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Corona: Robert-Koch-Institut stuft Risiko als hoch ein | BR24

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Das Robert Koch-Institut hat seine Einschätzung durch das Coronavirus angepasst. Es stuft das Risiko für die Bevölkerung nun als "hoch" ein.

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Corona: Robert-Koch-Institut stuft Risiko als hoch ein

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Gefährdungslage in Deutschland ab heute auf "hoch" eingestuft. Das liegt vor allem an der Dynamik der Pandemie. Das RKI verzeichnet eine schnell steigende Zahl von Corona-Infizierten.

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Das Robert-Koch-Institut hat die Risikoeinschätzung wegen des Coronavirus für Deutschland angehoben und auf "hoch" eingestuft. Das liegt laut RKI-Präsident Wieler an der Dynamik, mit der sich das Virus ausbreitet. An dem Virus selbst hat sich nichts geändert. Gestern Nachmittag hatte das RKI in Deutschland 6.012 offiziell gemeldete Infektionsfälle registriert. Das sind 1.100 mehr als am Vortag. Allerdings sei klar, dass die wirkliche Zahl schon wegen der Dauer der Meldewege höher sei.

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Eindämmung hat Priorität

Nach wie vor gehe es um die Eindämmung des Virus. Da die Zahl der Infizierten weiter ansteigen werde, rief Wieler die Bürger auf, die Lage ernst zu nehmen und sich früh Hilfe zu holen. Kliniken müssten sich jetzt darauf vorbereiten, vermeidbare Operationen zu verschieben und die Zahl der Intensiv-Betten mindestens zu verdoppeln. Einer von fünf Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, werde schwer daran erkranken, so Wieler.

Wie hoch die Sterberate am Ende liege, das sei noch nicht absehbar. "Wir wissen noch nicht, wie die Sterberate am Ende aussieht." Klar sei, dass Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet seien. Inwieweit die Beschränkungen für die Menschen die Krankheitswelle verlangsamten, werde man nach 14 Tagen sehen.

Pandemie könnte etwa zwei Jahre dauern

Wieler sagte, dass das RKI von einer mehrjährigen Dauer der weltweiten Infektionen ausgehe: "Wir gehen von einem Zeitraum von zwei Jahren aus." Man wisse, dass Pandemien in Wellen verliefen. Deren Geschwindigkeit kenne man aber nicht genau. Es werde Jahre dauern, bis der erwartete Infektionsanteil von 60 bis 70 Prozent erreicht sei. Stark hänge die Dauer auch davon ab, wann ein Impfstoff eingesetzt werden könne. Dies könne ab nächstes Jahr der Fall sei.

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