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Auf Mallorca wird wieder gefeiert. Und das schlägt sich in einer steigenden Inzidenz nieder. Die Regionalregierung der Balearen will nun gegensteuern.

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Corona-Zahlen auf Mallorca schießen nach oben

Die Sieben-Tage-Inzidenz auf der beliebten Urlaubsinsel ist auf 335 gestiegen. Weil sich vor allem jüngere, ungeimpfte Menschen anstecken, plant die Regionalregierung schärfere Einschränkungen für das Nachtleben.

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  • BR24 Redaktion

Die Corona-Zahlen auf Mallorca als beliebteste Ferieninsel der Deutschen sind weiter angestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde nach aktuellen Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums vom Dienstagabend mit 335 angegeben. Am Vortag hatte der Wert bei 310, vergangenen Freitag jedoch noch bei 270 gelegen.

Laut einem Bericht der "Mallorca Zeitung" ist die als ansteckender geltende Delta-Variante des Corona-Virus inzwischen bei 85 Prozent aller Proben festgestellt worden.

Verschärfte Party-Regeln geplant

Da die Corona-Zahlen vor allem durch die vielen Infektionen junger, meist noch ungeimpfter Menschen stark angestiegen sind, will die Regionalregierung der Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, das Nachtleben ab dem Wochenende stark einschränken. Vor allem die sogenannten Botellones, Partys im Freien mit viel Alkohol, sollen verhindert werden, indem Strände und Parks zwischen 01.00 und 06.00 Uhr geschlossen werden und in der Zeit auch nur Treffen von Menschen aus demselben Haushalt erlaubt sein sollen.

Allerdings muss die Justiz noch grünes Licht geben, was nicht als sicher galt. In Navarra, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei fast 537 lag, lehnte das Oberste Landesgericht am Dienstag einen Antrag der Regionalregierung ab, eine nächtliche Ausgehsperre zu verhängen. In Katalonien und Valencia hatte die Justiz das jedoch zuvor erlaubt.

Quarantäne für Reiserückkehrer

Da Spanien als Corona-Risikogebiet gilt, rät das Auswärtige Amt von touristischen Reisen dorthin ab. Für Urlauber, die trotzdem nach Mallorca oder die Kanaren reisen, gilt deswegen eine Quarantänepflicht nach der Rückkehr. Die Quarantäne kann umgangenen werden, dafür benötigt man ein negatives Corona-Testergebnis oder einen Nachweis für Genesene oder vollständig Geimpfte. Zudem braucht man eine digitale Einreiseanmeldung, die bei der Rückkehr nach Deutschland mitgeführt werden muss. Diese Einreiseanmeldung kann frühestens drei Tage vor der Rückreise ausgefüllt werden.

Möglich ist zudem, dass Spanien vom Robert Koch-Institut zu einem Hochinzidenzgebiet hochgestuft wird. Das würde eine weitere Verschärfung der Regeln nach sich ziehen. Konkret bedeutet das laut RKI: Bei "Voraufenthalt in Hochinzidenzgebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden", um die Quarantäne durch einen Corona-Test zu verkürzen.

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Die Corona-Zahlen auf Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen sind weiter angestiegen.

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