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Corona-Risikogebiet: Diese europäischen Länder sind betroffen | BR24

© picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Wer aus einem Corona-Risikogebiet in Deutschland ankommt, muss sich ab Samstag testen lassen.

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    Corona-Risikogebiet: Diese europäischen Länder sind betroffen

    Wer aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehrt, muss sich seit Anfang August testen lassen oder in Quarantäne begeben. Welche Länder aktuell als Corona-Risikogebiete gelten und was das für Reisende bedeutet.

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    Die Zahlen der Corona-Infektionen steigen weltweit, immer mehr Regionen - gerade in Europa - werden zu "Risikogebieten" erklärt. Welche das aktuell sind und was das für Reisende bedeutet - ein Überblick.

    Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich testen lassen

    Vorweg: Alle aus dem Ausland nach Deutschland Einreisenden können sich in Bayern auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen. Neben speziell eingerichteten Teststellen ist das Testen auch in Gesundheitsämtern und Arztpraxen möglich.

    Seit dem 8. August gilt zudem eine Testpflicht für die Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Einreisende aus diesen Regionen müssen sich von diesem Zeitpunkt an auf das Virus testen lassen oder bei der Einreise ein negatives Testergebnis (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen. Wer keinen negativen Test-Befund hat, muss sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

    Ab wann gilt ein Land oder eine Region als Risikogebiet?

    Um zu klären, ob ein bestimmtes Land oder eine Region ein Corona-Risikogebiet ist, nimmt das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesinnenministerium eine zweistufige Bewertung vor. Das Vorgehen ist detailliert auf der Website des Robert-Koch-Instituts (RKI) beschrieben.

    In einem ersten Schritt wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 neu Infizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird dann festgestellt, ob für Staaten oder Regionen, in denen die Neuinfizierungen unter dem Grenzwert liegen, möglicherweise trotzdem ein erhöhtes Infektionsrisiko gilt.

    Für eine solche Bewertung erstellen das Auswärtige Amt, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium Lageberichte vor Ort, die auch die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beleuchten: etwa Hygienebestimmungen, Testkapazitäten oder Kontaktnachverfolgungen vor Ort. Wichtig ist auch die Frage, ob ein Corona-Ausbruch lokal begrenzt oder flächendeckend ist. Wenn es keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten oder Regionen gibt, wird auch das in der Bewertung berücksichtigt.

    Diese europäischen Länder gelten als Corona-Risikogebiete

    Das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium des Inneren haben folgende internationale Risikogebiete ausgewiesen:

    • Albanien
    • Andorra
    • Armenien
    • Aserbaidschan
    • in Belgien für die Region Brüssel
    • Bosnien und Herzegowina
    • in Bulgarien den Verwaltungsbezirk Blagoewgrad
    • in Dänemark die Region Hovedstaden
    • in Frankreich die Regionen Île-de-France (Paris) und Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, Korsika, Hauts-de-France, Bretagne, Centre-Val de Loire und Normandie sowie die Überseegebiete Französisch-Guyana, Guadeloupe, St. Martin und La Réunion
    • in Irland die Region Dublin
    • Kosovo
    • in Kroatien die Gespannschaften Šibenik-Knin, Split-Dalmatien, Zadar, Dubrovnik-Neretva, Pozega-Slavonia, Brod-Posavina, Virovitica-Podravina und Lika-Senj
    • Montenegro
    • in den Niederlanden die Provinzen Nordholland (Noord-Holland), Südholland (Zuid-Holland) und Utrecht sowie die autonomen Länder Aruba und St. Maarten
    • Nordmazedonien
    • in Österreich das Bundesland Wien sowie Vorarlberg
    • in Portugal die Region (Großraum) Lissabon
    • Republik Moldau
    • in Rumänien die Kreise Bacău, Bihor, Brăila, Brașov, București, Ilfov, Prahova, Vâlcea, Vaslui, Iasi, Neamt, Caras Severin und Covasna
    • Russische Föderation
    • Schweiz für die Kantone Genf, Waadt (Vadu) und Freiburg (Fribourg)
    • Serbien
    • in Slowenien die Region Primorsko-notranjska (Küstenland-Innerkrain)
    • Spanien für das Festland, die Balearen und Kanarische Inseln
    • Tschechien das gesamte Land mit Ausnahme der Regionen Aussiger Region (Ústecký) und der Mährisch-Schlesischen Region (Moravskloslezský)
    • Türkei (explizit ausgenommen sind die vier Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla)
    • Ukraine
    • in Ungarn für die Hauptstadt Budapest und die Region Györ-Moson-Sopron

    (Quelle: RKI, Stand: 23.9.2020, 19:30 Uhr, die vollständige Liste aller Risikogebiete weltweit finden Sie hier)

    Reisehinweise machen auf Risiken aufmerksam

    Das Auswärtige Amt aktualisiert laufend seine Reise- und Sicherheitswarnungen. Dort können sich Touristen über ihre Aufenthaltsorte informieren, auch darüber, ob es Corona-Risikogebiete sind. Das Auswärtige Amt unterscheidet grundsätzlich zwischen Reisehinweisen und Reisewarnungen.

    Reisehinweise gibt es für zahlreiche Länder. Sie machen auf besondere Risiken aufmerksam und können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

    Reisewarnung ist ein Appell, die Region nicht aufzusuchen

    Eine Reisewarnung dagegen ist inzwischen seltener und enthält einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region zu unterlassen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt als starkes Indiz für das Vorliegen außergewöhnlicher Umstände und reicht in vielen Fällen aus, um Reisebuchungen unter Umständen kostenfrei stornieren zu können. Reise- und Sicherheitshinweise alleine reichen hierfür meist nicht aus.

    Für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union gilt noch bis zum 14. September eine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt. Für die meisten europäischen Länder wurde sie am 15. Juni aufgehoben und durch individuelle Reise- und Sicherheitshinweise sowie durch (Teil-)Reisewarnungen für einzelne Länder ersetzt. Einreisende aus einem Corona-Risikogebiet sollten damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen.

    Krisenvorsorgeliste vom Auswärtigen Amt

    Deutsche Reisende, aber auch dauerhaft im Ausland lebende Bundesbürger können sich auf der Website des Auswärtigen Amtes für eine Krisenvorsorgeliste registrieren und bekommen dann im Krisenfall per Mail aktuelle Informationen über die Region, in der sie sich befinden - auch dann, wenn die Region als Corona-Risikogebiet eingestuft wird.

    Informationen über Urlaubsziele auf Website des ADAC

    Auf der Website des ADAC können Reisende ihr Urlaubsziel eingeben und werden mit Informationen zur Corona-Situation in den betreffenden Ländern und Regionen versorgt. Wenn man sich in einem Land aufhält, das zum Risikogebiet erklärt wird, gelte generell, den Behörden vor Ort Folge zu leisten, so eine ADAC-Sprecherin. Pauschale Anweisungen könne man nicht geben.

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