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Maskenpflicht auf der Insel Poros in Griechenland

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    Corona: So ist die Lage in Griechenland und der Türkei

    Ferienzeit ist Reisezeit. Viele fahren nach Griechenland oder in die Türkei in den Urlaub. Aber wie ist dort die Lage? Wie stark steigen die Neuinfektionen? Was müssen Reisende beachten? ARD-Korrespondenten geben einen Überblick.

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    Von
    • Christian Buttkereit

    Griechenland

    Griechenland weist im Verhältnis zur Bevölkerungszahl wenig Corona-Fälle auf. Es gibt bisher nur 7.200 bekannte Fälle und 230 Tote. Allerdings sind die Zahlen seit Anfang August schlagartig gestiegen. Seitdem kommen täglich mehr als 200 neue Fälle hinzu. Das sind mehr als nach Ausbruch der Pandemie im Frühjahr. Als Ursache gilt, dass viele Urlauber nach ihrer Rückkehr Verwandte und Freunde angesteckt haben.

    Corona-Maßnahmen verschärft

    Die Regierung in Athen hat deshalb ihre Corona-Maßnahmen verschärft. In den meisten Regionen des Landes müssen Tavernen, Bars und Diskotheken ab Mitternacht schließen. Versammlungen von mehr als 50 Menschen sind verboten.

    Maskenpflicht herrscht in Supermärkten, dem öffentlichen Nahverkehr und in Behörden. Die Regierung rief Urlaubsrückkehrer auf, auch wenn sie keine Symptome aufweisen, bei Kontakt zu älteren Menschen eine Maske zu tragen. Eine generelle Maskenpflicht gilt auf einzelnen Urlaubsinseln wie etwa Paros.

    Pflicht zur Eintragung in Einreiseregister

    Eine Testpflicht für Reisende besteht nicht. Wer aber beispielsweise in Piräus von der Fähre steigt, muss mit Stichproben rechnen. Reisende, die z. B. von Deutschland nach Griechenland wollen, müssen spätestens 24 Stunden vor Ankunft in ein Online-Formular eintragen, woher sie kommen und wo sie in Griechenland zu erreichen sind. Wer das nicht tut, muss mit 500 Euro Strafe rechnen.

    Türkei

    In der Türkei steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Anfang August wieder an, nämlich um rund 1.200 pro Tag. Insgesamt haben sich bisher mehr als 250.000 Menschen mit Covid-19 infiziert, rund 6.000 sind daran gestorben. Als Hotspots gelten die Metropole Istanbul und Südostanatolien mit der Millionenstadt Diyarbakir. Aber auch aus der Hauptstadt Ankara wird von vollen Krankenhäusern berichtet.

    In den Urlaubsregionen am Mittelmeer, die bisher relativ wenig Fälle aufwiesen, ziehen die Zahlen ebenfalls deutlich an.

    Strenge Regeln für Menschen über 65

    Um die Ausbreitung einzudämmen, hat die Regierung ihre Corona-Maßnahmen für Menschen über 65 Jahre wieder verschärft. In einer Reihe von Provinzen dürfen sie nur noch zu bestimmten Uhrzeiten nach draußen. An größeren Veranstaltungen, wie etwa Hochzeiten, dürfen sie nur noch teilnehmen, wenn sie zum engsten Familienkreis gehören.

    Maskenpflicht in Istanbul

    An die Maskenpflicht beim Einkaufen, in Behörden und in öffentlichen Verkehrsmitteln halten sie die meisten Leute. In zahlreichen Städten, wie etwa in Istanbul, gilt sie zusätzlich auch im Freien.

    Informationen werden zurückgehalten

    Kritik gibt es nach wie vor an der Informationspolitik des Gesundheitsministeriums. So geben die Behörden seit einiger Zeit nicht mehr an, wie viele Menschen in den Krankenhäusern künstlich beatmet werden müssen.

    Pflichttest vor der Rückkehr

    Zwar hat die Bundesregierung die Reisewarnung für die Urlaubsregionen am Mittelmeer aufgehoben. Doch Reiserückkehrer müssen sich schon in der Türkei testen lassen, bevor sie ins Flugzeug steigen. Die Tests kosten rund 15 Euro und sind beispielsweise direkt am Flughafen Antalya oder auch in staatlichen Krankenhäusern möglich.

    Mehr zu "Reisen in Risikogebiete: Was gilt bei der Rückkehr?"

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