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Coronavirus-Ticker: Proteste in Israel gegen Corona-Politik | BR24

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In Israel treibt die Wut auf die Corona-Politik der Regierung die Menschen auf die Straße

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Coronavirus-Ticker: Proteste in Israel gegen Corona-Politik

In Israel steigen Infektionszahlen und Arbeitslosenquote. Viele machen ihrem Ärger gegen die Regierung bei Protesten Luft. Und Donald Trump wurde gestern bei einem offiziellen Termin erstmals mit Mund-Nasen-Schutz gesichtet. Alle News im Ticker.

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    Die wichtigsten Corona-News in Kürze

11.39 Uhr: Tausende protestieren gegen Netanjahus Corona-Politik

In Israel halten die Proteste Tausender gegen den Umgang der Regierung von Ministerpräsident Bejamin netanjahu mit der Corona-Pandemie an. Vor allem Arbeiter, Freiberufler und Kleinunternehmer, aber auch Studentenorganisationen kritisieren, die Regierung lasse die Menschen im Lockdown ohne Hilfen allein. Wirtschaftlich leidet das Land enorm unter den Corona-Beschränkungen: Die Arbeitslosigkeit ist von 3,4 Prozent im April auf 27 Prozent gestiegen. Im Mai zeigte sich eine leichte Entspannung: Die Arbeitslosenquote lag bei 23,5 Prozent. Die Zahlen für Juni wurden noch nicht veröffentlicht. Seit einer leichten Lockerung des Lockdowns Ende Mai schnellen die Neuinfektionszahlen aber auch schon wieder in die Höhe: Am Freitag hatte das israelische Gesundheitsministerium gemeldet, dass sich binnen 24 Stunden rund 1.500 Menschen ansteckten. Insgesamt wurden landesweit mehr als 36.000 Infektionen registriert, mehr als 350 Infizierte starben.

9.51 Uhr: Tokio kämpft mit steigenden Infektionszahlen

In Tokio melden die Behörden den vierten Tag in Folge über 200 nachgewiesene Neuinfektionen. Innerhalb von 24 Stunden seien in der japanischen Hauptstadt 206 Neuinfektionen bestätigt worden, so der öffentlich-rechtliche Sender NHK. Insgesamt sind in Japan bislang rund 20.000 Infektionen registriert worden. Außerdem gab es circa 1.000 Todesopfer durch das Sars-CoV-2-Virus.

8.45 Uhr: Mehr Infektionen in Montréal: Kneipen als Superspreader?

In der kanadischen Metropole Montréal haben die Gesundheitsbehörden nach einem einen starken Anstieg von Corona-Infektionen bei unter 39-jährigen mehrere Kneipen im Verdacht, als Superspreader das Virus zu verbreiten. Bei mindestens fünf Bars in der Stadt gebe es eine Verbindung zu Corona-Infizierten, teilte die Gesundheitsbehörde DRSP am Samstag mit. Regelmäßige Bar-Besucher sind aufgerufen, sich auf Sars-CoV-2 testen zu lassen. Erst seit dem 25. Juni dürfen Bars in Montréal unter Auflagen wieder öffnen.

8.28 Uhr: Angelique Kerber: Teilnahme an US-Open noch fraglich

Die frühere Tennis-Weltranglistenerste Angelique Kerber sieht aktuell schwarz für ihre Teilnahme an den US-Open in den ersten beiden Septemberwochen. "Stand heute möchte sich niemand in den Flieger setzen und nach New York fliegen. Deshalb werde ich in den kommenden Wochen schauen, ob die Zahlen wieder runtergehen", so Kerber im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Sie trage Verantwortung für sich und ihr Team, erklärte die Tennisspielerin, das sei ihre Priorität. Sie werde entsprechend der Entwicklung der Fallzahlen kurzfristig über ihre Teilnahme entscheiden.

8.15 Uhr: Experten kritisieren Vorstoß von Union Berlin für volle Stadien

Bundesligist Union Berlin will ab September mit vollbesetztem Stadion in die neue Saison starten, mit Hilfe von Corona-Tests für alle Zuschauer. Experten reagieren nun allerdings skeptisch auf die Pläne des Fußballvereins. Kritisch äußerte sich zum Beispiel der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit gegenüber der "Bild am Sonntag": "Weil der Test nur eine Momentaufnahme ist, ist aber nicht ausgeschlossen, dass trotzdem Zuschauer nach 24 Stunden positiv werden und somit andere Zuschauer im Stadion anstecken können." Klaus-Dieter Zastrow vom Hygieneinstitut Berlin hält den Vorschlag von Union Berlin zwar für "grundsätzlich technisch möglich" und verantwortbar, weist allerdings darauf hin, dass zwei Tests pro Stadionbesucher die Kapazitäten der Berliner Labors weit überschreiten würden.

7.04 Uhr: Münchner Ärzte: Immunität hält möglicherweise nicht lange an

Neue Untersuchungen an genesenen Covid-19-Patienten versetzen der Hoffnung auf baldige Entwicklung eines Impfstoffs einen Dämpfer: Möglicherweise hält eine Immunität nicht lange an. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigen ein Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, so Clemens Wendtner, Chefarzt der Schwabinger Infektiologie. "Bei vier der neun Patienten sehen wir sinkende neutralisierende Antikörper in einem sehr speziellen Test, der nur in einem Hochsicherheitslabor erfolgen kann", so Wendtner gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. "Inwieweit dies Auswirkungen für die Langzeitimmunität und die Impfstrategien hat, ist derzeit noch spekulativ, muss aber im weiteren Verlauf kritisch beobachtet werden."

6.40 Uhr: Trump erstmals mit Mund-Nasen-Schutz gesichtet

Eine Maske in Schwarz mit dem Emblem des Präsidenten der Vereinigten Staaten – erstmals zeigte sich US-Präsident Donald Trump gestern bei einem Pressetermin in einem Militärkrankenhaus nahe Washington mit Mund-Nasenschutz.

Bisher galt der Präsident als strikter Gegner von Gesichtsmasken und trug selbst bei offiziellen Anlässen nie einen Mundschutz. Über die Gesichtsmaske von Joe Biden, dem designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten hatte er sich in der Vergangenheit lustig gemacht.

"Ich bin nie gegen Masken gewesen, aber ich glaube, dass sie ihre Zeit und ihren Ort haben", sagte der Präsident kurz vor dem gestrigen Besuch des Militärkrankenhauses im Weißen Haus. Medienberichten zufolge schwenkt Trump mit dem Tragen des Mundschutzes nun auf den Kurs ein, den seine Berater ihm schon seit Wochen vorgeben.

Sonntag, 12. Juli 2020

21.50 Uhr: Bollywood-Star Bachhan positiv getestet

Bollywood-Megastar Amitabh Bachchan ist wegen einer Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in ein Krankenhaus in Mumbai eingeliefert worden. "Ich wurde positiv auf Covid getestet", teilte der 77-jährige Schauspieler bei Twitter mit. Auch seine Familie und Mitarbeiter seien getestet worden und warteten noch auf ihre Ergebnisse.

"Alle, die in den vergangenen zehn Tagen in meiner nächsten Nähe waren, sind aufgefordert, sich bitte testen zu lassen", appellierte Bachchan. Der als "Big B" bekannte Schauspieler ist bereits seit den frühen 70er Jahren ein Star der indischen Filmbranche, 43 Millionen Menschen folgen ihm auf Twitter.

Nach der Verhängung eines landesweiten Lockdown in Indien Ende März hatte Bollywood erst kürzlich seine Dreharbeiten wieder aufgenommen. Schauspieler, die so wie Bachchan älter sind als 65 Jahre, dürfen wegen des erhöhten Risikos, ernsthaft an Covid-19 zu erkranken, allerdings noch nicht ans Set.

21.29 Uhr: Engländer sollen zurück ins Büro

Der britische Premierminister Boris Johnson will einem Bericht der "Daily Mail" zufolge ab Montag die Firmen auffordern, ihre Beschäftigten zurück an die Arbeitsplätze zu beordern, sofern dies sicher sei. So sollten die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft eingedämmt werden. Hochrangige Beamte fordert Johnson demnach auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurück an die Schreibtische in den Verwaltungen zu holen. Auch Firmen wie Goldman Sachs rufe er zu einem solchen Schritt auf.

21.18 Uhr: Weiter Einschränkungen im Iran

Der iranische Präsident Hassan Ruhani fordert ein Verbot von Hochzeiten, Trauerfeiern und anderen großen Versammlungen. Jetzt sei auch nicht die Zeit für Festivals und Hochschulseminare, sagt er in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Aufnahmeprüfungen an den Universitäten müssten womöglich ausgesetzt werden.

Im Iran stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen binnen 24 Stunden um 2.397 auf 255.117. Laut Gesundheitsministeriums starben 188 weitere Menschen. Im Zusammenhang mit dem Virus wurden insgesamt 12.635 Todesopfer registriert.

20.44 Uhr: Disney-Park öffnet wieder

Inmitten steigender Infektionszahlen in Florida öffnet dort der Vergnügungspark Walt Disney World zum ersten mal seit vier Monaten wieder seine Tore. Mit einer begrenzten Zahl von Besuchern und Maskenpflicht sowie der Aufforderung zum Abstandhalten sieht sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in der Lage, die Ansteckungsgefahr unter Kontrolle zu halten.

In den vergangenen zwei Wochen sind in Florida 109.000 neue Corona-Infektionen gemeldet worden, mehr als in jedem anderen US-Bundesstaat.

19.22 Uhr: Tausende sollen geimpft werden

Der chinesische Pharmakonzern CanSino Biologics sucht für die nächste Stufe seiner Covid-19-Impfstoffentwicklung nach Probanden im Ausland. Es gebe Gespräche mit Russland, Brasilien, Chile und Saudi-Arabien, teilt das Unternehmen mit. Für die in Kürze startende Phase-3-Studie sollten 40.000 Personen rekrutiert werden. In China darf der Impfstoffkandidat Ad5-nCoV bereits im Militär getestet werden, dessen Forschungseinheit zusammen mit dem Pharmakonzern an der Entwicklung des Serums arbeitet. Bisher gibt es keinen Impfstoff gegen Covid-19, weltweit werden aber laut WHO bereits mehrere Präparate am Menschen getestet.

19.15 Uhr: Zu wenig Hilfen für finanziell Schwache

Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter hat Lücken bei der Unterstützung finanziell schwacher Bevölkerungsgruppen in der Corona-Krisenpolitik der Bundesregierung beklagt. "Wir geben über 200 Milliarden Euro zusätzlich aus, und für Hartz-IV-Empfänger, für Grundsicherungsempfänger war noch nicht einmal ein temporärer Aufschlag drin. Das finde ich, ehrlich gesagt, wirklich beschämend von Seiten der Bundesregierung", sagte Hofreiter beim ersten digitalen kleinen Parteitag der Bayern-Grünen. Ebenso seien generell Kulturschaffende, Soloselbstständige und Familien mit Kindern bislang zu wenig unterstützt worden.

Insgesamt sei Deutschland zwar bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen, sagte Hofreiter. Dennoch habe die Krise bereits vorher bestehende Probleme deutlich aufgezeigt. Als Beispiel nannte er die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, die durch den Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt seien.

19.10 Uhr: Mühldorf meldet acht neue Corona-Fälle

Das Landratsamt Mühldorf hat acht neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet. Es handelt sich dabei um zwei Familienangehörige eines positiv getesten Sicherheitsdienstmitarbeiters der Anker-Dependance in Waldkraiburg sowie sechs weitere Sicherheitsdienstmitarbeiter. Aus diesem Grund ordnete das Gesundheitsamt eine Reihentestung aller BewohnerInnen und MitarbeiterInnen des Ankerzentrums an, die laut dem Landratsamt am Samstag (11.7.) durchgeführt werden konnte.

Unter den positiv getesteten Familienmitgliedern ist auch ein Kind, das einen Kindergarten in Waldkraiburg besucht. Die Kindergartengruppe wurde geschlossen und die Kindergartenleitung sowie die Eltern der Kinder informiert. Die in Frage kommenden Kontaktpersonen sollen laut dem Landratsamt Mühldorf am Inn am Montag getestet werden. Insgesamt gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn nun neun bestätigte Corona-Fälle, die alle im Zusammenhang mit der Anker-Dependance in Waldkraiburg stehen.

15.20 Uhr: Ballermann-Party ohne Masken und ohne Abstand schockiert Mallorca

Hunderte Urlauber aus Deutschland sollen am Ballermann auf Mallorca Party gemacht haben, ohne sich um die derzeit in Spanien geltenden Corona-Regeln zu scheren. Auf einem am Samstag veröffentlichten Video der "Mallorca Zeitung" (MZ) ist zu sehen, wie die Menschen am Freitagabend auf der berühmten "Bierstraße" im dichten Gedränge feiern, trinken und tanzen - "als gäb's kein Corona", so die MZ.

Praktisch niemand trägt dabei Maske, obwohl der von der spanischen Regierung für die Zeit der "neuen Normalität" vorgeschriebene Mindestabstand von eineinhalb Metern weder auf der Straße noch in den Lokalen einzuhalten ist.

14.45 Uhr: USA verzeichnen mehr als 66.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

Noch nie hatten die USA an einem Tag so viele Neuinfektionen. Gestern waren es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 66.627. Erst am Donnerstag war die Zahl auf einen Rekordwert von 63.247 gestiegen. Die Zahl der Neuansteckungen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, hat seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch zugenommen.

Seit Beginn der Pandemie haben die Forscher der JHU in den USA insgesamt fast 3,2 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Mehr als 134.000 Menschen starben demnach infolge einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der täglich verzeichneten Toten liegt in den USA zwar weiterhin deutlich niedriger als zum Höhepunkt der Krise, hat in den vergangenen Tagen aber wieder zugenommen. Am Freitag verzeichnete die Statistik der Universität 802 Tote.

© BR

Die USA melden einen neuen Höchststand der Corona-Infektionen: 65-tausend Fälle innerhalb von nur 24 Stunden. Der Immunologe Fauci, der auch die Trump-Regierung berät, empfiehlt, vorerst keine weiteren Lockerungen umzusetzen.

14.16 Uhr: Landesamt: 49.175 Coronavirus-Fälle in Bayern und 2.609 Tote

In Bayern sind bisher 49.175 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Website mit (Stand 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2.609 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45 620 Menschen.

13.45 Uhr: Bayerns Grüne fordern politischen Pfadwechsel nach der Corona-Krise

Die bayerischen Grünen fordern nach der Corona-Krise einen Richtungswechsel in der Sozial-, Klima- und Wirtschaftspolitik. Krisenschocks könnten helfen, Reformwiderstände zu überwinden und notwendige "Pfadwechsel" einzuleiten, sagte Landeschef Eike Hallitzky am Samstag beim Online-Parteitag der bayerischen Grünen.

Er forderte einen starken, gerechten Sozialstaat, mit mehr sozialer Gerechtigkeit, mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr Frauen in allen Entscheidungsebenen. Die Wirtschaft und das Wirtschaftssystem müssten nachhaltig und ökologisch umgebaut werden. Und es brauche mehr demokratische Teilhabe - man müsse alle Bürger mitnehmen.

Mehr zur Forderung der Grünen nach einem Pfadwechsel lesen Sie hier.

13.30 Uhr: EKD warnt vor humanitärer Katastrophe in Flüchtlingslager

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat vor einer humanitären Katastrophe im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos gewarnt. Es sei unerträglich, dass noch immer 16.000 Menschen in einem für 3.000 Flüchtlinge ausgelegten Lager dahinvegetierten und dem großen Risiko einer Ausbreitung der Corona-Pandemie ausgesetzt seien, sagte Bedford-Strohm am Samstag im Deutschlandfunk.

Der bayerische Landesbischof erinnerte daran, dass viele Städte in Europa bereit seien, Flüchtlinge aufzunehmen. Das werde jedoch von den nationalen Regierungen blockiert. Er unterstütze ausdrücklich die Bemühungen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), die europäischen Staaten zur Teilnahme an einem Verteilmechanismus für gerettete Flüchtlinge zu bewegen.

Bedford-Strohm bekräftigte, dass das der evangelischen Kirche mitinitiierte Rettungsschiff «Sea-Watch 4» voraussichtlich Anfang August zu seinem ersten Einsatz im Mittelmeer auslaufen werde.

13.09 Uhr: Indien meldet mehr als 820.000 Corona-Infizierte

Das Coronavirus Sars-CoV-2 greift in Indien immer rasanter um sich. Am Samstag meldeten die Behörden mit mehr als 27.000 Fällen den nächsten Rekord bei den täglichen Neuinfektionen. Die Gesamtzahl lag bei knapp 821.000 Erkrankten. Mehr als 22.000 Infizierte sind gestorben. Damit ist Indien nach den USA und Brasilien das drittgrößte Epizentrum der Pandemie.

12.56 Uhr: Merkel fordert globale Solidarität in Corona-Krise

Die Corona-Krise lässt sich aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel nur mit internationaler Solidarität und Zusammenarbeit bewältigen. "Nur wenn wir auf diese globale Bedrohung globale Antworten finden, haben wir die Chance, aktuell und künftig Pandemien zu besiegen. Das gilt insbesondere bei einer wachsenden Weltbevölkerung", sagte die Kanzlerin wöchentlichen Videobotschaft. Deswegen unterstütze die Bundesregierung die Anstrengungen im Kampf gegen das Coronavirus, und Deutschland beteilige sich "an den Programmen der internationalen Organisationen, allen voran WHO, IWF und Weltbank", betonte die Kanzlerin.

12.13 Uhr: Krankenhäuser im Nordwesten Syriens schränken Hilfen ein

Nach Bekanntwerden eines ersten Corona-Falls in der von Rebellen kontrollierten Region Idlib in Syrien haben zahlreiche Krankenhäuser ihre Arbeit drastisch reduziert. Das Krankenhaus in Bab al-Haua, wo ein Arzt positiv auf das Corona-Virus getestet worden war, sei komplett geschlossen worden, sagte Mazen Kewara von der Syrian American Medical Association der Deutschen Presse Agentur. Weitere Krankenhäuser nähmen nur noch Notfälle an. Inzwischen seien zwei weitere Ärzte positiv auf das Virus getestet worden. Hilfsorganisationen warnen vor einem unkontrollierten Ausbruch des Coronavirus in der Provinz im Nordwesten des Bürgerkriegslandes.

12.06 Uhr: Kalifornien will wegen Corona weitere Gefangene freilassen

Wegen der Corona-Pandemie will der US-Bundesstaat Kalifornien bis zu 8.000 weitere Strafgefangene vorzeitig freilassen. "Diese Maßnahme dient der Gesundheit und Sicherheit der Insassen und des Personals", teilte die kalifornische Gefängnisbehörde mit. Bis Ende August könnten die Gefangenen demnach aus den überbelegten Haftanstalten entlassen werden. Seit Beginn der Corona-Krise durften in dem schwer von der Pandemie betroffenen Westküstenstaat bereits 10.000 Häftlinge das Gefängnis vorzeitig verlassen.

11.57 Uhr: Bundesregierung warnt vor falschem "Bundesamt für Krisenschutz"

Die Bundesregierung warnt Unternehmen vor Betrügern, die sich als Vertreter eines imaginären "Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe" ausgeben. In der Sache werde bereits ermittelt, so eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Sie verwies zudem auf eine Warnung vor betrügerischen E-Mails mit Bezug zu Corona-Zuschüssen für Unternehmen, die das Wirtschaftsministerium am Mittwoch online veröffentlicht hatte.

11.33 Uhr: Karliczek gegen vorschnelle Lockerungen in der Corona-Krise

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat vor vorschnellen Lockerungen in der Corona-Krise gewarnt. "Wir müssen an der gegenwärtigen Maskenpflicht und den Abstandsregeln festhalten", sagte die CDU-Politikerin der "Passauer Neuen Presse". Auch wenn die Regeln nerven würden, Grund für Leichtsinn gebe es nicht. Ziel sei es, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder einen verlässlichen Unterricht anbieten können. Weil das Coronavirus weiterhin präsent sei, könne es wieder "auf eine Mischung aus Präsenzunterricht und digitales Lernen hinauslaufen", sagte Karliczek.

10.24 Uhr: Mehr als 6.600 Corona-Neuinfektionen in Russland

In Russland sind nach Behördenangaben 6611 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf 720.547. Zudem wurden 188 weitere Todesfälle registriert.

09.29 Uhr: Geplante Hinrichtung in den USA wegen Corona-Pandemie aufgeschoben

Wegen der Corona-Pandemie hat ein Bundesbezirksgericht im US-Staat Indiana eine geplante Hinrichtung aufgeschoben. Jane Magnus-Stinson gab am Freitag einem entsprechenden Gesuch von Angehörigen der Opfer des zum Tode verurteilten Daniel Lewis Lee statt. Sie könnten angesichts der Pandemie nicht ohne Risiko zu der Hinrichtung im Gefängnis von Terre Haute in Indiana reisen. Die Hinrichtung des 47-jährigen Lee per Giftspritze war ursprünglich für den kommenden Montag angesetzt. Lee war 1999 wegen der Ermordung eines Ehepaares und dessen achtjähriger Tochter zum Tode verurteilt worden.

08.59 Uhr: Mehr als 70.000 Corona-Tote in Brasilien

Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien ist auf mehr als 70.000 gestiegen. Binnen 24 Stunden starben 1.270 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion, wie die Zeitung "Folha de São Paulo" am Freitagabend (Ortszeit) meldete. Insgesamt haben sich in dem südamerikanischen Land mehr als 1,8 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Präsident Jair Bolsonaro hatte am Dienstag seine eigene Corona-Infektion bekannt gegeben, verharmlost aber weiter die Pandemie.

08.26 Uhr: Daimler will wegen der Corona-Krise noch mehr Stellen streichen

Der Autobauer Daimler will wegen der Corona-Krise noch deutlich mehr Stellen streichen als bisher bekannt. Personalvorstand Wilfried Porth nennt zwar weiterhin keine Zahl. Mit den bisher kolportierten 10.000 oder 15.000 Arbeitsplätzen, die Berichten zufolge wegfallen sollen, komme man jedenfalls nicht aus. "Die neue Zahl ist auf jeden Fall größer als die beiden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Diese würden benötigt, um betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu verhindern.

07.51 Uhr: Altmaier nennt Bedingungen für Lockerung der Maskenpflicht

Nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier könnte die Maskenpflicht im Einzelhandel abgeschafft werden, wenn die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen unter den Wert von 100 sinken sollte. "Solange wir im Durchschnitt täglich mehrere hundert neue Infizierte haben, wird sie überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten wird", sagt der CDU-Politiker der FAZ.

06.50 Uhr: Städtische Mitarbeiter sammeln wegen Corona mehr Überstunden an

Wegen der Corona-Krise haben die Kontrollbehörden in Bayerns Großstädten deutlich mehr Überstunden geleistet als üblich. Die Mehrarbeit entstand aber nicht nur bei der Kontrolle von Ausgangsbeschränkungen und Hygieneverordnungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Auch Bürgeranfragen, das Bearbeiten von Ausnahmegenehmigungen und die Arbeit in Krisenstäben beschäftigten die Mitarbeiter zusätzlich.

05.43 Uhr: Fast 69.000 Neuinfektionen in USA

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA ist weiterhin alarmierend: Binnen 24 Stunden sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Freitagabend (Ortszeit) 63.643 neue Ansteckungsfälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Toten sei um 774 auf fast 134.000 gestiegen. Erst am Donnerstag hatten die USA mit 65.551 Corona-Fällen einen Höchststand bei den täglich festgestellten Neuinfektionen verzeichnet.

05.01 Uhr: 378 Corona-Neuinfektionen und sechs weitere Todesfälle in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Ansteckungen um 378 auf 198.556, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Es meldet zugleich 9.060 Todesfälle von infizierten Personen. Das sind sechs mehr als tags zuvor.

03.30 Uhr: Kleiner Parteitag online: Bayerns Grüne beraten über Weg aus Corona-Krise

Bayerns Grüne schalten sich am Samstag erstmals digital zu einem kleinen Parteitag zusammen, um über Themen wie den Weg aus der Corona-Krise und die Zukunft des Waldes zu beraten. Der Online-Parteitag, zu dem etwa 150 Delegierte erwartet werden, wird live im Netz übertragen.

Mehr zum ersten Online-Parteitag der bayerischen Grünen.

02.38 Uhr: Erneute Krawalle in Belgrad

Eine mehrstündige friedliche Kundgebung in Belgrad gegen die Corona-Politik der Regierung ist nach Angriffen von Randalierern gegen die Polizei erneut von Gewalt überschattet worden. Am Abend drang eine Gruppe nationalistischer Demonstranten gewaltsam in das serbische Parlament ein. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei, die dann gegen Mitternacht den Ansturm gewaltbereiter Demonstranten mit Knüppeln und Tränengas beendete. Die Demonstrationen hatten sich an Plänen des Präsidenten Aleksandar Vucic entzündet, wegen des Wiederanstiegs der Corona-Neuinfektionen für das Wochenende ein Ausgehverbot zu verhängen.

Mehr dazu hier.

01.30 Uhr: Röttgen will europäische Corona-Hilfen an Verwendungszweck knüpfen

Der Bewerber um den CDU-Vorsitz Norbert Röttgen plädiert dafür, Hilfen aus dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds an konkrete Projekte zur Modernisierung der Volkswirtschaften zu knüpfen. Die von der EU-Kommission vorgenommene Aufteilung der vorgesehenen 750 Milliarden Euro auf die Länder sei falsch. "Das Prinzip muss lauten: Erst das Projekt und dann das Geld - nicht umgekehrt", sagte Röttgen den Zeitungen der Funke Mediengruppe

Samstag, 11. Juli 2020

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