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Coronakrise: So können Eltern ihre Kinder beschäftigen | BR24

© BR/Julia Müller

Spielende Kinder (Symbolbild)

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    Coronakrise: So können Eltern ihre Kinder beschäftigen

    Die Coronakrise stellt viele Eltern vor die Herausforderung, wie sie ihre Kinder sinnvoll beschäftigen können. Schulen und Kitas sind über Wochen geschlossen, Dauer-Fernsehen und stundenlanges Computerspielen sind keine Alternative. Tipps von BR24.

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    Dass nun wochenlang die Schule ausfällt, heißt nicht, dass Eltern sich in dieser Zeit als Eventveranstalter ihres Nachwuchs verstehen müssen. Kinder und Jugendliche dürfen und müssen sich auch einmal langweilen. Das fördert die Kreativität. So hat der Neurobiologe an der Universität Göttingen, Gerald Hüther, herausgefunden, dass Langeweile das Hirn anregt. Kinder und Jugendliche können so ihr Potenzial besser entfalten, erfinderisch werden und aus sich selbst heraus für Unterhaltung sorgen. Das können Eltern gerade bei ihren kleineren Kindern beobachten, denen gelegentlich ein kleiner Stock und Steine reichen, um sich selbst zu beschäftigen.

    Schulfrei aber keine Ferien

    Die jetzigen Schulschließungen sind nicht mit den üblichen Ferien zu verwechseln, auch wenn dies einige Kinder und Jugendliche glauben. So verweist die Bundesregierung darauf, dass gerade jetzt ein strukturierter Tagesablauf notwendig ist, zum Beispiel mit festen Essenszeiten sowie mit Zeiten zum Lernen, Spielen und zur Mediennutzung. Auch ein gewisser Schlafrhythmus sollte eingehalten werden. Das sorgt für Halt. Natürlich hilft es, die Kinder in die Planungen mit einzubeziehen. Das steigert die Akzeptanz der Maßnahmen. Einige Familien haben sich hier schon ziemlich konkrete Pläne erarbeitet und geben diese über Twitter weiter.

    "Soziale Kontakte einschränken" heißt nicht Beziehungsabbruch

    Was tun, wenn die Großeltern nicht besucht werden dürfen? Nirgendwo steht, dass Enkel den Kontakt zu ihren Großeltern abbrechen müssen. Und dazu gibt es noch einige andere Möglichkeiten als den Besuch, zum Beispiel Briefe schreiben oder telefonieren. Videotelefonie könne das Gefühl von Kontakt und Gemeinschaft verstärken, heißt es zum Beispiel auf der Internetseite der Bundesregierung. Auch mit Freunden darf man sich natürlich weiter treffen, größere Veranstaltungen und Partys jedoch sollten eher gemieden werden.

    Raus in die Natur

    Viele Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen für Freizeitaktivitäten wie Schwimmbäder haben zwar derzeit geschlossen, der Nachwuchs muss aber trotzdem nicht stumpf zuhause herumsitzen. Frische Luft und viel Bewegung in der Natur sind ein gesunder Ausgleich und nicht verboten. Offen haben auch noch Zoos, wie der Tierpark Hellabrunn in München, der Tiergarten in Nürnberg und der Zoo in Augsburg. Dass in diesen Zeiten Streichelgehege geschlossen haben und keine öffentlichen Tiertrainings und kommentierte Fütterungen stattfinden, lässt sich verschmerzen. Botanische Gärten und Parks können auch weiter besucht werden, meist sind hier nur die Gewächshäuser geschlossen und es finden keine öffentlichen Führungen statt. Offen bleibt zudem die BMW-Welt in München. Sie ist eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten in Bayern. Aktuell gebe es laut Gesundheitsbehörden keinen Anlass für Einschränkungen in öffentlichen Flächen/Gebäuden. Hygienevorkehrungen habe man noch einmal intensiviert, heißt es bei der BMW-Welt.

    Basteln, malen, lesen, toben – Kinder in der Quarantäne

    Kinder, die tatsächlich in häusliche Quarantäne müssen, sollten nicht rausgehen. Spielplätze und Spielen im Freien sind daher ausgeschlossen. Aber auch zuhause bieten sich viele Möglichkeiten: Basteln, Gesellschaftsspiele, Vorlesen oder gemeinsam kochen und backen. Tipps lassen sich ausreichend im Internet recherchieren. Eltern können zudem auch Indoor für ausreichend Bewegung sorgen. Helfen können beispielsweise Zimmertrampoline, Gummitwist oder Springseile. Denn durch Bewegung könne auch Anspannung und Stress abgebaut werden, heißt es bei der Bundesregierung.

    Positive Grundhaltung behalten

    Stress überträgt sich auf den Nachwuchs. Deshalb raten nicht nur die Bundesregierung, sondern auch viele andere Experten, Ruhe zu bewahren. Eine positive Grundhaltung könne sich auf Kinder übertragen und vermittele Zuversicht und Sicherheit. Es wird zudem empfohlen, mit dem Nachwuchs über die aktuelle Situation zu sprechen und Fakten zu vermitteln. Dazu gehört aber auch, seinen Kindern zu zeigen, wenn man gestresst oder besorgt ist, beziehungsweise einzuräumen, wenn man etwas nicht weiß. Man könne dann gemeinsam überlegen, wer einem die gewünschte Antwort geben könne.

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