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Noch vor dem Jahreswechsel soll mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden - wenn die europäischen Behörden den Impfstoff rechtzeitig zulassen.

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Corona: So plant Spahn den Impf-Start

In Deutschland und den anderen Staaten der Europäischen Union sollen die ersten Menschen ab 27. Dezember gegen Corona geimpft werden. Jetzt gab Gesundheitsminister Jens Spahn weitere Details bekannt.

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Von
  • BR24 Redaktion

Jetzt liegt alles an der Europäischen Impfzulassungsbehörde EMA und der deutschen Impfkommission: "Wenn es sich alles so entwickelt wie geplant - über den 21. und 23. Dezember erst die EMA, dann die Kommission" - dann, so Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), könne die Impfkampagne in Deutschland einen Tag nach Weihnachten beginnen.

Impf-Institut prüft - dann soll geliefert werden

Spahn teilte mit, der Impfstoff der deutschen Firma Biontech und deren US-Partner Pfizer werde gleichzeitig an alle EU-Mitgliedstaaten ausgeliefert. In Deutschland werde das dafür zuständige Paul-Ehrlich-Institut alle Chargen prüfen, bevor das Serum in die Impfzentren der Bundesländer geschafft werden könne.

Wer kommt wann dran?

Zur Priorisierung der Impfkandidaten erklärte Spahn, es sei Ziel zunächst die über 80-Jährigen zu schützen:

"Und die in Alten- und Pflegeheimen leben oder arbeiten, um die besonders Verwundbaren zuerst zu schützen mit diesem sehr wirksamen Impfstoff." Jens Spahn

Danach würden alle anderen darüber unterrichtet, wann sie einen Anspruch auf Impfung hätten. Als Rechtsgrundlage dieser Priorisierung, also des Plans, wer zuerst geimpft wird, werde er an diesem Freitag eine Impfverordnung unterzeichnen, bekräftigte Spahn.

Merkel: "Mächtig stolz" auf deutsche Forscher

Der Gesundheitsminister erläuterte sein Vorgehen auf einer Video-Pressekonferenz, die Spahn und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Ugur Sahin und Özlem Türeci, den Gründern des Mainzer Impstoffentwicklers Biontech, abhielten.

Merkel betonte, die Bundesregierung sei "mächtig stolz" darauf, dass es in Deutschland solche Forscher gebe. Das junge Unternehmen sei sehr schnell "ins Weltrampenlicht geraten". Die Forscher hätten nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern an ihre Entwicklung geglaubt.

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