasken: Bayerns Ärztepräsident kritisiert Bundesvorsitz

    Bayerns Ärztekammerpräsident Gerald Quitterer hat Aussagen seines Bundesvorsitzenden Klaus Reinhardt zum Nutzen von Mund-Nase-Masken kritisiert. Er sei über die Äußerungen "nicht glücklich", sagte Quitterer dem "Münchner Merkur. Sie konterkarierten Bemühungen, Patienten die Sinnhaftigkeit des Mund-Nasen-Schutzes nahezubringen. Er selbst trage auch außerhalb seines Praxis-Alltags Maske, da es "infektiologisch sinnvoll" sei, sagte Quitterer.

    "Die Aerosole fliegen mit Maske nicht so weit. Ohne Maske wäre man dagegen völlig ungeschützt", sagte Quitterer. Ärzte sollten zudem nicht Empfehlungen des Robert Koch-Institus (RKI) und Entscheidungen des Verordnungsgebers ignorieren.

    Bundesärztekammerpräsident Reinhardt hatte den Nutzen von Alltagsmasken in der Corona-Pandemie bezweifelt, "weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind", sagte er in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" vom Mittwochabend. "Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken." Dennoch befürwortete er das Tragen in Situationen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne.

    20.25 Uhr: Infektionsrekord in Portugal: Regierung verhängt regionalen Lockdown

    In Portugal hat es erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr als 3.000 Neuinfektion gegeben. Binnen 24 Stunden seien 3.270 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag in Lissabon mit. Damit wurde der bisherige, am vorigen Freitag registrierte Höchstwert (2.608) gleich um 662 Fälle übertroffen.

    Für die drei am schlimmsten betroffenen Bezirke Felgueiras, Lousada und Paços de Ferreira im Norden des Landes beschloss die Regierung für zunächst eine Woche einschneidende Maßnahmen. Die rund 150.000 betroffenen Menschen dürfen ab Mitternacht (1.00 MESZ am Freitag) das Haus nur noch mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. In diesen Bezirken, die unweit der Metropole Porto liegen, müssen zudem alle Läden bereits um 22 Uhr schließen.

    Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa beschloss außerdem, dass alle gut 10,3 Millionen Bürger Portugals zwischen dem 30. Oktober und dem 3. November den eigenen Wohnbezirk nicht verlassen dürfen. Damit wolle man zu Allerheiligen und Allerseelen den für gewöhnlich sehr lebhaften Reiseverkehr eindämmen, hieß es. Am 2. November werde es einen offiziellen Tag der Trauer in Gedenken an die Opfer von Covid-19 geben.

    20.18 Uhr: Mehr als 63.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA sind binnen 24 Stunden 63.656 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 8,312 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Die Zahl der Todesopfer sei um 1076 auf 221.438 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

    20.15 Uhr: Über 40.000 Neuinfektionen in Frankreich binnen 24 Stunden

    Das Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter stark aus. Das Gesundheitsministerium des Landes meldet mit 41.622 Neuinfektionen die höchste bislang verzeichnete Zahl an einem Tag. Damit sind insgesamt 999.043 Fälle bekannt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 162 auf 34.210

    20.09 Uhr: Klagen gegen faktischen Lockdown im Berchtesgadener Land

    Gastronomen und andere Betroffene gehen gerichtlich gegen die strengen Corona-Maßnahmen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land vor. Beim Verwaltungsgericht München gingen mehrere Klagen und Eilanträge ein.

    Unter anderen wendet sich ein Gastronom im Eilverfahren gegen die Schließung seines Betriebes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstagabend sagte. Ein weiterer Gastronomiebetrieb will erreichen, dass er entgegen der Allgemeinverfügung des Landratsamtes auch nach 20.00 Uhr Speisen zum Abholen oder zur Lieferung anbieten kann. In einem Eilverfahren will eine Schülerin aus Berchtesgaden erreichen, dass sie ihr Gymnasium in Traunstein besuchen kann.

    Wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mussten Hoteliers und Ferienwohnungsvermieter am Dienstag ihre Gäste mit Ausnahme von Geschäftsreisenden nach Hause schicken. Die Gastronomie bleibt geschlossen. Das Landratsamt hatte eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist im Landkreis vorerst bis zum 2. November nur noch mit triftigem Grund erlaubt.

    20.05 Uhr: Österreich stellt Corona-Ampel für 21 weitere Bezirke auf Rot

    Österreich stellt seine Corona-Ampel für zahlreiche Bezirke und Regionen angesichts der sich ausweitenden Corona-Pandemie auf Rot. Betroffen sind unter anderem bei Touristen beliebte Gegenden wie Zell am See oder St. Johann im Pongau, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Donnerstag berichtete. Im Bundesland Tirol wurde auch der Bezirk Landeck rot eingestuft - in diesem Bezirk liegt der Wintersportort Ischgl, der im März zu einem Corona-Hotspot wurde. Bisher stand die österreichische Corona-Ampel in vier Bezirken auf Rot, darunter Hallein in Salzburg und die Stadt Innsbruck.

    Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Mit ihrer Hilfe wird die Infektionslage jede Woche neu bewertet und auf einer Karte farblich dargestellt - in der Regel für jeden Bezirk, entsprechend etwa den deutschen Landkreisen, sowie für das Bundesland Wien. Die Farben reichen von Grün (Risiko: niedrig) über Gelb (mittel) und Orange (hoch) bis Rot (sehr hoch). Kriterien sind Fallzahlen der vergangenen sieben Tage, Nachverfolgbarkeit der Ansteckungen, Auslastung der Krankenhausbetten und Gesamtzahl an Tests. Außerdem wird berücksichtigt, ob eine Region viele Touristen oder Pendler hat.

    19.26 Uhr: Griechenland verschärft Corona-Schutzmaßnahmen

    Die griechische Regierung hat angesichts der steigenden Infektionszahlen Ausgangssperren für die Städte Athen, Thessaloniki und weitere Corona-Hotspots angekündigt. "Wir wollen den Verkehr und nächtliche Treffen, die eine Verbreitung des Virus begünstigen, einschränken", sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Donnerstagabend bei einer Fernsehansprache. Ab Samstag dürfen Einwohner in den betroffenen Städten ihre Häuser zwischen 00.30 und 05.00 Uhr (Ortszeit) nicht mehr verlassen.

    Sowohl in Innenräumen als auch im Freien soll dort eine Maskenpflicht gelten, teilte Mitsotakis mit. "Die Maske ist der Impfstoff, bevor es einen Impfstoff gibt" fügte er hinzu. Am Dienstag hatte die griechische Regierung die erst zu Wochenbeginn erteilte Genehmigung für Probeläufe mit Fans in Fußballstadien wieder einkassiert.

    18.50 Uhr: WHO setzt große Hoffnungen auf Schnelltests in Afrika

    Die Weltgesundheitsorganisation setzt große Hoffnungen auf die großflächige Einführung von Corona-Schnelltests in Afrika. Das könne die Lage im Kampf gegen Covid-19 grundlegend ändern, da "diese hochqualitativen Tests helfen werden, den riesigen unerfüllten Testbedarf in Afrika zu decken", sagte die WHO-Generaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, in einer Online-Konferenz. Mehr Tests werden auch die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in die Höhe treiben, sagen einige Experten. Die aus Algerien und den Ländern südlich der Sahara bestehende WHO-Region Afrika hat im Sommer einen Rückgang verzeichnet: Von 15.000 im Juli auf 4000 im September. Andere Experten sagen, Afrika habe bisher viel zu geringe Testkapazitäten gehabt, insbesondere in unzugänglichen ländlichen Gebieten. Die bisherige Corona-Statistik gebe deshalb nicht den wirklichen Stand wieder. Moeti sagte, die gesunkenen offiziellen Coronavirus-Fälle im Sommer hätten viele Länder veranlasst, strenge Sperrmaßnahmen zu lockern. Das dürfte wieder zu einem Anstieg der Fallzahlen führen. Von größter Bedeutung sei, einen exponentiellen Anstieg zu verhindern.

    18.30 Uhr: EU weitet Einreisebeschränkungen auf Kanada und Tunesien aus

    Die EU-Staaten weiten die in der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder auf Kanada, Georgien und Tunesien aus. Für die drei Länder soll keine Ausnahme mehr der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen gelten, wie der Rat der EU-Staaten mitteilte. Singapur hingegen wurde zur Liste der Länder hinzugefügt, aus denen nicht zwingend notwendige Reisen in die EU wieder möglich sind. Somit dürfen künftig nur noch Menschen aus acht Ländern normal in die EU einreisen: Australien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea, Thailand und Uruguay. Es sind die ersten Änderungen der Liste seit rund zweieinhalb Monaten. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Anfang Juli wurde dieser Einreisestopp dann erstmals wieder gelockert. Grundsätzlich ist er aber nicht bindend. Einige Staaten legen ihn auch strenger aus. Für Staaten, aus denen Bürger noch nicht wieder einreisen dürfen, sind Ausnahmen vorgesehen - etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

    18.15 Uhr: Offenbar zweiter Corona-Fall beim FC Bayern München

    Der FC Bayern München hat einen weiteren Corona-Fall zu verzeichnen. Wie "Bild" und "Welt" berichten, ist ein Physiotherapeut beim Rekordmeister positiv auf das Virus getestet worden. Er soll rund um das gestrige Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid nicht mehr bei der Mannschaft gewesen sein. Am Dienstag hatte bereits Serge Gnabry ein positives Testergebnis erhalten. Ein zweiter Test fiel nun negativ aus.

    17.20 Uhr: Dänemark beschränkt Einreisen für Urlauber aus Deutschland

    Wegen der steigenden Infektionszahlen in Deutschland beschränkt Dänemark Urlaubsreisen zwischen beiden Ländern. Die dänische Regierung warnte Landsleute vor unnötigen Reisen nach Deutschland und will umgekehrt viele Urlauber aus Deutschland nicht mehr ins eigene Land lassen. Allerdings sei etwa das an Dänemark grenzende Bundesland Schleswig-Holstein davon ausgenommen, weil dort die Infektionsrate unter 30 Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen liegt.

    17.00 Uhr: Frankreich weitet Ausgangssperre aus

    Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf zahlreiche weitere Départements aus. Insgesamt seien nun 54 Departements betroffen, in denen 46 Millionen Bürgerinnen und Bürger leben, sagte Frankreichs Premier Jean Castex. Auch ein französischen Überseegebiet sei betroffen. "Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich", warnte Castex. Der Monat November werde hart. In Frankreich leben knapp 67 Millionen Menschen. Bisher gilt eine nächtliche Ausgangssperre im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen dort seit dem Wochenende zwischen 21.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Ausgangssperre dort zu bewerten, sagte Castex. Abhängig von den Ergebnissen werde man die Lage neu bewerten und möglicherweise die Maßnahmen verschärfen.

    16.25 Uhr: Erste Patienten- Verlegungen aus den Niederlanden nach Deutschland laufen an

    Erste Patientenverlegungen von den Niederlanden nach Deutschland sind für diesen Freitag geplant. Dies wird notwendig, da die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen in den Niederlanden sehr schnell steigt. Inzwischen ist fast jedes zweite Intensivbett mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten bereits Hilfe zugesagt. Vor einer Woche war in den Niederlanden ein Teil-Lockdown verhängt worden. Unter anderem mussten alle Gaststätten schließen, Bürger dürfen nur noch drei Gäste am Tag empfangen und sollen öffentliche Verkehrsmittel nur in dringenden Fällen nutzen.

    16.20 Uhr: Rheinland-Pfalz beschränkt private Feiern auf maximal 25 Teilnehmer

    Das Land Rheinland-Pfalz hat angesichts steigender Corona-Infektionen in Städten und Landkreisen die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern auf maximal 25 begrenzt. Diese Regel gilt unabhängig davon, ob einzelne Kommunen oder Städte unter dem kritischen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen liegen, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Schaltkonferenz mit Vertretern von Städten und Kommunen sagte. Die Regel trete am Montag in Kraft. Bisher liegt die landesweite Obergrenze für private Feiern bei 75 Menschen. In Städten und Kommunen mit hohen Inzidenzwerten wurden private Partys bereits auf maximal 25 Teilnehmer beschränkt. Die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung werde bis zum 30. November verlängert, sagte Dreyer. Ihr sei bewusst, dass das Bedürfnis, gemeinsam zu feiern, groß sei. "Die aktuelle Lage lässt dies momentan leider nicht zu", mahnte die Regierungschefin. Sie rief dazu auf, private Feiern derzeit zu unterlassen.

    16.15 Uhr: Erstmals mehr als 9.000 Neuinfektionen in Niederlanden

    In den Niederlanden ist die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Corona-Neuinfektionen erstmals auf mehr als 9.000 gestiegen. 9.283 Fälle seien in diesem Zeitraum registriert worden, 526 mehr als am Vortag, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie getroffenen Ländern Europas.

    16.05 Uhr: Infektionszahlen in Dänemark nun auch auf Höchststand

    In Dänemark hat die Zahl der Neuinfektionen einen Höchststand erreicht. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 760 neue Fälle von Covid-19 registriert. Das teilte das Staatliche Seruminstitut mit. Virologen weisen aber darauf hin, dass die hohe Zahl nicht bedeuten muss, dass sich nun mehr Menschen infizieren als im Frühjahr, weil inzwischen sehr viel mehr getestet werde. Die dänische Regierung hat angesichts der zunehmenden Neuinfektionen schärfere Maßnahmen in Aussicht gestellt. "Die nächsten zwei bis drei Tage werden entscheidend sein", sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Er werde sich strengeren Beschränkungen oder Regeln nicht in den Weg stellen. Schon jetzt muss man in großen Teilen des öffentlichen Lebens in Dänemark einen Mundschutz tragen. Es gilt ein Versammlungsverbot von 50 Personen. Auch im internationalen Reiseverkehr wurden Einschränkungen erwartet. Die Regierung wollte sich dazu am Nachmittag äußern. Es wurde erwartet, dass angesichts der hohen Zahlen auch der Reiseverkehr aus Deutschland eingeschränkt wird.

    16.00 Uhr: 2.435 neue Fälle in Österreich

    Österreich hat den zweiten Tag in Folge einen Rekordwert neu nachgewiesener Corona-Infektionen registriert. Innen- und Gesundheitsministerium meldeten heute 2435 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, nachdem am Vortag mit 1958 positiven Tests der bisherige Höchststand erreicht worden war. Im Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich gelten mehr als 23.000 Menschen als aktiv erkrankt, von ihnen wurden am Donnerstag 1002 im Krankenhaus behandelt. 161 der Patienten liegen auf der Intensivstation. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg österreichweit auf 134,5 pro 100.000 Einwohner, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde Ages hervorging.

    15.45 Uhr: Bundespolizei überwacht Corona-Regeln in Berlin

    Der Bund wird am Wochenende nach Worten von Innenminister Horst Seehofer "massiv Bundespolizei zur Verfügung stellen auf Bitten des Landes Berlin, um die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten". Die Politik könne die Bevölkerung nur immer wieder bitten, die Regeln einzuhalten. Es sei angesichts der steigenden Infektionszahlen "sehr sichtbar, dass wir in einer wirklich ernsten und dramatischen Lage sind", sagte der Bundesinnenminister. "Es geht nicht mehr um wenige Tausend, sondern es geht um Hunderttausende auf den Monat gerechnet."

    15.30 Uhr: EU-Bischöfe fordern Corona-Impfstoff zuerst für Risikogruppen

    Die EU-Bischofskommission COMECE fordert, zukünftige Corona-Impfstoffe zuerst Menschen in Risikogruppen zur Verfügung zu stellen. "Künftige Covid-19-Impfstoffe sollten verfügbar, erschwinglich und zugänglich sein, insbesondere für ältere Menschen, Kranke und Beschäftigte im Gesundheitswesen", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Die EU-Bischofskommission rief dazu auf, "die Zusammenarbeit zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten im Gesundheitsbereich zu stärken, die Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit der medizinischen und pharmazeutischen Versorgung zu gewährleisten und eine strategische Widerstandsfähigkeit aufzubauen".

    15.20 Uhr: Nürnberg Coach Klauß mahnt zum Befolgen von Corona-Regeln

    Der Nürnberger Trainer Robert Klauß hat angesichts steigender Infektionszahlen ans Einhalten der Corona-Regeln appelliert. "Ohne despektierlich klingen zu wollen, aber das kriegt man schon hin, man muss keine Raketenwissenschaften studiert haben, um diese Regeln zu verstehen", sagte Klauß vor dem Zweitliga-Heimspiel am Freitag gegen den Karlsruher SC mit Blick auf Hygienemaßnahmen wie das Abstandhalten oder Tragen von Masken. "Dass immer noch so viele Leute das nicht machen und dagegen verstoßen, das will nicht in meinen Kopf, weil man der Gesellschaft und nicht nur sich selber schadet." Klauß weiß um die Vorbildfunktion von Profi-Fußballern und versucht selber, unter anderem Kontakte zu vermeiden.

    15.15 Uhr: 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Mühldorf unter 100 - Ampel weiter auf dunkelrot

    Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt mit aktuell 95,8 (Stand 22.10., 8:00 Uhr) im Landkreis Mühldorf erstmals wieder unter 100. Dennoch bleibt die Corona-Ampel für die nächsten sechs Tage weiterhin auf dunkelrot. Die damit verbundenen, verschärften Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung sind und waren laut Mühldorfer Landrat Maximilian Heimerl (CSU) im Landkreis bereits weitestgehend umgesetzt. Lediglich die Sperrstunde ab 21.00 Uhr sei neu.

    15.12 Uhr: Verhältnismäßig geringer Höchstwert an Neuinfektionen in Litauen

    In Litauen hat die Zahl an Corona-Neuinfektionen am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. In dem baltischen EU-Land wurden heute 424 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörde in Vilnius mitteilte. Der bisherige Höchstwert lag zuvor bei 311. Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete insgesamt bislang 8.663 bestätigte Infektionen und 125 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Dabei hatten die Infektionszahlen jüngst deutlich zugenommen - seit Mitte vergangener Woche sind es täglich mehr als 200 neue Fälle. Es wurde aber auch mehr getestet. Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatte die Regierung in Vilnius zuletzt wieder strengere Schutzmaßnahmen verhängt. Zwölf Kommunen werden von kommendem Montag an unter lokale Quarantäne gestellt. Neue Einschränkungen gelten dann auch für Cafés, Bars, Restaurants und Diskotheken, die nur noch bis Mitternacht geöffnet haben dürfen und ihre Gäste registrieren müssen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen in Litauen zuletzt bei 98,6 - und war damit nahezu identisch mit dem entsprechenden deutschen Wert von 98,7.

    15.10 Uhr: Altmaier fordert Länder zu einheitlicher Linie auf

    Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Neuinfektionen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Länder zu einer einheitlichen Linie aufgefordert. "Wir können uns in dieser angespannten, ja teilweise dramatischen Situation einen Flickenteppich unterschiedlicher und widersprüchlicher Regelungen nicht leisten", sagte der CDU-Politiker nach Beratungen mit Wirtschaftsverbänden. Altmaier sprach von einer Zuspitzung der Pandemie-Lage, die "bedrückt und betroffen macht". Auch im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung müsse dafür gesorgt werden, die schnelle Dynamik der Ausbreitung der Infektionen wieder zu brechen.

    15.05 Uhr: Alkoholfreier Weihnachtsmarkt in Würzburg geplant

    Der Würzburger Weihnachtsmarkt kann in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie nicht wie gewohnt stattfinden, weder im Sortiment, noch in der Zusammensetzung oder an den gewohnten Orten in der Würzburger Innenstadt. Das teilt die Stadt heute (22.10.) mit. Aktuell sei ein Alkoholfreier Adventsmarkt geplant, der allerdings in der Umsetzung auch von der weiteren Entwicklung der Pandemie in Würzburg abhänge. Nach der derzeitigen Planung werde sich zum einen das angebotene Sortiment, insbesondere bei den Speisen und Getränken, deutlich verändern, andererseits würden auch die Standplätze umgeplant. Um für die benötigten Abstände ausreichend Platz zu schaffen, würden aufgrund der Pandemie-Situation neue Plätze hinzukommen, breitere Abstände und Wegeflächen eingerichtet.

    15.00 Uhr: Mehr als 9.000 Neuinfektionen in den Niederlanden

    Die Niederlande meldet erneut einen neuen Höchststand bei den Neuinfektionen. In den letzten 24 Stunden seien 9.271 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilt das Nationale Zentrum für Gesundheit mit.

    14.55 Uhr: Werder-Profi positiv getestet - Team in Quarantäne

    Ein Fußballprofi des Bundesligisten Werder Bremen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Spieler, der am Mittwoch getestet worden war und dem es nach Vereinsangaben gut geht, befindet sich in häuslicher Quarantäne. Für einen weiteren Profi sowie ein Mitglied des Funktionsteams hat das zuständige Gesundheitsamt trotz negativer Testergebnisse eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Die übrigen Spieler, die Trainer und das komplette Funktionsteam bleiben zudem freiwillig bis zum nächsten Test an diesem Freitag zu Hause. Ein für heute angesetztes Regenerationstraining fällt aus. Werder empfängt am Sonntag die TSG 1899 Hoffenheim zum Bundesliga-Heimspiel. Die Vorbereitung auf die Partie soll nach den Tests am Freitag nach Clubangaben "zeitnah" wieder aufgenommen werden.

    14.50 Uhr: Es gibt keine Sonderregelung für Regierung nach Spahn-Kontakt

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betont, für die Regierung gebe es nach dem Kontakt zum positiv getesteten Gesundheitsminister Jens Spahn keine Sonderregelung. Es habe große Abstände beim Kabinettstreffen am Mittwochvormittag gegeben. Er selber sei von Spahn beispielsweise etwa drei bis viereinhalb Metern entfernt gewesen. Außerdem sei die Lüftungsanlage im Kanzleramt eine der besten in ganz Berlin. "Das alles ist überprüft worden." Quarantäne wäre bei diesen Bedingungen auch für andere Bürger nicht Pflicht gewesen.

    14.40 Uhr: Bayern fordert vom Bund Corona-Hilfen für Kommunen

    Bayern fordert in der Corona-Krise Bundeshilfen für die Kommunen. "Ganz allein werden Länder und Kommunen diese sich wieder massiv verschärfende Krise nicht stemmen können", erklärt Finanzminister Albert Füracker (CSU) nach einer Beratung der Landesfinanzminister. Die Länder seien sich einig, dass sie nach der nächsten Steuerschätzung noch einmal Gespräche mit dem Bund führen müssten.

    14.30 Uhr: Frauen-Länderspiel gegen England in Wiesbaden vor 50 Zuschauern

    Das deutsche Frauenfußball-Länderspiel gegen England wird am kommenden Dienstag vor 50 Zuschauern ausgetragen. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Grund für die erhebliche Reduzierung sind die gestiegenen Corona-Zahlen. Am Donnerstag hatte der veröffentlichte Sieben-Tage-Grenzwert für Wiesbaden den Wert von 93,0 ausgewiesen, die Stadt gilt somit als Risikogebiet.

    14.25 Uhr: Kurz rät von Friedhofsbesuch zu Allerheiligen ab

    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz appelliert an die Bevölkerung, angesichts der steigenden Corona-Fälle auf Familienfeste und gemeinsame Friedhofsbesuche zu den anstehenden katholischen Feiertagen zu verzichten. "Ich weiß, Allerheiligen und Allerseelen ist für viele eine Art 'nach Hause kommen' und traditionell eine Zeit im Jahr, um die ganze Familie wieder zu treffen", sagt Kurz. Doch leider sei es in diesem Jahr wichtig, aus Rücksicht aufeinander und aus Umsicht für die Gesundheit und die Arbeitsplätze dieses Fest anders zu begehen als sonst, so der konservative Politiker.

    14.15 Uhr: Altmaier besorgt wegen Infektionszahlen - "Viel zu hoher Wert"

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist wegen der jüngsten Neuinfektionszahlen von mehr als 11.000 am Tag besorgt. "Das ist ein viel zu hoher Wert", sagt der CDU-Politiker. Die Wirtschaft werde dieses Jahr einen der stärksten Einbrüche in der Nachkriegszeit erleben, auch wenn es zuletzt teilweise besser als gedacht gelaufen sei. Ziel müsse es bleiben, einen neuerlichen Shutdown zu verhindern.

    14.10 Uhr: Scholz wendet sich gegen "wenig ausgegorene" Corona-Vorschläge

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat davor gewarnt, mit immer neuen Vorschlägen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Akzeptanz der Beschlüsse von Bund und Ländern zu untergraben. Auch in der Politik sei mehr Disziplin wünschenswert, sagte Scholz der Nachrichtenagentur Reuters. Manche neu ins Spiel gebrachte Maßnahme ziele eher auf Profilierung ab. Scholz mahnte zur Disziplin auf allen Seiten. Die Beschlüsse von Bund und Ländern würden nur akzeptiert und könnten nur wirken, wenn sie gut erklärt und gemeinsam vertreten würden.

    14.00 Uhr: Weihnachten 2020 - In Schottland wohl nur "digital"

    Der Nationale Klinische Direktor der schottischen Regierung, Jason Leitch, macht seinen Landsleuten wenig Hoffnung auf ein Weihnachten, das wie gewohnt gefeiert werden kann. Die Menschen in Schottland sollten sich in diesem Jahr eher auf einen digitalen Heiligabend einstellen.

    13.50 Uhr: Spahn zeigt weiterhin Erkältungssymptome

    Nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde, geht es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn "den Umständen entsprechend gut", wie sein Sprecher mitteilte: "Er hat weiterhin kein Fieber, zeigt aber Erkältungssymptome." Mittlerweile seien alle Beschäftigte aus Spahns direktem Umfeld auf das Virus getestet worden. Alle Ergebnisse seien negativ gewesen.

    13.35 Uhr: RTL sagt "Dschungelcamp" ab

    Das für Anfang 2021 geplante RTL-Dschungelcamp in Wales fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das sagte ein RTL-Sprecher in Köln am Donnerstag. Statt der geplanten Übertragung aus Wales plane man nun eine Ersatz-Show zu dem Format in Deutschland. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und der Branchendienst dwdl.de berichtet.

    13.20 Uhr: Schweden hebt Empfehlung zur Selbstisolation für Senioren auf

    Schwedische Senioren sollen sich nicht mehr selbst in Quarantäne begeben. Die Regierung verweist in ihrem überarbeiteten Empfehlungskatalog darauf, dass die Infektionsraten niedriger als im Frühjahr lägen. Zudem gelte es, die negativen Auswirkungen der Selbstisolation zu berücksichtigen. Schweden setzt in der Corona-Pandemie eher auf freiwillige Maßnahmen zur Wahrung der sozialen Distanz denn auf staatlichen Zwang. Zwar sind die Corona-Fälle auch in den vergangenen Wochen stetig gestiegen, doch bleibt der Zuwachs gemessen an der Einwohnerzahl hinter der Entwicklung in vielen anderen europäischen Staaten zurück.

    13.00 Uhr: Wien genehmigt 18 Weihnachtsmärkte mit Corona-Konzept

    Die traditionellen Wiener Weihnachtsmärkte sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie öffnen. Die österreichische Hauptstadt hat 18 Märkte mit insgesamt 852 Marktständen genehmigt, wie das Marktamt am Donnerstag mitteilte. Am 13. November öffnen etwa der Christkindlmarkt am Rathausplatz und der Weihnachtsmarkt am Stephansplatz. Die Betreiber haben laut Marktamt in Abstimmung mit Hygienefachärzten ein Corona-Präventionskonzept erarbeitet: So gilt auf allen Weihnachtsmärkten eine Maskenpflicht für Besucher und Standbetreiber. Um Platz für Sicherheitsabstände zu lassen, gibt es 178 Marktstände weniger als im Vorjahr. Für die Umsetzung der Bestimmungen sind die Betreiber zuständig, die zusätzliche Ordner beschäftigen sollen. Es gehe bei den Weihnachtsmärkten nicht nur darum, ein Stück "Normalität in der Weihnachtszeit" anzubieten, teilte das Marktamt mit. Sie sollen auch dazu beitragen, «dass der Freizeitkonsum in der kalten Jahreszeit nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch im Freien stattfinden kann». Voraussetzung sei aber das verantwortungsvolle Verhalten der Besucher.

    12.50 Uhr: Bundesärztekammer fordert FFP2-Masken für Risikopatienten

    In einer Stellungnahme zum aktuell steigendem Infektionsgeschehen stellt die Bundesärztekammer klar, dass eine Anpassung der Schutzkonzepte für Ältere und Menschen mit erhöhtem Risiko notwendig sei. Als eine Maßnahme schlägt das BKA-Präsidium "das Tragen einer FFP2-Schutzmaske" als "sehr sinnvoll" vor. "Wir plädieren deshalb dafür, Risikopatienten FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen." Außerdem unterstreichen die Ärzte das Einhalten der AHA-C-L-Regeln, das Nutzen der Corona-Warnapp sowie das Tragen von Masken.

    12.45 Uhr: Studie zur Reduzierung der Coronavirus-Aktivität im Mund-, Hals- und Rachenraum gestartet

    Das Unternehmen schülke hat eine Studie gestartet, die ein Wund- und Schleimhautantiseptikum gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 untersuchen soll. Diese Studie soll die Wirksamkeit der Reduzierung der Virusaktivität im Mund-, Hals- und Rachenraum beleuchten. Die antiseptische Behandlung ist bislang für den Bereich der Mundhöhle zugelassen. Die Pandemiesituation mit SARS-CoV-2 zeigt, dass Coronaviren von Mensch zu Mensch übertragbare Infektionen auslösen können. Zwar sind die Übertragungswege von SARS-CoV-2 noch nicht vollständig geklärt, jedoch spielen Tröpfcheninfektionen und Aerosole hierbei eine entscheidende Rolle. Nach Abschluss der Laborstudie sollen die Ergebnisse nun auch an Patienten, die positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurden, verifiziert werden.

    12.35 Uhr: Seehofer nach negativen Corona-Tests bei Tarifverhandlungen

    Bei Bundesinnenminister Horst Seehofer sind zwei Corona-Tests seit der Kabinettssitzung am Mittwoch negativ geblieben. "Damit ist seine Teilnahme an der dritten Runde der Tarifverhandlungen in Potsdam möglich", teilt ein Sprecher per Twitter mit. Die dritte Verhandlungsrunde für 2,3 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen war am Vormittag ohne Seehofer angelaufen. Das Ministerium hatte dies nicht näher erläutert, sondern von "organisatorischen Gründen" gesprochen. Nach der Kabinettssitzung hatte sich herausgestellt, dass der anwesende Gesundheitsminister Jens Spahn mit dem Virus infiziert war.

    12.10 Uhr: RKI-Präsident - Situation "sehr ernst"

    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ist besorgt über die jüngste Entwicklung: "Inzwischen ist die Situation insgesamt sehr ernst geworden", sagt Wieler in Berlin. Aber er fügt hinzu: "Derzeit haben wir noch die Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen." Voraussetzung dafür sei aber die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln.

    11.55 Uhr: Hamburger Hochschule verlegt Vorlesungen ins Kino

    Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) zieht für einige Vorlesungen im kommenden Wintersemester ins Kino. Aufgrund der Corona-Pandemie seien aktuell in den Vorlesungsräumen der Hochschule weniger Studenten zugelassen, teilte die HAW mit. In Absprache mit den Zeise Kinos werde die Hochschule den größten Saal für Präsenzveranstaltungen des Department Informations- und Elektrotechnik nutzen. Passenderweise habe in den denkmalgeschützten, ehemaligen Werkhallen der Schiffsschraubenfabrik von Theodor Zeise Ingenieurwesen Tradition.

    11.40 Uhr: Söder will "Nachverfolgung nicht aufgeben"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt vor einem exponentiellen Anstieg der Infektionszahlen. Deutschland könne sich von der weltweiten Entwicklung nicht abkoppeln. "Ich glaube nicht, dass es ein Corona light in Deutschland gibt", sagt der CSU-Chef bei einem Besuch des Gesundheitsamts in München. Das Aufspüren der Infektionsketten sei wesentlich: "Wir dürfen die Nachverfolgung nicht aufgeben."

    11.35 Uhr: Geisterspringen bei Vierschanzentournee?

    Das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee am ersten Januar 2021 könnte ohne Publikum stattfinden. Man plane für das Event derzeit wegen gestiegener Corona-Zahlen ohne Zuschauer, sagte Präsident Michael Maurer vom Skiclub Partenkirchen. Es bleibe aber "eine Hintertür offen, wenn sich die Lage bessern sollte". Beim Tournee-Start der Skispringer in Oberstdorf sind derzeit 2.500 Zuschauer geplant. Die Tickets, die am 1. Oktober in den freien Verkauf kamen, waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft.

    11.30 Uhr: Eilantrag gegen Beherbergungsverbot gescheitert

    Eine Familie aus Tübingen ist mit ihrem Eilantrag gegen das in Schleswig-Holstein geltende Beherbergungsverbot vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Die Familie hatte Urlaub auf der Insel Sylt machen wollen. Einreisende aus Risikoregionen müssen in Schleswig-Holstein allerdings einen negativen Corona-Test vorweisen, dessen Ergebnis nicht älter als 48 Stunden ist. Den Richtern in Karlsruhe zufolge habe die Familie nicht dargelegt, was sie daran hindere, sich einem solchen Test zu unterziehen.

    11.25 Uhr: Belgiens Außenministerin auf Intensivstation

    Belgiens Außenministerin Sophie Wilmès wird wegen einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt, wie ihr Sprecher bestätigte. Ihr Zustand sei stabil, aber es bedürfe einer professionellen Betreuung. Sie sei gestern ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wilmès, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin ist, hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Die 45-Jährige war bis vor kurzem Ministerpräsidentin Belgiens gewesen.

    11.15 Uhr: Studie: Viele junge Menschen befürworten Corona-Maßnahmen

    In einer Umfrage des Institutes YouGov im Auftrag der TUI Stiftung unter 16- bis 26-Jährigen hat etwa die Hälfte der Befragten die Corona-Auflagen befürwortet. 52 Prozent der Studienteilnehmer äußerten sich dementsprechend. Für 18 Prozent könnten die Regeln sogar noch strenger sein, nur sieben Prozent finden die Corona-Maßnahmen "übertrieben". 33 Prozent halten die Maßnahmen eigenen Angaben zufolge auch ein. Etwa jeder Zweite gab an, dies zumindest "überwiegend" zu tun. Nur zwei Prozent der deutschen Jugendlichen beachten die Empfehlungen demnach überhaupt nicht. Für die jährliche Jugendstudie "Junges Europa" der TUI Stiftung wurden im Januar mehr als 6.000 junge Menschen aus sieben Ländern befragt. An der zweiten Umfrage im September nahmen über 1.000 junge Deutsche zwischen 16 und 26 Jahren teil. Die Ergebnisse aus beiden Befragungen wurden in einer Gesamtstudie zusammengefasst.

    11.00 Uhr: Polen mit hohem Anstieg bei Neuinfektionen

    Die Anzahl der Coronavirus-Infektionen in Polen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums innerhalb der letzten 24 Stunden um 12.107 an. Hinzugekommen sind 168 Todesfälle. Es wird erwartet, dass die Regierung heute weitere Restriktionen zur Eindämmung des Virus erlässt.

    10.50 Uhr: RKI benennt weitere Risikogebiete im Ausland

    Das Robert Koch-Institut hat mehrere Regionen und ganze Länder zu Risikogebieten erklärt. Davon betroffen sind die komplette Schweiz, ganz Polen und Irland. Auch das gesamte Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland zählt künftig zu den als riskant geltenden Reisegebieten. Zudem wurden unter anderem in folgenden Ländern weitere Regionen zu Risikogebieten erklärt: In Schweden, Bulgarien, Estland, Italien, Kroatien, Österreich, Slowenien und Ungarn. Nicht mehr darunter fallen dagegen die Kanarischen Inseln. Die neuen Regelungen treten nach Angaben der Behörde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Kraft.

    10.35 Uhr: RKI-Chef: Höhere Ausbreitung in privaten Haushalten

    Der Aussage des Chefs des Robert Koch-Institutes, Lothar Wieler, zufolge nehmen die Infektionen in privaten Haushalten im Vergleich zum Frühjahr deutlich zu. Menschen würden sich vermehrt bei privaten Treffen anstecken und das Virus dann in den eigenen Haushalt tragen. Weiterhin würden sich im Vergleich zur sogenannten ersten Welle mehr jüngere Menschen infizieren. Daher habe auch die Zahl der leichteren Krankheitsverläufe zugenommen.

    10.15 Uhr: Neustart in der Deutschen Eishockey Liga

    Acht Monate nach dem Abbruch der vergangenen Saison nimmt die Deutsche Eishockey Liga mit einem Testturnier den Spielbetrieb wieder auf. Ab dem 11. November werden acht der 14 Clubs an dem Wettbewerb teilnehmen: In zwei Gruppen spielen die Krefeld Pinguine, die Düsseldorfer EG, die Grizzlys Wolfsburg, die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, Red Bull München, die Adler Mannheim, die Eisbären Berlin und die Schwenninger Wild Wings mit. Das Finale soll am 12. Dezember ausgetragen werden.

    9.45 Uhr: KfW-Umfrage: In mittelständischen Firmen droht massiver Jobverlust

    Die Corona-Krise reißt ein milliardenschweres Loch in die Kassen der mittelständischen Unternehmen bundesweit. In seinem Mittelstandspanel schätzt die staatliche Förderbank KfW, dass die Gewinne dieser Konzerne im gesamten Jahr 2020 im rund 545 Milliarden Euro einbrechen könnten. Die KfW zählt Firmen mit einem Umsatz von maximal 500 Millionen Euro jährlich zum Mittelstand.

    Die finanziellen Einbußen könnten zu einem umfassenden Stellenabbau führen. Der Umfrage zufolge planen 16 Prozent der kleinen und mittleren Firmen in diesem Jahr die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren, um Kosten zu senken. Insgesamt könnte die Zahl der beschäftigten um rund 3,3 Prozent abnehmen, was einem Verlust von fast 1,1 Millionen Arbeitsplätzen entsprechen würde.

    9.40 Uhr: Kein Weihnachtsmarkt auf Berliner Gendarmenmarkt

    Der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt in Berlin zieht jedes Jahr Zehntausende Besucher an. Genau das sei angesichts der steigenden Corona-Infektionen ein "unkalkulierbares Risiko", hieß es vom Veranstalter des "Weihnachtszaubers", Helmut Russ. Darum werde der Markt in diesem Jahr leider ausfallen müssen.

    09.38 Uhr: Regierung stimmt Spanier auf schärfere Maßnahmen ein

    Spaniens Regierung stimmt die Bevölkerung auf härtere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ein. Laut Gesundheitsminister Salvador Illa ist die Lage außer Kontrolle. Daher seien schärfere Maßnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit nötig, über die er sich mit regionalen Behörden abstimme. Die Pandemie werde den Spaniern noch fünf bis sechs Monate das Leben schwer machen. Spanien hat jüngst als erstes Land Westeuropas die Schwelle von einer Million Coronafällen überschritten.

    9.15 Uhr: Tschechien meldet erneut Höchstwert

    In Tschechien steigen die Corona-Zahlen immer drastischer an: Mit fast 15.000 weiteren Ansteckungen in 24 Stunden verzeichneten die Behörden erneut einen Höchstwert an Neuinfektionen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität steigt die Zahl der Corona-Fälle damit auf fast 209.000 an. In dem Land gelten darum wieder strikte Beschränkungen: Einwohner dürfen ihre Wohnung oder ihr Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen oder um einzukaufen. Bis auf Supermärkte und Drogerien wurden fast alle Geschäfte wieder geschlossen.

    08.17 Uhr: Deutlich steigende Nachfrage nach Toilettenpapier und Seife

    In Deutschland hat das Hamstern wieder begonnen: Wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes ergeben hat, decken sich Verbraucher angesichts steigender Corona-Infektionen wieder zunehmend mit Hygieneartikeln und bestimmten Lebensmitteln ein. So ist der Absatz von Toilettenpapier in der Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (plus 89,9 Prozent) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020.

    Die Verkaufszahlen von Desinfektionsmitteln lagen in der betrachteten Woche nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Donnerstag um knapp drei Viertel (plus 72,5 Prozent) und die von Seife um knapp zwei Drittel (plus 62,3 Prozent) über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Auch die Nachfrage nach Mehl (plus 28,4 Prozent) und Hefe (plus 34,8 Prozent) zog nach Erkenntnissen der Statistiker wieder deutlich an. Politiker und der Handel versichern immer wieder, die Versorgungslage mit Gütern des täglichen Bedarfs sei gesichert und appellieren an die Verbraucher, keine "Hamsterkäufe" zu tätigen.

    07.29 Uhr: Sieben Städte und Landkreise in Bayern über dem neuen Grenzwert von 100

    Die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen in Bayern steigt weiter stark an. So meldet das Robert-Koch-Institut (Stand: 22.10.2020 0.00 Uhr) für Bayern 1.988 neue Infektionen im Vergleich zum Vortag. Auf sieben Tage gerechnet sind es damit insgesamt in Bayern 61,34 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

    In der Einzelaufschlüsselung nach Landkreisen und Städten zeigt sich, dass für große Teile des Freistaats der Grenzwert von 50 überschritten ist. In der Landeshauptstadt München steigt der Wert aktuell auf 82,4 und nähert sich damit bereits dem neuen Grenzwert von 100. Diesen neuen dunkelroten Grenzwert von mehr als 100 Neuinfektionen überschreiten derzeit sieben Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat: Der Landkreis Berchtesgadener Land hat demnach 292,6 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen auf 100.000 Einwohner – das ist der höchste Wert für Bayern. In der Stadt Augsburg liegt der Wert bei 120,4. In der Stadt Weiden, sind es rechnerisch 121,6 neue Fälle, im Landkreis Schweinfurt liegt die 7-Tage Inzidenz bei 115,2, in der Stadt Schweinfurt bei 102,9, im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sind es rechnerisch 104,8 Fälle und im Landkreis Passau liegt die 7-Tage Inzidenz bei 103,3.

    05.54 Uhr: Rodel-Olympiasieger Hackl in Quarantäne

    Rodel-Ikone Georg Hackl hat sich nach eigenen Angaben freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. Im Trainingslager des Nationalteams sei ein Athlet, zu dem er Kontakt hatte, positiv auf COVID-19 getestet worden, erklärte der dreimalige Olympiasieger. Der Lehrgang sei daraufhin abgebrochen worden, und er selbst habe sich zuhause zurückgezogen. "Ich habe mich sofort in Selbstisolation begeben, wohne aktuell im Gästezimmer, bis ich das Ergebnis meines Coronatests bekomme", sagte der 44-Jährige dem Nachrichtenportal t-online.de.

    In seinem Wohnort Berchtesgaden wurde am Montag ein zweiwöchiger Lockdown verhängt, der Landkreis hat derzeit den höchsten Inzidenzwert in Deutschland.

    05.16 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Deutschland bei 11.287

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist erneut gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete 11.287 Fälle innerhalb eines Tages. Der bisherige Höchstwert hatte vergangenen Samstag bei 7.830 gelegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag laut RKI bei 9.905. Das waren 30 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 306.100 Genesene.

    Bereits am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6.638 Fällen erstmals mehr Neu-Infektionen als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

    Mittwoch, 21. Oktober 2020

    22.03 Uhr: Zahl der Corona-Toten in den USA übersteigt 220.000

    In den USA haben sich nach Angaben der Seuchenschutzbehörden CDC 8,249 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 220.362.

    21.45 Uhr: Ziemiak hält Absage von CDU-Parteitag offen

    CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hält offen, ob die CDU ihren Bundesparteitag wie geplant Anfang Dezember in Stuttgart abhalten wird. Im Gespräch mit "Bild Live" sagte Ziemiak: "Wir haben das Infektionsgeschehen permanent im Blick." Der Parteitag sei "keine Party". Parteien spielten im Grundgesetz eine besondere Rolle. Die endgültige Entscheidung werde die CDU-Spitze am kommenden Montag treffen.

    20.05 Uhr: Teilnehmer von Impfstoff-Studie gestorben

    Ein Proband der Corona-Impfstoff-Studie des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist nach Angaben der dortigen Behörden gestorben. Einzelheiten teilte die Gesundheitsaufsicht unter Verweis auf die ärztliche Schweigepflicht nicht mit. Das Testprogramm werde fortgesetzt.

    Die Universität Oxford, die bei der Entwicklung des Impfstoffs mit AstraZeneca kooperiert, erklärte, eine sorgfältige Analyse des Todesfalls in Brasilien habe keine Anhaltspunkte für Sicherheitsprobleme ergeben. Neben der brasilianischen Behörde hätten auch unabhängige Kontrolleure zur Fortsetzung der Studie geraten. Die Universität von Sao Paolo, die die Studie in Brasilien mit koordiniert, erklärte, der Verstorbene sei Brasilianer gewesen.

    AstraZeneca führt klinische Studien mit seinem Präparat auch in Großbritannien, Südafrika, Indien und Japan durch. Das Unternehmen hatte das Programm aber wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unlängst unterbrechen müssen. Eine Genehmigung zur Wiederaufnahme der Studie in den USA steht noch aus. Am Dienstag hatten Insider gesagt, die US-Gesundheitsbehörde FDA könne aber noch diese Woche grünes Licht geben. AstraZeneca gehört zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus.

    19.55 Uhr: Nächtliche Ausgangssperre in Rom ab Freitag

    Im Rom und der gesamten Region Lazio soll eine Ausgangssperre zwischen Mitternacht und 05.00 Uhr morgens verhängt werden. Die Ausgangssperre soll Freitag in Kraft treten, heißt es in Kreisen der Regionalregierung.

    19.32 Uhr: Baden-Württemberg überschreitet Warnwert für Corona-Neuinfektionen

    In Baden-Württemberg ist der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen landesweit überschritten. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, liegt der Wert für den Südwesten bei 53,4. Am höchsten war der Wert im Südwesten weiterhin in Heilbronn: Er kletterte auf inzwischen 123,2.

    Die Landesregierung hatte die Bürger im Südwesten eindringlich zur Vermeidung von Kontakten aufgerufen. Die Bürger müssten nun diszipliniert sein, sonst werde man auf einen Lockdown zurückgreifen müssen mit enormen Kollateralschäden, warnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Man habe nicht mehr viele Dinge im Köcher bis zu dieser großen Maßnahme, sagte er mit Blick auf Beschränkungen. Zur Eindämmung der Pandemie gelten im ganzen Land seit Montag strengere Regeln. Dazu gehören eine erweiterte Maskenpflicht sowie verschärfte Kontaktbeschränkungen.

    19.16 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Spanien übersteigt eine Million

    Spanien hat die Marke von einer Million Corona-Infektionen durchbrochen. Seit dem Beginn der Pandemie seien 1.005.295 Menschen in dem Land mit 47 Millionen Einwohnern positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Das waren 16.973 mehr als am Vortag. Die Zahl von mehr als einer Million Infektionen ist der höchste Wert aller westeuropäischen Länder und weltweit der Platz sechs. Nur die USA, Indien, Brasilien, Russland und Argentinien haben noch mehr Infizierte gemeldet. Die Zahl der mit Corona gestorbenen Menschen sei seit dem Vortag um 156 auf nun 34.366 gestiegen.

    18.38 Uhr: Brasiliens Gesunheitsminister positiv auf Corona getestet

    Brasiliens Gesundheitsminister Eduardo Pazuello hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Pazuello sei positiv auf das Virus getestet worden, teilt sein Ministerium mit. Er ist bereits der dritte Gesundheitsminister des südamerikanischen Landes seit Beginn der Coronavirus-Pandemie.

    18.32 Uhr: In Italien neuer Höchststand bei Infektionen

    Das Gesundheitsministerium in Rom teilt mit, in Italien ist mit über 15.000 neuen Infektionen innerhalb von 24 Stunden ein neuer Höchststand registriert worden. 127 Menschen sterben nach der Ansteckung. Das sind 89 mehr Todesfälle als am Dienstag.

    18.20 Uhr: Steigende Fallzahlen bringen Kliniken in einigen EU-Ländern in Not

    Anders als in Deutschland drohen die Gesundheitssysteme unter anderem in Belgien, Spanien, den Niederlanden und Tschechien wegen der steigenden Corona-Infektionen an ihre Grenzen zu stoßen. So verschieben belgische Kliniken bereits nicht absolut notwendige Behandlungen auf einen späteren Zeitpunkt. Ähnliche Maßnahmen könnten auch in anderen Ländern bald anstehen, so in Spanien.

    Die niederländischen Gesundheitsbehörden warnen, dass bei weiter steigenden Zahlen von Covid-Patienten auf den Stationen bis Ende November Dreiviertel aller regulären Behandlungen eingestellt werden müssen. Ähnlich haben sich bereits die Behörden in Tschechien geäußert.

    Die Regierung in Prag hat Bayern bereits offiziell um Hilfe gebeten. Auch andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, das Saarland und Hamburg haben EU-Staaten wieder angeboten, schwererkrankte Covid-Patienten aufzunehmen.

    Noch sind Europas Krankenhäuser längst nicht so voll wie auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Krise. Doch das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) berichtet aber aus 20 Ländern über eine steigende und bereits hohe Auslastung.

    17.30 Uhr: Kabinett muss nicht in Quarantäne

    Das Bundeskabinett muss nicht gesammelt in Quarantäne, obwohl der mit dem Coronavirus infizierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an dessen Sitzung am Mittwoch teilgenommen hat. Ein Regierungssprecher teilte in Berlin auf Anfrage mit, das Kabinett tage unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielten, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die später coronapositiv getestet werde, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich werde. Spahn war nach Angaben seines Ministeriums positiv auf das Virus getestet worden.

    17.00 Uhr: Spahn positiv getestet

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter. "Alle Kontaktpersonen werden aktuell informiert."

    16.50 Uhr: Rodel-Team nach positivem Test in Quarantäne

    Die deutschen Rennrodler mussten ihren Vorbereitungslehrgang im lettischen Sigulda am Wochenende wegen eines positiven Corona-Tests absagen. Wie der Verband mitteilte, sei ein Betreuer positiv getestet worden. Alle Athleten und Trainer sind sofort in Quarantäne gegangen, die Testergebnisse waren anschließend negativ. Die zweite Testreihe steht am Donnerstag an. Danach wird entschieden, wie es in der Vorbereitung weitergeht. Das nächste Training ist am Königssee im Berchtesgadener Land geplant, wo derzeit wegen der hohen Infektionszahlen strenge Ausgangsbeschränkungen gelten.

    16.40 Uhr: Knapp 200 mögliche Impfstoffe werden erforscht

    Seit Beginn der Pandemie wird immer wieder über Medikamente gegen Corona berichtet. Aber ihre tatsächliche Wirkung ist weiterhin unklar. Auch die Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus läuft auf Hochtouren. Knapp 200 mögliche Corona-Impfstoffe werden derzeit weltweit erforscht, bei 44 laufen bereits klinische Tests an Menschen.

    16.20 Uhr: Positiver Test bei Wolfsburg-Profi Josip Brekalo

    Der kroatische Nationalspieler Josip Brekalo vom VfL Wolfsburg ist positiv auf das Coronavirus getestet und umgehend in eine häusliche Quarantäne geschickt worden. Das gab der Fußball-Bundesligist bekannt. Nach Angaben der Wolfsburger ist der 22 Jahre alte Offensivspieler aktuell symptomfrei und "fühlt sich gut". Nach zwei freien Tagen nahm der VfL heute wieder das Training auf. Aus diesem Grund wurden alle Spieler, Trainer und Betreuer am Vorabend getestet. Alle Tests bis auf den von Brekalo seien negativ ausgefallen, teilte der Club mit.

    16.10 Uhr: In der Lombardei startet nächtliches Ausgangsverbot

    Die italienische Region Lombardei hat wegen der stark steigenden Corona-Zahlen nächtliche Ausgangsverbote für die rund zehn Millionen Bürger erlassen. Die verschärften Regeln in der norditalienischen Region, zu der auch Mailand und Bergamo gehören, gelten nach dem Erlass ab Donnerstagabend. Die Menschen dürfen dann zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr ihr Haus nur noch aus wichtigem Grund wie Arbeit oder Krankheit verlassen.

    15.55 Uhr: Schweizer Innenminister: "Die Lage ist sehr ernst"

    Angesichts des sprunghaften Anstiegs der Coronavirus-Infektionen prüft die Schweizer Regierung eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die Situation in der Schweiz sei schlechter als in den meisten anderen Ländern Europas, sagte Innenminister Alain Berset. "Die Lage ist sehr ernst." Wenn sich die Kurve der Neuansteckungen bis kommende Woche nicht abflache, werde die Regierung am kommenden Mittwoch neue Beschränkungen erlassen. Dazu gehörten etwa Einschränkungen von Veranstaltungen, Versammlungen und in öffentlichen Gebäuden. Ein kurzer Lockdown etwa von zwei Wochen sei aber eine Option. "Es ist die zweite Welle und sie ist nicht kleiner als die erste", sagt Berset. "Die zwei, drei nächsten Wochen sind entscheidend für uns."

    15.50 Uhr: EU weitet Einreisebeschränkungen auf Kanada und Tunesien aus

    Die EU-Staaten weiten die in der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder auf Kanada, Georgien und Tunesien aus. Für die drei Länder soll nach einer Einigung der EU-Botschafter keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen gelten. Singapur hingegen wurde zur Liste der Länder hinzugefügt, aus denen nicht zwingend notwendige Reisen in die EU wieder möglich sind, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Diplomatenkreisen erfuhr. Somit dürfen künftig nur noch Menschen aus acht Ländern normal in die EU einreisen: Australien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Uruguay und Singapur. Es sind die ersten Änderungen der Liste seit rund zweieinhalb Monaten. Die Entscheidung der Botschafter muss nun noch im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten bestätigt werden.

    15.45 Uhr: Auch Rumänien meldet Corona-Tagesrekord

    Die Corona-Pandemie hat auch in Rumänien die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf eine Rekordhöhe getrieben. Binnen 24 Stunden seien 4.848 neue Corona-Fälle registriert worden, teilten die Behörden mit. Die Zahl der Tests sei mit 37.025 die bisher höchste an einem Tag gewesen. 69 Menschen seien mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie in dem südosteuropäischen Land mit rund 20 Millionen Einwohnern stieg damit auf 6.065. Insgesamt wurden mehr als 190.000 Corona-Fälle verzeichnet.

    15.25 Uhr: Kita-Verband kritisiert Schließungen im Berchtesgadener Land

    Der Deutsche Kitaverband hat die Schließungen von Krippen und Kindergärten wegen Corona im Berchtesgadener Land kritisiert. "Wie Familienministerien Franziska Giffey und Gesundheitsminister Jens Spahn (...) bestätigten, geht von Kindern bis zehn Jahre kein Infektionsrisiko aus. Deshalb dürfen Kitas, Horte und Tagespflegestellen auch bei einem regionalen Lockdown nicht geschlossen werden", sagte die Bundesvorsitzende Waltraud Weegmann. Der Verband vertritt die freien Kita-Träger in Deutschland. "Kinder dürfen nicht weiterhin dem Aktionismus geopfert werden", sagte Weegmann. "Wenn Eltern arbeiten gehen sollen, muss auch die Kita-Betreuung stattfinden." Seit Dienstag gelten im Berchtesgadener Land strikte Ausgangsbeschränkungen - Restaurants, Hotels, Schulen und Kitas sind geschlossen.

    15.15 Uhr: NRW führt Maskenpflicht für Schüler auch im Unterricht wieder ein

    Schüler ab der 5. Klasse müssen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien auch an ihrem Sitzplatz im Unterricht wieder Maske tragen. Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, teilte das Schulministerium am Mittwoch in einer Mail an alle Schulen mit.

    15.00 Uhr: UEFA: Bayern-Spiel gegen Atlético findet wie geplant statt

    Nach dem Corona-Fall Serge Gnabry kann das Champions-League-Duell des FC Bayern München der UEFA zufolge heute gegen Atlético Madrid stattfinden. "Das Spiel läuft wie geplant ab", teilte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (UEFA) der Nachrichtenagentur dpa wenige Stunden vor dem Anstoß mit. Die Münchner hatten am Dienstagabend bei Nationalspieler Gnabry (25) einen positiven Corona-Test öffentlich gemacht. Der Offensivspieler befindet sich in Quarantäne. Anschließend wurden heute weitere Tests bei den Münchnern angeordnet.

    14.50 Uhr: Höchster Infektionsanstieg in den Niederlanden

    Die Niederlande erreichen mit 8.500 Fällen einen Höchststand an Neuinfektionen, teilt das Nationale Institut für Öffentliche Gesundheit mit. Erst vor einer Woche wurden von der Regierung in Den Haag neue Maßnahmen zur Eindämmung der Viruspandemie beschlossen.

    14.15 Uhr: Frankreich will Notstand bis Februar 2021 verlängern

    Frankreich will wegen der sich verschärfenden Coronavirus-Pandemie den Gesundheits-Notstand bis zum 16. Februar des kommenden Jahres verlängern. Ein Regierungssprecher kündigte an, dass die Warnungen in mehreren Regionen am Donnerstag hochgestuft werden sollen. Das bedeute, dass mehrere Departements Ausgangssperren erlassen müssten.

    14.07 Uhr: Bayern verschärft Corona-Auflagen ab Inzidenzwert 100

    In Bayern gelten künftig ab einem Inzidenzwert von 100, zusätzliche Corona-Beschränkungen. Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind dann grundsätzlich untersagt. Auch die Sperrstunde werde dann auf 21.00 Uhr vorgezogen, Schulen sollen hingegen nach Möglichkeit offen bleiben.

    Das hat Ministerpräsident Söder in einer Regierungserklärung verkündet. Außerdem soll eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots eingeführt werden. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

    13.55 Uhr: Weitere Einschränkungsstufe bei Corona-Ampel

    In seiner Regierungserklärung kündigte Ministerpräsident Söder eine zusätzliche Warnstufe der so genannten Corona-Ampel an. Neben den geltenden Stufen bei Inzidenzzahlen von 35 und 50 sollten die Einschränkungen in Landkreisen mit einem Wert von 100, von "Rot" auf "Dunkelrot" springen - und damit automatisch weiter verschärft werden, sagte Söder in einer Regierungserklärung im Landtag. Dazu zähle eine Gastronomie-Sperrstunde bereits ab 21.00 Uhr.

    13.45 Uhr: Wirtschaftsministerium sieht keine Störung der Lieferketten

    Das Wirtschaftsministerium hat nach eigenen Angaben keine Hinweise auf Störungen der Lieferketten in Deutschland und im EU-Binnenmarkt. Laut Innenministerium gibt es keine Überlegungen für eine Schließung von Grenzen zu EU-Nachbarstaaten.

    Theoretisch sei dies eine Option, die man aber mit anderen Maßnahmen möglichst vermeiden möchte. Generell sei man zuversichtlich, einen zweiten landesweiten Lockdown verhindern zu können. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Corona-Regeln auch eingehalten würden

    13.35 Uhr: Bayerns Regierungschef appelliert an Solidarität von Jung und Alt

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat in einer Regierungserklärung an den Zusammenhalt der Generationen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie appelliert. Bei der Befolgung der Einschränkungen gehe es nicht um Loyalität zum Staat oder Obrigkeitshörigkeit, sondern um Solidarität, sagte Söder im Bayerischen Landtag.

    13.25 Uhr: Tschechien verhängt weitgehenden Lockdown

    Angesichts steigender Infektionszahlen verhängt die Regierung in Tschechien erneut einen Lockdown. Das Gesundheitssystem sei an den Grenzen seiner Kapazität, sagte der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula. Die meisten Geschäfte und Dienstleistungen werden demnach geschlossen. Die Bürger sind dazu angehalten, lediglich für den Weg zur Arbeit, Einkäufe und den Besuch beim Arzt vor die Tür zu gehen und nur notwendige Reisen zu unternehmen.

    Zudem werden Ausgangsbeschränkungen wie im Frühjahr verhängt: Die Regierung hat angeordnet, dass Leute ihre Kontakte mit anderen Menschen auf die "absolut notwendige Zeit" begrenzen müssen. Das gilt nicht für den Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Familienbesuche. Erlaubt sind auch Spaziergänge in Parks und der freien Natur.

    13.10 Uhr: 1.750 Soldaten helfen im Kampf gegen Corona

    Aktuell unterstützen laut Verteidigungsministerium 1.750 Bundeswehr-Soldaten die zivile Verwaltung bei der Bewältigung der Corona-Krise. 1.360 von ihnen seien in den Gesundheitsämtern bei der Kontaktnachverfolgung eingesetzt, sagte ein Sprecher. Einsatzort seien 127 Gesundheitsämter über alle Bundesländer verteilt.

    Allein in den Berliner Gesundheitsämtern helfen demnach rund 370 Soldaten. In nordrhein-westfälischen Ämtern sind knapp 180 Soldaten eingesetzt. Etwa 400 Soldaten würden an Teststationen, in Altenheimen oder bei der Logistik unterstützen. Insgesamt ist die Bundeswehr darauf eingerichtet, bis zu 15.000 Soldaten für die Corona-Hilfe einzusetzen.

    12.55 Uhr: Corona-Hilfen - "Welle von Investitionen kommt jetzt"

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mahnt Schnelligkeit bei öffentlichen Aufträgen an. "Eine massive Welle von Investitionen kommt jetzt", sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die riesigen Corona-Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft. Sie müssten schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. Dabei solle der Klimaschutz im Fokus stehen.

    12.45 Uhr: EU: 927.000 Neuinfektionen in einer Woche

    Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche in Europa hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation einen Höchststand erreicht. In der vergangenen Woche seien mehr als 927.000 Neuinfektionen registriert worden, teilte die WHO mit. Einem aktuellen Bericht der UN-Organisation zufolge nahm die Zahl der bestätigten Infektionen europaweit um 25 Prozent zu.

    38 Prozent der in der vergangenen Woche weltweit neu verzeichneten Corona-Fälle entfielen damit auf Europa. Wiederum mehr als die Hälfte dieser Fälle wurden laut WHO in drei Staaten registriert: Russland, Tschechien und Italien. Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zur Vorwoche dem Bericht zufolge um ein Drittel.

    12.35 Uhr: Lübeck sagt ersten Weihnachtsmarkt ab

    Der traditionelle Weihnachtsmarkt in der Lübecker St. Petri-Kirche fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Krise aus. "Wir können die Aussteller, Besucher und Mitarbeiter nicht so schützen, wie wir es für angemessen halten", begründete Kulturpastor Bernd Schwarze die Entscheidung. Der Weihnachtsmarkt sollte eigentlich vom 24. November bis zum 20. Dezember stattfinden.

    12.25 Uhr: Annähernde Verdoppelung von Neuansteckungen in der Schweiz

    In der Schweiz ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen erneut sprunghaft angestiegen. Die Gesundheitsbehörde meldete am Mittwoch einen neuen Höchststand von 5596 Neuansteckungen. Am Vortag waren es noch 3008. 115 Covid-Patienten mussten ins Krankenhaus, elf starben in Zusammenhang mit dem Virus. In der Schweiz ist die Zahl der Neuinfektionen gemessen an der Bevölkerungszahl von rund 8,5 Millionen in den vergangenen Tagen schneller gestiegen als in den meisten anderen europäischen Ländern.

    12.10 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern lockert Einreisebedingungen

    Mit einer neuen Verordnung der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern dürfen ab jetzt auch Einwohner aus Risikogebieten wieder in das Bundesland reisen, ohne einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen. Allerdings dürfen Einreisende keine Krankheitssymptome aufweisen. Tagestouristen aus Risikogebieten dürfen aber nach wie vor nicht nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesregierung kündigte für kommende Woche eine Überarbeitung dieser Regelung an. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht in Greifswald geurteilt, es sei unrechtmäßig, Reisende aus Risikoregionen strenger zu behandeln als etwa Berufspendler.

    12.00 Uhr: Österreich meldet Höchststand an Neuinfektionen

    In Österreich wurden den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 1958 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das seien so viele wie noch nie innerhalb dieses Zeitraums. In Österreich erfassen die Gesundheitsbehörden derzeit insgesamt rund 19.900 aktive Corona-Fälle. Seit dem Ausbruch der Pandemie seien mehr als 64.400 Menschen positiv getestet worden. 927 Einwohner, die sich mit dem Erreger angesteckt hatten, seien bislang gestorben. Mehr als 47.500 Menschen gelten nach einer Infektion wieder als genesen.

    11.20 Uhr: UEFA: Negative Corona-Tests des FC Bayern müssen bis 15.00 Uhr vorliegen

    Der FC Bayern muss nach dem positiven Corona-Test von Serge Gnabry bis heute um 15.00 Uhr die negativen Tests derjenigen Profis vorweisen, die in der Champions-League-Partie am Mittwochabend gegen Atlético Madrid spielen sollen. "Die Mannschaften und getesteten Personen müssen sicherstellen, dass die UEFA rechtzeitig Zugang zu den individualisierten negativen Testergebnissen erhält", schreibt die UEFA in ihrem Corona-Protokoll vor, das für den Europapokal maßgebend ist. Die Ergebnisse müssen "bis spätestens sechs Stunden vor der Anstoßzeit (Ortszeit am Spieltag)" vorliegen.

    11.01 Uhr: Finalturnier um BBL-Pokal verschoben

    Nach sechs Coronafällen beim Meister und Titelverteidiger Alba Berlin wird das Finalturnier um den Pokal der Basketball Bundesliga (BBL) verschoben. Das gab die BBL am Mittwoch bekannt. Das Turnier der besten vier Mannschaften hätte eigentlich am 1. und 2. November in München stattfinden sollen. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.

    10.58 Uhr: Auch Landkreis Ebersberg kippt Maskenpflicht für Grundschüler

    Nach München hat nun auch der Landkreis Ebersberg die Maskenpflicht für Grundschüler am Sitzplatz mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das bestätigte eine Sprecherin des Landratsamts dem BR. Nachdem der Landkreis die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hatte, griff auch hier zunächst die Verfügung des Freistaats, wonach auch Grundschüler am Platz den Mund-Nasenschutz tragen müssen. Daraufhin hatte es massive Proteste von Eltern gegeben.

    Am Dienstagabend hatte München die Maskenpflicht für Grundschüler aufgehoben.

    10.57 Uhr: Neuer Corona-Rekordwert in der Slowakei

    Die Slowakei meldet 2.202 Neuinfektionen - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Insgesamt hätten sich nachweislich 33.602 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, teilt das Gesundheitsministerium mit. 98 Menschen seinen bislang in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. In der Slowakei leben rund 5,5 Millionen Menschen.

    10.50 Uhr: Firmen können weitere Corona-Hilfen beantragen

    Ab sofort können besonders von der Coronakrise belastete Unternehmen weitere Überbrückungshilfen beantragen. Dabei geht es um Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten wie Mieten - und zwar für die Monate September bis Dezember. Voraussetzung ist, dass ein Unternehmen hohe Umsatzausfälle hat.

    "Wir lassen unsere Unternehmen in der Krise nicht allein", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) laut Mitteilung. Mit den Hilfen solle vor allem Firmen geholfen werden, die durch behördliche Anordnungen oder Hygiene- und Abstandsregeln weiter geschlossen seien oder nur mit halber Kraft fahren könnten.

    Bund und Länder haben bereits beschlossen, die Überbrückungshilfen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Für die Überbrückungshilfen hatte der Bund 25 Milliarden Euro eingeplant. Davon sind nach aktuellem Stand laut Wirtschaftsministerium aber erst 1,2 Milliarden Euro bewilligt worden.

    10.39 Uhr: Polen meldet gut 10.000 neue Corona-Fälle

    In Polen steigt die Zahl der Neuinfektionen erneut um einen Rekordwert: Die Behörden melden 10.040 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle den Angaben zufolge auf über 200.000, der Wert hat sich innerhalb von weniger als drei Wochen verdoppelt.

    10.29 Uhr: Von der Leyen negativ getestet

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ist nach eigenen Angaben erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. "Ich freue mich mitzuteilen, dass mein jüngstes Ergebnis negativ ausgefallen ist", schrieb sie auf Twitter. Sie habe sich am Dienstag testen lassen.

    Von der Leyen hatte am Donnerstagnachmittag den EU-Gipfel in Brüssel frühzeitig verlassen und sich in freiwillige Selbstisolation begeben. Kurz zuvor war sie darüber informiert worden, dass ein Mitglied ihres Empfangsbüros positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Sie selbst war negativ getestet worden, hatte den Gipfel jedoch aus Vorsicht verlassen.

    10.20 Uhr: Vizepremier Tschechiens Corona-positiv

    Der tschechische Vizepremierminister Jan Hamacek ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte er auf Twitter. Hamacek ist auch Innenminister, Chef der Sozialdemokratischen Partei und Leiter des Krisenausschusses zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

    10.14 Uhr: Auch Corona-Test bei Steinmeier negativ

    Auch ein zweiter Corona-Test bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts mit. Das zuständige Gesundheitsamt habe festgelegt, dass das Staatsoberhaupt noch bis zum 29. Oktober in Quarantäne bleiben müsse, hieß es weiter.

    Steinmeier hatte sich am Wochenende selbst in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Ein erster Test bei ihm fiel negativ aus.

    9.59 Uhr: Weitgehende Maskenpflicht im Freien in Tschechien

    In Tschechien ist eine weitgehende Maskenpflicht nun auch im Freien in Kraft getreten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden verpflichtend. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. Selbst im Auto muss eine Maske getragen werden, wenn familienfremde Personen mitfahren.

    Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreichte am Dienstag mit 11.984 neu bestätigten Fällen einen Höchststand, wie die Behörden am Mittwoch vermeldeten. Die Zahl der jemals Infizierten stieg damit auf knapp 194.000.

    9.37 Uhr: Corona-Pandemie verschärft Geburtenrückgang in Japan

    Im Zuge der Corona-Pandemie seien in den vergangenen Monaten viel weniger Frauen schwanger geworden als im Vorjahreszeitraum, weswegen im nächsten Jahr deutlich weniger Babys zur Welt kommen könnten, teilte das japanische Gesundheitsministerium mit. Demnach sank die Zahl der Schwangerschaften zwischen Mai und Juli um 11,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019. Damit droht sich die rapide Überalterung der Gesellschaft weiter zu verschärfen.

    Kein anderes Industrieland der Welt altert angesichts sinkender Geburtenraten so schnell wie Japan. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung des asiatischen Landes ist inzwischen älter als 65 Jahre. Im vergangenen Jahr lag die Geburtenrate bei nur 1,36.

    9.28 Uhr: Privattheater sollen mit 30 Millionen Euro unterstützt werden

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat als Reaktion auf die Corona-Pandemie in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwoch) ein 30-Millionen-Euro-Programm für Privattheater angekündigt. "Wir wollen alles tun, damit die deutschen Privattheater diese schwierige Zeit überstehen", sagte sie. Das neue Programm als Teil des bisherigen Hilfspakets "Neustart Kultur" sehe eine Förderung von bis zu 80 Prozent der Ausgaben für das künstlerische Personal in der Spielzeit 2020/2021 vor. Maximal 140.000 Euro pro Theater seien vorgesehen.

    9.00 Uhr: Rekordverschuldung in Großbritannien wegen Corona

    Die britische Regierung hat sich wegen der schweren wirtschaftlichen Krise infolge der Corona-Pandemie eine Rekordsumme leihen müssen. Im ersten Halbjahr summierte sich die Kreditaufnahme auf 208,5 Milliarden Pfund (gut 228 Milliarden Euro), wie das nationale Statistikamt in London mitteilte. Das Bruttoinlandsprodukt war wegen der Pandemie im Frühjahr um rund ein Fünftel eingebrochen, was zu enormen Steuerausfällen führte. Zugleich versucht die Regierung, mit Mehrausgaben in Milliardenhöhe die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu dämpfen.

    8.17 Uhr: Studie: Konsum von Alkohol und Tabak nimmt zu

    Seit der Corona-Krise rauchen und trinken die Menschen in Deutschland mehr. Das hat eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) mit Sitz in Nürnberg ergeben. Danach haben ein Viertel derjenigen, die mehrmals pro Woche Alkohol trinken, angegeben, es jetzt noch öfter zu tun. Laut der Umfrage trinkt jeder dritte Mann und jede fünfte Frau an mehreren Tagen pro Woche Alkohol. Neun Prozent der Männer und fünf Prozent der Frauen trinken sogar täglich. Als Gründe für den Anstieg werden von der Krankenkasse Langeweile, Stress und vermeintliche Bewältigungsstrategien in der Corona-Krise genannt.

    Auch bei den Rauchern gibt es einen Anstieg: Jeder neunte regelmäßige Raucher und jeder dritte Gelegenheitsraucher gab an, seit Corona mehr zu rauchen – vor allem Zigaretten, aber auch Shisha oder illegale Drogen wie Cannabis, Marihuana oder Haschisch. Einen besonders starken Anstieg gibt es in der Gruppe der Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren.

    8.10 Uhr: Landkreis Donau-Ries überschreitet Corona-Grenzwert

    Im Landkreis Donau-Ries liegt die 7-Tage-Inzidenz jetzt bei 59,8. Das meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage. Landrat Stefan Rößle (CSU) sagte dem BR bereits am Vortag, als zunächst nur der Warnwert überschritten war, dass strengere Corona-Regeln wahrscheinlich ab Mittwochvormittag gelten würden.

    7.58 Uhr: Ukraine meldet mehr als 6.700 Neuinfektionen

    Die Regierung in der Ukraine meldet 6.719 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 141 weitere Menschen seien mit oder an dem Coronavirus gestorben. In beiden Fällen handelt es sich erneut um Rekordwerte. Insgesamt haben sich seit Ausbruch des Virus nachweislich 315.826 Menschen angesteckt, 5.927 Menschen starben.

    7.47 Uhr: Fast 12.000 Neuinfektionen in Tschechien

    Die tschechischen Behörden melden einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen: 11.984 binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 106 auf 1.619.

    Die Regierung kommt am Morgen zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Corona-Krise zu beraten. Gesundheitsminister Roman Prymula hat angedeutet, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft werden.

    7.46 Uhr: Zwei Drittel der Einwohner von NRW leben in Risikogebiet

    In Nordrhein-Westfalen wohnen inzwischen zwei Drittel der Bevölkerung in einem Corona-Risikogebiet. Rund 12 Millionen Einwohner leben in Städten oder Kreisen, die über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen liegen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht. Münster mit rund 315 300 Einwohnern war demnach die einzige größere Stadt, die mit 33 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen unter der Kennzahl von 50 blieb. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat knapp 18 Millionen Einwohner.

    6.58 Uhr: Passau überschreitet 50er-Inzidenzwert

    Die Corona-Ampel des Robert Koch-Instituts ist für die Stadt Passau auf rot gesprungen. Das RKI gibt für Passau einen 7-Tage-Inzidenzwert von 56,8 an. Laut Stadtverwaltung werden aktuell zehn Personen mit COVID-19 Erkrankung im Klinikum behandelt, eine Person muss deswegen auf der Intensivstation beatmet werden.

    6.45 Uhr: 54.000 Neuinfektionen in Indien

    In Indien meldet das Gesundheitsministerium 54.044 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt haben sich damit mehr als 7,65 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist weltweit der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 717 auf 115.914. Die Zahl der registrierten täglichen Neuinfektionen ist seit dem Höhepunkt im September rückläufig. Allerdings warnen Experten, dies könne sich während der anstehenden Feiertage ändern.

    06.15 Uhr: Über 40 Millionen Infektionen weltweit

    Weltweit haben sich nachweislich mehr als 40,62 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt auf über 1,12 Millionen. Seit den ersten im Dezember in China bekanntgewordenen Fällen hat sich das Virus in mehr als 210 Länder und Territorien verbreitet. Die meisten Infektionen verzeichnen die USA, Indien, Brasilien und Russland. Kürzlich hat Argentinien als fünftes Land die Millionen-Schwelle überschritten.

    5.59 Uhr: 60.000 neue Corona-Infektionen in den USA

    Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters wurden in den USA mindestens 60.499 Menschen Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Damit liegt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle bei 8,31 Millionen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 897 auf 221.068.

    5.05 Uhr: Bayern mit 1.223 Neuinfektionen

    In Bayern wurden 1.223 neue Corona-Infektionen gemeldet, gestorben sind in den vergangenen 24 Stunden sechs Menschen. Mit 82.102 Fällen ist Bayern das Bundesland mit den zweitmeisten Infektionen hinter Nordrhein-Westfalen (94.883 Fälle) und vor Baden-Württemberg (61.694 Fälle).

    5.00 Uhr: 7.595 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

    Wie das Robert-Koch-Institut unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilt, wurden insgesamt 7.595 neue Fälle registriert, nach 6.868 neuen Fällen am Vortag. Der neue Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7.830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5.132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch.

    Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 380.762, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9.875 - 39 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 298.300.

    4.10 Uhr: Deutschland sagt Nato Soldaten für mögliche Covid-19-Einsätze zu

    Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan "Allied Hand" zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt.

    3.57 Uhr: Uruguays Ex-Präsident Mujica gibt Senatssitz wegen Corona-Risiko auf

    Auf Furcht vor einer Infektion mit dem Coronavirus hat Uruguays populärer Ex-Präsident José Mujica seinen Sitz im Senat aufgegeben. "Ich gehe, weil die Pandemie mich rauswirft", sagte der 85-Jährige in seiner Abschiedsrede. "Senator zu sein bedeutet, mit den Menschen zu sprechen und überall hinzugehen. Ich bin doppelt gefährdet: wegen meines Alters und wegen meiner chronischen Immunerkrankung."

    2.25 Uhr: Cathay Pacific baut fast 25 Prozent der Stellen ab

    Mit drastischen Einschnitten reagiert die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific auf die Folgen der Corona-Krise. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch die Streichung von 8.500 Stellen an - das entspricht rund einem Viertel der Gesamtbelegschaft. 5.900 Jobs sollen demnach direkt wegfallen, 2.600 derzeit offene Stellen werden nicht nachbesetzt. Die zum Konzern gehörende Regionalfluggesellschaft Cathay Dragon muss als Teil der Maßnahmen komplett den Betrieb einstellen.

    1.42 Uhr: Melania Trump sagt Wahlkampfauftritt ab - wegen Husten

    First Lady Melania Trump kehrt vorerst nicht auf die US-Wahlkampfbühne zurück. Ihr gehe es nach ihrer Corona-Infektion zwar von Tag zu Tag besser, doch mache ihr noch ein hartnäckiger Husten zu schaffen, teilte ihre Stabschefin Stephanie Grisham am Dienstag mit. Vorsichtshalber habe sich die First Lady entschieden, Präsident Donald Trump nicht zu seiner für Dienstagabend (Ortszeit) geplanten Kundgebung in Erie im Staat Pennsylvania zu begleiten.

    Dienstag, 20. Oktober 2020

    23.35 Uhr: Insgesamt fast 155.000 Tote in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 23.227 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf knapp 5,3 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 661 auf 154.837 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    22.15 Uhr: Rund 300.000 mehr Tote in den USA als gewöhnlich

    Während der Pandemie sind in den USA knapp 300.000 mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der vergangenen Jahre, teilen die US-Seuchenbehörden CDC mit. Etwa zwei Drittel der zusätzlichen Todesfälle zwischen dem 26. Januar und dem 3. Oktober seien wahrscheinlich auf das Coronavirus zurückzuführen. Die sogenannte Übersterblichkeit ist Epidemiologen zufolge die beste Möglichkeit, die tatsächliche Zahl der Toten bei einem Krankheitsausbruch zu ermitteln. Laut den CDC sind übermäßig viele Menschen mit hispanischen und afroamerikanischen Wurzeln an dem Virus gestorben. Auch in der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen sei die Zahl der Todesfälle vergleichsweise höher gewesen als in der Vergangenheit.

    21.55 Uhr: Italiens Schwimmteam in Quarantäne

    Im Schwimmteam der italienischen Nationalmannschaft haben sich zehn weitere Athleten während eines Trainingslagers in den italienischen Alpen mit dem Coronavirus infiziert. Das Trainingslager soll nach Angaben des italienischen Schwimmverbandes abgebrochen und das Team unter Quarantäne gestellt worden sein, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Unter den Infizierten sollen auch die beiden Weltmeisterinnen Simona Quadarella und Gabriele Detti sein. Olympiasiegerin Federica Pellegrini befindet sich den Angaben zufolge bereits in häuslicher Isolation, nachdem sie in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Gesamtzahl der Infizierten im Team beträgt laut AP damit mindestens 13. Den Angaben des Verbandes zufolge soll keiner der Sportler bislang Symptome zeigen. Die Mannschaft bereitet sich derzeit auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio vor.

    21.10 Uhr: Bulgariens Präsident muss in Selbstisolation

    Der bulgarische Präsident Rumen Radew muss sich nach Einschätzung des heimischen Gesundheitsministeriums in Selbstisolation begeben. Radew sei in Kontakt mit einem Militärvertreter gekommen, der später positiv auf Corona getestet worden sei, erklärt Gesundheitsminister Kostadin Angelow. Radew habe am Dienstag nach einer abgebrochenen Reise nach Estland zwar ein negatives Testergebnis vorgelegt, es müsse aber noch ein zweiter Test abgewartet werden.

    20.55 Uhr: Mehrzahl der Ansteckungen nicht mehr nachvollziehbar

    In jeder zweiten besonders von der Pandemie betroffenen Kommune in Deutschland können die Gesundheitsämter einem Medienbericht zufolge eine Mehrzahl der Ansteckungen nicht mehr auf ein Ausbruchsszenario zurückführen. Das ergab eine Umfrage der "Welt" unter den 20 Kommunen, die zu Wochenbeginn die höchste Inzidenz aufwiesen. Aus besonders betroffenen Landkreisen und Städten heiße es, das Infektionsgeschehen sei diffus. Wo sich eine Person angesteckt habe, sei oft nicht nachzuvollziehen.

    20.05 Uhr: FC Bayern-Spieler Gnabry positiv auf Corona getestet

    Der deutsche Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Rekordmeister am Dienstagabend bekannt. Dem 25-Jährigen "geht es gut", hieß es in einer knappen Mitteilung der Münchner. Der Offensivspieler befinde sich in häuslicher Quarantäne und wird damit vorerst ausfallen. Am Mittwoch startet der FC Bayern mit einem Heimspiel gegen Atlético Madrid in die neue Saison der Champions League.

    19.50 Uhr: Gesamtzahl der Corona-Toten in den USA übersteigt 219.000

    Binnen 24 Stunden sind in den USA 60.061 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt haben sich nach Angaben der Seuchenschutzbehörden CDC 8,189 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 513 auf 219.499. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

    19.40 Uhr: Tschechiens Regierung hält strengere Regeln für nötig

    In Tschechien veranlasst der steile Anstieg von Neu-Infektionen, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen die Regierung dazu, der Bevölkerung ins Gewissen zu reden. "Ich bitte eindringlich darum, die bestehenden Anordnungen zu respektieren", sagt Gesundheitsminister Roman Prymula im Parlament. "Wir stellen nämlich fest, dass dies nicht der Fall ist." Deshalb müssten strengere Regeln ins Auge gefasst werden. Welche das sein könnten, sagt Prymula nicht. Andere Minister haben aber bereits eine Art Lockdown ins Gespräch gebracht. Für Mittwochmorgen hat die Regierung eine Krisensitzung anberaumt. In Tschechien sind Schulen, Theater, Kinos und Sportstätten bereits geschlossen, Restaurants dürfen Essen nur außer Haus verkaufen. Geschäfte sind aber noch geöffnet.

    19.35 Uhr: AstraZeneca könnte US-Impfstoffstudie diese Woche fortsetzen

    AstraZeneca könnte seine US-Impfstoffstudie Insidern zufolge noch diese Woche wieder aufnehmen. Es werde erwartet, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht gibt, sagen vier mit der Sache vertraute Personen. Die Studie liegt seit dem 6. September auf Eis. Sie musste nach einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unterbrochen werden. Von der FDA war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

    19.20 Uhr: Niedersachsen für Aufschub des Castor-Transports

    Niedersachsen will den für Anfang November geplanten Castor-Atomtransport durch Deutschland wegen der Corona-Pandemie erneut verschieben. In einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), "dass der Transport und die damit einhergehenden Einsatzmaßnahmen erneut verschoben werden", wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Das Innenministerium in Hannover bestätigte das Schreiben.

    19.10 Uhr: Bulgarien: Maskenpflicht im Freien

    In Bulgarien ist ab Donnerstag das Tragen von Schutzmasken auch im Freien wieder Pflicht. Ziel sei es, die Zahl der Neuerkrankungen zu reduzieren und das Klinikpersonal zu entlasten, erläuterte Gesundheitsminister Kostadin Angelow. Die bei Kritikern heftig umstrittene Maßnahme soll vorerst bis Ende November gelten. Auch in Bulgarien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt massiv gestiegen. In dem südosteuropäischen Land mit 6,9 Millionen Einwohnern wurde heute mit 1024 neuen Corona-Fällen ein neuer Höchststand verzeichnet. Derzeit sind insgesamt 12.366 Menschen infiziert. Vor einer Woche waren es noch 8.099.

    19.05 Uhr: Johnson kündigt strenge Einschränkungen für Manchester an

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat strengere Regeln für Manchester und Umgebung angekündigt. Ab Freitag würden im Ballungsraum der nordenglischen Stadt die schärfsten Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie gelten, sagt Johnson. Er geht dabei ohne Konsens mit dem Bürgermeister von "Greater Manchester", Andy Burnham, vor. Burnham hatte zuvor von der Londoner Regierung vergeblich mehr finanzielle Hilfen für jene Unternehmen gefordert, die nun ihren Betrieb einstellen müssen.

    18.40 Uhr: Werder Bremen gegen Hoffenheim ohne Zuschauer

    Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss auch sein Heimspiel gegen Hoffenheim am kommenden Sonntag ohne Zuschauer austragen. Das gab der Club nach einer Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamts bekannt. In Bremen liegt der Inzidenzwert schon länger über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

    18.35 Uhr: Zahl der Todesfälle in Großbritannien stark angestiegen

    In Großbritannien ist die Zahl der Verstorbenen, die innerhalb von 28 Tagen vor ihrem Tod positiv auf Corona getestet wurden, stark gestiegen. Die britischen Behörden meldeten heute 241 Todesfälle, gestern waren es noch 80 gewesen. Auch die Infektionszahlen steigen weiter. Innerhalb von 24 Stunden haben sich den Behörden zufolge 21.331 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, am Vortag waren es 18.804.

    18.30 Uhr: Schweiz hat rechnerisch doppelt so viele Corona-Fälle wie Italien

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Schweiz hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl zähle die Schweiz damit doppelt so viele Neuansteckungen wie Italien, sagte Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG).

    3.008 neue Corona-Fälle in 24 Stunden wurden am Dienstag in der Schweiz und in Liechtenstein (gemeinsam rund 8,6 Millionen Einwohner) gemeldet. Zudem registrierte das BAG acht neue Todesfälle. Italien zählte jüngst um die 10.000 neue Fälle pro Tag bei rund 60 Millionen Einwohnern.

    In der Schweiz gilt seit Montag ein Versammlungsverbot für mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum, die Maskenpflicht wurde auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte oder Bahnhöfen und Haltestellen ausgedehnt. Im Schnitt stecke in der Schweiz jeder Infizierte derzeit 1,6 weitere Menschen an. Es müsse dazu von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, sagte Kuster.

    18.25 Uhr: Reisemesse CMT in Stuttgart abgesagt

    Die für Ende Januar 2021 geplante Suttgarter Reisemesse CMT (Caravaning, Motor, Touristik) fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Wann die Veranstaltung nachgeholt werden soll, steht noch nicht fest. "Es gibt Überlegungen, aber noch kein konkretes Datum", sagte die Sprecherin. Die CMT ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus. In diesem Jahr kamen rund 300.000 Besucher.

    18.19 Uhr: Maskenpflicht für Grundschüler in München aufgehoben

    Die Maskenpflicht an Münchner Grundschulen ist ab morgen aufgehoben. Das gilt auch für die Grundstufen der Förderzentren. Das gab Oberbürgermeister Dieter Reiter in einer Pressemeldung bekannt. Die Entscheidung ist laut Reiter bei einem Treffen mit seinem Krisenstab gefallen. Man sei zur Überzeugung gelangt, dass Grundschüler keine Infektionstreiber sind, so Reiter. Für SchülerInnen ab Jahrgangsstufe 5 bleibt die Maskenpflicht allerdings erhalten, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.

    18.05 Uhr: ECDC zählt mehr als fünf Millionen bestätigte Corona-Fälle in Europa

    In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten haben sich mittlerweile mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Bis Dienstag wurden dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 5.039.783 Fälle aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zuzüglich Großbritannien gemeldet. Das sind rund 130.000 mehr als am Vortag, wie aus einer täglich aktualisierten Übersicht des ECDC hervorgeht.

    Die mit Abstand meisten Corona-Fälle haben demnach Spanien (974.449), Frankreich (910.277) und Großbritannien (741.212) verzeichnet. Dahinter folgen Italien (423.578), Deutschland (373.167), die Niederlande (235.954) und Belgien (230.387). In der gesamten Region hat es bislang rund 202.000 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gegeben.

    Zum EWR zählen neben den 27 EU-Staaten auch Norwegen, Island und Liechtenstein. Das ECDC schließt auch das frühere EU-Mitglied Großbritannien mit ein. Dafür wird die Schweiz mit ihren bislang rund 83.000 bestätigten Corona-Fällen nicht miteingerechnet.

    Deutlich höher sind die Corona-Zahlen für Europa beim WHO-Regionalbüro. Das liegt daran, dass die WHO Europa insgesamt 53 Länder zur europäischen Region zählt. Die Zahl der bestätigten Infektionen lag in der WHO-Auswertung am Dienstag bei knapp 8,2 Millionen, die Todeszahl bei fast 260.000.

    17.41 Uhr: Umfrage: US-Bürger haben Vertrauen in Corona-Informationen verloren

    Die Menschen in den USA haben einer aktuellen Umfrage zufolge das Vertrauen in Informationen zur Corona-Pandemie verloren. Deutlich weniger Amerikaner als noch im April glaubten, was ihr Präsident, Regierungsinstitutionen, Medien oder auch Freunde und Familie ihnen über das Coronavirus erzählten, geht aus einer Studie der Nachrichtenagentur AP und des Forschungszentrums NORC hervor.

    Bei einer ähnlichen Befragung im April hatten noch 23 Prozent erklärt, den Angaben Donald Trumps zur Pandemie voll oder weitestgehend Glauben zu schenken. Weniger als zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 3. November sind es noch 16 Prozent. Der Anteil der Menschen, die ihm in der Sache kaum oder gar nicht trauen, liegt den Angaben zufolge bei 64 Prozent.

    17.38 Uhr: Mehr als 21.000 Neu-Infektionen in Großbritannien

    Großbritannien meldet 21.331 Neu-Infektionen. Am Montag waren es noch 18.804. Die Zahl der Todesfälle liegt noch deutlicher über dem Vortageswert: Am Dienstag berichten die britischen Behörden von 241 verstorbenen Patienten, die innerhalb der 28 Tage vor ihrem Tod positiv auf Corona getestet wurden. Am Montag galt dies für 80 Tote.

    17.09 Uhr: Corona-Ampel in Nürnberg auf rot

    Wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen ist die Corona-Ampel in Nürnberg auf rot umgesprungen. Daher gelten ab Mitternacht strengere Hygieneschutzregeln, teilte die Stadt mit. Die Maskenpflicht gilt nun in allen öffentlichen Gebäuden und Freizeiteinrichtungen, für alle Schulen sowie für die Horte. Der Präsenzunterricht sowie der Betrieb in den Kitas soll aber aufrechterhalten werden. Private Feiern werden auf Angehörige von maximal zwei Hausständen oder fünf Personen begrenzt. Zwischen 22 und 6 Uhr gilt für die Gastronomie eine Sperrstunde. Dann dürfen auch Tankstellen keinen Alkohol verkaufen und auf öffentlichen Plätzen darf kein kein Alkohol konsumiert werden. Sportveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt.

    16.19 Uhr: Weiteres Beherbergungsverbot außer Kraft

    Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald hat die strengen Corona-Vorschriften für Einreisende nach Mecklenburg-Vorpommern teilweise außer Vollzug gesetzt. Das Gericht gab den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit.

    16.08 Uhr: Berlin hält an Sperrstunde fest

    Berlin wird nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller an der Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie festhalten. Sie sei gerichtlich ohnehin nur für die elf Kläger gekippt worden. Nun wolle man sie mit einer Verordnung und gesetzlichen Grundlage absichern, kündigt Müller an. Brandenburgs Landesregierung teilt mit, dass sie ein Ausschankverbot für Alkohol von 23 bis 6 Uhr beschlossen habe.

    16.07 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsbeschränkungen für Mecklenburg-Vorpommern

    Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit.

    15.53 Uhr: Altmaier spricht sich für verkaufsoffene Sonntage aus

    In der Corona-Krise will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einen neuen Anlauf nehmen, um mehr Sonntagsöffnungen von Geschäften zu erreichen. Das habe er bereits nach dem Lockdown im März und April angeregt, so der CDU-Politiker. Er werde das jetzt noch einmal aufgreifen. Wenn es dazu auf Bundesebene keine Einigung gebe, wünsche er sich, dass Bundesländer vorangingen.

    Kein Einzelhändler werde gezwungen, am Sonntag zu öffnen, sagte Altmaier. "Aber es ist aus meiner Sicht so, dass man jedem, der das möchte, die Gelegenheit geben sollte." Das gebe auch die Möglichkeit, im Kampf gegen die Corona-Krise die Kundenströme zu entzerren.

    15.48 Uhr: Fast 8.200 Corona-Neuinfektionen in den Niederlanden

    In den Niederlanden sind bei den Gesundheitsbehörden 8.182 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Das sind 170 mehr als am Vortag und ein neuer Höchstwert, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mitteilte. Die Niederlande gehören zu den Ländern in Europa, die von der zweiten Welle der Corona-Pandemie am stärksten betroffen sind. In Deutschland mit fast fünf Mal so vielen Einwohnern waren zuletzt in 24 Stunden rund 6.800 Fälle gemeldet worden.

    Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen steigt schnell an. Fast jedes dritte Bett auf den Intensivstationen ist mit einem Covid-19-Patienten belegt. Inzwischen werden Patienten bereits auf andere Kliniken verteilt. Auch Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten angeboten, Patienten aus den Niederlanden aufzunehmen.

    15.47 Uhr: Spahn verteidigt Pläne für verlängerte Sonderbefugnisse

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigt seine Pläne zur Verlängerung von Sonderrechten in Pandemiefällen. Die Existenz entsprechender Regelungen entspringe "nicht Willkür oder Zufall", sagte Spahn im gemeinsamen "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Sonderbefugnisse des Bundesgesundheitsministers bei der Pandemiebekämpfung hätten vielmehr "gesetzliche Grundlagen" und würden vom Bundestag regelmäßig diskutiert.

    Das Bundesgesundheitsministerium strebt im Eilverfahren eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes an, wodurch spezielle Befugnisse des Ministers zur Seuchenbekämpfung über den 31. März 2021 hinaus verlängert sowie erweitert werden sollen. Die Sonderrechte zum Erlass von Verordnungen sind bislang befristet und müssen vom Parlament regelmäßig verlängert werden. Die Pläne Spahns waren auf breite Kritik gestoßen.

    15.40 Uhr: Lufthansa fliegt auch im Sommer Milliardenverlust ein

    Der Einbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa auch im Sommer einen Milliardenverlust eingebrockt. Trotz Ausweitung des Flugangebots im Juli und August belief sich der bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal auf 1,26 Milliarden Euro, wie der in der Krise vom Staat gerettete Konzern überraschend mitteilte. Im zweiten Quartal hatte sich das Minus allerdings noch auf 1,7 Milliarden Euro belaufen.

    Dank der Staatshilfen zeigte sich das Management zuversichtlich, dass der Lufthansa-Konzern auch weiteren Belastungen durch die Corona-Pandemie standhalten kann. Ende September verfügte der Konzern den Angaben zufolge über flüssige Mittel von 10,1 Milliarden Euro.

    15.34 Uhr: Berliner Senat weitet Maskenpflicht aus

    Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird die Maskenpflicht in Berlin ausgeweitet. Sie soll künftig auch für Wochenmärkte, bestimmte Einkaufsstraßen und Warteschlangen gelten, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Das beschloss der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Koalitionskreisen.

    15.18 Uhr: Rote Ampel für den Freistaat

    Bayern insgesamt liegt nun über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50. Genau 51,72 Infizierte je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen.

    In allen Regierungsbezirken steigen die Zahlen. Oberbayern liegt mit dem sogenannten Inzidenz-Wert von 64 vorne, gefolgt von Schwaben (59,81) und Niederbayern (56,02). Unter der wichtigen 50er-Warnstufe liegen Unterfranken (45,01), die Oberpfalz (38,04), Mittelfranken (37,57) und Oberfranken (24,12).

    Spitzenreiter ist weiter der Landkreis Berchtesgadener Land mit 236,01 registrierten Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner. Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg folgt mit 123,07, Weiden mit 116,98, Schweinfurt mit 104,82. Für den Landkreis Rottal-Inn wurde ein Wert von 134,15 angegeben, für den Landkreis Mühldorf am Inn 102,7.

    Im gesamten Freistaat sind bisher 80.966 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: Dienstag, 08.00 Uhr). 2.719 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, sind in Bayern gestorben. Als genesen galten rund 67.380 Menschen.

    15.05 Uhr: Mehrheit würde sich impfen lassen

    Die meisten Menschen würden sich einer weltweiten Studie zufolge auf Empfehlung ihrer Regierung oder ihres Arbeitgebers gegen Covid-19 impfen lassen. 71,5 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie sehr oder eher wahrscheinlich einen Corona-Impfstoff nehmen würden. 61,4 Prozent erklärten, sie würden eine entsprechende Empfehlung ihres Arbeitgebers akzeptieren. An der Studie des Vaccine Confidence Projekts, das unter anderem von der Europäischen Kommission und Pharmaunternehmen finanziert wird, nahmen im Juni weltweit 13.000 Menschen in 19 Ländern teil.

    Ältere Menschen gaben eher an, einen Impfstoff zu nehmen, während jüngere Befragte eher die Empfehlung eines Arbeitgebers akzeptierten. Besonders hohe Zustimmung kam aus China, wo rund 90 Prozent der Studienteilnehmer einen Impfstoff nehmen würden, in Russland waren es dagegen weniger als 55 Prozent. Bislang ist international noch kein Corona-Impfstoff auf dem Markt. Nur Russland hatte im August als weltweit erstes Land einen Impfstoff zugelassen, der aber weniger als zwei Monate an Menschen getestet wurde.

    14.22 Uhr: Bayern plant keine automatischen Lockdowns

    Für einen Lockdown wie in Berchtesgaden sieht Bayern im Gegensatz zu anderen Beschränkungen keinen Automatismus vor. Über derartige Ausgangsbeschränkungen werde im Einzelfall entschieden, erläutert Staatskanzleichef Florian Herrmann nach einer Kabinettssitzung. "Also kein Automatismus, keine Marke, sondern eine fachkundige, sachkundige, inhaltliche Abwägung." Bayern hatte eine so genannte "Corona-Ampel" eingeführt, die vom Infektionsgeschehen abhängige Versammlungsbeschränkungen und Maskenpflichten vorsieht.

    14.04 Uhr: Dehoga warnt nach Berchtesgaden vor "Knockout" für Branche

    Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband bezeichnet den Lockdown in der Fremdenverkehrsregion Berchtesgaden als "tiefen und schmerzhaften Schlag". "Wir müssen nun gemeinschaftlich alles daransetzen, dass aus dem Lockdown kein Knockout für unsere Branche und somit für den Tourismus sowie die regionalen Wirtschaftsstrukturen wird", erklärt Dehoga-Landesverbandschefin Angela Inselkammer.

    13.44 Uhr: Mehr als 16.300 Corona-Neuinfektionen in Russland

    Russland meldet mit 16.319 Corona-Neuinfektionen so viel wie nie zuvor. Allein in der Hauptstadt Moskau seien binnen 24 Stunden 4.999 weitere Ansteckungen festgestellt worden, teilen die Behörden mit. Landesweit beläuft sich die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle damit inzwischen auf mehr als 1,43 Millionen. Die Zahl der amtlich gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion erhöhte sich um 269 auf 24.635.

    11.25 Uhr: Österreich zählt über 1.500 Neuinfektionen

    In Österreich wurden binnen 24 Stunden 1.524 Neuinfektionen gemeldet. In der Hauptstadt Wien wurden 333, in Tirol 292, in Oberösterreich 243 und in Vorarlberg 155 neue Corona-Fälle registriert. Österreichweit werden 889 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 145 auf Intensivstationen. 914 Menschen sind an den Folgen des Corona-Virus verstorben.

    11.00 Uhr: Iran: Corona-Totenzahlen mehr als doppelt so hoch wie angegeben

    Die Zahl der Corona-Toten im Iran ist nach Angaben aus dem Krisenstab des Landes mehr als doppelt so hoch wie vom Gesundheitsministerium angegeben. "Die amtliche Statistik müsse mit 2,5 multipliziert werden, um an die realen Zahlen zu kommen", sagte Massud Mardani, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs, der Nachrichtenagentur Isna am Dienstag. Nach dieser Berechnung läge die Zahl der Corona-Todesfälle bei mehr als 840 pro Tag - und nicht wie vom Gesundheitsministerium angegeben bei 337.

    Am Montag meldete das iranische Gesundheitsministerium mit 337 gestorbenen Covid-19-Patienten binnen 24 Stunden so viele Corona-Tote wie noch nie zuvor. Die Gesamtzahl der Corona-Toten liege damit seit dem Ausbruch der Pandemie im Iran Ende Februar bei 30.712, die der Infizierten bei 534.631. Der Iran hat etwa so viele Einwohner wie Deutschland.

    10.42 Uhr: Nürnberger Kirchen planen Heiligabend im Stadion

    Wenn es Corona zulässt, wird in diesem Jahr an Heiligabend (24. Dezember) im Nürnberger Fußballstadion ein Weihnachtsgottesdienst stattfinden. Derzeit liefen die Planungen der Kirchen angesichts der Fallzahlen noch am Grünen Tisch, sagte die Sprecherin des evangelischen Dekanats, Stefanie Reuther.

    "Wir können aber für ein Ereignis dieser Größenordnung nicht die Vorbereitungen erst Anfang Dezember beginnen." Man sei sich bewusst, dass die Pandemie das Vorhaben auch scheitern lassen könne.Der Weihnachtsgottesdienst im Stadion soll "etwas Flottes" werden, erklärte Reuther. Die Band des Spätaufsteher-Gottesdienstes "PopUp" soll spielen. In dem Stadion könnten die Gottesdienstteilnehmer in sicherem Abstand voneinander sitzen,

    10.28 Uhr: Lockdown im Berchtesgadener Land: Rund 2.500 Gäste müssen abreisen

    Die Ausgangsbeschränkungen (aufgrund der rasant gestiegenen Neuinfektionen mit Corona) im Berchtesgadener Land treffen auch die Hotels mit seinen rund 1.900 Gastgebern hart, denn alle Gäste müssen abreisen. Die "Berchtesgadener Land Tourismus GmbH" schätzt dass derzeit 2.300 bis 2.500 Gäste in der Region Urlaub machen und heute ihre Koffer packen und auschecken.

    Ein Sprecherin meinte, die Gäste zeigten sich größtenteils verständnisvoll und voll Mitgefühl mit den Hoteliers. Der Gast müsse keine Stornierung zahlen. Alle Gastgeber hoffen, dass sie in 14 Tagen wieder öffnen können. Momentan gelten die Einschränkungen ab heute, 14 Uhr bis einschließlich 2. November,

    10.25 Uhr: Forscher - Arbeitsmärkte stabilisieren sich trotz Corona-Krise

    Trotz Corona-Krise haben sich die Aussichten auf den Arbeitsmärkten in vielen europäischen Ländern nach dem Einbruch im Frühjahr wieder verbessert. "Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Europa stabilisiert sich, aber die Krise ist noch nicht überstanden", erklärte am Dienstag Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

    Aktuell stehe das europäische Arbeitsmarktbarometer bei 98,7 Punkten auf einer Skala von 90 bis 110 Punkten, teilte das IAB mit. Nach einem tiefen Absturz im April auf 93,5 Punkte sei damit ein erheblicher Teil des Rückgangs wieder ausgeglichen.

    10.15 Uhr: Landkreis Rottal-Inn hat bayernweit zweithöchsten Inzidenzwert

    Für den niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn meldet das Robert Koch-Institut heute mit 134,2 den zweithöchsten Inzidenzwert in Bayern. Schon seit einigen Tagen gilt in Rottal-Inn wie in allen bayerischen Landkreisen, die bei der 7-Tage-Inzidenz den Grenzwert von 50 übersteigen, die Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen der Schule.

    Insgesamt sind laut Landratsamt im Moment (Stand: 20.10., 9:00 Uhr) 166 Personen aktiv am Coronavirus erkrankt. Außerdem befinden sich im Landkreis Rottal-Inn derzeit 959 Menschen in Quarantäne. Am Samstag (17.10.) sind 38 neue Fälle dazugekommen, am Sonntag (18.10.) waren es 20 neue Fälle und gestern (19.10.) waren es zwei. Fast alle neuen Fälle verteilen sich laut Landratsamt auf den gesamten Landkreis, es gebe also derzeit keine Hotspots, sagte der Pressesprecher des Landratsamtes, Kempf dem BR.

    10.05 Uhr: Corona-Ampel jetzt auch im Landkreis Landsberg auf "rot"

    Auch der oberbayerische Landkreis Landsberg am Lech überschreitet nun den Corona-Warnwert von 50 Neuinfizierten in den letzten sieben Tagen. Das Robert-Koch-Institut meldet heute einen Wert von 57,4 (Stand: 20.10.2020, 0:00 Uhr). Insgesamt sind im Landkreis bislang 587 gemeldete Corona-Infektionen bekannt. Zehn Todesfälle stehen laut RKI im Zusammenhang mit Covid 19.

    09.44 Uhr: Chinesischer Pharmakonzern testet Impfstoff an 60.000 Menschen

    Das chinesische Pharmaunternehmen Sinopharm hat seinen potenziellen Corona-Impfstoff bislang an rund 60.000 Menschen in einer entscheidenden Phase-III-Studie getestet. Dabei seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt worden, sagt Konzernchef Liu Jingzhen auf einer Pressekonferenz der Regierung. Im kommenden Jahr könnte das Unternehmen in der Lage sein, mehr als eine Milliarde Dosen des Impfstoffs herzustellen.

    08.10 Uhr: Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet

    Das gesamte Ruhrgebiet gilt seit heute Morgen als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert - sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu.

    08.00 Uhr: "Deutschland nicht besser durch Corona-Krise gekommen"

    Der Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher hat dem Eindruck widersprochen, Deutschland sei bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. "Tatsächlich hat Deutschland aber mehr Infizierte und Tote pro eine Million Einwohner als die meisten anderen Länder. Die Wirtschaft schrumpft stärker. Und die Einschränkungen des täglichen Lebens sind signifikant.

    "Trotzdem empfänden viele Menschen, Deutschland sei glimpflich davongekommen. Fratzscher sieht hier ein "beeindruckendes Maß an Solidarität und Hilfsbereitschaft" als Ursache. Dies sei eine Stärke Deutschlands. Der Ökonom verglich die Lage der Bundesrepublik mit den USA: Während in Amerika in den ersten Monaten der Pandemie 40 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren hätten und sich viele keine Gesundheitsversorgung leisten könnten, seien in Deutschland 7,5 Millionen Menschen in Kurzarbeit gegangen und nicht durchs Raster gefallen. Fratzscher: "Jeder bekommt eine gute Gesundheitsversorgung ohne große Unterschiede, vor allem in lebensbedrohlichen Lagen."

    07.30 Uhr: 6.848 Neuinfizierte in Deutschland

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6.868 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, auf 373.167. Weitere 47 Menschen sind binnen 24 Stunden an oder mit dem Virus gestorben. Damit klettert die Zahl der Todesfälle auf 9.836.

    06.30 Uhr: Söder: Corona-App ein "zahnloser Tiger"

    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich in den Zeitungen der Funke Mediengruppe für eine Stärkung der Corona-App ausgesprochen. "Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung", sagte der CSU-Chef. Es brauche ein Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

    Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte eine Verbesserung der Corona-Warn-App. Es sei nicht akzeptabel, dass nur 60 Prozent der positiv getesteten Nutzer ihren Befund der App melden, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Nach Regierungsangaben ist die Corona-Warn-App inzwischen 19,6 Millionen Mal heruntergeladen worden. In 1,8 Millionen Fällen sind Testergebnisse über die App übermittelt worden. Derzeit werden rund 500 Infektionen pro Tag von Nutzern in der App gemeldet und mögliche Kontaktpersonen informiert. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist ebenso freiwillig wie die Information über einen positiven Befund.

    05.00 Uhr: Irland vor sechswöchigem Lockdown

    Irland kehrt als erstes EU-Land in den Corona-Lockdown zurück. Ministerpräsident Micheal Martin ordnete erneut eine Ausgangssperre für die Bevölkerung an. Die Maßnahmen gelten ab Mittwoch um Mitternacht für die kommenden sechs Wochen. Ausnahme bildeten Schulen, diese sollen geöffnet bleiben. Die Regierung beschloss die Schließung aller nicht notwendigen Geschäfte, Restaurants und Bars dürfen nur noch Außer-Haus-Service anbieten.

    Menschen dürfen sich demnach nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihrem Wohnort bewegen. Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sollen dennoch offen bleiben. Zuletzt erlebte Irland wie viele Länder in Europa einen erneuten Anstieg der Fallzahlen. Am Montag meldeten die Behörden mehr als eintausend Neuinfektionen. Offiziellen Zahlen zufolge starben in Irland seit Beginn der Pandemie 1852 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

    Montag, 19. Oktober 2020

    23.05 Uhr: Mehr als 2000 Patienten auf Intensivstationen in Frankreich

    Nach dem massiven Anstieg der Corona-Fälle in Frankreich hat sich auch die Zahl der auf den Intensivstationen befindlichen Menschen stark erhöht. Auf 2090 Intensivbetten liegen derzeit Corona-Patienten - 1441 mehr als vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörden bekanntgaben. In den vergangenen 24 Stunden starben demnach 146 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung. Zuletzt wurden im Mai mehr als 2000 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im April lagen mehr als 7000 Patienten auf den Intensivstationen des Landes. Frankreich hat nach Angaben von Gesundheitsminister Olivier Véran insgesamt 5800 Intensivbetten.

    22.55 Uhr: Irland führt deutlich härtere Maßnahmen ein

    Irland verschärft drastisch seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Am kommenden Mittwoch tritt die höchste von fünf Stufen in Kraft, wie die irische Regierung mitteilte. Besucher fremder Haushalte sind dann in Innenräumen nicht mehr gestattet, Pubs und Restaurants dürfen Essen nur als Lieferservice anbieten, die Schulen sollen aber geöffnet bleiben. Die Maßnahmen sollen bis zum 1. Dezember gelten. Nach Angaben des irischen Gesundheitsministeriums hatten sich zuletzt 1.031 Personen innerhalb von 24 Stunden mit dem Corona-Virus infiziert. Insgesamt sind bislang knapp 51.000 Ansteckungen in Irland registriert worden. Das Land hat nur knapp fünf Millionen Einwohner.

    21.35 Uhr: Tschechien führt Maskenpflicht im Freien wieder ein

    Im Kampf gegen massiv steigende Corona-Zahlen führt Tschechien wieder eine Maskenpflicht im Freien ein. Sie gelte von Mittwoch an innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden, gab Gesundheitsminister Roman Prymula bekannt. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. In Innenräumen ist die Mund-Nasen-Bedeckung ohnehin Pflicht - neuerdings auch im Auto, wenn familienfremde Personen mitfahren.

    21.00 Uhr: Acht neue positive Corona-Tests in Premier League

    Die jüngsten Corona-Tests in der englischen Premier League unter Fußballprofis und den Betreuerstäben haben acht positive Ergebnisse erbracht. Nach Angaben der Liga vom Montag wurden in der vergangenen Woche 1.575 Tests vorgenommen. Namen der positiv Getesteten, die sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben müssen, oder der betroffenen Clubs veröffentlichte die Liga nicht.

    20.05 Uhr: Neuinfektionen in Frankreich rückläufig - Todeszahlen steigen

    Aus Frankreich werden deutlich weniger Corona-Neuinfektionen als noch am Sonntag gemeldet, während die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 stark angestiegen ist. Die Behörden teilen am Montag mit, in den vergangenen 24 Stunden seien 13.243 neue Ansteckungen registriert worden nach 29.837 am Sonntag und dem Rekord am Samstag von 32.427. Die Zahlen am Montag sind tendenziell niedriger, weil am Sonntag weniger getestet wird. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle erreichte zuletzt 910.277. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich nach den Angaben vom Montag um 146 auf 33.623, während am Sonntag noch 85 neue Todesfälle gemeldet worden waren.

    19.45 Uhr: Insgesamt fast 219.000 Corona-Tote in den USA

    In den USA sind binnen 24 Stunden 47.035 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 8,128 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilte. Die Zahl der Todesopfer sei um 475 auf 218.986 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

    19.35 Uhr: Brandenburg und Hamburg bieten Plätze für EU-Patienten

    Auch Brandenburg und Hamburg bieten Intensivbetten für Corona-Patienten aus EU-Ländern an. An der bereits im Frühjahr "selbstverständlichen Bereitschaft zur Unterstützung unserer europäischen Partner" habe sich nichts geändert, sagt eine Sprecherin der brandenburgischen Landesregierung auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Die Landesregierung stehe im engen Kontakt mit Polen. Bisher habe es von dort aber keine derartige Bitte gegeben. Auch die Hamburger Sozialbehörde betonte auf Anfrage, dass man grundsätzlich zur Aufnahme von Corona-Patienten bereit sei, "sofern genügend Kapazitäten vorhanden sind". Man habe im Frühjahr bereits Patienten aus Italien, den Niederlanden und Frankreich behandelt. Auch andere Bundesländer haben angesichts der in die Höhe schießenden Infektionszahlen in EU-Nachbarstaaten ebenfalls Hilfe angeboten.

    18.55 Uhr: WHO geht von Impfstart Mitte 2021 aus

    Die Weltgesundheitsorganisation rechnet mit einem Start der Impfungen gegen das Coronavirus zur Jahresmitte 2021. Anfang nächsten Jahres sollten die Daten aus den abschließenden Phase-3-Studien vorliegen, sagte eine WHO-Expertin. Danach könnten die Entscheidungen zum Impfstart fallen. Die beteiligten Firmen produzierten vorsorglich bereits Millionen von Dosen. Risikogruppen könnten als erste mit einer Impfung rechnen. Die bisherigen Studienergebnisse seien durchaus ermutigend, was ihre Wirksamkeit speziell bei älteren Menschen angehe.

    18.20 Uhr: Frankreichs Präsidentengattin in Quarantäne

    Die Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Brigitte Macron, geht nach Angaben ihres Büros in Selbstisolation. Die Präsidentengattin habe Kontakt zu einer positiv auf Corona getesteten Person gehabt. Der Sender BFMT TV berichtete im Internet, zu dem Kontakt sei es am 15. Oktober gekommen. Brigitte Macron habe keine Covid-19-Symptome gezeigt. Sie werde sich sieben Tage lang selbst isolieren.

    18.10 Uhr: Ausgangsbeschränkung im Berchtesgadener Land ab Dienstagmittag

    Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land ab diesen Dienstag um 14.00 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Das teilte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend nach einer Krisensitzung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern in Bad Reichenhall mit. Dies sind bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit mehreren Monaten.

    17.55 Uhr: Großbritannien meldet gut 18.800 Neuinfektionen

    Großbritannien hat nach offiziellen Angaben 18.804 neue Corona-Fälle erfasst. Am Sonntag hatten die britischen Behörden noch knapp 17.000 Neuinfektionen gemeldet. Heute wurden zudem 80 weitere Todesfälle binnen 28 Tagen nach einem positiven Corona-Test bekanntgegeben - nach 67 Toten gestern.

    17.35 Uhr: Krise kostet Versicherer in Deutschland Milliarden

    Die Corona-Pandemie hat nach Schätzung des Rückversicherers Hannover Rück in Deutschland versicherte Schäden von 1,25 bis 1,75 Milliarden Euro angerichtet. In der Summe seien praktisch alle Versicherungsbereiche außer der Lebens- und Krankenversicherung enthalten, sagte der Zentralbereichsleiter der Deutschlandsparte E+S Rück Jonas Krotzek. Den Löwenanteil mache mit 0,75 bis 1,25 Milliarden Euro die erzwungene Schließung von Hotels, Restaurants und anderen Einrichtungen zur Eindämmung der Pandemie im Frühjahr aus. Die Unsicherheit, ob und zu welchem Teil die Versicherer dafür gerade stehen müssen, ist aber groß, wie Krotzek einräumt. Die ersten Prozesse von Wirten und Hoteliers gegen ihre Versicherer zeigten unterschiedliche Ergebnisse.

    17.20 Uhr: Nordenglische Kliniken an Kapazitätsgrenze

    Im britischen Großraum Manchester können einem Medienbericht zufolge die ersten Kliniken keine Covid-19-Patienten mehr aufnehmen. Zwölf Krankenhäuser seien bereits voll, zitierte der "Guardian" aus einem internen Dokument des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS). Der Nordwesten Englands gehört zu den besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Regionen im Vereinigten Königreich. Auch in Liverpool stießen einige Kliniken bereits an ihre Kapazitätsgrenzen: Dort ist dem "Guardian" zufolge viel Klinikpersonal erkrankt und in Isolation. Britische Kliniken gelten als chronisch unterfinanziert. Schon bei größeren Grippewellen stehen sie oft vor dem Kollaps.

    17.05 Uhr: Bukarest verschärft Schutzvorkehrungen

    Wegen stark gestiegener Infektionszahlen mit dem Virus Sars-CoV-2 sind in Rumäniens Hauptstadt Bukarest die Schutzvorkehrungen verstärkt worden. Ab Dienstag dürfen nur noch kleine Kinder ohne Maske die Wohnung verlassen. Den Mund-Nasen-Schutz müssen allen Menschen tragen, die älter sind als 5 Jahre - auch unter freiem Himmel.

    Schulen, Kindergärten, Universitäten sowie Theater und Kinos werden geschlossen. Innen-Gastronomie soll es nur noch für Hotelgäste geben. Die Maßnahmen verfügte die Präfektur der Hauptstadt, nachdem hier die Infektionsdichte erstmals die kritische Marke von 3 pro 1000 Einwohnern überschritten hatte. Sie lag am Montag bei 3,19. Landesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei 238,6.

    16.00 Uhr: Bislang keine "zweite Welle" von Hamsterkäufen

    Auch wenn die Corona-Zahlen derzeit bundesweit kräftig steigen, gibt es bislang noch keine "zweite Welle" von Hamsterkäufen.

    Allerdings werden hier und da offenbar die ersten Verbraucher nervös.

    Das ergab am Montag eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den großen Handelsketten. Knapp jeder zehnte Verbraucher will sich laut einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov in den kommende Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken.

    Erste Berichte in den sozialen Medien über leergekaufte Regale in einzelnen Geschäften hatten in den vergangene Tagen für Aufsehen gesorgt. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels gab jedoch am Montag Entwarnung. "Wir beobachten derzeit keine flächendeckende Veränderung des Einkaufsverhaltens der Kunden", betonte ein Sprecher des Verbandes. Die Nachfrage in den Lebensmittelgeschäften gehe aktuell nicht über die Bevorratung des normalen Bedarfs hinaus. Fast wortgleich äußerte sich auch Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka.

    15.10 Uhr: Deutsche Corona-Warn-App funktioniert auch in Italien und Irland

    Die deutsche Corona-Warn-App funktioniert jetzt auch bei Reisen in bestimmte EU-Länder. Die europäische Schnittstelle, die verschiedene Corona-Apps kompatibel machen soll, sei am Montag nach einer erfolgreichen Testphase an den Start gegangen, erklärte die EU-Kommission. In einem ersten Schritt werden demnach die deutsche, die italienische und die irische App miteinander verbunden, weitere sollen bald folgen.

    Viele EU-Länder haben Apps für das Smartphone entwickelt, in denen Menschen angeben können, wenn sie sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. Die App benachrichtigt dann andere Nutzer, die sich zuvor über längere Zeit in der Nähe des Infizierten aufgehalten haben. Die deutsche Corona-Warn-App wurde laut Robert-Koch-Institut seit Mitte Juni über 19 Millionen Mal heruntergeladen.

    In Kürze sollen nach Angaben der EU-Kommission die Apps aus Tschechien, Dänemark, Lettland und Spanien hinzu kommen, weitere sollen im November folgen. Insgesamt kommen demnach die Apps von rund 20 EU-Ländern technisch dafür infrage. Der Informationsaustausch läuft über ein Rechenzentrum der EU-Kommission in Luxemburg.

    14.40 Uhr: Merkel: Corona-Krise trifft Migranten besonders hart

    Die Corona-Krise trifft Migranten in Deutschland nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel besonders hart. Einwanderer könnten etwa weniger Bildungs- und Sprachangebote annehmen, weil viele corona-bedingt gestrichen würden, sagt Merkel zum Beginn des 12. Integrationsgipfels, der diesmal virtuell stattfindet. Zudem führe der Wirtschaftseinbruch dazu, dass sich gerade "viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte" Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssten.

    14.05 Uhr: Slowenien verhängt Ausgangssperre über Nacht

    Von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens gilt ab Dienstag nun auch in Slowenien eine Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Reisen von Region zu Region werden ebenso verboten wie Treffen von mehr als sechs Menschen, wie die slowenischen Behörden am Montag entschieden. Die Ausgangssperre dort ist die erste seit Beginn des Corona-Ausbruchs. In Frankreich und Belgien gelten ebenfalls erneut Ausgangssperren.

    Slowenien war das erste Land in Europa, das im Mai das Ende der Epidemie verkündete. Die Zahl der Neuinfektionen war da auf ein oder zwei pro Tag gesunken. Zuletzt gab es aber wieder einen deutlichen Zuwachs bei den Neuinfektionen und die Regierung rief formell wieder eine Epidemie aus. Am Montag meldeten die zuständigen Stellen 537 neue Corona-Fälle. Getestet wurden 2.637 Menschen. Damit überstieg die Rate der positiven Ergebnisse erstmals 20 Prozent.

    13.50 Uhr: Hessen kippt Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots

    Hessen kippt das Beherbergungsverbot, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ankündigt. "Wir glauben, dass es nicht zweckmäßig ist und juristisch im Zweifel nicht gehalten werden kann." Bei einem Inzidenzwert von über 50 sollen öffentliche Veranstaltungen in Hessen angesichts des jüngsten Anstiegs der Infektionszahlen auf maximal 100 Personen begrenzt werden, private Feiern sollen noch mit bis zu zehn Personen möglich sein, diese Anzahl gelte auch für Treffen in privaten Wohnungen. Zudem gilt dann eine Sperrstunde von 23.00 bis 06.00 Uhr sowie ein Alkoholverbot.

    Es habe sich nicht als zielführend erwiesen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden zur Begründung. In Hessen galt seit Sommer ein Beherbergungsverbot. Diese Regel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gab es nicht bundesweit.

    13.20 Uhr: 71-Jähriger sorgt mit Pfefferspray für Corona-Abstand

    Mit Pfefferspray soll ein 71-Jähriger in Aachen versucht haben, andere Menschen auf Abstand zu halten. Nach Polizeiangaben von Montag hatte der Mann am Wochenende zuerst eine Gruppe von Joggern und anschließend zwei Radfahrer "völlig unvermittelt mit Pfefferspray eingenebelt". Das radelnde Ehepaar (51 und 49 Jahre alt) habe "gerade noch unfallfrei" vom Pedelec steigen und die Polizei rufen können. Die Jogger seien verschwunden.

    Der Streife sagte der 71-Jährige, er habe die anderen aus seiner Sicht nur so auf gebührendem Corona-Abstand halten können. Er bekam eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

    12.50 Uhr: Berchtesgadener Land vor lokalem Lockdown

    Mit einer Inzidenz von 252 hat das Berchtesgadener Land den höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert in ganz Deutschland - das meldet das Robert-Koch-Institut heute. Noch am Samstag lag der Inzidenzwert bei rund 150.

    Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) hat massive Einschränkungen für den Landkreis Berchtesgadener Land angekündigt. Die Corona-Zahlen dort seien einfach zu hoch. Das Maßnahmenpaket werde einem Lockdown entsprechen, sagte Söder

    Woher der sprunghafte Anstieg kommt, ist unklar - ein Sprecher vom Landratsamt spricht gegenüber dem Bayerischen Rundfunk von einem diffusen Infektionsgeschehen im Berchtesgadener Land. Das mache das Nachvollziehen von Infektionsketten besonders schwierig.

    Bisher gibt es anscheinend auch keine auffallenden Verbindungen über die Grenze. Neben Salzburg gilt ja der kleine österreichische Ort Kuchl als Hotspot. Seit letztem Wochenende gilt wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen, sogar eine lokale Quarantäne. Damit dürfen die Bewohner den Ort nicht mehr verlassen, selbst wenn sie auswärts arbeiten oder dort ein Unternehmen führen. Kuchl und Berchtesgaden sind zwar direkte Nachbarort, aber durch die Berge getrennt und es gibt auch keine Verbindungsstraße. Zur Zeit gibt es keine Hinweise, dass von dort das Infektionsgeschehen im Berchtesgadener Land kommt. Den ganzen Tag über tagt der Krisenstab und über weitere Verschärfungen wird gesprochen - sogar ein lokaler Lockdown ist nicht mehr auszuschließen. Entscheidungen soll es morgen in einer Pressekonferenz geben.

    11.54 Uhr: Hamburg überschreitet Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

    Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert für den Stadtstaat am Montag mit 50,6 an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

    11.25 Uhr: Polen funktioniert Nationalstadion zum Corona-Krankenhaus um

    Wegen der deutlichen Zunahme der Corona-Neuinfektionen in Polen wird ein Teil des Nationalstadions in Warschau zum Corona-Lazarett umfunktioniert. In dem für die Europameisterschaft 2012 gebauten Stadion mit 60.000 Sitzplätzen könnten ab Ende der Woche Covid-19-Patienten in den zahlreichen Konferenz- und Mehrzweckräumen behandelt werden, teilte die polnische Regierung am Montag mit.

    In den Räumlichkeiten des Stadions würden rund 500 Betten aufgestellt, sagte Regierungssprecher Piotr Müller dem Fernsehsender Polsatnews. Die Infektionszahlen in Polen "nähern sich einer Schwelle, die es notwendig macht, dass wir die Reserven ausschöpfen", begründete er die Maßnahme.

    Der Bürochef von Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki, Michal Dworczyk, sagte der Nachrichtenagentur PAP, 50 der Betten im Nationalstadion könnten für die intensivmedizinische Betreuung von Covid-19-Patienten genutzt werden. Ähnliche provisorische Corona-Lazarette solle es bei Bedarf in jeder Region des Landes geben, kündigten die beiden Regierungsvertreter an.

    Polnische Medien und Experten hatten in jüngster Zeit wiederholt über überlastete Krankenhäuser und ein schlechtes Management der Aufnahme von Corona-Patienten in medizinischen Einrichtungen des Landes berichtet. In dem 38-Millionen-Einwohner-Land wurden in den vergangenen Tagen täglich mehr als 9000 Neuinfektionen gemeldet.

    11.00 Uhr: Österreich verschärft Anti-Corona-Maßnahmen

    Österreich verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Dazu gehörten Obergrenzen von sechs Personen bei privaten Zusammenkünften in Gebäuden und von zwölf Menschen im Freien, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien. Betroffen seien davon auch Yoga- und Tanzkurse, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Vereinstreffen.

    Außerdem sei künftig bei Kultur- und Sportveranstaltungen wie Bundesliga-Spielen und Opern ständig ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bei behördlich genehmigten Veranstaltungen betrage das Besucherlimit 1000 in Gebäuden und 1500 im Freien, sagte Kurz. Die neuen Maßnahmen gelten ab Freitag.

    10.35 Uhr: Weltweit mehr als 40 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen

    Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist auf weltweit mehr als 40 Millionen Fälle gestiegen. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden 2,5 Millionen Neuansteckungen gemeldet, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag auf Grundlage von Behördenangaben errechnete. Dies ist die höchste weltweite Infektionszahl innerhalb einer Woche seit Beginn der Pandemie. Von den weltweit bislang 40.000.234 registrierten Infektionen endeten 1.113.896 mit dem Tod der Patienten.

    Mehr als die Hälfte der globalen Ansteckungen entfallen auf die drei Länder USA, Indien und Brasilien: Die Vereinigten Staaten meldeten bislang 8,154 Millionen Infektionen und 219.674 Todesfälle, Indien 7,55 Millionen Ansteckungen und 114.610 Todesfälle und Brasilien 5,235 Millionen Infektionen und 153.905 Corona-Tote.

    In Deutschland registrierte das Robert-Koch-Institut bislang 366.299 Corona-Infektionen und 9.789 Todesfälle. In einigen anderen europäischen Ländern wie etwa Frankreich ist die Pandemie-Lage noch deutlich dramatischer.

    10.11 Uhr: Söder fordert bundesweit Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen

    CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht in Schulen, auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz gelten, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

    09.33 Uhr: Unicef bereitet umfangreiche Impfkampagnen vor

    Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat mit umfangreichen Maßnahmen zur Vorbereitung möglicher Corona-Impfkampagnen begonnen. Um die Voraussetzungen für eine schnelle, sichere und wirksame Auslieferung eines möglichen Impfstoffs zu schaffen, beschaffe Unicef derzeit zusammen mit der Impfallianz Gavi und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Spritzen und andere notwendige Hilfsgüter, teilte die UN-Organisation mit. Noch in diesem Jahr würden 520 Millionen Spritzen in Warenlagern deponiert. "Weltweit gegen Covid-19 zu impfen, wird eine der größten Anstrengungen in der Menschheitsgeschichte werden, und wir werden genauso schnell reagieren müssen, wie die Impfstoffe hergestellt werden", erklärte Unicef-Chefin Henrietta Fore. "Um später rasch voranzukommen, müssen wir schon jetzt schnell handeln."

    Kommendes Jahr will Unicef daher allein für Covid-19-Impfungen etwa eine Milliarde Spritzen ordern. Außerdem will das UN-Kinderhilfswerk auch fünf Millionen Sicherheitsboxen für die Entsorgung benutzter Spritzen beschaffen, um Ansteckungen mit durch Blut übertragbare Krankheiten zu vermeiden.

    09.26 Uhr: Jeder Zehnte will sich mit Toilettenpapier eindecken

    Einer Umfrage zufolge will sich rund jeder zehnte Verbraucher in Deutschland in den kommenden Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken - vor allem 25- bis 34-Jährige. Das ergab eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter knapp 6.000 Menschen Mitte Oktober. Demnach antworteten neun Prozent der Teilnehmer auf die entsprechende Frage mit "ja" oder "eher ja". Fast zwei Drittel (64 Prozent) schlossen derartige Hamsterkäufe dagegen ausdrücklich aus.

    09.14 Uhr: CDU wählt Vorsitzenden wohl per Briefwahl

    Die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden könnte angesichts der Corona-Situation wohl per Brief erfolgen. Dies gelte derzeit als realistische Variante, wie das Handelsblatt aus dem Präsidium und dem Vorstand der Partei erfahren hat. Der bislang für Anfang Dezember in Stuttgart geplante Parteitag solle dann rein virtuell abgehalten werden. Zuvor war bereits über eine Verlegung des Parteitags aus Stuttgart in eine andere Region Deutschlands diskutiert worden. CDU-Vorstand und -Präsidium wollen am 26. Oktober über das weitere Vorgehen beraten.

    Auch die Linken wollen voraussichtlich ihren Parteitag auf einen Tag verkürzen und auf die Wahl des Vorstandes beschränken, wie eine Parteisprecherin gegenüber dem Handelsblatt sagte.

    08.59 Uhr: Gastgewerbe kommt nur langsam aus dem Corona-Tief

    Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im August in kleinen Schritten weiter aus dem Corona-Tief gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen 5,5 Prozent über dem Wert vom Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau vom Februar klafft allerdings immer noch eine Lücke von 23,3 Prozent.

    Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen coronabedingten Einschränkungen ab Mitte März bis Mitte Mai liegt die Branche in den ersten acht Monaten um 35 Prozent hinter den preisbereinigten Umsätzen des Vorjahreszeitraumes. Besonders hart trifft es Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, deren Erlöse real um 41,7 Prozent einbrachen. Gaststätten, Restaurants und andere Verpflegungsdienstleister verzeichneten ein Minus von 31,2 Prozent in den ersten acht Monaten.

    08.47 Uhr: Slowenien verhängt erneut Corona-Notstand

    Slowenien hat erneut einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Dies berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA in der Nacht zum Montag. Unmittelbare Konsequenzen hat dieser Schritt vorerst keine. Er bildet aber die Grundlage dafür, dass die Behörden auch lokal abgestufte neue Maßnahmen und Einschränkungen anordnen können. Ein erster Corona-Notstand war in dem EU-Land vom 12. März bis Ende Mai verhängt worden.

    In Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Anzahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100.000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben.

    08.11 Uhr: Krankenhäuser gut auf zweite Pandemiewelle vorbereitet

    Mehr Masken, mehr Desinfektionsmittel, mehr Wissen über das Virus: Fachleute sehen die Kliniken deutlich besser auf hohe Covid-Patientenzahlen vorbereitet als im Frühjahr. Deutschland hat die Menge der Intensivbetten seither gesteigert - auf den europäischen Topwert von rund 40.000. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gass, sagte im B5-Thema des Tages, man werde deshalb bei weitem nicht so schnell an die Kapazitätsgrenzen kommen wie etwa in Italien oder Frankreich.

    Zudem seien die Kliniken im Inland deutlich besser vernetzt als zu Beginn der Pandemie. Über das im März eingeführte DIVI-Intensivregister - eine Website, über die sich freie Beatmungsplätze abfragen lassen - können Patienten notfalls schnell in andere Krankenhäuser verlegt werden. Sorge macht laut Gass, dass auch weiterhin Intensivpflegekräfte fehlen.

    07.47 Uhr: Italien verschärft Corona-Vorschriften

    Wegen einem drastischen Anstieg von Corona-Infizierten und einer stetig steigenden Zahl an Neuinfektionen gerade in den letzten Tagen hat die italienische Regierung schärfere Vorschriften bekannt gegeben. Bars und Restaurants müssen um Mitternacht schließen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend in Rom. Maximal sechs Gäste dürften noch pro Tisch in den Lokalen sitzen. Ab 18.00 Uhr dürfen Speisen und Getränke lediglich am Tisch und nicht mehr stehend konsumiert werden. Zudem sollen die Möglichkeiten zur Telearbeit ausgeweitet werden. Die Regeln gelten von heute an. Mit den Maßnahmen müsse ein neuer Lockdown vermieden werden, sagte Conte.

    Zuvor hatte der Ministerrat einen Haushaltsgesetzentwurf in Höhe von 39 Milliarden Euro verabschiedet, um den Auswirkungen der Covid-19-Krise zu begegnen.

    07.12 Uhr: Bundesweite Maskenkontrolle im ÖPNV geplant

    Noch in diesem Jahr soll es bundesweite Maskenkontrollen im Öffentlichen Nahverkehr geben. Zurzeit liefen Abstimmungen zwischen der Verkehrsministerkonferenz, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der Bundespolizei für eine bundesweite Schwerpunktkontrolle noch in diesem Jahr, bestätigte ein Sprecher von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auf Anfrage der WAZ (Montagausgabe). "Für die Fahrgäste bedeutet das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung nur eine kleine Unannehmlichkeit, die eine große Katastrophe verhindert. Kontrollen stärken gerade jetzt auch das Vertrauen und die Gewissheit, dass Bus und Bahn sichere Verkehrsmittel sind", sagte Wüst der WAZ. Die Maske in Zügen sei das wirksamste Mittel gegen das Coronavirus.

    06.37 Uhr: Koalitionspolitiker für einheitliche Corona-Regeln

    Mehrere Koalitionspolitiker fordern einheitlichere Corona-Regeln in Deutschland. "In der Bevölkerung regt sich ein wahrnehmbarer Unmut über den Flickenteppich von verschiedenen Vorgaben auf Länderebene", sagte Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in der Montagsausgabe. "Hier müssen wir jetzt eingreifen." Nötig seien bundesweit einheitliche Regelungen auch bei der Bekämpfung der Corona-Folgen. Zudem plädiert Frei für eine Befassung des Bundestages mit den Corona-Maßnahmen. Die Menschen müssten durch eine Diskussion im Parlament in die Lage versetzt werden, die politischen Entscheidungen nachzuvollziehen.

    Auch SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas kritisiert laut RND die wiederholten Warnungen vor einem zweiten Lockdown. "Drohszenarien" würden Angst verbreiten und seien der falsche Weg um die Bürger mitzunehmen. Und auch die Grünen drängen dem Bericht zufolge auf einheitliche Regeln. Die Pflege- und Infektionsexpertin Kordula Schulz-Asche fordert einen wissenschaftlichen Pandemierat, der Corona-Maßnahmen fachübergreifend und nicht nur aus medizinischer Sicht bewertet, sondern etwa auch mit Blick auf Folgen für die Gesellschaft.

    06.20 Uhr: Kulturschaffende demonstrieren in Nürnberg

    Unter dem Motto "Kunstgebung" wollen namhafte fränkische Künstler heute Abend um 17.30 Uhr vor der Nürnberger Meistersingerhalle auf ihre derzeit prekäre Situation aufmerksam machen. Durch die Corona-Pandemie hätten viele fast ihr komplettes Gehalt in den vergangenen Monaten verloren. Mit dabei sind bekannte Namen der fränkischen Kulturszene: Matthias Egersdörfer, Michl Müller, Oliver Tissot, Ines Procter oder auch Bernd Händel. Sie und noch einige Künstlerinnen und Künstler mehr wollen klarstellen, wie es vielen Freiberuflichen tatsächlich während der Coronakrise ergeht. Der öffentliche Kulturbetrieb sei nämlich meilenweit von der einstigen Normalität entfernt. Vielen Kulturbetrieben stehe das Wasser sprichwörtlich mehr als bis zum Hals. Eine Besserung der Situation sei nicht in Sicht, im Gegenteil, die Freiluftsaison gehe zu Ende, ein Neustart in geschlossenen Räumen sei für Kulturschaffende nicht möglich.

    Bei der Aktion wollen die Kulturschaffenden ihre Wünsche an Politik und Öffentlichkeit richten: unter anderem sei eine Verlängerung der Soforthilfen für Künstler nötig, genauso wie ein pauschaler, monatlicher Zuschuss, um die Einnahmeverluste zu kompensieren.

    06.04 Uhr: CSU-Vorstand berät aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland

    Erstmals seit dem großen Internet-Parteitag der CSU kommt an diesem Montag der Parteivorstand wieder zu einer Sitzung zusammen - zumindest per Videoschalte. Dominierendes Thema ist einmal mehr die aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland.

    Es ist davon auszugehen, dass die CSU-Spitze nicht nur die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz in der vergangenen Woche erneut diskutiert, der Fokus von Parteichef Markus Söder dürfte auch auf möglichen Weichenstellungen für die kommenden Wochen liegen. Nach der Kabinettssitzung am Donnerstag hatte Söder erklärt, dass weitere Verschärfungen notwendig werden könnten, sollten die Fallzahlen nicht bald eingedämmt werden.

    05.51 Uhr: Pflegebevollmächtigter warnt vor "Isolation um jeden Preis"

    Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, warnt angesichts stark ansteigender Corona-Infektionszahlen vor einer erneuten Isolation von Pflegebedürftigen. "Isolation um jeden Preis darf nicht sein", sagt Westerfellhaus den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Viele Betroffene hätten die Isolation in den Anfangsmonaten der Pandemie "als unglaublich belastend empfunden". Daher unterstütze er Regelungen, die gewährleisten, dass Pflegeheimbewohner mit ihrer Familie Weihnachten feiern können, sagt Westerfellhaus. Derzeit sei ein bundeseinheitliches Konzept in Arbeit, um Heime und ambulante Pflegedienste unter anderem mit Schnelltests zu unterstützen.

    05.22 Uhr: Chinas Wirtschaft erholt sich langsamer als erwartet

    Chinas Wirtschaftswachstum ist im dritten Quartal hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben. Daten des nationalen Statistikbüros zeigten ein Wachstum von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Experten hatten beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Wachstum von 5,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum gerechnet. Im zweiten Quartal hatte China ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent verzeichnet. Auf Quartalsbasis stieg das BIP von Juli bis September um 2,7 Prozent, verglichen mit den Erwartungen für einen Anstieg um 3,2 Prozent und einen Anstieg um 11,5 Prozent im Vorquartal.

    Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt erholt sich langsamer als erwartet von dem Einbruch infolge der Corona-Pandemie. Die chinesische Regierung hatte ein Reihe von fiskalischen Maßnahmen ergriffen, um der angegriffenen Wirtschaft auf die Beine zu helfen und die Beschäftigung zu sichern.

    05.13 Uhr: Telefonische Krankschreibung ab heute wieder bundesweit möglich

    Wegen der verschärften Corona-Lage sind von heute an wieder bundesweit telefonische Krankschreibungen bei Erkältungsbeschwerden möglich. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur um eine Krankschreibung zu bekommen. Stattdessen können Ärzte die Arbeitsunfähigkeit per telefonischer Befragung feststellen. So sollen volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken vermieden werden. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage.

    Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. Später war entschieden worden, diese nur noch abhängig vom Infektionsgeschehen auf Antrag regional und zeitlich befristet per Ausnahmeregelung zuzulassen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich zuletzt dafür stark gemacht, die Regelung angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter wieder auszudehnen. Das Instrument habe die Praxen bereits im März und April erheblich entlastet.

    05.05 Uhr: RKI meldet meldet 4.325 Neuinfektionen in Deutschland

    In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 4.300 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden. Wie das RKI am Montagmorgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Sonntag insgesamt 4.325 neue Fälle registriert, nach 5.587 neuen Fällen am Vortag.

    Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 366.299, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9.789 - 12 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 294.800.

    04.50 Uhr: Knapp 11.000 Neuinfektionen in Brasilien

    In Brasilien steigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Zahl der Coronavirus-Fälle um 10.982 auf 5.235.344. Weitere 230 Menschen sind in dem lateinamerikanischen Land binnen 24 Stunden an oder mit der Infektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Pandemie-Opfer in Brasilien auf 153.905.

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