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Coronavirus: Das waren die Entwicklungen des Tages | BR24

© dpa/picture-alliance/Felix Kästle

Ein Mitarbeiter eines Testlabors mit Abstrichen möglicher Corona-Infizierten.

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Coronavirus: Das waren die Entwicklungen des Tages

Reisewarnungen für Südtirol, Milliardenverluste für die Wirtschaft und erstmals mehr als 100.000 Infizierte weltweit: Das Coronavirus beherrscht weiter das Leben der Menschen. BR24 fasst die wichtigsten Entwicklungen des Tages zusammen.

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Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus steigt weiter an. Nach Angaben der John-Hopkins-University haben sich weltweit mittlerweile mehr als 100.000 mit dem Virus angesteckt. Deutschlandweit sind es 577 Menschen, davon in Bayern mehr als 100. Auch die Zahl der Todesopfer steigt weiter an: Allein in China wurden heute 30 neue Todesopfer gemeldet. In den Niederlanden wurde heute der erste Tote infolge der Infektion mit dem Coronavirus bestätigt.

Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Südtirol ab

Das Auswärtige Amt hat wegen des Risikos durch das Coronavirus seine Sicherheitshinweise für Reisen nach Norditalien ausgeweitet: Nun wird auch von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol offiziell abgeraten. Bisher galt das für die Emilia-Romagna und die Lombardei sowie die Stadt Vo in der Region Venetien.

Nockherberg wird wohl wegen Coronavirus abgesagt

Spekulationen und Gerüchte gab es in den vergangenen Tagen bereits - und doch dürfte die Enttäuschung bei vielen groß sein: Die Starkbierprobe am Nockherberg fällt in diesem Jahr möglicherweise aus. Grund dafür ist die schnelle Verbreitung des Coronavirus, wie die Veranstalter am Freitag während einer Pressekonferenz bekannt gegeben haben.

"Aktuell stehen die Zeichen – es ist noch keine offizielle Absage – eher in die Richtung, dass wir das Derblecken am Mittwoch nicht durchführen können. Insbesondere eben weil auch die Politiker wohl die Anweisung von ihrer Behörde erhalten, die Veranstaltung nicht zu besuchen. " Andreas Steinfatt, Paulaner-Chef München

Der Leiter des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) habe den Politikern nahegelegt, der Veranstaltung fern zu bleiben, um sich selbst zu schützen, so Steinfatt weiter. Auch wenn die Signale hoffnungslos seien, sei dies noch keine "offizielle Absage". Gleichwohl sei es aber so "dass wir das Derblecken am Mittwoch nicht durchführen können", so Brauereichef Steinfatt.

Schutzanzüge hängen beim Zoll fest

Ein ganzer Übersee-Container voll mit medizinischen Schutzanzügen für die Uniklinik Erlangen lagert im Hafen von Antwerpen. Der Zoll dort macht Probleme und will die Landung nicht freigeben. Die Uniklinik braucht die Anzüge aber dringend.

USA stellen 8,3 Milliarden Dollar zur Coronavirus-Bekämpfung bereit

Die USA stellen 8,3 Milliarden Dollar (7,4 Milliarden Euro) für die Bekämpfung des neuen Coronavirus bereit. Präsident Donald Trump unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, das Gesundheitsbehörden mit Geld für Impfstoffe, Tests und möglichen Behandlungen ausstatten soll. Mit mehr als zwei Milliarden Dollar soll Verwaltungen ermöglicht werden, auf die Bedrohung durch das Virus zu reagieren. Weitere 1,3 Milliarden Dollar sind für die Bekämpfung des Virus im Ausland vorgesehen.

Wirtschaftliche Schäden sind enorm

Der Coronavirus hinterlässt auch immer deutlichere Spuren in Bayerns Wirtschaft. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern befürchtet jeder zweite Betrieb Umsatzrückgänge. Auch Arbeitsplätze seien gefährdet.

Allein durch die Absage von Messen sind weltweit bereits Milliardenbeträge zusammengekommen. Das Messeportal Expodatabase versucht, täglich den letzten Stand zu erfassen. Die Zahl der Absagen stieg demnach von gestern auf heute um 46 auf 486, davon mehr als 50 Messen in Deutschland und vor allem auch in Bayern.

Rendite von Bundesanleihen fällt auf Rekordtief

Aus Angst vor einer weltweiten Rezession durch die Coronavirus-Epidemie stecken immer mehr Anleger ihr Geld in die als sicher geltenden Bundesanleihen. Dadurch fiel die Rendite der zehnjährigen Titel heute auf ein Rekordtief von minus 0,745 Prozent. Das bedeutet, dass Investoren dafür bezahlen, dem Bund Geld zu leihen. Sie nehmen dies in Kauf, weil sie in anderen Anlageklassen wie Aktien noch größere Verluste befürchten.

Bald zentrale Corona-Untersuchungsstelle am Uniklinikum Würzburg

Die Würzburger Coronavirus-Koordinierungsgruppe richtet am Uni-Klinikum eine zentrale Untersuchungsstelle für Corona-Tests ein. Diese soll im Gebäude der ehemaligen Palliativstation untergebracht werden. Die Räumlichkeiten müssen nun an die speziellen Anforderungen angepasst werden. Das Gebäude soll eine Anlaufstelle für Patienten aus Stadt und Landkreis Würzburg sein.

Wann die Untersuchungsstelle ihren Betrieb aufnehmen kann und wie die Untersuchungen dort konkret ablaufen, ist noch nicht bekannt. "Die Verantwortlichen waren zu einer Ortsbegehung dort. Allerdings muss das Gebäude noch ertüchtigt werden, bevor wir es in Betrieb nehmen können", so Kathrin Klotzbach aus der Pressestelle des Würzburger Landratsamts auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks.

EU-Gesundheitsminister beraten über Coronavirus

Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus kommen die EU-Gesundheitsminister zu einem weiteren Sondertreffen in Brüssel zusammen. Ziel der Beratungen, an denen auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn teilnimmt, ist eine enge Koordinierung. Bis zum Abend waren nach Angaben der EU-Behörde ECDC in Europa rund 4.200 Infektionen registriert. Besonders betroffen ist Italien mit laut Zivilschutz 148 Toten und mehr als 3.800 Infizierten. In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut bisher Infektionen bei 400 Menschen nachgewiesen.

WHO-Chef: Zu viele Länder nicht gut auf Virus vorbereitet

Zu viele Länder der Welt sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation noch nicht angemessen auf eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet. "Wir sind besorgt, dass manche Länder dies entweder nicht ernst genug nehmen oder entschieden haben, dass sie eh nichts tun können", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Wir sind besorgt, dass der Umfang des politischen Engagements und die dafür nötigen Maßnahmen dem Umfang der Bedrohung, der wir uns alle gegenübersehen, nicht entsprechen."

© BR

Senioren gehören zu den Menschengruppen mit dem höchsten Risiko an Covid-19 schwer zu erkranken. Wie ist die Situation in Seniorenheimen: Wie gefährdet sind Bewohner? Wie schützt sich das Pflegepersonal?

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